Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Chancen und Risiko in der ZEQ
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DerNeuling
22.12.2018, 14:50
Hallo zusammen,
nachdem es bei mir nicht in Österreich gereicht hat und ich keine Chancen im AdH (selbst mit sehr gutem TMS) hatte, habe ich eine Ausbildung begonnen. Diese werde ich nächstes Jahr auch voraussichtlich, sehr erfolgreich, beenden.
Jetzt kommen wir zu dem Problem.
Als ich mich damals entschieden habe zu warten war die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nicht mal ansatzweise absehbar. Und wie hier schon mal erwähnt wurde war die Wartezeitquoute immer problematisch aber sie hat eine Sicherheit gegeben.
Jetzt hat es mir den Boden unter den Füßen weggerissen.
Zur meiner Sitution:
Ich habe seit 2013 ein Abitur und werde somit, je nach Wartezeitentwcklung im Jahr 2020 oder 2021 sicher reingekommen.
Das kann ich jetzt vergessen.
Die ersten Veröffentlichungen zur Berechnung in der ZEQ sehen vor, dass die Wartezeit mit maximal 45 Punkten im Jahr 2020 angerechnet wird. Zusätzlich wird Berufserfahrung und Berufsausbildung sowie der TMS gewichtet. Als kleinere Punkte dann Gewinn in Jugendwettbewerben etc..
Den TMS habe ich damals aus diversen privaten Gründen und der Entscheidung für die Wartezeit nicht geschrieben.
Jetzt holt mich dieser Bumerang ein. Den der TMS wäre im Mai und das bedeutet er ist im gleichen Zeitraum wie meine Abschlussprüfungen im Mai/Juli.
Nach derzeitigen Informationen wird der TMS in der ZEQ mit max. 45 erreichbaren Punkten gewichtet.
Ebenso viele Punkte wie mir die Wartezeit im Jahr 2020 bringt.
Die Entscheidung die ich jetzt treffen muss ist folgende:
1. Schreibe ich den TMS 2019 um ihn 2020 nutzten zu können, mit dem Risikio das er schlechter ausfällt
ODER:
2. Schreibe ich den TMS erst 2020. Dann verliere ich aber 15 Punkte in der ZEQ, da dann 2021 jedes WS nur noch mit 2 Punkten gewertet wird.
Die Frage ist: Wäre ich soviel besser im TMS, dass ich zusätzlich 15 Punkte mehr erreiche? Ist es das Risikio wert?
Momentan bin ich sehr verzweifelt. Ich kann nicht mehr richtig denken, da wie gesagt ein Medizinstudium in sehr weite Ferne gerückt ist.
Für jedes aufbauenede Wort oder jeden Ratschlag bin ich dankbar.
Euch ein schönes Weihnachten (hoffentlich mit besseren Aussichten),
DerNeuling
Haematopoesie
22.12.2018, 15:44
Hi,
mir tut echt jeder so wahnsinnig leid, der da jetzt mit drin hängt. Ich wäre mir auch nicht sicher wie ich es machen würde, aber ich glaube, ich würde jetzt anfangen aufs Examen (welche Ausbildung?) und gleichzeitig auf den TMS zu lernen... und das ziemlich diszipliniert, sprich, wirklich jeden Tag wiederholen & vorbereiten.
Für den TMS würde ich mich also auf jeden Fall anmelden, wenn man dann doch nicht hin geht ists halt schade ums Geld, aber falls alles gut läuft hast du mit einem guten TMS und den 15 Punkten mehr bessere Chancen, so viel ist klar.
Vorausgesetzt die Examensnote wird nicht ins Verfahren mit einfliessen, sondern nur bestanden/nicht bestanden: dann würde ich das Hauptaugenmerk definitiv auf den TMS setzen, ob man jetzt ne 1,2 oder 3 im Examen hat ist dann sowas von egal, aber ein richtig guter TMS bringt einem weiter.
Gefluester
22.12.2018, 16:35
Hallo,
erst einmal tut es mir sehr leid für Dich, das Du in diese unsichere Situation gekommen bist.
