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Teil 2: Fächerverteilung und Fächerschwierigkeit
MEDI-LEARN Analyse zum Hammerexamen (2)
MEDI-LEARN
Mit der mehrteiligen Artikelserie "MEDI-LEARN
Analyse zum Hammerexamen" liefern die Examensexperten von MEDI-LEARN
aktuelle Informationen mit ausführlichen Interpretationen der bisherigen Hammerexamina in Herbst 2006, Frühjahr 2007 und Herbst 2007. Die Ausführungen behandeln die
Themen Schwierigkeitsgrad, Ergebnis nach Universität, Fächerverteilung, Fall-
und Einzelfragen. Ergänzend wurde die Liste der geprüften Krankheitsbilder
aktualisiert. Zusammen genommen bietet diese Material eine wertvolle
Handreichung an alle Examenskandidaten.
Der folgende Teil der Artikelserie mit Analysen zum Hammerexamen von MEDI-LEARN widmet sich den einzelnen Fächern im Hammerexamen. Der Artikel stellt die Verteilung der Fächer wie auch die Schwierigkeit der einzelnen Fachgebiete dar.

Fächerverteilung und Fächerschwierigkeit
Das Medizinstudium, die medizinische Fachliteratur und auch die ärztlichen
Tätigkeiten sind in Fachdisziplinen unterteilt. So gibt es trotz neuer
Approbationsordnung nach wie vor Fachärzte für Chirurgie, Innere Medizin,
Psychiatrie etc. Es gibt weder Fachärzte für spezielle Symptome noch für
einzelne Krankheitsbilder. So gibt es weder Fachärzte für Kopfschmerzen noch für
Morbus Crohn. Folglich ist zu erwarten, dass auch die im Examen gestellten
Fragen von Fachärzten gestellt werden. Daher lassen sich die Fragen auch wieder
Fachrichtungen zuordnen.
Wir hatten in der ersten Auflage unseres Buches "Hammerexamen" auf Grundlage des
Pretestes sowie der Fragenverteilung der alten Staatexamina Prognosen
hinsichtlich der Fächerverteilung des Hammerexamens abgegeben.
In der folgenden Tabelle haben wir den Fragenanteil im Examen Herbst 2006 (H06),
Frühjahr 2007 (F07) und Herbst 2007 (H07) gegenübergestellt und einen
Durchschnittswert der Fragen pro Fach ermittelt.
|
|
H06 |
F07 |
H07 |
Durchschnitt |
Prozent |
|
Anästhesie / Schmerz |
8 |
9 |
7 |
8,0 |
2,5 |
|
Arbeitsmedizin |
7 |
5 |
6 |
6,0 |
1,9 |
|
Chirurgie |
25 |
22 |
37 |
28,0 |
8,9 |
|
Dermatologie |
10 |
6 |
8 |
8,0 |
2,5 |
|
Gynäkologie |
16 |
23 |
7 |
15,3 |
4,8 |
|
HNO |
10 |
6 |
5 |
7,0 |
2,2 |
|
Hygiene |
6 |
3 |
5 |
4,7 |
1,5 |
|
Innere Med. + Klin.
Chemie |
73 |
71 |
85 |
76,3 |
24,1 |
|
Infektion/Mikrobiologie |
14 |
20 |
20 |
18,0 |
5,7 |
|
Naturheilkunde |
2 |
1 |
0 |
1,0 |
0,3 |
|
Neurologie |
34 |
32 |
23 |
29,7 |
9,4 |
|
Ophthalmologie |
8 |
7 |
6 |
7,0 |
2,2 |
|
Orthopädie |
22 |
21 |
20 |
21,0 |
6,6 |
|
Pädiatrie + Genetik |
15 |
27 |
22 |
21,3 |
6,7 |
|
Pathologie |
6 |
5 |
11 |
7,3 |
2,3 |
|
Pharmakologie |
28 |
12 |
18 |
19,3 |
6,1 |
|
Psychiatrie |
14 |
11 |
7 |
10,7 |
3,4 |
|
Radiologie |
9 |
10 |
12 |
10,3 |
3,3 |
|
Rechtsmedizin |
5 |
6 |
7 |
6,0 |
1,9 |
|
Sozialmedizin |
4 |
9 |
6 |
6,3 |
2,0 |
|
Urologie |
3 |
4 |
8 |
5,0 |
1,6 |
Anders als im
"alten Zweiten" lassen sich die Fächer aber nicht mehr den Prüfungstagen
zuordnen, so verteilen sich Fragen aus den großen Fächern über alle drei Tage.
Kleine Fächer, die im Examen Herbst 2006 am 2. Tag geprüft wurden, mussten im
Frühjahr 2007 am 3. Tag bearbeitet werden und umgekehrt. Eine kurzfristige
Wiederholung von Prüfungsthemen ist daher nicht mehr ohne weiteres möglich.
Schwierigkeit der Fächer:
Im Rahmen des MEDI-LEARN- Examensservices haben die Teilnehmer die Möglichkeit,
ihre Prüfungslösungen in ein Webformular einzugeben. Auf dieser Datenbasis
lassen sich recht genaue Itemstatistiken wie Schwierigkeitsindices errechnen.
Hier fällt auf, dass Fächer, die den Studenten bereits im alten zweiten
Staatsexamen schwer gefallen sind, auch wieder in der neuen Prüfung schwer
fallen. Im Folgenden sind die Fächerschwierigkeiten des Examens Frühjahr 2007
(F07) dargestellt:
|
Fach |
Schwierigkeit im Examen Frühjahr 2007 |
|
Anästhesie |
84,72% |
|
Arbeitsmedizin |
69,01% |
|
Augenheilkunde |
58,62% |
|
Chirurgie |
73,69% |
|
Dermatologie |
63,56% |
|
Genetik |
25,95% |
|
Gynäkologie |
76,27% |
|
HNO |
73,73% |
|
Hygiene |
77,73% |
|
Infektionskrankheiten |
70,63% |
|
Innere |
74,80% |
|
Naturheilverfahren |
91,22% |
|
Neurologie |
72,03% |
|
Orthopädie |
67,94% |
|
Pädiatrie |
77,09% |
|
Pathologie |
80,01% |
|
Pharmakologie |
76,40% |
|
Psychiatrie |
83,76% |
|
Radiologie |
73,04% |
|
Rechtsmedizin |
79,45% |
|
Sozialmedizin |
58,82% |
|
Urologie |
85,40% |
Fazit:
Im neuen Hammerexamen finden sich im wesentlichen Fächer, die früher im alten 2.
Examen geprüft wurden. Auch der anteilige Umfang dieser Fächer findet sich im
Hammerexamen wieder. Es sind vereinzelt Fragen zu finden, die auch dem alten
ersten Staatsexamen zugeordnet werden könnten, allerdings finden sich die
Inhalte dieser Fragen ebenso in Fächern des alten 2. Staatsexamens. So könnte
man ein und dieselbe Frage sowohl der Mikrobiologie des alten 1. Staatsexamens
oder aber dem Fach Infektionskrankheiten bzw. dem Fach Hygiene des alten 2.
Staatsexamens zuordnen.
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