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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : in eine strahlende Zukunft- der Treffpunkt für Radioonkologen



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Holthusen
13.04.2022, 23:43
Mistermeo, nicht alles was strahlt ist Nuklearmedizin :-)) Radioonkologie ist nicht Nuklearmedizin, das sind zwei unterschiedliche Fächer.

Ein Nischenfach. Nicht so dröge wie Radio, etwas weniger Aktion als in Strahlentherapie (zumindest in Abteilungen mit Station). Probiers aus!


Könnt ihr mir vielleicht was zu den Bedingungen im Raum Tübingen und Heidelberg für Assistenzärzt*innen sagen? Arbeitsbedingungen, Weiterbildungsstruktur interessieren mich besonders. Ich will mich nicht mehr kaputtarbeiten und so viele Dienste machen.
Ist ein Job in Heidelberg überhaupt realistisch, wo die doch so hochspezialisiert sind auch mit der Ionentherapie, oder muss man da schon Beziehungen haben und ein echter Crack sein? Wie ist es in Mannheim als Alternative? Tübingen wäre meine direkte Heimat, aber vielleicht wäre mir das auch zu nah und ich habe gelesen, dass der Chef gerade gegangen ist.


Hey, ich hatte ja bereits geschrieben: Tübingen sicherlich gute Adresse, der Chef hat die Charitestelle und man wartet auf einen neuen. Erst dann bewerben.
In Mannheim gab's bekanntlich zahlreiche Probleme mit dem gesamten Uniklinikum. Der Chef ist ärztlicher Direktor in Freiburg geworden und zahlreiche OÄ sind weg. Auch hier würde ich warten, bis die Abteilung neu aufgestellt ist.
Heidelberg hat man auch Chancen sich zu bewerben, das ist ne große Abteilung und die brauch Personal. Ich kenne zwei Kollegen, waren nicht zufrieden. Die Oberärzte hätten angeblich ihre Lieblinge, es war ein Haufen Arbeit und sie sind dann beide schnell weg. Heidelberg ist sehr konservativ und etwas arrogant. Forschung insb. mit technischen Aspekt (weniger Systemtherapie/klinische Forschung) kannst du da ganz gut machen, faktisch kaum entziehen. Es ist eine Kaderschmiede. Viele habilitieren und werden Chef woanders immer noch. Leider gibt's hier auch Streit innerhalb von Einrichtungen bzgl. Krebsforschung innerhalb Heidelbergs. Ziel war es den amerikanischen und britischen Krebszentren etwas entgegenzusetzen. So ganz ist das noch nicht gelungen. Gerade bei den Patientenzahlen in Studien haperts. Aber das ist auch alles Buschfunk. Schau's dir selbst an. Dienste in der Strahlentherapie sind jetzt in der Regel nicht so schlimm. Mach aber keine Rufbereitschaft als Vordergrund, wo du dann dauernd rein musst und am nächsten Tag weiterarbeitest.
Es gibt auch noch Ludwigshafen und Stuttgart in der Region.

McLaren422
28.04.2022, 19:10
Wir haben gerade eine freie Assistenzarzt- und Oberarztstelle bei uns. Standort ist BW. Wer Interesse hat, gerne PN.

runningMan18
20.08.2022, 11:58
Ich befinde mich momentan im letzten Tertial meines PJs und hatte nie an Strahlenmedizin gedacht, geschweige denn, dass es ein eigener Facharzt ist. Ich würde gerne mal nach meinem Studium in der Strahlenmedizin hospitieren.
Ich habe jedoch keinerlei Erfahrungen mit dem Fachgebiet und möchte es halt gerne kennen lernen. Ich habe gelesen, dass man mittlerweile die komplette Weiterbildung in der Strahlenmedizin machen kann und nicht mehr 12 Monate Station machen muss.

Was wären denn geeignete Weiterbildungsorte? MVZ oder lieber Krankenhaus?
Wie sieht die Situation mit den Diensten aus? Gibt es 24h Dienste?
Wie sieht die Stellensituation mittlerweile aus?