Ich musste mich damals auch entscheiden, ob ich den TMS am Ende des dritten Ausbildungsjahres parallel zum Examen mache oder ein Jahr später parallel zum Beruf. Um einen Platz zu bekommen war klar, dass mein Testergebnis zu den besten 10% zählen sollte, andernfalls hätte ich noch zwei weitere Jahre warten müssen. Ich hab dann letztendlich die zweite Variante genommen, sprich Vollzeit auf der Intensivstation im Schichtdienst gearbeitet und die TMS-Vorbereitung absolviert. Ich hatte einen Vorbereitungskurs auf den TMS im Januar und somit innerhalb von einer Woche einen guten Plan wie ich mich auf welche Untertests am besten vorbereiten kann. Für die restliche Vorbereitungszeit gab es Lernunterlagen und ich konnte mir einen Vorbereitungsplan erstellen, den ich konsequent abgearbeitet habe. Essentiell ist, denke ich, die tägliche Übung damit Routine und Ruhe in die ganze Sache reinkommt. Das Arbeiten (40h Woche) und die Prüfungsvorbereitung waren gut parallel machbar und rückwirkend würde ich sagen, dass es auch parallel zum Examen gegangen wäre. Ich weiß natürlich nicht, welche Ausbildung Du machst, aber nach der Note meines Pflegeexamens hat nie irgendjemand gefragt und in dem Fall wäre sie mir dann auch nicht so wichtig. Ansonsten finde ich den Vorschlag von Hämatopoesie gut, dass Du Dich anmeldest und Dir somit beide Optionen offen hälst. Abmelden kannst Du Dich ja immer noch.
Ich wünsche Dir erholsame Feiertage und viel Kraft für das neue Jahr. Lass trotz allem den Kopf nicht hängen, es ist noch nichts verloren.
Homunculi
22.12.2018, 16:42
Hallo zusammen,
Nach derzeitigen Informationen wird der TMS in der ZEQ mit max. 45 erreichbaren Punkten gewichtet.
Ebenso viele Punkte wie mir die Wartezeit im Jahr 2020 bringt.
Darf ich fragen, woher du diese Informationen hast? Von offizieller Seite wurden nämlich nur die 45 Punkte durch die WS "bestätigt", die Zusammensetzung der restlichen 55 Punkte sind noch offen. Klar ist, dass der TMS im Auswahlverfahren der Hochschulen einen großen Raum einnehmen wird, da in der Kürze der Zeit keine anderen vergeichbaren Tests eingeführt werden können und mindestens zwei weitere Auswahlkriterien ein erhebliches Gewicht haben müssen.
Der TMS wird wohl auch in der Eignungsquote beachtet werden, aber ein konkretes Verhältnis habe ich noch nirgendwo gelesen (obwohl 45 Punkte glaubhaft wären).
Zu deiner konkreten Situation:
Schreib den TMS nächstes Jahr mit, solange er nicht ganz konkret die Abschlussprüfung deiner Ausbildung gefährdet. Der Test findet an einem Samstag statt, also sollte eine Überschneidung relativ unwahrscheinlich sein. Welche Ausbildung machst du denn gerade? Leider ist ja noch nicht einmal bekannt, welche Ausbildungsberufe überhaupt angerechnet werden (und mit welchem Gewicht).
Außerdem findet der Test im Mai statt, also noch gute 4 Monate hin. Mehr als genug Zeit, um sich mit den Aufgabentypen vertraut zu machen. Spiel bis dahin einfach jeden Samstag die Prüfungssituation nach und du bist mehr als gut vorbereitet.
Die Frage ist: Wäre ich soviel besser im TMS, dass ich zusätzlich 15 Punkte mehr erreiche? Ist es das Risikio wert?
Ganz klar: Nein.
Solche Tests sind immer auch abhängig von der Tagesform, mehr Vorbereitungszeit bringt dir hier nicht unbedingt ein besseres Ergebnis. Auch würde ich das Zusammenfallen der beiden Prüfungen nicht unbedingt negativ sehen wollen - immerhin bist du dann noch voll im "Prüfungsmodus" und schon warmgelaufen :-)
für jedes aufbauenede Wort oder jeden Ratschlag bin ich dankbar.
