Auswahlgesprächsprotokoll Detail
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| Auswahlgesprächsprotokoll: | |
| Protokoll eingefügt | 07.09.2016 |
| Ort/Uni: | Witten, Universität Witten/Herdecke |
| Semester: | WS 2016/17 |
| Anzahl Prüfer: | 2-4 |
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| Atmosphäre: | eher gespannt |
| Dauer: | 2 Std. |
| Note: | 0 |
| Kleidung: | gehobene Freizeitkleidung |
| Gespräch: | |
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Hallo an alle! :) Ich hatte mich, aus Angst, an einer staatlichen Universität keinen Platz zu bekommen, an der Uni Witten Herdecke beworben (Zahnmedizin). Deren Seite sieht vielversprechend aus und die ganzen Projekte fand ich super. Am Auswahltag allerdings musste ich feststellen, dass die Uni schon etwas abgelegen liegt. Und die Umgebung ist auch nicht gerade die beste. Zum Praxistest: Der Test war für mich um 9 Uhr morgens oder so. Laut Einladung sollten wir uns um 8:30 Uhr im Hauptgebäude treffen. Ich war bereits eine Stunde früher da und habe im Park vor der Uni gewartet. Etwa 5 Minuten vor Treffpunkt bin ich zur vereinbarten Stelle gegangen und zu meiner Überraschung stand dort ein junger Student, der jeden auffing und mitteilte, dass der Treffpunkt sich kurzfristig verschoben hat und nun im Gebäude der Zahnm. stattfindet. Das Gebäude ist etwa 3-4 Minuten vom Hauptgebäude entfernt. Deshalb musste ich mich sputen und kam natürlich zum praktischen Test zu spät. Der praktische Test war ein WITZ. Zuerst gab es mehrere Aufgaben, die dem TMS im Untertest "konzentriertes Arbeiten" ähnlich waren. D.h. man musste z.b. die linke Hand der Strichmännchen markieren. Das Strichmännchen war aber ab und an auf dem Kopf oder von hinten zu sehen. Das machte die Aufgabe etwas schwerer und die Uni wollte unser räumliches Denkvermögen testen. Da diese Aufgabe bereits letztes Jahr drankam, und ich durch eine Person auf Facebook hierüber erfuhr, hatte ich das geübt und mir fielen diese Aufgaben deshalb sehr leicht. Danach gab es einen kurzen Test mit geom. Figuren, bei denen man die Anzahl der Flächen benennen sollte. Trotz der Aufpasser gelang es meinem Nachbarn, bei fast jedem Untertest vorher anzufangen und auch nach Ablauf der Zeit weiterzumachen :-D. Zum Schluss gab es eine, wie im letzten Jahr auch (sehr einfallsreich also!), Aufgabe, bei der man ein Oktaeder zeichnen soll und dann aus Papier dreidimensional ausschneiden soll, so, dass eine Fläche auf dem Blatt "befestigt" bleibt. Da ich leider nicht mehr auf dem Schirm hatte, was ein Oktaeder ist, lief diese Aufgabe selbstverständlich schlecht. Meine Sitznachbarn hatten auch nicht gerade viel Glück dabei.. Zum Auswahlgespräch: Ich war sehr aufgeregt aber konnte mich gut mit meinem Sitznachbarn gut unterhalten und die Aufregung so ablegen. Das Gespräch fing bei mir etwa 25 Minuten verspätet an. Man wurde nett aufgerufen und ich war dann zusammen mit einem Prof, einer Zahnärztin (?) und einem Student an einem runden Tisch. Alle hatten eine Ausfertigung meiner Selbstdarstellung/ Motivationsschreiben. Ich hatte gehofft, hier zu punkten, da ich 1. wirklich sehr interessante dinge erlebt hatte und 2. mehrere Preise auf Bundesebene gewonnen habe. Mein Abi ist 1,9. Das Gespräch lief sehr gut, aber die Prüfer haben viele 0815 Fragen gestellt (wie kamst du zum Wunsch; warum Witten...). Leider sind sie nicht auf alles aus meinem Motivationsschreiben eingegangen. Am Ende wurde ich gefragt, wie der praktische Teil verlief und als ich erwiderte, dass dieser katastrophal war, haben alle laut gestöhnt :-D und fanden es schade. Das hat mir deutlich gemacht, dass die Uni stark und viel zu sehr auf den praktischen Teil (v.a. dem Basteln) fixiert sind! Ich bin mir nämlich zu 100% sicher, dass der 1. teil der praxis (strichmännchen, räumliches Denken) sehr gut verlief. Der 2. Teil mit dem Basteln allerdings sehr schlehct und das Gespräch wiederum sehr gut. Am Ende habe ich keinen Platz dort erhalten (absage nach 7 Tagen). Zusammenfassung: + nette Leute + für alle, die außer Wartezeit keine Chance hätten, ein Versuch wert. Aber wer die Uni sieht, wird lieber warten wollen ;-) - teilweise sehr inkompetentes Team (keine Email erhalten über die Raumänderung) - zu sehr fokussiert auf den 2. praktischen Teil - DEUTLICH ZU TEUER die Gebühr für den praktischen Teil (300€ für Papier und die Idee mit Strichmännchen?? :-D) - zu viel Schreibkram (Motivationsschreiben; Lebenslauf schriftlich; alles in dreifacher ausführung; etc.) - sie ist halt privat und deshalb trotz umgekehrten Genereationenvertrag echt nicht zu unterschätzen. Das Zahnmed. Studium an sich wird bereits früh genug mehrere Tausend Euro kosten. Meine Empfehlung an alle: Bewerbt euch wirklich nur dort, wenn ihr wo anders KEINE Chance habt! Ansonsten macht den TMS, hamnat, AWG etc. und besucht eine staatliche Uni. Mir, und vielen anderen dort, gefiel die Uni nicht. Sie macht auf ihrer Internetseite ein verzerrtes Bild der Realität.. Ich habe am Schluss, Gott sei dank, einen Studienplatz in Heidelberg erhalten :-). |
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