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Zu Zeiten der Bundesrepublik AG und davor bis seit dem alten Preussen war es üblich, daß neben der Verwaltungsebene auch Personal in notwendiger, kritischer Infrastruktur verbeamtet wurde, sprich Bahn, Post, Polizei, Feuerwehr und eben auch leitende Ärzte (Privatkliniken gab es bis auf ein paar Sanatorien kaum).
Achja viele weinen dem militaristischen Königreich Preußen immer noch eine Träne hinterher. Die schlechten Sachen vergisst man im Laufe der Zeit. Zum jetzigen Zeitpunkt halte ich es nicht für sinnvoll wieder Beamte bei Post, Bahn, Schulen und in für leitende Krankenhäusern einzusetzen. Die ganzen
Privilegien wie z.B. Private KV, Pensionen müssten mal überprüft werden. Aber da traut sich niemand ran.
Ob der Privatsierungswahn alles besser gemacht hat, damit könnte man vermutlich eine Extradiskussion führen (bitte einmal darauf achten, welche Leute heutzutage Briefkästen leeren).
Genau und das machen wir nicht. Ich finde es nicht sinnvoll, dass Kliniken und das Gesundheitswesen als eine Pseudoprivatwirtschaft zu führen.
Man hat um 2006 rum im Zeichen der beginnenden Streiks des MB, als die TDL-Entscheidungsträger noch nicht wissen konnten, ob der MB es jetzt ernst meint und eine schlagkräftige, streikfreudige Gewerkschaft a la francaise oder VC wird, tatsächlich panikartig eine Reihe von Uni-OÄ verbeamtet, um wenigstens ein paar potentielle Streikbrecher an der Hand zu haben.
Naja, ca. seit den 80er Jahren wurde es immer schlechter für Ärzte. Anfang der 2000er Jahre langsam insgesamt eine Trendwende, so dass sich DE im Mittelfeld gehaltstechnisch bewegt. Die Arbeitsbed. und mittelmäßige WB sind eher im Fokus jetzt. 2004 wurde dann auf Intiative des MB und des Gesundheitsministeriums unter Ulala Schmidt das AiP abgeschafft. Änderung des Arb*ZG am 01.01.2004 so dass Bereitschaftsdienst im KH als Arbeitszeit gilt. Aber auch hier kann man wieder diskutieren, ob dass denn alles so toll war.
In Bayern wird weiter verbeamtet. z.B. an der Uni Erlangen sind 200 Ärzte Beamte auf Zeit. Es ist aber eine Ausnahme, in anderen Bundeländern unüblich.
Kenne Beispiele von Leuten die das als Externe geschafft haben, allerdings wohnen die weit weg.
Als Externer gehen vermutlich eher Dinge im Bereich Datenanalyse - wobei mir hier nach wie vor nicht klar ist was davon überhaupt "zählt". Im normalen Routinebetrieb fallen ja zig Daten an die theoretisch genutzt werden können. Dann gibt es ja noch die Möglichkeit von Metaanalysen, formal die höchste Evidenzklasse.
Nur äußert sich keine Ordnung dazu was genau zählt - meist steht nur "Originalarbeit" drin. Und dass man Erst-oder Letztautor sein muss. Dachte dass vielleicht jemand erste Hand Erfahrungen hat, was bei ihm/ihr oder Bekannten anerkannt wurde. Ob das mit reinen Datenanalyseprojekten in manchen Fällen ging.
Die Arbeitsbed. und mittelmäßige WB sind eher im Fokus jetzt. 2004 wurde dann auf Intiative des MB und des Gesundheitsministeriums unter Ulala Schmidt das AiP abgeschafft. Änderung des Arb*ZG am 01.01.2004 so dass Bereitschaftsdienst im KH als Arbeitszeit gilt. .
Nur um der Geschichtsklitterung vorzubeugen. Die Abschaffung des AiP war wohl eher der normativen Kraft des Faktischen bei heraufziehendem Ärztemangel und drohenden Gerichtsverfahren geschuldet. Zur gleichen Zeit wurde auch die Altersbeschränkung bei Kassenärzten gekippt.
