teaser bild

Benutzername:

Passwort:

Jetzt registrieren

Passwort futsch!?

;-)

Mehr Stationsarbeit, weniger Room Service

Ein Pflegepraktikum in Kosice, Slowakei

Anne Seyffarth

Kommunikation nicht immer ganz einfach

Neben der Amtssprache Slowakisch sprechen viele Menschen Deutsch, da einige Gebiete der Slowakei früher deutschsprachig waren. Englisch sprechen die meisten jüngeren Leute. Im Krankenhaus kann man davon ausgehen, dass jeder Arzt entweder des Deutschen oder des Englischen mächtig ist. Die Ärzte freuten sich übrigens sehr darüber, ihre Deutsch- oder Englischkenntnisse an uns austesten zu dürfen! Der Kontakt mit den Schwestern war leider etwas problematischer, da nur wenige eine andere Sprache als Slowakisch beherrschten. Aber durch Verständigung mit Händen und Füßen konnten wir doch noch einiges von ihnen lernen. Oft wurde es dennoch zum Problem für mich, kein Wort Slowakisch zu verstehen. Gerade bei der Verständigung mit den Patienten hatte ich große Schwierigkeiten, und auch außerhalb der Klinik war die Kommunikation nicht immer ganz so einfach.

Gelauscht (Foren)

Im Ausland
Unsere Betreuerin kümmerte sich in den ersten Tagen wirklich sehr um unsere Probleme und Belange, später jedoch hörten wir fast nichts mehr von ihr. Zum Glück sind die Slowaken sehr freundliche und hilfsbereite Menschen, so dass wir schnell Anschluss an eine Gruppe von Studenten fanden, mit denen wir abends immer weggingen. Das Nachtleben von Kosice ist nicht mit dem einer deutschen Großstadt zu vergleichen. Dennoch gibt es einige gemütliche Kneipen und Bars, an denen besonders am Wochenende richtige Partystimmung aufkommt.
Ausflüge organisierten wir selbst und besuchten unter anderem das Slowakische Paradies, die Hohe Tatra, und die Städte Bardejov, Bratislava und Budapest. Besonders die ungarische Hauptstadt ist wirklich eine Reise wert! Wir nutzten den Zug für all unsere Unternehmungen, denn das Bahnnetz in der Slowakei ist sehr gut ausgebaut und die Preise sind günstig.
Im Voraus verlangt der DFA 80 Euro für den Austausch. Für die Anfahrt muss man selbst aufkommen; Wohnheim und Mittagessen in der Klinik bezahlt die slowakische Austauschorganisation. Eine Vergütung gibt es nicht, Ausflüge und alles andere ist finanzielles Privatvergnügen. Für Deutsche ist das slowakische Preisniveau allerdings sehr niedrig. Besonders Lebensmittel, Restaurants und Bars sind daher sehr erschwinglich, für 100 Slowakische Kronen (ca. 2,50 Euro) bekommt man schon eine große Pizza mit Getränk.

Ein echter Lichtblick in der Vorklinik!

Für mich war der Aufenthalt eine wirklich wichtige Erfahrung und auf jeden Fall eine Abwechslung zum deutschen Krankenhausalltag. Ich habe viele Dinge gelernt und gesehen, die ich sonst wohl erst viel später in der Klinik erfahren hätte – ein echter Lichtblick in der trockenen und anstrengenden Vorklinik! Außerdem habe ich viele neue Bekanntschaften gemacht, die ich nicht mehr missen möchte. Ich kann die Slowakei jedem empfehlen, der mal eine andere Erfahrung machen möchte oder der wie ich einfach nur genervt von der Art des hiesigen Pflegepraktikums ist. Hilfreich für mich war es aber auch, dass ich nicht ganz alleine, sondern zusammen mit einer Kommilitonin dieses Abenteuer eingegangen bin.

Die Adresse der Klinik:
Faculty Hospital Louis Pasteur
Ratislavova 43
04190 Kosice - Slovakia
Weiter
auf Seite