Lerne Anatomie mit deinem persönlichen Online-Trainer. Interaktiv und mit vielen Bildern passt sich kenHub automatisch deinem Lernstand und deiner Geschwindigkeit an. Damit bereitest du dich optimal für die nächste Prüfung vor. Wir stellen dir das Team von kenHub im Interview vor, das wir mit Niels Hapke geführt haben.
1. Könnt ihr zunächst zum Einstieg kurz ein wenig beschreiben, was die Studenten sich unter kenHub und eurem Angebot vorstellen dürfen?
kenHub unterstützt Studierende genau dort, wo Universitäten keine Lösung anbieten: Beim Auswendiglernen anatomischer Strukturen. Je nach Uni müssen für Klausuren, Testate, etc. zwischen 1000 und 4000 Strukturen gelernt werden - das entspricht dem Grundwortschatz einer Fremdsprache. Um Bezeichnung, Lokalität und Aussehen der Strukturen zu lernen, reicht die Zeit am Präparat natürlich nicht aus. Es wird daher zum Atlas oder zu Lernkarten gegriffen und über längere Zeit gelernt.
2. An wen richtet ihr euch, was bietet ihr an und was ist das Besondere daran?
Wir richten uns an alle Anatomielernenden, die Zeit sparen wollen. Im Gegensatz zu Atlas, Lehrbuch und Lernkarten wird jede Struktur während des Lernprozesses durch verschiedenste, aufeinander aufbauende Übungen abgefragt und verinnerlicht. Das Gehirn wird somit unterschiedlich stimuliert, und das Gesehene prägt sich langfristig ein. Den persönlichen Lernfortschritt hält man dabei immer im Blick über Statistiken im eigenen Dashboard und wöchentliche Emails.
von links nach rechts: Yoav Aner (Systemarchitektur) - Christopher Becker (Medizinische Inhalte) - PD Dr. Irene Brunk (Validierung medizinische Inhalte) - Albert (kenHub Vorstandsvorsitzender ;-)) - Johannes Köhler (Webapplikation) - Achudhan Karunaharamoorthy (Autor) - Niels Hapke (Frontend & Design)
3. Wann wurde eigentlich die Idee zu kenHub geboren? Und wann ging es „richtig“ los? Könnt ihr ggf. mit einer Anekdote dienen und den bisherigen Werdegang ein wenig beschreiben?
Die Idee entstand bereits vor zwei Jahren, im Frühling 2011. Wie es meist so ist, als Zufall. Damals lernte ich Russisch mit einer sehr bildbasierten Methode des Fremdsprachenlernens. Beim Grillen auf dem Balkon erzählte ich meinem Nachbarn und Medizinstudenten Christopher davon. Dieser hatte zuvor als Tutor an der Charité das Problem des Anatomielernens hautnah erfahren und fügte die Puzzleteile zusammen. Richtig los ging es erst Anfang 2012 mit der Förderung durch das EXIST Gründerstipendium.
4. Euer Team besteht ja nicht nur aus Medizinern – wie setzt sich das Team, das hinter kenHub steht, zusammen und wer übernimmt bei euch im Team welche Aufgaben?
Wir sind insgesamt vier Gründer. Das sind Yoav, Johannes, Christopher und ich. Aufgaben wie Vermarktung, Kooperationen, Support und Buchhaltung versuchen wir möglichst gleichmäßig auf alle zu verteilen. Yoavs Schwerpunkt ist die Systemarchitektur, Johannes entwickelt die Webapplikation, Christopher managet die medizinischen Inhalte und ich bin für Design und Frontend zuständig. Unterstützt werden wir durch zwei absoluten Top-Illustratoren, Yousun und Liene, und die Charité Universitätsmedizin Berlin.
5. Lasst uns vielleicht einmal kurz einen Schwenk in Höhen und Tiefen machen: Was waren aus eurer Sicht die Highlights und was eher Tiefpunkte in der bisherigen Entwicklung von kenHub?
Puh, die schwierigste Phase war für uns die Antragstellung für das EXIST Gründerstipendium, die wir letztendlich erfolgreich bewältigen konnten. Höhepunkte gab es dagegen viele: Als unser Anatomie-Trainer erstmals online ging, der erste Kunde und die vielen Emails, die uns jeden Tag erreichen und uns zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
6. Ein kleiner Blick in die Zukunft sei erlaubt: Was habt ihr euch für die Zukunft von kenHub noch als Erweiterungen ausgedacht? Womit dürfen die Benutzer künftig rechnen?
Unser Fokus liegt derzeit ganz klar auf der Fertigstellung der anatomischen Inhalte, hier arbeiten wir gerade an Kopf & Hals und an der Abfrage von Ansatz, Ursprung und Innervation von Muskeln. In den nächsten Monaten wollen wir unsere Nutzer noch stärker über ihren Lernstand informieren und sie beim Lernprozess unterstützen. Hierfür sind Spielelemente, wie Ranglisten, Missionen und Badges geplant, denn Motivation ist der entscheidende Faktor für erfolgreiches Lernen.
7. Nun noch abschließend die Frage: Wie und wo findet ihr mit Hobbies und Co. Entspannung vom beruflichen Alltag?
Das ist bei uns ganz unterschiedlich: Johannes spielt begeistert Beachvolleyball, Christopher spielt Schlagzeug in einer Big Band, Yoav probiert sich durch alle Espressobohnen der Welt und ich finde Entspannung bei meiner kleinen Tochter. Bei schönem Wetter spielen wir oft zusammen Tischtennis im Hinterhof unseres Büros im Berliner Wedding.
8. Haben wir etwas vergessen etwas zu erfragen, das ihr gerne noch erwähnen möchtet? Dann habt ihr nun Gelegenheit dazu …
Wir möchten an dieser Stelle unseren bisherigen Nutzern danken. Ohne das zahlreiche Feedback wären wir nie soweit gekommen. Wir freuen uns daher, wenn weiterhin soviel Kritik, Ideen und Anregungen bei uns auflaufen. Bringt unser Kontaktformular zum Glühen!
Vielen Dank für das Gespräch!