HeleneeneleH
20.08.2022, 17:57
Ich würd mich mal einreihen mit Wissbegierde und fragen , betreut ihr auch Kinder in der Strahlenmedizin ? (vor allem interessant bei Universitätskliniken mit pädiatrischer Hämato/Onko)

Holthusen
20.08.2022, 18:56
Die werden (in der Regel) an den großen universitären Zentren in Zusammenarbeit mit den Pädiatern betreut. Gerne auch mit Protonen aufgrund der schonenderen Dosisverteilung.

McLaren422
22.08.2022, 20:45
Ich befinde mich momentan im letzten Tertial meines PJs und hatte nie an Strahlenmedizin gedacht, geschweige denn, dass es ein eigener Facharzt ist. Ich würde gerne mal nach meinem Studium in der Strahlenmedizin hospitieren.
Ich habe jedoch keinerlei Erfahrungen mit dem Fachgebiet und möchte es halt gerne kennen lernen. Ich habe gelesen, dass man mittlerweile die komplette Weiterbildung in der Strahlenmedizin machen kann und nicht mehr 12 Monate Station machen muss.

Was wären denn geeignete Weiterbildungsorte? MVZ oder lieber Krankenhaus?
Wie sieht die Situation mit den Diensten aus? Gibt es 24h Dienste?
Wie sieht die Stellensituation mittlerweile aus?

12 Monate Station muss man schon machen, um auf die Chemos etc zu kommen, man kann aber andere Stationszeiten anrechnen lassen. Ich würde eher ein Krankenhaus mit voller Weiterbildungsermächtigung empfehlen, Teile kann man in einem MVZ machen.
Dienstsituation hängt extrem vom Haus ab. Von gar keine Dienste bis regelmäßig Bereitschaftsdienste ist alles mit dabei. Oftmals machen nur Fachärzte Rufdienste. 24h Dienste? Weiß ich gar nicht, obs das gibt, kann ich mir aber vorstellen. Sogar Mitbetreuung der ZNA oder Sonos machen im Dienst habe ich schon gesehen. Das wäre nix für mich. :D

Stellensituation sollte weiterhin gut sein. Wer Strahlentherapie machen will, findet ziemlich sicher eine Stelle, v.a. wenn Deutsch die Muttersprache ist.

Holthusen
23.08.2022, 08:56
Einfach in einer großen Klinik/Uniklinik hospitieren. Zum Lernen ist es besser mit (kleiner) Station. Max. 20(-30) Betten. Im Idealfall gut organisiert mit Casemanagement/Spezialpflege, die auch mal Zugang/Blutentnahme kann oder Chemos anhängt. Ohne Station ist eher schlecht, da man dann die verursachten Nebenwirkungen nicht selbst behandelt und für die Chemozahlen brauch man sie eh.

MVZs eignen sich nicht besonders gut für die Weiterbildung bei insgesamt eingeschränkten Patientenspektrum, sehr viele gutartige Erkrankungen (Arthrosen) mit einfachen Behandlungsschemata. Es ist maximal kommerziell angelegt statt auf gute Medizin. Dafür ist man mehr in die Planung eingebunden. Hier hatten zumindest früher manche große Kliniken noch das Defizit, dass sie dort schlecht ausbilden. Das hat sich jedoch in vielen Kliniken mit dem Generationswechsel der Chefs zum Guten gewendet.

sandriney
21.09.2022, 18:20
Würde mich über ein paar Meinungen freuen. Bin relativ frischer Facharzt und möchte jetzt von der Klinik in die Praxis wechseln. Bisher habe ich immer mit Varian/Eclipse gearbeitet und habe jetzt in einer Praxis das bekannte System und in der anderen Elektageräte. habe mit letzteren gar keine Erfahrung, auch mit der Software nicht. Auch eine Oberflächendetektion gibt es nicht, nur Laser und Anzeichnung.

