Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Macht" der einzelnen Facharztgruppen in der KV
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Christoph_A
12.08.2020, 09:44
@ daCapo: Außer Polemik kannste nicht so viel, oder? Eine Bürgerversicherung wäre aufgrund des dann reduzierten Leistungskataloges in erster Linie für die Patienten schlecht, durch die im umkehrschluß anfallenden höheren Zusatzversicherungen (siehe z.B. Schweiz) wäre das Einkommen der Ärzte sicher nicht so massiv eingeschränkt, keine Sorge. Außer natürlich Du willst dann gleich alle Zusatzversicherungsmöglichkeiten mitverbieten, dann biste aber auf dem Weg nach Venezuela oder Kuba, den werden Dir weder die Patienten noch die ärztlichen Kollegen mitgehen. Aber feuchte sozialistische Träumereien sind ja grade wieder modern, siehe den kleinen Kevin der SPD....
Hatte ich mit einem Wort jemals das System in den USA gelobt, wenn ja, bitte mit Zitat anzeigen.
Ist Bonnerin Deine Pressesprecherin oder haste keine eigenen Antworten auf Fragen? Was interessiert mich als Arzt ein Quereinstieg in ein Studium? Wo ist der Nutzen hiervon? Und v.a., in was für ein Studium sollte man da dann quer einsteigen können?
Eine Bürgerversicherung würde erst recht eine Zwei-Klassen-Medizin bewirken, nämlich diejenigen mit Zusatzversicherung und die ohne. Und der arme kleine Arbeiter ohne würde eher nur eine Basisversorgung mit Wartezeit kriegen, der reiche Unternehmer dagegen bervorzugte Vollversorgung in Nullkommanix. Wenn es das ist, was als gerecht bezeichnet wird, dann kämpfe ich lieber für die Beibehaltung des aktuellen fürchterlichen Systems.
Eine Bürgerversicherung würde erst recht eine Zwei-Klassen-Medizin bewirken, nämlich diejenigen mit Zusatzversicherung und die ohne. Und der arme kleine Arbeiter ohne würde eher nur eine Basisversorgung mit Wartezeit kriegen, der reiche Unternehmer dagegen bervorzugte Vollversorgung in Nullkommanix. Wenn es das ist, was als gerecht bezeichnet wird, dann kämpfe ich lieber für die Beibehaltung des aktuellen fürchterlichen Systems.
a) Das weißt du doch garnicht. Alles Spekulation! Schon jetzt hat man Anrecht auf einen FA Termin als GKV Patient in 2 Wochen.
b) Ich weiß und daher kämpfen die Profiteure für die Beibehaltung des alten System, was ich bereits ganz am Anfang geschrieben.
@ daCapo: Außer Polemik kannste nicht so viel, oder? .... Aber feuchte sozialistische Träumereien sind ja grade wieder modern, siehe den kleinen Kevin der SPD....
Hatte ich mit einem Wort jemals das System in den USA gelobt, wenn ja, bitte mit Zitat anzeigen.
Ist Bonnerin Deine Pressesprecherin oder haste keine eigenen Antworten auf Fragen? Was interessiert mich als Arzt ein Quereinstieg in ein Studium? Wo ist der Nutzen hiervon? Und v.a., in was für ein Studium sollte man da dann quer einsteigen können?
Das ist der falsche Ton
Evidence based
12.08.2020, 12:20
@ daCapo: Außer Polemik kannste nicht so viel, oder? Eine Bürgerversicherung wäre aufgrund des dann reduzierten Leistungskataloges in erster Linie für die Patienten schlecht, durch die im umkehrschluß anfallenden höheren Zusatzversicherungen (siehe z.B. Schweiz) wäre das Einkommen der Ärzte sicher nicht so massiv eingeschränkt, keine Sorge. Außer natürlich Du willst dann gleich alle Zusatzversicherungsmöglichkeiten mitverbieten, dann biste aber auf dem Weg nach Venezuela oder Kuba, den werden Dir weder die Patienten noch die ärztlichen Kollegen mitgehen. Aber feuchte sozialistische Träumereien sind ja grade wieder modern, siehe den kleinen Kevin der SPD....