Euch ein schönes Weihnachten (hoffentlich mit besseren Aussichten),
Leider sind wirklich aufbauende Worte bei mir gerade aus. Fakt ist leider, dass mit der Neuregelung (wenn sie denn so kommt) viele Altwartende vor den Bus geworfen werden. Wäre die Eignungsquote bei 20% geblieben, hätte man wohl einen relativ geschmeidigen Übergang hinbekommen. Aber wie es derzeit aussieht, wird wohl die hälfte der Altwartenden eiskalt ausgesiebt.
Aber wenn es hilft, du bist nicht alleine. Nicht nur dir hat der Staat eine wertvolle Lektion erteilt: Vertrau nicht auf unsere Versprechen, Zeiten ändern sich halt und manchmal geht es nicht "ohne persönliche Härten". Ist ja irgendwo auch eine wertvolle Lektion... :-nix
Trotzdem, lass dir die Feiertage nicht vermiesen. Von außen betrachtet stehst du auch besser da als viele andere Altwartende, die vielleicht schon einen schlechten TMS geschrieben haben oder erst gar nicht an die geforderten 15 WS für die Anrechnung kommen.
Nessiemoo
22.12.2018, 17:42
Ich würde vermutlich auch jetzt den Test schreiben. Geht es vielleicht irgendwie, dass die Ausbildung um 6 Monte verlängerst oder die Abschkussprüfungen nächstes Jahr/Halbjahr mitschreibst? Wenn nicht, dann sollte es aber trotzdem passen. Man muss sich zwar auf TMS vorbereiten, aber eine Woche intensives Vorbereiten (also so 5-6 h pro Tag) zusammen mit ab jetzt vielleicht so ein Stündchen pro Tag soll mehr als ausreichend sein. Damals habe ich über weihnachten einen ganzen Test gemacht, und bis Mai nur so einzelteile geübt (Prozentrechnung, Dreisatz, wissenschaftliches Lesen, Gedächtnistechniken), und dann eben die Woche vorher wieder ganze Tests auf Zeit geübt.
doro2000
22.12.2018, 21:50
Ich würde dir auch raten, dich zumindest anzumelden, um dir beide Möglichkeiten offenzuhalten. Dann denke ich, dass es sinnvoll wäre, mal eine Komplett-Simulation zu machen, um zu schauen, welche Aufgabengruppen dir schwer oder leicht fallen.
Eine Option wär vielleicht auch, 2020 den TMS zu machen und sich zum WS 2020/21 zu bewerben (der Bewerbungsschluss ist zwar am 31.5., aber zumindest bisher gab es eine Sonderregelung, die es ermöglicht, das Testergebnis, das man ja erst Ende Juni bekommt, bis zum 15.7. nachzureichen, und auch noch einmal die Ortspräferenzen zu ändern).
Zum WS 2020/21 gibt es glaube ich noch 45 Punkte für die 15 Wartesemester.
DerNeuling
23.12.2018, 14:17
Darf ich fragen, woher du diese Informationen hast? Von offizieller Seite wurden nämlich nur die 45 Punkte durch die WS "bestätigt", die Zusammensetzung der restlichen 55 Punkte sind noch offen. Klar ist, dass der TMS im Auswahlverfahren der Hochschulen einen großen Raum einnehmen wird, da in der Kürze der Zeit keine anderen vergeichbaren Tests eingeführt werden können und mindestens zwei weitere Auswahlkriterien ein erhebliches Gewicht haben müssen.
Der TMS wird wohl auch in der Eignungsquote beachtet werden, aber ein konkretes Verhältnis habe ich noch nirgendwo gelesen (obwohl 45 Punkte glaubhaft wären).
Bzgl meiner Quelle möchte ich die JGU Mainz anführen.
Siehe hier: https://www.studium.uni-mainz.de/bewerbungsverfahren-medizin-ab-sose-2020/
Ich gehe stark davon aus, dass die Veröffentlichung sich stark an den interen Vorgaben der KMK orientiert und sich nicht wesentlich verändern wird.
Da noch nicht bekannt ist wie der TMS oder die Abiturnote umgerechnt werden kann ich meine Chancen im AdH überhaupt nicht beurteillen. Mein Abitur war an einer bayrischen Fachoberschule.