Hat von euch auch jemand den Schritt von der Klinik in die Praxis gewagt? Ich habe ein bisschen Bedenken, weil wir an der Klinik nur 1 Jahr im Konturieren waren und ich mich nicht routiniert darin fühle. In der Praxis ist man ja für seine Patienten komplett selbst verantwortlich. Es gibt zwar auch tägliche Besprechungen der Ärzte, aber seine Pläne nimmt jeder selbst ab mit der Physik. Wenn ich das alles sehe, fühle ich mich echt inkompetent. Ging mir in der Klinik zuletzt nicht so, aber irgendwie waren die Aufgaben da auch anders. ich denke aber auch nicht, dass ich das noch lernen würde, wenn ich noch 1-2 Jahre an der Klinik bleiben würde.

Kann jemand die systeme Varian/elekta vom Softwareaspekt vergleichen und was zum praktischen Arbeiten damit sagen?

McLaren422
18.10.2022, 19:03
für mich hört sich das so an, als dass da die Supportivtherapie gemeint ist. Das gehört auch zu deiner Aufgabe, die Patienten am Gerät während der Bestrahlung zu betreuen. Wir Strahlentherapeuten indizieren keine Systemtherapien, das müssen Onkologen/Gynäkologen/Urologen übernehmen. ;)

Chemotherapien sammelt man im stationären Abschnitt, wo man strahlentherapeutische und onkologische Patienten betreut.

snaps
23.10.2022, 17:47
Hallo zusammen, wie sieht es perspektivisch mit den Möglichkeiten aus nach Erreichen der Habilitation in der Strahlentherapie und paar Jahren Oberarzt dasein der Uniklinik den Rücken zu kehren?
Es gibt ja nicht viele Leitungspositionen an nicht universitären Kliniken für die man sich bewerben kann. Eine Anstellung in einem MVZ scheint mir aufgrund des kleineren Behandlungsspektrums jetzt auch nicht auf ersten Blick attraktiv oder wird das durch einen finanziellen Aspekt aufgewogen? Was ist eure Einschätzung bzw. Erfahrung?

anignu
02.11.2022, 22:47
Austauch über Fachliches und Organisatorisches würde mich interessieren: Neue Konzepte, Supportivmedizin, Software und Technik, Abläufe, Arbeitsbedingungen etc. Gerne deutschsprachig (D, A, CH) aber auch international.
Für sowas gibt es Kongresse und derer meist mehr als man denkt. Wenn man selbst noch nicht genug Kongresse kennt kann man auch getrost mal die Firmenvertreter fragen wann sie so ihre Kongresstermine haben und was sie empfehlen können. Da kommt man plötzlich auch mehr Kongresse als die die man selbst schon auf dem Schirm hatte...

Hat ansonsten vielleicht noch jemand einen Tipp fü die Vorbereitung auf die FA-Prüfung? Gibt es sowas wie einen Leitfaden dafür oder ein Buch? ich habe bisher eigentlich immer nur die jeweiligen aktuellen Leitlinien zum Nachlesen verwendet, hätte aber gerne mal sowas wie einen Gesamtüberblick, damit ich nix vergesse. Die meisten Bücher sind ja schon in die Jahre gekommen. Vielleicht gibt es in der englischsprachigen Literatur etwas?
In meinem Fach gab es genau dafür einen Facharztvorbereitungskurs. Eine paar Tage Vollgas Überblick über alle Themenbereiche des Fachgebiets damit man einfach sieht was man schon kann und wo man noch Lücken hat. Vielleicht gibt es sowas auch für euch.

anignu
03.11.2022, 22:48
Mit der Einstellung könntest du die Medi-Learn Foren auch mit der Empfehlung, die Leute sollten sich doch einfach wieder mehr in der Mensa und der Kantine unterhalten, einstampfen.
Denk einfach mal drüber nach wieviele Leute überhaupt ärztlich tätig sind und wieviele Leute sich hier tummeln und brich das dann runter auf dein Fachgebiet. Ein Forum für zwei-drei Hanseln bringt halt einfach mal nix, sowas läuft sich in kürzester Zeit tot, das Forum hier bringt schon was. Ich kann dir das auch noch mit Zahlen untermauern wenn du das so noch nicht verstehst.