Hatte ich mit einem Wort jemals das System in den USA gelobt, wenn ja, bitte mit Zitat anzeigen.
Ist Bonnerin Deine Pressesprecherin oder haste keine eigenen Antworten auf Fragen? Was interessiert mich als Arzt ein Quereinstieg in ein Studium? Wo ist der Nutzen hiervon? Und v.a., in was für ein Studium sollte man da dann quer einsteigen können?
Die guten alten Totschlagargumente der FDP-Wähler. Alles was nicht Kapitalismus in Reinform ist, muss zwangsläufig kommunistisch sein und ist damit zum scheitern verurteilt :)
Christoph_A
12.08.2020, 15:21
a) Das weißt du doch garnicht. Alles Spekulation! Schon jetzt hat man Anrecht auf einen FA Termin als GKV Patient in 2 Wochen.
b) Ich weiß und daher kämpfen die Profiteure für die Beibehaltung des alten System, was ich bereits ganz am Anfang geschrieben.
Das ist der falsche Ton
Sagt wer, Du?
Sorry, aber Du legst hier sicher nicht fest, was der richtige Ton ist und was nicht. Und wenn als Antwort auf eine Frage nur beleidigtes Mimimi kommt, weiß man, daß man ins Schwarze getroffen hat.
Christoph_A
12.08.2020, 15:25
Die guten alten Totschlagargumente der FDP-Wähler. Alles was nicht Kapitalismus in Reinform ist, muss zwangsläufig kommunistisch sein und ist damit zum scheitern verurteilt :)
Wo habe ich das bitte so formuliert, war und werde a) nie ein Freund des US Medizinsystems sein und b) habe ich noch nie FDP gewählt.
P.s.: Eine Bürgerversicherung ist in meinen Augen Mist, warum hatte ich bereits dargelegt.
Und jetzt leg mir doch mal evidenzbasiert Deine Idee für einen Systemwechsel im Gesundheitswesen dar.
Das ist nun mehrfach dargelegt worden. :rolleyes:
Hmmm....warum hat man in NL denn gewechselt, bestimmt um die gesamte Versorgung schlechter zu machen.:rolleyes:
https://www.wiwo.de/politik/europa/duales-system-darum-goennt-sich-nur-deutschland-eine-pkv/25589382.html
Wirtschaftswoche...diese linken Käseblätter, unglaublich
a) Das weißt du doch garnicht. Alles Spekulation! Schon jetzt hat man Anrecht auf einen FA Termin als GKV Patient in 2 Wochen.
b) Ich weiß und daher kämpfen die Profiteure für die Beibehaltung des alten System, was ich bereits ganz am Anfang geschrieben.
zu a) Muhaha, jetzt entlarvst Du Dich als realitätsfern :-D
Das gilt nur für dringende Fälle, und diesbezüglich legen die Fachärzte die Indikation recht streng aus. Vielleicht solltest Du Dich erstmal informieren, bevor Du sowas herausposaunst...
b) Dein Denkfehler ist, daß die von Dir klischeehaft postulierten Profiteure (Ärzte-Iluminaten?) von der hochgelobten Bürgerversicherung genauso profitieren würden. Dein Gerechtigkeitsverständnis ist sehr theoretisch und leider nicht besonders realistisch.
Christoph_A
12.08.2020, 18:53
Das ist nun mehrfach dargelegt worden. :rolleyes:
Hmmm....warum hat man in NL denn gewechselt, bestimmt um die gesamte Versorgung schlechter zu machen.:rolleyes:
https://www.wiwo.de/politik/europa/duales-system-darum-goennt-sich-nur-deutschland-eine-pkv/25589382.html
Wirtschaftswoche...diese linken Käseblätter, unglaublich
Süß, die Wirtschaftswoche, ein absolutes Expertenblatt für Gesundheitsvorsorge. Ob die Zufriedenheit der Niederländer mit Ihrem Gesundheitssystem nach dem Versagen in der Coronakrise noch genau so hoch ist, sei dahingestellt.
