Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 10 Kaffee auf 5 Sitzungen aka Die Betriebsmedizin



Seiten : 1 2 3 4 5 6 [7] 8 9 10

denkstdu
02.12.2020, 21:06
Also erstmal herzlichen Glückwunsch WackenDoc.
Aber bissel Angst macht es mir schon vor nächster Woche. Naja schauen wir mal. Mehr ging nicht und zur Not macht man es halt noch einmal.

WackenDoc
02.12.2020, 21:22
Danke dir.
Die Prüfungen scheinen komplett unterschiedlich zu sein. Meine fragen anscheinend seit x Jahren das Gleiche. Die sind auch null auf Corona eingegangen. Mein Mucks dazu, dass sie mich ja letztes Jahr schon einmal geprüft haben.

Amira2004
15.12.2020, 07:53
Es gibt ja immer wieder Nachfragen, was man als Facharzt beispielsweise in einer Praxis oder in einem MVZ verlangen kann. Oft werden hier Gehälter zwischen 8000 € - 10000 € monatlich genannt! Wie sieht es in der Arbeitsmedizin aus... grundsätzlich heißt es ja meist, dass man gut bis sehr gut verdienen kann! Was sind eure Erfahrungen?

WackenDoc
15.12.2020, 09:31
Wie war es @denkstdu?

@Amira: Kann ich gar nicht sagen, ich bin schon immer ÖD- da gibt es eher weniger Geld, dafür ein paar andere Annehmlichkeiten.
Die Arbeitsmedizin ist aber auch komplett anders strukturiert als der Rest der Medizin. Es geht drum Leistungen zu verkaufen, macht man das gut und vor allem effizient, kann man mehr Geld verdienen. Und wenn man als Angestellter gut Geld einbringt, kann man besser um das Gehalt verhandeln.

Man muss sich den potenziellen AG aber schon genau anschauen. Da gibt es himmelweite Unterschiede. Sowohl beim Gehalt als auch bei den Arbeitsbedingungen. Das geht schon damit los, ob man als Arzt selber noch die apparativen Untersuchungen macht,oder ob es Assistenz dafür gibt.

denkstdu
15.12.2020, 20:45
@ wackendoc: habs geschafft. Themen hätten besser sein können, aber hauptsache durch.

miked
18.12.2020, 20:58
.... Aber ich hab einfach keine Lust mehr auf Dauer 120 Patienten und mehr pro Tag zu sehen. Von der Work-Life-Balance ist die Allgemeinmedizin nicht schlecht. Ich habe genügend Freizeit, aber die brauche ich auch nach den vollen Arbeitstagen.

Wo arbeitest du denn bitte? 120 Patienten pro Tag ist ja abartig, da frage ich mich schon wie das gehen soll... Auf 8 Stunden Sprechstunde gerechnet wären das ja 15 Patienten pro Stunde, also 4 Minuten pro Patient. Da schafft man ja vielleicht mal kurz abhören und AU ausstellen, aber alles, was bissl komplizierter wird, kannste da ja komplett vergessen (ein einziges Sono mit schwieriger Indikation oder eine psychosomatische Intervention würde da ja die halbe Sprechstunde sprengen- ganz abgesehen von evtl. "richtigen" Notfällen, Hausbesuchen, etc. Oder machst du dann als Angestellte x Überstunden und hältst 12 Stunden Sprechstunde am Tag? Aber auch da wären es noch 10 Pat/ Stunde, also 6 min pro Pat., und das wäre dann alles andete als eine gute work-life-balance mit genügend Freizeit... Also iwie wirken die 120 Pat/ Tag sehr hochgegriffen.... Wenns wirklich so ist, ist das ja ne richtig miese Stelle... Ich habeja teilweise schon bei 50 Pat/8 Stunden-Tag bzw. so 6 Pat./Stunde oft das Gefühl, dass ich den Patienten nicht 100 % gerecht werden bzw. nicht alles an Diagnostik machen kann, was ich gerne machen würde....

