8. Wie hast du dich vor deinem ersten Dienst gefühlt und wie ergeht es dir heute, wenn es z.B. heißt "Nachtdienst steht an"?
Der erste Dienst kam von heute auf morgen nach knappen zwei Wochen. Es war der Sprung ins kalte Wasser und ich war eher müde, weil ich vor dem Dienst kaum schlafen konnte. Ich war angespannt und wusste nicht, was kommt, wie es ablaufen wird und hatte das Gefühl mein Kopf ist ein einziges Vakuum!
Mittlerweile ist es Routine geworden. Aber dennoch schwebt immer noch die Angst über mir, dass doch mal ein ganz akuter Fall eintreten wird. Bis dato (toi, toi, toi) war das nicht der Fall.
9. Würdest du noch einmal den Beruf eines Arztes ergreifen?
Ja!
10. Angabe freiwillig: Wie viel verdienst du als Grundgehalt und wie viel erhältst du samt Dienstzuschlägen (netto)?
ohne 1800 Euro (TVÖD Ost)
mit 2100 Euro
11. Wie ist das Verhältnis und der Umgang zwischen Assistenzärzten und Ober- bzw. Chefärzten?
Das Verhältnis ist angenehm und man braucht keine Angst zu haben einen Fehler zu machen. Gerade als junger Assistenzarzt hat man Hemmungen Fehler zu machen....aber unsere Oberärzte zeigen und erklären uns viel, wenn man sie fragt und darum bittet. Unsere Klinik ist in die einzelnen Subspezialisierung aufgegliedert, wo jeder seinen eigenen Chef hat. Unser Chef ist sehr jung und kommt von der Uni. Ich finde, dass er sehr engagiert ist und immer um das Wohl der Mitarbeiter bemüht ist. Durch seine Motivation sind wir auch motiviert...vor allem in stressigen Zeiten ist das sehr hilfreich.
12. Wie ist das Verhältnis zwischen Ärzten und Verwaltung?
Öhm...ich weiß es nicht. Aber ich denke, dass es eher weniger gut ist.
13. Wie ist das Verhältnis zwischen Ärzten und Pflegeteam?
Mir hat es Spaß gemacht mit den Schwestern meiner alter Station zu arbeiten. Sie waren ein eher jüngeres Team.
14. Womit entspannst du vom Arbeitsalltag als Arzt?
Sport, Freunde treffen, Kino...in die Natur gehen
15. Welche Tipps möchtest du an junge Ärzte weitergeben?
Auch wenn es am Anfang schwer ist und man das Gefühl hat zu versagen, irgendwann hat man den Überblick und dann macht die Arbeit auch Spaß. Nach einer Weile ist man sogar nicht mehr ganz so müde und K.O. nach der Arbeit, dass man auch noch imstande ist andere Sachen zu machen. Man darf nur nicht vergessen an sich selber zu denken, denn ansonsten macht man sich kaputt!!!
16. Was findest du nach wie vor am ärztlichen Beruf faszinierend?
Ich finde es spannend, wenn man den Symptomen auf den Grund gehen kann und immer wieder die unterschiedlichsten Diagnosen dabei herauskommen. Die Vielfältigkeit des Alltages...