Daß da auch massiv Klinikbetten abgebaut wurden und in eine Art Polikliniken umgewandelt worden waren, lässt Du jetzt aber auch mal gekonnt unter den Tisch fallen. Zumal die Niederlande nicht mit einem Flächenstaat vetgleichbar sind, aber das weisst Du ja eigentlich selber. Nice try.
Cor_magna
12.08.2020, 21:18
In welchen Ländern, die grob mit Deutschland vergleichbar sind, gibt es denn sowas wie eine Bürgerversicherung?
Oder anders gefragt: Gibt es denn überhaupt ein Land unserer Größe und Demographie, das ein besser aufgestelltes/funktionierendes Gesundheitssystem hat?
Dein Gerechtigkeitsverständnis ist sehr theoretisch und leider nicht besonders realistisch.
Naja bei nicht dringenden Sachen brauch man nicht sofort einen Termin. Vielen Dank für deine Meinung und Unterstellungen. Ich sehe das anders. Deine Meinung ein metastarsiertes Prostata-CA als "Therapiefreiheit" operieren zu können und es sich gut bezahlen zu lassen (teuerste Behandlungsmethode mit den meisten Komplikationen) hat dich bereits am Anfang entlarvt.
In NL mussten die Poltiker auch Ärzten und Versicherungen finanzielle Mittel zukommenlassen vor der Reform. Dann haben sie sich bewegt.
Süß, die Wirtschaftswoche, ein absolutes Expertenblatt für Gesundheitsvorsorge. Ob die Zufriedenheit der Niederländer mit Ihrem Gesundheitssystem nach dem Versagen in der Coronakrise noch genau so hoch ist, sei dahingestellt.
Daß da auch massiv Klinikbetten abgebaut wurden und in eine Art Polikliniken umgewandelt worden waren, lässt Du jetzt aber auch mal gekonnt unter den Tisch fallen. Zumal die Niederlande nicht mit einem Flächenstaat vetgleichbar sind, aber das weisst Du ja eigentlich selber. Nice try.
Bestimmt habns da jmd von der Linkspartei SED eingeschleußt.
Ja sage ich doch so ein linkes Käseblatt Wirtschafswoche, sagt ja schon der Name. Wenn man weiter recherchiert, findet man ja auch NUR Gegenteiliges.
https://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/versicherung/krankenversicherung-die-niederlande-und-der-deutsche-reformstreit/7935332-5.html
Noch so ein linkes Käseblatt...Schlimm
https://en.wikipedia.org/wiki/Euro_health_consumer_index
Ohje da ist die Niederlande ganz hinten, sie geben aber auch weniger aus. Platz 1 natülrich Bayern.
Überhaupt Hygiene in holländischen Krankenhäusern. Ist die nur etwas besser, weil die Statistik es sagt? Das glaube ich nicht. Ich denke, es sind einfach nur Behauptungen der Presse. Ja in NL sterben gerade 17 Mio Menschen wegen des Coronavirus. Alle Hospitäler in Dänemark und Schweden (in beiden Ländern deutlich weniger Betten als in DE) waren total überfüllt und sind gestorben, während in DE in den Qualitätshäusern auf den Land, wo immerhin 4x Hüft und 3x Knie TEP durchgeführt werden, alles perfekt lief. In Bayern sind aktuell 0 Coronafälle und die Auswertung von handschriftlich durchgeführten Test klappt schnell und hervorragend, wie zu Zeiten von Franz-Josef Strauß....damals gabs noch mehr Geld von den Kassen.
Ja NL , Schweden, Dänemark, Norwegen, Schweiz, FRankreich, Großbritannien...alles keine richtigen Länder und daher gibt es da auch kein PKV/GKV System. Nur USA und DE leisten sich sowas.
Vielen Dank für deine Meinung und Unterstellungen. Ich sehe das anders. Deine Meinung ein metastarsiertes Prostata-CA als "Therapiefreiheit" operieren zu können und es sich gut bezahlen zu lassen (teuerste Behandlungsmethode mit den meisten Komplikationen) hat dich bereits am Anfang entlarvt.
Bitte was? Ich habe mich zu Deinem nicht repräsentativem Beispiel gar nicht konkret geäußert.
