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Prüfungsprotokolle - 3. Abschnitt

Prüfer : Dr. Secknus
Uni : --- bitte wählen ---
Fach : Innere_Medizin

Das folgende Prüfungsprotokoll wurde von einem Studenten
bei uns in die Datenbank eingetragen:


Ort: LÄK Thüringen
Prüfer*innen: PD Dr. Secknus (eingesprungener Vorsitz; Gastroenterologie, Apolda), Dr. Huck (Innere Medizin und Diabetologie, Rudolstadt), Dr. Ehrsam (Leiterin Weiterbildung, Landesärztekammer Thüringen)
Atmosphäre: kollegial, freundlich
Dauer: 45 Minuten

Schriftlicher Prüfungsbescheid 15 Tage vor Prüfung. Ankunft 30 Minuten vor Termin, Empfang durch Mitarbeiterin des Bereichs Weiterbildung, hat mich in Warteraum begleitet, Prüfungsbeginn in gegenseitigem Einverständnis schon 15 Minuten eher. Spezielle Regeln bzgl. COVID-19-Vorschriften nicht näher erläutert. Im Prüfungsraum selbstverständlich alle mit Maske und 2-3 Meter Abstand voneinander. Begrüßung, zum Warmwerden darf ich meinen bisherigen beruflichen Werdgang erläutern.
1) Dr. Huck:
Röntgen-Abdomen im Stehen auf Bildschirm projiziert. Keine weiteren Infos. Freie Luft mit Sichelbildung unter beiden Zwerchfellkuppeln als Hinweis für Perforation→ Fall für die Abdominalchirurgen
Älterer Mensch in Notaufnahme. Somnolenz, die sich langsam entwickelt hätte. Fremdanamnestisch keine relevanten Infos. RR 90/50, Tachykardie, SpO2 referenzwertig. Mir sollte dabei auffallen, dass der Vitalparameter Temperatur nicht erhoben wurde. Weitere Diagnostik und Management wurde erfragt. Letztlich ging es um Management (Überwachung, Diagnostik, kalkulierte Antibiose) des septischen Schocks (z.B. im Rahmen Urosepsis oder pneumogene Sepsis). Spezielle Fragen nach Nutzen des Parameters Laktat und Indikation Noradrenalin vs. Dobutamin. NMH seien vorteilhaft gegenüber UFH bei der Antikoagulation (HIT vermeiden).
2) PD Secknus:
CT-Abdomen vom Oberbauch. Was fällt auf? Mehre Pathologien (Aortensklerose, Leber- und Nierenzysten, Chiliaditi-Syndrom, Pankreaspseudozyste, Pankreasgangerweiterung) → Überleitung zum Thema chronische Pankreatitis: Ätiologie, Symptome (wichtig war ihm die rezidivierend schweren Oberbauchschmerzen). Bedeutung und Therapie von Pankreaspseudozysten (Therapieindikation, Intervention vs. Operation). Anatomiefrage: Wo liegen die Langerhannsinseln? Pankreasschanz: Ergo Pankreaskopfresektion führt nicht zu einem pankreopriven Diabetes. Therapie des Pankreopriven Diabetes. Kein Metformin wegen Kachexie und Gefahr für Laktatazidose. Richtig wäre Insulintherapie gewesen. Zusatzfrage: Orale Diabetikatherapie stationär fortführen? Auf Grund möglicher Eingriffe (Wundheilungsstörungen) und Bildgebung mit KM-Anwendung tendenziell eher auf Insulin umstellen.
EKG mit STEMI der Hinterwand.
Ich wurde für eine Minute vor die Tür gebeten und durfte dann wieder hereinkommen um das Zeugnis entgegenzunehmen. Meine Taktik bei der Beschreibung von Radiologiebildern und EKG systematisch und zeitintensiv zu beschreiben sowie in einzelnen Themengebieten zu verwandten Themen überzugehen wurde von den Prüfern angenommen. Frau Dr. Ehrsam führte lediglich Protokoll.

Lernhilfen:
Repetitorium FA-Prüfung Innere (Herausgeber: Ludwig) – meist kurz und knackig, sehr unterschiedliche Qualität der Kapitel je nach Autor, gering relevante Themen (z.B. Pulmonale Hypertonie) fehlen
Amboss – Vorteil: sehr aktuell, Nachteil: einzelne Themen sind speziell hinsichtlich Therapie lückenhaft
Ganschow EKG-Kurs (KVM-Verlag),
Fälle Innere/Allgemeinmedizin: Apparative Diagnostik (Herausgeber Eigler/Maier) – um die Basics in KM-Sonografie, Echo, Lufu, Röntgen-Thorax-Diagnostik im Frage-Antwort-Stil zu wiederholen sehr empfehlenswert

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