Das Blöde ist, dass mir mein Abitur vielleicht sogar zum Nachteil wird, da es ja zukünftig im AdH eine Quote für berufliche Qualifizierte geben soll ... (da wird vermutlich die Abschlussnote zu Grunde gelegt)
Eine Option wär vielleicht auch, 2020 den TMS zu machen und sich zum WS 2020/21 zu bewerben (der Bewerbungsschluss ist zwar am 31.5., aber zumindest bisher gab es eine Sonderregelung, die es ermöglicht, das Testergebnis, das man ja erst Ende Juni bekommt, bis zum 15.7. nachzureichen, und auch noch einmal die Ortspräferenzen zu ändern).
Zum WS 2020/21 gibt es glaube ich noch 45 Punkte für die 15 Wartesemester.
Ich weiß eben nicht ob das so bleibt ...
Diese Unsicherheit treibt mich noch in den Wahnsinn.
Oh man, ich bin gerade einfach nur verzweifelt ...
Homunculi
23.12.2018, 16:11
Bzgl meiner Quelle möchte ich die JGU Mainz anführen.
Siehe hier: https://www.studium.uni-mainz.de/bewerbungsverfahren-medizin-ab-sose-2020/
Ich gehe stark davon aus, dass die Veröffentlichung sich stark an den interen Vorgaben der KMK orientiert und sich nicht wesentlich verändern wird.
Vielen Dank. Ist zwar alles noch unter Vorbehalt, aber immerhin besser als gar kein Anhaltspunkt.
Wäre natürlich der absolute Hammer, wenn es genau so kommt. 5 mickrige Punkte für eine Berufsausbildung, dazu noch in einem Gesundheitsberuf. Dienst wird erst gar nicht berücksichtigt.
Das Blöde ist, dass mir mein Abitur vielleicht sogar zum Nachteil wird, da es ja zukünftig im AdH eine Quote für berufliche Qualifizierte geben soll ... (da wird vermutlich die Abschlussnote zu Grunde gelegt)
Es gibt eine relativ großzügige Vorabquote für Bewerber mit Berufsausbildung, aber ohne Abitur. Mit Abi hat man zu dieser Quote also überhaupt keinen Zugang, man wird also auch noch dafür bestraft, den längeren Schulweg bestritten zu haben. Bizarr.
nutzer11
24.12.2018, 17:51
Was für ein Witz. Man sollte in der 2jährigen Übergangsregelung die Wartezeit besser bepunkten. Es war vor 6-7Jahren überhaupt nicht abzusehen, dass die Wartezeitquote wegfallen wird. Außerdem kann man doch nicht von einer "Übergangsregelung" reden. Es ist eher eine neue Quote, in der die Wartezeit zu weniger als 50% angerechnet wird. Übergangsregelung hätte man es nennen können, wenn die Wartezeitquote bis 2022 geblieben wäre und danach hätte man von mir aus die neue Quote bringen können.
Was sollen denn jetzt diejenigen Bewerber machen, die momentan bei 11-12 Wartesemestern stehen? Diejenigen wird es ja am härtesten treffen. Eine "faire" Lösung gäbe es nur, wenn man die Wartezeit und die medizinische Ausbildung in der Übergangsregelung so bepunktet, dass es mit einer medizinischen Ausbildung plus Arbeitsjahre für einen Studienplatz für diejenigen Bewerber reicht, die zum SoSe 15 Wartesemester haben. DAS wäre eine von mehreren "fairen" Lösungen. Wer aktiv auf einen Medizinstudiumplatz wartet, der macht auch zu einer hohen Wahrscheinlichkeit eine medizinische Ausbildung.
nutzer11
24.12.2018, 17:57
Vielleicht wird es ja doch ganz anders kommen und es wird eine ganz andere Herangehensweise geben. Sicher wissen wir nur, dass unsere Wartezeit wenigstens in irgendeiner Weise angerechnet wird.. Ich hoffe nur, dass es angemessen angerechnet wird.