Dass es das für andere Fächer gibt, ist mir bekannt und genau deswegen habe ich ja gefragt, ob jemand Vergleichbares für die Strahlentherapie kennt. Leider sind die Strahlentherapeuten ein zahlenmäßig sehr kleiner Haufen und Literatur sowie Vorbereitungskurse nicht lukrativ für Anbieter
Du hattest nach einem Tipp für die Vorbereitung auf die Facharzt-Prüfung gefragt und dann nach irgendwelchen Büchern. Dass dir so Kurse aus anderen Fächern bekannt sind hab ich nicht rauslesen können, daher hab ich es als Idee/Möglichkeit eingebracht. Da muss man jetzt nicht unbedingt schnippisch werden a la "weiß ich doch!"...
In der Chirurgie macht das der BDC. Und nicht weils lukrativ ist sondern weil der Berufsverband den Nachwuchs unterstützen (und Werbung für sich) machen will. Und mein Teilbereich ist jetzt auch nicht übermäßig groß. Aber ist schon klar. Weißt du eh alles.

Ich merk aber schon auch die Vibes: du willst meine Antworten nicht hören. Macht nix. Ich schreib sie dir trotzdem :-)

Anne1970
04.11.2022, 05:54
(…)
Mit der Einstellung könntest du die Medi-Learn Foren auch mit der Empfehlung, die Leute sollten sich doch einfach wieder mehr in der Mensa und der Kantine unterhalten, einstampfen.
(…)Irgendwie wirkt dein Beitrag nichtmal gut gemeint sondern wie eine Mischung aus stranger Unterstellung von Unfähigkeit und leerer Menge.(…).
Kleine Erinnerung an die Forenetikette. Im dritten Beitrag (???) auf diese Art zu kommunizieren ist etwas … sportlich. Üblicherweise gehen wir hier respektvoll miteinander um. @Yorkaz: ergänzt du bitte noch dein Profil? Bist du StudentIn oder tatsächlich schon in Weiterbildung? Wo hast du studiert? Wie hast du unser Forum gefunden? Erzähl doch mal… :grins:
Freundlicher Gruß
Anne1970 - Medilearn-Mod.

Loreleye
04.11.2022, 20:03
Ich kann noch YouTube Kanal von Prof. Hilke Vorwerk empfehlen.
Leider leider sind viele Radioonkologen gebannt worden, die früher hier sehr interessante Beiträge geschrieben haben...

Feuerblick
04.11.2022, 20:10
Welche Radioonkologen hatte das Forum denn, die gebannt worden wären???

Loreleye
04.11.2022, 20:38
Ich habe jetzt ein paar Seiten zurückgeblättert, Leucovorin, DaCapo, Holthusen. Es waren sehr interessante Beiträge und Diskussionen.

Anne1970
04.11.2022, 20:40
:grins: in Personalunion?

Feuerblick
04.11.2022, 20:45
Jaja, immer diese gespaltenen Persönlichkeiten, die sich nach Bann offenbaren. :-))

Anne1970
04.11.2022, 20:49
rischtisch :D

Loreleye
04.11.2022, 20:50
Feuerblick und Anne, ich habe irgendwie nicht verstanden, was ihr damit meint. Die Beiträge in diesem Forum fand ich sehr gut, vor allem für unser kleines Fach.

Zur FA Vorbereitung kann ich ansonsten Medi-Learn Protokolle empfohlen, ich fand sie neben Büchern, NCCN Guidelines, Zeitschriften, DEGRO Mediathek sehr hilfreich.