Das Urteil im Bezug auf die Bereitschaftsdienste wurde von einem einzelnen Arzt (m.W. ohne Mitwirkung des MB) erstritten- und das unselige AiP wurde vom MB nicht nur nicht bekämpft, sondern sogar ausdrücklich begrüßt, und zwar von dem allseits bekannten und immer noch dauerpräsenten "Monti".
Ich habe auch nicht vernommen, daß er sich für diese Aktion, die für eine ganze Ärztegeneration teils erhebliche finanzielle Einbussen erlitt und erleiden wird (Rente!) auch nur ansatzweise entschuldigt hätte. Von der Emigrationswelle, die man damit losgetreten hat, und die bis heute anhält, ganz zu schweigen. Als Verband, in dem leitende Ärzte eine ganze Menge zu sagen hatten und bis heute haben, paßte das Konzept des Nachwuchses zum erzwungenen Billigpreis vielmehr genau ins Konzept. Auch ver.di (damals ÖTV) hatte man sich ohne Not freiwillig angeschlossen...
Für das von Dir erwähnte Thema Weiterbildung ist letztendlich ja auch der MB zuständig, da praktischerweise diverse Leute der MB-Spitze in Personalunion Chefs oder zumindest Vize diverser ÄK sind. Aber auch hier seit vielen Jahren Fehlanzeige, was das Beseitigen der Mißstände angeht.
Und zum Thema Beamtentum: selbst die Krankenkassen beschäftigen als öffentlich-rechtliche Sozialfürsorgeeinrichtung (eine allerdings überschaubare) Anzahl Beamten, deren Anzahl in den letzten Jahren sogar leicht gestiegen ist. Da ist es natürlich besonders scheinheilig, wenn eine ehemalige AOK-Funktionärin in ihrer Eigenschaft als Gesundheitssenatorin in einer norddeutschen Großstadt die Aktion "Beamte in die GKV" ausruft, während für die eigenen Leute sogar Beamtenstellen neu geschaffen werden. Aber auch von den Mitdiskutanten sind einige auf diese "total sozial und gerecht" Propaganda reingefallen.
Systemrelevanz für das Staatswesen kann man übrigens schön an einem Gedankenexperiment festmachen, was passieren würde, wenn die entsprechende Berufsgruppe mal eine Woche nicht zur Arbeit kommen würde.
Kenne Beispiele von Leuten die das als Externe geschafft haben, allerdings wohnen die weit weg.
Als Externer gehen vermutlich eher Dinge im Bereich Datenanalyse - wobei mir hier nach wie vor nicht klar ist was davon überhaupt "zählt". Im normalen Routinebetrieb fallen ja zig Daten an die theoretisch genutzt werden können. Dann gibt es ja noch die Möglichkeit von Metaanalysen, formal die höchste Evidenzklasse.
Naja kommt drauf an welches Fach z.B. in Epidemiologie oder medizinische Informatik, die weitgehend Aufgaben außerhalb der Krankenversorgung übernehmen und wo keine Laborarbeit notwendig ist, kann ich es mir vorstellen.
Aber allein, wenn es an die Auswertung von Krankenakten geht, wird man doch häufiger in der Uniklinik sein müssen.
Wir haben es nun auch ausführlich diskutiert-->Empfehlung wäre es an einer Uni direkt zu machen, aber man kann es natürlich auch als Externer versuchen.
Nur um der Geschichtsklitterung vorzubeugen. Die Abschaffung des AiP war wohl eher der normativen Kraft des Faktischen bei heraufziehendem Ärztemangel und drohenden Gerichtsverfahren geschuldet.
(...)
das unselige AiP wurde vom MB nicht nur nicht bekämpft, sondern sogar ausdrücklich begrüßt, und zwar von dem allseits bekannten und immer noch dauerpräsenten "Monti".
https://verbaende.com/news.php/Marburger-Bund-begruesst-die-geplante-Abschaffung-des-Arztes-im-Praktikum?m=21681
Die AIP Abschaffung wird dort als langjährige Forderung des Marburger Bundes beschrieben. Eingeführt wurde das AiP unter der netten CDU Tante Rita Süßmuth. 16 Jahre lang seit 1988 hat es doch gut mit dem AiP funktioniert, nein die Abschaffung kann man nicht ausschließlich auf die normative Kraft des Faktischen zurückführen (aber sicher ein Teil!)