WackenDoc
18.12.2020, 21:01
120 Patienten die alle von einem Arzt gesehen werden? das kenne ich aber auch von keiner Praxis.

aschenputtel1977
19.12.2020, 07:49
Na ja wenns bei mir brennt, dann hab ich auch 82 Kinder am Tag gesehen. Sonos mache ich nicht, aber ich hoffe immer dass keine akute Psychosituation dazwischen kommt, die sprengen dann wirklich alles und das ist kein schönes Gefühl. Ich versuche halt die Patienten von Beginn an zu erziehen: 1. Termin machen 2. es wird nur das gemacht, was für den Termin besprochen war und nicht noch "Ach wenn wir schonmal hier sind" 3. KEINE kranken Geschwister einfach so mitbringen... Klappt mal mehr oder weniger gut.

miked
19.12.2020, 10:12
Ja, an vollen Tagen im Winter zur Infektzeit sind es bei mir auch schon 70+ gewesen, da verschiebe ich dann auch GUs, "zweite Baustellen", Ergos, Sonos usw., die nicht dringend sind, dann bekommt man das schon noch ganz gut hin, aber 120? Und dann noch auf Dauer? Da kann man ja auch nichts mehr schieben, wenns immer so voll ist...

WackenDoc
23.12.2020, 19:37
Ich muss noch eine kleine Warnung los werden: Schaut bitte genau wie das mit der Weiterbildung gibt. WER hat die und WO ist der. Und gibt es überhaupt eine. Nicht alles glauben was der AG einem erzählt. Immer auf der Liste der ÄK nachschauen bzw. bei der ÄK nachfragen. Und schaut dann unbedingt, dass der Weiterbildungsvertrag dazu passt.

roxolana
23.12.2020, 19:48
Was meinst du damit, dass der Weiterbildungsvertrag dazu passt?

WackenDoc
23.12.2020, 20:23
Betriebsmediziner sind oft an verschiedenen Standorten tätig. Vor allem bei den großen überbetrieblichen Diensten, teilweise auch bei größeren Praxen. ImWeiterbildungsvertrag und später im Zeugnis muss zwingend! der Standort stehen für den die Weiterbildung besteht.

kschonsa
20.01.2021, 11:54
HI AMS120520,

ich habe gerade Deinen Beitrag zum MHBA Studiengang in Nürnberg gelesen. Ich selbst bin gerade im 1. Semester eingeschrieben und die erste Klausur steht bald an.

Hast Du vielleicht ein paar Tipps bezüglich Lernstrategie etc.

Über eine Antwort und hilfreiche Tipps wäre ich sehr erfreut und danke Dir im Voraus.

Freundliche Grüße

Lorenz

sleepyhead
21.01.2021, 05:02
Mit welcher arbeitsmedizinischer Software arbeitet ihr? Bzw. welche könntet ihr empfehlen?

rafiki
21.01.2021, 05:43
HI AMS120520,

ich habe gerade Deinen Beitrag zum MHBA Studiengang in Nürnberg gelesen. Ich selbst bin gerade im 1. Semester eingeschrieben und die erste Klausur steht bald an.

Hast Du vielleicht ein paar Tipps bezüglich Lernstrategie etc.

Über eine Antwort und hilfreiche Tipps wäre ich sehr erfreut und danke Dir im Voraus.

Freundliche Grüße

Lorenz

Zu lernen gibt's da nicht viel. Gut aufpassen am Vortag bei der Besprechung bzw. den Übungen, das ist das, was abgefragt wird. Allerdings ist die erste Klausur die schwerste und fällt entsprechend schlecht aus. Die weiteren werden deutlich leichter;-)

sleepyhead
21.01.2021, 20:37
Mit welcher arbeitsmedizinischer Software arbeitet ihr? Bzw. welche könntet ihr empfehlen?

