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Prüfungsprotokolle - 3. Abschnitt

Prüfer : PD Dr. Henkelmann
Uni : Leipzig
Fach : Radiologie

Das folgende Prüfungsprotokoll wurde von einem Studenten
bei uns in die Datenbank eingetragen:


Tag 1:
Mein Pat. hatte FDG-PET bei FUO.
-Ist PET Basismaßnahme zur Fokussuche? Was muss man bei der Vorbereitung des Patienten beachten? (Diät vor PET, nüchtern direkt vor Untersuchung, zwei Tage vorher Sportkarenz, Aufklärung, beim Diabetiker BZ von unter 11,0 mmol/l, aber auch nicht unterzuckern)
-Wie wird Thoraxröntgen durchgeführt (stehend oder liegend, welche Projektionen, wo befinden sich bei Stehendaufnahme die Arme des Patienten und warum)?Was ist unterschiedlich im Stehen und im Liegen? Indikationen für Thoraxröntgen. Wie sieht Pneumonie im Röntgen aus (hier reichte \"Verschattung\" als Antwort)?Was verursacht noch alles Verschattung im Thoraxröntgen? Wie sieht Pleuraerguss aus? (bei Stehendaufnahme nach lateral ansteigende Verschattung, Abgrenzung zum Zwerchfell nicht möglich) Wenn die Verschattung nicht nach lateral ansteigt sondern als Spiegel sichtbar ist, woran liegt das? (Seropneumothorax)
-radiologisch sichere und unsichere Frakturzeichen (unsicher: Verschattung durch Weichteilödem)

Tag 2:
-Pat. kommt mit Flankenschmerzen rechts in die ZNA. Was will ich an Anamnese und körperlicher Untersuchung wissen? Pat. hat Klopfschmerz über Nierenlager und schlechten AZ- ich habe V.a. Pyelonephritis und dass ich Ultraschall machen würde v.a. zum Ausschluss Nierenstau, Abszess u.ä. sowie Entzündungswerte z.A. Urosepsis, sowie Urinstatus (was wäre bei Entzündung zu erwarten? Leukozyten, ggf. Begleiterythrozyturie, Nitrit pos. oder neg. je nach Erreger);
im Ultraschall sei nichts sichtbar bei starker Adipositas der Pat.; dann würde ich also ein Stein-CT machen.
Dann bekam ich eine Nativ-CT-Aufnehme in Transversalschnitt auf Höhe der Nieren vorgelegt. Ich sollte erklären, woran ich erkenne, dass es ohne KM sei (Gefäße sind nicht hyperdens) und was ich als Pathologie erkennen kann. Deutlich sichtbar war ein hyperdenses Konkrement passend zur Lage des Nierenbeckens/oberen Ureters. Wen ich anrufen würde: Urologe. Was ich therapeutisch machen könnte.
Spontanen Steinabgang nicht mehr abwarten, da in der CT ein Harnstau 2-3. Grades zu erkennen ist, daher sofort Intervention. Ich würde Stoßwellenlithotripsie durchführen. Wenn das nicht klappt, kann man Konkrement noch perkutan mit Zugang von dorsal entfernen.

Sympathische und faire, aber strenge Prüferin. Fragt teilweise querbeet, aber klinisch orientiert. Sehr angenehmes Vorgespräch über Teams (war gerade im Urlaub). Hat nur Nuklearmedizin als Prüfungsthema herausgenommen. Nickt in der Prüfung bekräftigend, wenn man auf dem richtigen Weg ist und unterstützt, wenn man nicht weiterkommt.