Das Urteil im Bezug auf die Bereitschaftsdienste wurde von einem einzelnen Arzt (m.W. ohne Mitwirkung des MB) erstritten- und
https://www.sueddeutsche.de/karriere/eugh-urteil-kliniken-muessen-bis-zu-27-000-aerzte-einstellen-1.552173
zog mit Unterstützung des Marburger Bundes bis zum EuGH
Als Verband, in dem leitende Ärzte eine ganze Menge zu sagen hatten und bis heute haben, paßte das Konzept des Nachwuchses zum erzwungenen Billigpreis vielmehr genau ins Konzept. Auch ver.di (damals ÖTV) hatte man sich ohne Not freiwillig angeschlossen...
Für das von Dir erwähnte Thema Weiterbildung ist letztendlich ja auch der MB zuständig, da praktischerweise diverse Leute der MB-Spitze in Personalunion Chefs oder zumindest Vize diverser ÄK sind. Aber auch hier seit vielen Jahren Fehlanzeige, was das Beseitigen der Mißstände angeht.
Tarumo, wir kennen deine Abneigung gegenüber Henke und Montgomery. Letzterer hat sich ja bereits zurückgezogen. Erstere ist eine Person, die es vielen Personen mit unterschiedlichen Ansprüchen Recht machen muss. Sicherlich niemand, der wie die GDL in DE oder CGT in Frankreich größere Streiks organisiert.
Die Weiterbildung in DE ist schlecht, und Problem ist, dass die Verantwortung bei der Ärztekammer liegt, wo die leitenden Ärzte in DE sich die Klinike in die Hand geben.
Unter VerDi waren die Interessen der Ärzte noch schlechter vertreten, wodurch es ja zu einem Bruch zwischen MB und Verdi letztendlich kam. Der Streik war somit ein Machtkampf für die Anerkennung des MB als Gewerkschaft und die Ablösung von Verdi.
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rztestreik_in_Deutschland_2006
Thomas24
20.09.2020, 16:12
Aber auch von den Mitdiskutanten sind einige auf diese "total sozial und gerecht" Propaganda reingefallen.
Der Glaube an mehr ESG und generell mehr 'free Stuff', das wie magisches Manna vom Himmel fällt (oder vom Staat bzw. den sog. 'Reichen' finanziert werden soll) ist ein generelles Phänomen, dass alle westlichen Gesellschaften erfasst hat- naja. Diese verinnerlichten Glaubenssätze du aus den Leuten nicht mehr raus. Aber back to topic...
Nur äußert sich keine Ordnung dazu was genau zählt - meist steht nur "Originalarbeit" drin. Und dass man Erst-oder Letztautor sein muss. Dachte dass vielleicht jemand erste Hand Erfahrungen hat, was bei ihm/ihr oder Bekannten anerkannt wurde. Ob das mit reinen Datenanalyseprojekten in manchen Fällen ging.
Wie jetzt schon unzählige Male geschrieben: Das ist Uni-abhängig. Es ist also völlig sinnlos, wenn dir hier im Forum irgendjemand was dazu erzählt. Erkundige dich dort, wo du dich habilitieren willst. Schau dir an, welche Publikationen diejenigen hatten, die sich dort in den letzten Jahren habilitiert haben. Usw.
Off Topic, hatte ich überlesen
Da ist es natürlich besonders scheinheilig, wenn eine ehemalige AOK-Funktionärin in ihrer Eigenschaft als Gesundheitssenatorin in einer norddeutschen Großstadt die Aktion "Beamte in die GKV" ausruft,(...) Aber auch von den Mitdiskutanten sind einige auf diese "total sozial und gerecht" Propaganda reingefallen.
Dieses Hamburger Modell "Beamte in der GKV" richtet sich an lohnschwache Beamte, die halbtags oder 20% arbeiten. Also eine Minderheit. Entsprechend gering wird es auch angenommen.
Die Mehrheit der gesamte PKV Mitglieder sind übrigens Beamte. Den Großteil zahlt der Kosten zahlt die Beihilfe. Ein unnötiges Privileg aus alten Zeiten.