Überdies versäumst Du es weiterhin, sowohl die Finanzierbarkeit des Umlagesystemes als auch den diffusen Gerechtigkeitsbegriff zu präzisieren.
Naja, viel Spaß mit Deinen sozialistischen Platitüden, da kommt anscheinend nix Substantielles mehr.
Christoph_A
13.08.2020, 06:59
Naja bei nicht dringenden Sachen brauch man nicht sofort einen Termin. Vielen Dank für deine Meinung und Unterstellungen. Ich sehe das anders. Deine Meinung ein metastarsiertes Prostata-CA als "Therapiefreiheit" operieren zu können und es sich gut bezahlen zu lassen (teuerste Behandlungsmethode mit den meisten Komplikationen) hat dich bereits am Anfang entlarvt.
In NL mussten die Poltiker auch Ärzten und Versicherungen finanzielle Mittel zukommenlassen vor der Reform. Dann haben sie sich bewegt.
Bestimmt habns da jmd von der Linkspartei SED eingeschleußt.
Ja sage ich doch so ein linkes Käseblatt Wirtschafswoche, sagt ja schon der Name. Wenn man weiter recherchiert, findet man ja auch NUR Gegenteiliges.
https://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/versicherung/krankenversicherung-die-niederlande-und-der-deutsche-reformstreit/7935332-5.html
Noch so ein linkes Käseblatt...Schlimm
https://en.wikipedia.org/wiki/Euro_health_consumer_index
Ohje da ist die Niederlande ganz hinten, sie geben aber auch weniger aus. Platz 1 natülrich Bayern.
Überhaupt Hygiene in holländischen Krankenhäusern. Ist die nur etwas besser, weil die Statistik es sagt? Das glaube ich nicht. Ich denke, es sind einfach nur Behauptungen der Presse. Ja in NL sterben gerade 17 Mio Menschen wegen des Coronavirus. Alle Hospitäler in Dänemark und Schweden (in beiden Ländern deutlich weniger Betten als in DE) waren total überfüllt und sind gestorben, während in DE in den Qualitätshäusern auf den Land, wo immerhin 4x Hüft und 3x Knie TEP durchgeführt werden, alles perfekt lief. In Bayern sind aktuell 0 Coronafälle und die Auswertung von handschriftlich durchgeführten Test klappt schnell und hervorragend, wie zu Zeiten von Franz-Josef Strauß....damals gabs noch mehr Geld von den Kassen.
Ja NL , Schweden, Dänemark, Norwegen, Schweiz, FRankreich, Großbritannien...alles keine richtigen Länder und daher gibt es da auch kein PKV/GKV System. Nur USA und DE leisten sich sowas.
Jetzt wird's aber grad arg wirr, oder? Daß die Niederlande deutlich mehr Covidtote pro 100000 Einwohnern haben, sollte selbst Dir nicht entgangen sein, ebenso wie die Diskussion, warum dem so ist. Was das jetzt mit Bayern, über das hier niemand außer Dir gesprochen hat, zu tun haben soll, entzieht sich etwas meinem Verständnis, wenns nur ein plumper bashing versuch gewesen sein soll, hab ich ihn zur Kenntnis genommen.
Dein Health index ist irgendwie putzig, zumal er die Kritik an der Auflistung ja sogar in dem verlinkten Wikipediaartikel gleich mitliefert, solche Indizes kann man sich eigentlich direkt ins Klo hängen. Gab übrigens vor ein paar Monaten mal einen Fachartikel, welche Länder vom Gesundheitssystem am besten auf eine Pandemie vorbereitet wären, da waren es GB und die USA, so viel Mal zu solchen Quervergleichen.https://www.ghsindex.org/
Frankreich und GB hätten also das bessere Gesundheitssystem als D, gut, jetzt kann man eigentlich aufhören, weiterzudiskutieren, das glaubst Du ja im Endeffekt selber nicht.
Geh für Deine Bürgerversicherung kämpfen und schrei weiter nach Gerechtigkeit, wo keine ist, siehe Evils posts.
Evidence based
13.08.2020, 09:45
Wo habe ich das bitte so formuliert, war und werde a) nie ein Freund des US Medizinsystems sein und b) habe ich noch nie FDP gewählt.