Wir werden wohl oder übel weiter in der Luft schweben und auf die endgültigen Informationen noch einige Monate warten müssen, um überhaupt zu erfahren, wie es mit uns Langzeitwartenden weitergehen soll(Dieses ungewisse Warten ist wirklich sehr nervenauftreibend)
Wäre natürlich der absolute Hammer, wenn es genau so kommt. 5 mickrige Punkte für eine Berufsausbildung, dazu noch in einem Gesundheitsberuf. Dienst wird erst gar nicht berücksichtigt.
Ich finde das nur noch geil. Ja, ich weiss, beschlossen ist noch nichts. Aber was durchsickert, ist eigentlich ne Verschärfung von dem was in der Klage herausgefordert werden sollte. Wurde ja schliesslich durch Warter mit medizinischen Berufen geführt.
Es wird statt dessen allen Anzeichen nach auf noch jünger, noch mehr top Abi hinauslaufen. Ganz vielleicht auch auf noch mehr 1,1 Frauendie nach 5 Jahren Arbeit in die Teilzeit wollen (no offense).
Ich habe ein Fundstück aus dem Netz, das einen Eindruck dessen vermittelt, welche Stimmung da möglicherweise die Gunst der Stunde genutzt haben mag. Die frei studienwählende Vorgängergeneration berät nach eigenen fetten Jahren selbstgefällig die Ökonomisierung eines weiteren Lebensbereiches die sie selbst nicht mehr betrifft:
https://www.google.dk/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=6&ved=2ahUKEwjuvr3apLvfAhUIL1AKHe4rBFUQFjAFegQICRAC&url=https%3A%2F%2Fgesellschaft-medizinische-ausbildung.org%2Fausschuesse%2Fstudierendenauswahl %2Fergebnisse.html%3Ffile%3Dfiles%2FAusschuesse%2F Studierendenauswahl%2FMFT-Treffen%2FProtokoll%25202013.pdf&usg=AOvVaw1QZjA1D1zCMZgv0KwkbP_P
Um deine Frage zu beantworten, unter der Annahme, dass die von dir verlinkte Regelung tatsächlich umgesetzt wird:
Szenario 1: Du schreibst den TMS 2019 für den Studienanfang 2020. Du hast 2020 14 (?) Wartesemester, die dir also 42 ZEQ-Punkte bringen.
Szenario 2: Du schreibst den TMS 2020 für den Studienanfang 2021. Du hast 2020 16 (?) Wartesemester, die dir also 30 ZEQ-Punkte bringen.
Es geht also wahrscheinlich um 12 ZEQ-Punkte Differenz durch den Unterschied in der Wartezeit, nicht um 15. Außer du hast das Abitur bereits vor dem April 2013 absolviert.
Was entspricht beim TMS einer Differenz von 12 ZEQ-Punkten, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der TMS 2021 stärker boniert wird als 2020?
Mit einem TMS-Testwert von 100 bekämst du 2020 anscheinend 22,5 ZEQ-Punkte.
Du bräuchtest also 2021 34,5 ZEQ-Punkte durch den TMS, um insgesamt auf dieselbe Zahl an ZEQ-Punkten zu kommen. D.h. du bräuchtest 2021 also einen TMS-Testwert von 104,5, um insgesamt auf dieselbe Zahl an ZEQ-Punkten zu kommen.
Die Frage ist also: Musst du für deine Abschlussprüfungen so viel lernen, dass du für den TMS so viel weniger lernen könntest, dass du, z.B., statt einem Testwert von 104,5 nur einen Testwert von 100 erzieltest. Das ist schwer zu beantworten. Wahrscheinlich wird es keinen großen Unterschied machen.
Aber nachdem man ihn nur ein einziges Mal schreiben kann, ist das eine Entscheidung, die du so fällen solltest, dass du ruhig schlafen kannst. Tipps anderer helfen da wahrscheinlich nur begrenzt.
doro2000
25.12.2018, 22:38
Mit einem TMS-Testwert von 100 bekämst du 2020 anscheinend 22,5 ZEQ-Punkte.
Darf ich fragen, woher du die Info hast? Würde mich sehr interessieren! Lese das zum ersten Mal und bin recht erstaunt, dass es für den Testwert 100, der ja in den verschiedenen AdH's bisher in der Regel überhaupt keinen oder nur einen sehr geringen Bonus gebracht hat, so viele Punkte geben soll.