Die Diskussion über Sinnhaftigkeit und Gerechtigkeit der PKV hatten wir bereits in sehr emotionaler Art und Weise geführt. Mit Mitte 30 bezahlt man ca. 200€ in der PKV (z.B. HanseMerkur/SignalIduna) Eigenanteil, bei der AOK Hamburg/Rheinland: 440 € Eigenanteil. Ganze 2640€ Eigenanteil im Jahr gespart, wenn man über das Jahreseinkommen von 62200€ als Angesteller kommt. In Deutschland gibt es ein Durchschnittseinkommen von 47928€/Jahr. Die meisten können also nicht ca. 2640 Euro Eigenanteil sparen.
Dass in der GKV zu viel Geld in die Verwaltung fließt hatten wir auch bereits als Thema.
Das ist Uni-abhängig.
Kontakte/Beziehungen in der Uni und Können sind gefragt. Ob sich das ganze lohnt ist für mich eine sehr persönliche Entscheidung, sprich muss man sich selbst beantworten.
GelbeKlamotten
20.09.2020, 17:27
Off Topic, hatte ich überlesen
Dieses Hamburger Modell "Beamte in der GKV" richtet sich an lohnschwache Beamte, die halbtags oder 20% arbeiten. Also eine Minderheit. Entsprechend gering wird es auch angenommen.
Die Mehrheit der gesamte PKV Mitglieder sind übrigens Beamte. Den Großteil zahlt der Kosten zahlt die Beihilfe. Ein unnötiges Privileg aus alten Zeiten.
Die Diskussion über Sinnhaftigkeit und Gerechtigkeit der PKV hatten wir bereits in sehr emotionaler Art und Weise geführt. Mit Mitte 30 bezahlt man ca. 200€ in der PKV (z.B. HanseMerkur/SignalIduna) Eigenanteil, bei der AOK Hamburg/Rheinland: 440 € Eigenanteil. Ganze 2640€ Eigenanteil im Jahr gespart, wenn man über das Jahreseinkommen von 62200€ als Angesteller kommt. In Deutschland gibt es ein Durchschnittseinkommen von 47928€/Jahr. Die meisten können also nicht ca. 2640 Euro Eigenanteil sparen.
Dass in der GKV zu viel Geld in die Verwaltung fließt hatten wir auch bereits als Thema.
Es juckt mir in den Fingern, deine offensichtliche vollkommene Ahnungslosigkeit zum Thema PKV auseinanderzunehmen. Aber ich denke wir brauchen so eine Diskussion nicht schon wieder.
Es juckt mir in den Fingern, deine offensichtliche vollkommene Ahnungslosigkeit zum Thema PKV auseinanderzunehmen. Aber ich denke wir brauchen so eine Diskussion nicht schon wieder.
Ja diese Diskussion hatten hatten wir bereits. Die tolle PKV, sehr gerecht.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/private-krankenversicherung-abschaffung-ende-nachteile-1.4802891
Vermutlich sind hier auch gar nicht so viele die wirklich an einer Uniklinik arbeiten und von ihrer Uni Erfahrungswerte berichten können...
Um es kurz zu machen: Unikarriere hat außer Prestige und Forschungsmöglichkeiten (wenn man darauf aus ist) wenig Vorteile gegenüber lukrativer Praxistätigkeit.
Meinte ich ja...vermutlich sind hier gar keine Leute die großartig viel Erfahrung mit Unikliniken haben - aus exakt diesem Grund. Schade, hätte mich wirklich gefreut ein paar konkrete Erfahrungen zu hören...
FirebirdUSA
21.09.2020, 21:55
Du hast konkrete Erfahrungen ignoriert, bzw glaubst sie nicht.
Kackbratze
22.09.2020, 00:51
Es ist das Internet, da lügen Alle.
Meinte ich ja...vermutlich sind hier gar keine Leute die großartig viel Erfahrung mit Unikliniken haben - aus exakt diesem Grund. Schade, hätte mich wirklich gefreut ein paar konkrete Erfahrungen zu hören...
Hier sind sehr viele Leute an Unikliniken und die Leute haben dir auch geschrieben. Ist alles gesagt.
Dachte jemand könnte vielleicht einen konkreten Ort nennen wo es "einfacher" ginge. Darauf habe ich ein bisschen gehofft. Was den Rest angeht ist alles gesagt, das sehe ich genaus so - dafür auch auf jeden Fall vielen Dank!