Nefazodon
06.10.2021, 18:51
Ich habe einige kurze Fragen an euch Betriebsmediziner. Da die Boardsuche dazu nichts ergeben hat stelle ich sie hier, in der Hoffnung, dass mir jemand helfen kann:

Zur Situation: Ich habe vor kurzem bei einem neuen Arbeitgeber angefangen. Bei allen meinen vorherigen Stellen war es so, dass ich relativ schnell und unaufgefordert einen Termin zur Eingangsuntersuchung beim Betriebsarzt bekommen habe. Bei dieser Stelle jedoch hat sich keiner gemeldet. Nichts. Erst auf meine wiederholte Nachfrage habe ich jetzt einen Termin bekommen, der zwar noch in diesem Jahr liegt, aber nicht sehr zeitnah, obwohl ich schon etwas länger dort arbeite.
Meine Fragen sind nun:
-Ist der Arbeitgeber verpflichtet, eine betriebsärztliche Eingangsuntersuchung anzubieten? Müsste er das von sich aus tun oder ist es korrekt, dass man erst auf meine Nachfrage aktiv wird?
-Gibt es Fristen bis wann so eine Eingangsuntersuchung angeboten/durchgeführt worden sein muss?
- Gibt es Konsequenzen, insbesondere nachteiliger Art, wenn so eine Einstellungsuntersuchung nicht durchgeführt wird? Für den Arbeitgeber (etwas worauf ich hinweisen kann?)? Und für mich als Arbeitnehmer? Kann es dann z.B. passieren, dass eine Berufskrankheit später nicht als solche anerkannt wird?

(P.S.: Ist "selbstverständlich" ein größerer Arbeitgeber, haben aber keinen eigenen Betriebsarzt, sondern an einen Dienst outgesourced)

Mit der Beantwortung dieser Fragen würdet ihr mir sehr weiterhelfen! In der Boardsuche hab ich wie gesagt nichts Passendes gefunden....falls es doch einen Eintrag gibt, oder eine passendere Stelle für die Frage, dann sorry!

Nefazodon
09.10.2021, 20:30
Niemand?

abcd
10.10.2021, 11:11
Es gibt Pflichtvorsorgen und Angebotsvorsorgen. Der Arbeitgeber hat diese anzubieten, an ersterer hat man soweit ich weiß teilzunehmen (ich bin kein Arbeitsmedziner).

Zur Pflichtvorsorge findet sich in der ArbMedVV folgendes:
§ 4 Pflichtvorsorge
(1) Der Arbeitgeber hat nach Maßgabe des Anhangs Pflichtvorsorge für die Beschäftigten zu veranlassen. Pflichtvorsorge muss vor Aufnahme der Tätigkeit und anschließend in regelmäßigen Abständen veranlasst werden.
(2) Der Arbeitgeber darf eine Tätigkeit nur ausüben lassen, wenn der oder die Beschäftigte an der Pflichtvorsorge teilgenommen hat.

Wie man jetzt vorgeht, wenn der AG seiner Verpflichtung nicht nachkommt... und ob sich für Dich daraus KOnsequenzen ergeben könnten, kann ich nicht beantworten. Sowie ich das verstehe sind die Untersuchungen eine Bringschuld des AG.

Nefazodon
10.10.2021, 13:42
Dank dir für die Antwort abcd!




Wie man jetzt vorgeht, wenn der AG seiner Verpflichtung nicht nachkommt... und ob sich für Dich daraus KOnsequenzen ergeben könnten, kann ich nicht beantworten. Sowie ich das verstehe sind die Untersuchungen eine Bringschuld des AG.

Mmh, ja....das ist halt die Frage....zumindest weiß ich jetzt sicher, dass der AG eine Einstellungsuntersuchung anzubieten hat...
Hilft ja vielleicht auch schon, wenn ich genau darauf hinweise...
bzgl. möglicher Konsequenzen für mich werde ich auf jedenfall den Emailverkehr mit meinem AG dazu archivieren. Ich hoffe, damit dann auf der sicheren Seite zu sein...

Weitere Konsequenzen wird der Schlendrian vermutlich (bzw. für mich: hoffentlich) nicht haben...