P.s.: Eine Bürgerversicherung ist in meinen Augen Mist, warum hatte ich bereits dargelegt.
Und jetzt leg mir doch mal evidenzbasiert Deine Idee für einen Systemwechsel im Gesundheitswesen dar.
Abschaffung von 200 krankenkassen und Umwandlung in maximal 4 (Nord, Süd, Ost, West). Jeder zahlt ein, PKV nur noch als Zusatzversicherung (Zähne, Chefarzt was weiß ich).
Das senkt die Verwaltungskosten und erhöht die Einnahmen. Letztendlich steht mehr Geld zur Verfügung, um auch die Ärzteschaft für die fehlenden Einnahmen aus der PKV zu entschädigen.
Aber ganz ehrlich, wir wissen alle, dass dies Träumerei ist. Niemand will ein anderes System, es gibt zu viele Profiteure. Jeder Politiker, der das fordert, kann seine Karriere beerdigen.
Oder vielleicht auch nur die lukrative Aufsichtsratpostenposition um die mickrige Pension aufzubessern.
Thomas24
13.08.2020, 10:42
Aber ganz ehrlich, wir wissen alle, dass dies Träumerei ist. Niemand will ein anderes System, es gibt zu viele Profiteure. Jeder Politiker, der das fordert, kann seine Karriere beerdigen.
Wir sehen seit einigen Jahren schon einen gesellschaftlichen Shift- weg vom "(Wahl-) Freiheit, Liberalität und Eigenverantwortungs" Narrativ der frühen Nuller Jahre wieder mehr in Richtung von Feel- Good Themen wie "Gemeinschaft, Solidarität und Zugehörigkeit"- man darf solche Entwicklungen nicht unterschätzen.
Um die finanzielle Bildung der deutschen Durchschnittsbevölkerung ist es ja schon sprichwörtlich schlecht bestellt (das sogenannte "stupid german money"). Man sieht es auch am regelmäßigen Zuspruch für an ökonomischer Idiotie kaum mehr zu überbietende Vorschläge, wie "Einführung einer Vermögenssteuer" oder "Mietendeckel", die gezielt das Bauchgefühl ansprechen, obwohl derartige Maßnahmen in der Vergangenheit wiederholt gescheitert sind, bzw. das Gegenteil des beabsichtigen erreicht haben. Aber nein, die Erfahrungen der Vergangenheit bzw. aus dem Ausland genügen ja nicht. in Deutschland muss man ja jeden Fehler erstmal selber machen. Wenn man dann noch berücksichtigt, das bereits jetzt eine Rot- Rot- Grüne Koalition ca. 40% aller potentiellen Wählerstimmen auf sich vereinigen könnte, dann ist ein Worst Case Szenario keineswegs vom Tisch.
Abschaffung von 200 krankenkassen und Umwandlung in maximal 4 (Nord, Süd, Ost, West). Jeder zahlt ein, PKV nur noch als Zusatzversicherung (Zähne, Chefarzt was weiß ich).
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Traumtänzer. Während die Anzahl der Krankenkassen sich in den letzten paar Jahren halbiert hat, ist der gesamte Personalbestand sogar gestiegen und zwar auch die Anzahl der verbeamteten Kassenheinis, die man ja "eigentlich" abschaffen wollte.
Infos, die sich nicht im AOK-Flyer finden.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/325315/umfrage/personalbestand-in-der-gesetzlichen-krankenversicherung-gkv-nach-art-des-personals/
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/74834/umfrage/anzahl-gesetzliche-krankenkassen-seit-1970/
Für SoFas traumhafte Aussichten, eine Senkung der Verwaltungskosten ist aber so auf jeden Fall nicht zu erwarten.
Wie hieß nochmal die Hypothese, nach der sich eine Verwaltung unkontrolliert stets "vermehrt"? Einsparungen im Gesundheitswesen durch Personalkürzungen überläßt man lieber den Kliniken.
Aber nein, die Erfahrungen der Vergangenheit bzw. aus dem Ausland genügen ja nicht. in Deutschland muss man ja jeden Fehler erstmal selber machen. Wenn man dann noch berücksichtigt, das bereits jetzt eine Rot- Rot- Grüne Koalition ca. 40% aller potentiellen Wählerstimmen auf sich vereinigen könnte, dann ist ein Worst Case Szenario keineswegs vom Tisch.