FirebirdUSA
23.09.2020, 07:23
Es gibt eine Publikation die auch in einem vergleichbaren Thread mal verlinkt wurde, in dem die angeforderten Leistungen zur Habilitation verglichen werden, das hilft dir aber nur begrenzt da eine Habilitation als Externer in der Regel nicht vorgesehen ist (die gehörst damit ja dann offiziell zur Fakultät). Gehen tut das natürlich, in den meisten Ordnungen steht, dass über Ausnahmen die Habil-Kommission entscheidet. Nur dafür brauchst du dann sehr gute Kontakte.
Ein hochwertiges Review ist eigentlich eine Arbeit für einen guten Medizinstatistiker (und wird dort sicherlich auch anerkannt), in der Regel sind Reviews von nicht Statistikern von der Qualität sehr wechselhaft (und deswegen auch nicht immer höchst Evidenzklasse). Auch hier würde im Zweifel die Habil-Kommission entscheiden, nur Reviews würden aber in einem klinischen Fach mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an keiner Fakultät reichen. Ob du jetzt eine eigene klinische Studie aufsetzt (was ja auch in der Peripherie gut ging), größere retrospektive Datenauswertungen machst oder dein eigenes Labor aufbaust ist dir überlassen. Aber ohne gute Kontakte zu einem Uni-CA wird es sicher nichts werden, da du gar keine Lehrveranstaltungen an der Fakultät bekommst. Natürlich gibt es hier viele Varianten wie es auch für Externe machbar ist (ansonsten müssten ja alle ihren PD/APL abgeben wenn sie in die Praxis gehen oder an eine andere Klinik), aber Lehre an der Fakultät wird eigentlich immer gefordert (bis zur Rente!) und das bedeutet i.d.R. im Vorlesungsverzeichnis der Uni geführte Veranstaltungen (da sind häufig auch Morgenkonferenzen etc. drin aus diesem Grund).
Danke nochmal für das ausführliche Feedback! Arbeitest du zur Zeit an einer Uniklinik?
Bin tatsächlich doch wieder am Überlegen ob es Sinn machen würde an eine Uniklinik zu gehen. Leider komme ich nur nicht mehr frisch von der Uni. Es ist schwer einzuschätzen bis zu welchem Alter/Jahren im Beruf es noch Sinn machen würde da aktiv Ambitionen zu entwickeln. Spiele andererseits schon zu lange mit dem Gedanken das wieder aktiver zu verfolgen. Schwierige Entscheidung.
schnix25
23.09.2020, 22:59
Das kommt ganz darauf an wie flexibel du am Ende sein wirst. Es gibt Uni Chefs die werden dich dankend nehmen, wenn sie mal wieder einen bekommen der scharf auf Forschung ist. Dann gibt es aber auch noch die Garde an Chefs, die dich nicht mal einladen, da du erst an einem städtischen Haus warst und dir somit offensichtlich die ganz große Liebe zur Forschung fehlt. ;) Auch wenn letztere immer seltener werden.
Am Ende musst du aber einfach für dich entscheiden warum du dir das noch "antun" willst. Nur fürs Ego, kann man machen. Karriereoptionen, kommt auf dein Alter an. Wirklich Spaß an der Forschung, da wird die Frage kommen warum du an ein städtisches Haus bist. Eine Habil ist nicht mal schnell im Vorbeigehen gemacht. Und anfangen und es dann wieder sein zu lassen ist offen gesagt verschwendete Lebenszeit.
Weder Ego noch Karriere - eher die Ambition eine andere Form von Tätigkeit zu machen. Natürlich gäbe es da auch andere Möglichkeiten, nur Dinge wie Fachgebiet wechseln scheinen mir einfach keine wirklichen Optionen zu sein.
Anfangen und wieder sein lassen plant vermutlich niemand primär - nur weiß man eben auch nie ob man es bis zum Ende schaffen wird.
Und das mit dem Alter ist auch so eine Sache - ab welchem kann man eine "Karriere" denn vergessen? Ab wann ist es zu spät? Schwierige Frage - ich habe jedenfalls noch keine gute Antwort darauf gefunden...
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