Der Threadersteller hat ja diese Seite hier verlinkt:
https://www.studium.uni-mainz.de/bewerbungsverfahren-medizin-ab-sose-2020/
Dort steht, dass beim TMS "nur Ergebnisse >70 Punkte (Bestehensgrenze) [berücksichtigt werden]". Zusammen mit der Tatsache, dass viele andere Unis im bisherigen System ihre Formeln auf einem "Höchst"wert von 130 basieren, und mit der Tatsache, dass für den TMS in jedem Jahr Punktezahlen verwendet werden sollen, die leicht durch 130-70 = 60 zu dividieren sind, hat mich das zu der Annahme geführt, dass man bei einem TMS-Testwert von 70 null Punkte bekommt, bei einem TMS-Testwert von 100 die Hälfte der angegebenen Punkte, und bei einem TMS-Testwert von 130 die volle Punktezahl.
Die Infos sind natürlich spärlich, aber das war zumindest mein erster Eindruck.
Man darf halt auch nicht vergessen, dass ein TMS-Testwert von 100 einfach dem durchschnittlichen Testteilnehmer entspricht, und dass es schon 2014 lt. Testentwickler ca. 11.000 TMS-Teilnehmer gab. So ein Vorgehen würde einfach dazu führen, dass alle, die planen, sich in der ZEQ zu bewerben, am TMS teilnehmen werden, und dann sind die 22,5 Punkte nicht mehr viel, sondern einfach der Durchschnitt.
crashsafe
26.12.2018, 10:03
Beim TMS ist die Standardabweichung 10 - Prozentrang 98 ist also SW=120 und nicht 130 :P
Danke für die Korrektur - habs gerade geändert.
Hallo, ich bin noch relativ neu hier und würde mich über jede Antwort / Hilfe freuen. Vielleicht kann mich jemand hier beraten? Ich habe mein Abitur 2013 mit Schulzeitstreckung als Bundeskaderathlet gemacht, bekomme also 2 Wartsemester angerechnet (ursprünglich und ohne Leistungssport hätte ich mein Abi 2012 gemacht). Seitdem habe ich im Ausland Psychologie studiert und schließe es Mitte 2019 mit einem Master ab. In der Wartezeit habe ich außerdem ein Pflegepraktikum absolviert und ein kleines Praktikum in Neuroscience in einem Lab einer deutschen Uni gemacht. Mein Abischnitt war 2,5.
Nun hätte ich zum WS 2019/2020 14 Wartesemester mit Schnitt 2,5 und das wird ja wahrscheinlich nicht reichen. Ich kann leider nicht am TMS 2019 teilnehmen, da ich zu dem Zeitpunkt noch im Ausland bin um Prüfungen zu schreiben. Ich hatte alles auf die Wartezeit von 14-15 Semestern ausgerichtet und nun wird die Zulassung genau in dem Jahr reformiert, in dem ich einen Studienplatz über die Wartezeit erhalten könnte. Das ist schon sehr frustrierend....
Vermutet ihr es könnte zum WS 2019/2020 doch noch irgendwie reichen? Oder kann jemand andere Alternativen empfehlen oder mir Tipps geben, wie ich trotzdem einen Studienplatz ergattern könnte? Ein Psychologiestudium wird ja leider auch nicht als Dienst o.Ä. angerechnet, obwohl ich der Meinung bin, dass es schon sehr von Vorteil für ein Medizinstudium sein kann (und gerade wenn man in Richtung Psychiatrie gehen möchte). Ich danke euch schonmal für eure Hilfe.
Homunculi
28.12.2018, 06:10
Vermutet ihr es könnte zum WS 2019/2020 doch noch irgendwie reichen? Oder kann jemand andere Alternativen empfehlen oder mir Tipps geben, wie ich trotzdem einen Studienplatz ergattern könnte? Ein Psychologiestudium wird ja leider auch nicht als Dienst o.Ä. angerechnet, obwohl ich der Meinung bin, dass es schon sehr von Vorteil für ein Medizinstudium sein kann (und gerade wenn man in Richtung Psychiatrie gehen möchte). Ich danke euch schonmal für eure Hilfe.