So schauts aus. Es gibt aber immer noch genug Naivlinge, die sich offenbar in völliger Unkenntnis der Rahmenbedingungen ab jetzt in 13 Jahren beginnend für dann weitere 10 Jahre für auf eigenes Risiko im GKV-System verpflichten lassen, siehe Diskussion um die Landarztquote.
Ja aber es ist trotzdem noch ein großes Stück von richtiger Planwirtschaft entfernt und alles in ein kapitalistisches Grundsystem eingebettet. Die Pauschalen etc. sind vorgegeben aber ansonsten gelten die gleichen Gesetze wie im Kapitalismus. Allein schon, dass Krankenhäuser immer mehr unter Gewinndruck sind, zeigt das ja, oder auch Gewinnabsichten der privaten Krankenhauskonzerne. Wüsste nicht wo im Sozialismus private Konzerne mit Gewinninteressen ihren Platz hatten.
Begriffe wie Versorgungsauftrag, Mindestverweildauer, Zulassungssperre, Bedarfsplanung, Versorgungsgrad, Regelleistungsvolumen, Einheitlicher Bewertungsmaßstab, rechnerische Überversorgung, Fallpauschale und noch 100 andere sind kein Wissen aus dem 1. Semester BWL, sondern könnten direkt aus dem Politbüro kommen. Letztendlich geht es in der Ausgangsfrage des/der TE ja auch um eine zentrale Verteilung und nicht Erwirtschaftung von Geld "Devisen", also Sozialimus in Reinkultur.
Daß auf der Ausgabenseite Kapitalismus herrscht (Löhne, Mieten, Energie, etc...) hast Du ja schon gesagt.
Für eine FUNKTIONSFÄHIGE und dauerhafte Kombination Sozialismus auf der Einnahmenseite und Kapitalismus auf der Ausgabenseite könnte man vermutlich den Wirtschaftsnobelpreis beanspruchen.
Zusätzlich verschärft wurde das Problem noch dadurch, daß die Politik mittlerweile explizit erlaubt hat, daß das Grosskapital in die Sozialkassen greift und mit zweistelliger Umsatzrendite sich aus den Mitteln, die für Patientenversorgung gedacht waren, bedient. Die DRGs sehen explizit keinen Gewinn vor (!)
Ach ja: Wie schätzt ihr mit den kommenden Finanzierungsproblemen im Gesundheitswesen eigentlich die Verdienstsituation der Ärzteschaft in den kommenden,sagen wir mal, 20 Jahren ein? Hab da schon öfters drüber nachgedacht inwieweit der Ärztemangel, die weitere Zunahme von Frauen unter den Ärzten und eben die von euch besprochenen Finanzierungsfragen sich darauf auswirken könnten.
Das hängt davon ab, ob Du eher den Traumtänzern hier glaubst oder denen, die darlegen, warum 1) das System so nicht mehr auf Dauer funktionieren kann und 2) die Politik absolut nichts unternimmt, sondern seit den 80er Jahren versucht das auszusitzen. Ob in 50 Jahren sowas wie Brasilien dabei rauskommt mit einer bescheidenen Rest-Industrie, dafür aber großflächiger, extremer Armut und Gewalt, einem Absturz des Mittelstandes und einer obszön reichen Elite, weiß keiner...
Evidence based
13.08.2020, 17:00
Begriffe wie Versorgungsauftrag, Mindestverweildauer, Zulassungssperre, Bedarfsplanung, Versorgungsgrad, Regelleistungsvolumen, Einheitlicher Bewertungsmaßstab, rechnerische Überversorgung, Fallpauschale und noch 100 andere sind kein Wissen aus dem 1. Semester BWL, sondern könnten direkt aus dem Politbüro kommen. Letztendlich geht es in der Ausgangsfrage des/der TE ja auch um eine zentrale Verteilung und nicht Erwirtschaftung von Geld "Devisen", also Sozialimus in Reinkultur.
