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Innere-Famulatur in Irland

Sechs Wochen Kardiologie auf Englisch

Nadine Hofmayer

Was es alles zu sehen gab

Auch hier gab es viel zu sehen, da unter anderem viele Patienten kamen, die in Deutschland ambulant beim Allgemeinmediziner oder Internisten versorgt würden. Das liegt laut den Ärzten im Krankenhaus daran, dass in Irland kein mit Deutschland vergleichbares Netz an kompetenten Hausärzten existiert.
Abgerundet wurde die Famulatur von wöchentlichen Vorträgen der Assistenzärzte, die ausgehend von einem aktuellen Krankheitsbild dieses ausführlich darlegten, EKG-Fortbildungen und Studentenunterricht.
Von den Ärzten im Team wurde ich dazu angehalten, wann immer Zeit ist, Patienten zu befragen und zu untersuchen und wenn Fragen sind, diese zu stellen, darüberhinaus wurde mir der Besuch der "Casualties", einer Art Ambulanz und Notaufnahme in einem, empfohlen.
Eine kleine Bibliothek mit (zugegeben nicht den aktuellsten Auflagen)englischen Medizin-Fachbüchern und Zeitschriften und Computern mit Internetzugang stand mir ebenfalls zur Verfügung. 
 
FREIZEIT

Nach 3 Tagen bin ich bei einer Irin eingezogen, die 2 Zimmer ihres Hauses vermietet hat, eines davon an mich, das andere an eine andere deutsche Studentin, die mir auch bei der Vermittlung geholfen hat. Vom Krankenhaus habe ich leider keine Liste mit Zimmern bekommen, es gibt wohl aber eine, also einfach hartnäckig nachfragen.  

Gelauscht (Foren)

Famulaturberichte
Abends haben wir uns öfter untereinander bei und zuhause getroffen oder waren mit einer größeren Gruppe im Pub.
Die Wochenenden waren ausgefüllt mit Ausflügen nach Dublin, Galway, Athlone und Radtouren. Apropos Wetter: Wer Regenwetter nicht mag, sollte besser nicht im Winter nach Irland gehen, es nieselt eigentlich fast immer und ich hätte nie gewagt, ohne Regenjacke oder Schirm aus dem Haus zu gehen. Die Kälte ist der andere Punkt. Die Temperaturen sinken zwar nur bis etwa zum Gefrierpukt, allerdings sind die Häuser in der Regel schlecht isoliert und werden mit Ölöfen oder Holz ab 18 Uhr abends geheizt, es ist also des öfteren kalt und ungemütlich, so dass sich warme Pullis lohnen.

Was ich empfehlen möchte

Insgesamt habe ich in Irland eine sehr schöne Zeit verbracht, sowohl im Krankenhaus, wo ich alle Möglichkeiten hatte, wie auch außerhalb, wo ich viel mit den anderen deutschen Studenten aber auch ausländischen Ärzten, die ohne Familie in Irland waren, unternommen habe. Meine Englischkenntnisse haben gut ausgereicht, wenn ich auch die ersten Tage nicht alles verstanden habe, so doch schon vieles. Nichtsdestotrotz empfiehlt sich die Lektüre des Buchs Medical English o.ä., man tut sich dann bei der Anamneseerhebung etc. wesentlich leichter und versteht von Anfang an mehr bei medizinischen Fachgesprächen. Ich kann jedem, der Lust hat nach Irland zu gehen, das Land nur empfehlen, man sollte sich nur vorher überlegen, ob man Stadt oder Land vorzieht. Bei mir war es ein tolles Erlebnis, ich hatte vor allem das Gefühl Basics der Medizin zu lernen und ohne viel apparativen Aufwand die Kardiologie zu praktizieren.

ADRESSE

Die Krankenhausadresse lautet:
Portiuncula Hospital
General & Maternity
Ballinasloe
Co. Galway
Ireland


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