Ohne TMS bist du ziemlich sicher raus aus der Auswahl. Was vielen Altwartenden hier nämlich wirklich das Genick brechen wird, ist die Reduzierung der Quote auf jediglich 10% (von ursprünglich 20%). Hier konkurierst du dann mit Leuten mit TMS, welcher enorm Punkte bringen kann, sowie Leuten mit Ausbildung. Diese bringt zwar nur 5-8 Punkte, aber diese Punkte würde reichen, um dich in dieser stark reduzierten Quote auszustechen (da du außer WS Punkte keine weiteren Boni erhälst).
Eine Chance sehe ich höchstens im Auswahlverfahren der Hochschulen, wenn hier eine Uni dein Erststudium bonieren sollte (bis jetzt kenne ich keine).
Ansonsten fällst du sowieso aus den Vorabquoten, da du kein Ausländer bist, Abitur hast und keine Berufsausbildung.
Bliebe dann noch den TMS im Jahr darauf zu schreiben, aber dann büßt du 10 Punkte durch die weniger gewichteten WS ein.
Frustrierende Geschichte, wenn denn der Entwurf so bleibt. Ungewohnt brutales Vorgehen, welches bewusst tausendfach Verlierer in Kauf nimmt.
Medici3000
28.12.2018, 08:30
Ohne TMS bist du ziemlich sicher raus aus der Auswahl. Was vielen Altwartenden hier nämlich wirklich das Genick brechen wird, ist die Reduzierung der Quote auf jediglich 10% (von ursprünglich 20%). Hier konkurierst du dann mit Leuten mit TMS, welcher enorm Punkte bringen kann, sowie Leuten mit Ausbildung. Diese bringt zwar nur 5-8 Punkte, aber diese Punkte würde reichen, um dich in dieser stark reduzierten Quote auszustechen (da du außer WS Punkte keine weiteren Boni erhälst).
Eine Chance sehe ich höchstens im Auswahlverfahren der Hochschulen, wenn hier eine Uni dein Erststudium bonieren sollte (bis jetzt kenne ich keine).
Ansonsten fällst du sowieso aus den Vorabquoten, da du kein Ausländer bist, Abitur hast und keine Berufsausbildung.
Bliebe dann noch den TMS im Jahr darauf zu schreiben, aber dann büßt du 10 Punkte durch die weniger gewichteten WS ein.
Frustrierende Geschichte, wenn denn der Entwurf so bleibt. Ungewohnt brutales Vorgehen, welches bewusst tausendfach Verlierer in Kauf nimmt.
Ich kann das immer noch gar nicht fassen, dass so viele Leute nun 6-7 Jahre umsonst gewartet haben. Ist es denn sicher, dass es nihct doch noch einmal eine Übergangsphase gibt? Kann man nicht dagegen klagen? Und warum wird der TMS nur einmal im Jahr angeboten, wenn der Test so wichtig ist....
Äußerst frustrierend. Ich hoffe, dass noch eine Lösung gefunden wird. Zumal ein abgeschlossenes Psychologiestudium aus dem Ausland auch Boni verdient hätte.
doro2000
28.12.2018, 19:01
Wie ich ja schon mal geschrieben habe: Bisher gab es fürs Wintersemester für die Alt-Abiturienten, die im jeweiligen Jahr am TMS teilgenommen haben, die Sonderregelung, dass man das Testergebnis bis zum 15.7. nachreichen und dabei auch nochmal Ortspräferenzen (außer bei Greifswald) und Studienfach ändern könnte.
Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass der TMS im neuen Verfahren wohl eine sehr große Rolle spielen wird, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass diese Möglichkeit abgeschafft wird.
Aber versprechen kann ich's natürlich nicht.
Zu der Sache mit dem Bonus für ein abgeschlossenes Auslandsstudium: Solange Absolventen eines Studiums in Deutschland derart "bestraft" werden, wie das aktuell der Fall (die Zulassungschancen in der Quote für Zweitstudienbewerber sind sehr gering), wäre es ziemlich unfair, für dasselbe - bloß aus dem Ausland - einen Bonus zu vergeben...
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