Daß auf der Ausgabenseite Kapitalismus herrscht (Löhne, Mieten, Energie, etc...) hast Du ja schon gesagt.
Für eine FUNKTIONSFÄHIGE und dauerhafte Kombination Sozialismus auf der Einnahmenseite und Kapitalismus auf der Ausgabenseite könnte man vermutlich den Wirtschaftsnobelpreis beanspruchen.
Zusätzlich verschärft wurde das Problem noch dadurch, daß die Politik mittlerweile explizit erlaubt hat, daß das Grosskapital in die Sozialkassen greift und mit zweistelliger Umsatzrendite sich aus den Mitteln, die für Patientenversorgung gedacht waren, bedient. Die DRGs sehen explizit keinen Gewinn vor (!)
Das hängt davon ab, ob Du eher den Traumtänzern hier glaubst oder denen, die darlegen, warum 1) das System so nicht mehr auf Dauer funktionieren kann und 2) die Politik absolut nichts unternimmt, sondern seit den 80er Jahren versucht das auszusitzen. Ob in 50 Jahren sowas wie Brasilien dabei rauskommt mit einer bescheidenen Rest-Industrie, dafür aber großflächiger, extremer Armut und Gewalt, einem Absturz des Mittelstandes und einer obszön reichen Elite, weiß keiner...
Die Traumtänzer legen zumindest Ideen vor. Es ist klar, dass es auf Dauer nicht funktioniert. Es gibt letztendlich zwei Wege: der Patient bekommt was er bezahlen kann oder man fängt an dieses aufgeblähte System endlich zu entschlacken und nur noch soviel Geld auszugeben, dass man nachhaltig wirtschaften kann. Das fängt mit den Krankenkassen an und hört mit der alles-für-alle-zu-jederzeit Mentalität auf.
Wie ich oben auch schon gesagt habe, ist das Träumerei, weil niemand in der Politik diesen Kampf führen will. Das sind uralte, eingesessene Strukturen, die vom jetztigen System profitieren, solange es so bleibt wie es ist. Was ich gut finde ist, dass sich scheinbar einige Leute Gedanken darüber machen :)
Jetzt wird's (...)
Frankreich und GB hätten also das bessere Gesundheitssystem als D, gut, jetzt kann man eigentlich aufhören, weiterzudiskutieren, das glaubst Du ja im Endeffekt selber nicht.
Geh für Deine Bürgerversicherung kämpfen und schrei weiter nach Gerechtigkeit, wo keine ist, siehe Evils posts.
Irgendwo da auch argumente?
Kämpfe weiter für die PKV Patienten und schrei für Mercedes und Rolex.
Traumtänzer...
ah...wenn du argumente fehlen, dann kommen die Beidigungen. Es gibt NULL Interesse an Verbesserung, wenn dann eher so ähnlich wie in den USA damit die Kohle besser fließt
Abschaffung von 200 krankenkassen und Umwandlung in maximal 4 (Nord, Süd, Ost, West). Jeder zahlt ein, PKV nur noch als Zusatzversicherung (Zähne, Chefarzt was weiß ich).
Das senkt die Verwaltungskosten und erhöht die Einnahmen. Letztendlich steht mehr Geld zur Verfügung, um auch die Ärzteschaft für die fehlenden Einnahmen aus der PKV zu entschädigen.
Aber ganz ehrlich, wir wissen alle, dass dies Träumerei ist. Niemand will ein anderes System, es gibt zu viele Profiteure. Jeder Politiker, der das fordert, kann seine Karriere beerdigen.
Genau. Und diese Profiteure schreiben hier ganz fleißig.
Bitte was? Ich habe mich zu Deinem nicht repräsentativem Beispiel gar nicht konkret geäußert.
Überdies versäumst Du es weiterhin, sowohl die Finanzierbarkeit des Umlagesystemes als auch den diffusen Gerechtigkeitsbegriff zu präzisieren.
Naja, viel Spaß mit Deinen sozialistischen Platitüden, da kommt anscheinend nix Substantielles mehr.
Oh doch und das hast du Therapiefreiheit genannt. Aber ja, wenn man so von den Privaten profitiert, muss man auch dafür kämpfen....
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