Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arroganz = Medizinstudent ?
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Kackbratze
03.09.2013, 09:43
Deswegen habe ich ja Chancen!
Vielleicht bin ich in zu bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, aber wer einen Blick auf die Verdienstspanne im Krankenhaus wirft, die ca. zwischen 4000€ (Assi ohne Dienste) und 9000€ (ltd. OA) liegt und zudem überlegt, was bei einer Niederlassung oder in alternativen Berufszweigen möglich ist, sollte wirklich überlegen, ob das im Vergleich zum akademischen Durschnittsverdiener nicht schon relativ "dicke Kohle" ist. Das wird sich in Zukunft nicht zum Schlechteren wenden, wage ich zu behaupten. Auch zu dem zweifelsohne teils schwierigen und stressigen Arbeitsbedingungen (v.a. was die Arbeitszeit angeht) gehört gesagt, dass für solche Einkünfte überdurchschnittlich viel Leistung und Engagement einfach Voraussetzung sind.
Wer zudem über mangelndes Ansehen in der Gesellschaft klagt, soll mal ein bisschen herumprobieren und sich in Gesprächen als Medizinstudent, als angehender Lehrer, als Fachinformatiker oder sonstwas verkaufen. Ihr werdet sehen, mit welcher Identität ihr everybody's most interesting darling sein werdet und mit welcher ihr müde belächelt oder bemitleidet werden, obwohl ihr eine ähnlich wertvolle und anspruchsvolle Tätigkeit ausübt.
Ich bin ebenfalls davon überzeugt, dass viel weniger Studienanfänger sich für Medizin entscheiden würden, wenn folgende Aspekte nicht gegeben wären: gutes Einkommen, verhältnismäßig sicherer Arbeitsplatz, hohes Ansehen/Prestige und somit die Möglichkeit, an der Spitze der Gesellschaft mitzumischen. Wer das alles haben will, muss die Schattenseiten in Kauf nehmen. Leider werden diese von der Ärzteschaft und schon von den Studierenden recht oft als Jammergrund missbraucht.
Wer heute ein sehr gutes Abitur ablegt, muss sich fast entschuldigen, wenn er kein Fach aus der Heiligen universitären Dreifaltigkeit studiert - mit Medizin an der Spitze. Das wird man aus den Leuten nie herauskriegen. Auffällig ist zudem, dass schon Studienanfänger in Fächern wie Jura, Medizin und BWL schon im ersten Semester fragen, wo sie nachher das meiste Geld verdienen, die besten Unternehmen finden und die tollen Möglichkeiten abgrasen können. Warum fragen die sich nicht vorher selbst, ob sie überhaupt dazu taugen?
Die Vorurteile funktionieren übrigens in beide Richtungen. Als ich parallel noch Lehramt studierte, lästerten die Studierenden dort über "reiche Arztkinder" und "arrogante Streber"; als ich mich zwei Stunden später mit den Medizinern aufs Biochemiepraktikum vorbereitete, klopften diese Sprüche über "parasitäre Geisteswissenschaftler" und "gammelige Langzeitphilosophen". Beide Seiten schienen ihre Sprüche ernst zu meinen.
Wie schon jemand hier schrieb: Wer nur aus Geld- und Prestigegründen Arzt werden will, muss kein schlechter Arzt werden; er kann seinen Job genauso gut ohne Helfersyndrom ausüben und tolle Ergebnisse erzielen. Warum muss man so jemanden verurteilen? Ist doch seine Sache. Andererseits sollten beide Seiten der Sprücheklopfer mal überlegen, ob Aussagen wie die oben angebracht sind.
Genau so sieht's aus! Aber warum denkst du, dass sich die finanzielle Lage in den nächsten Jahren kaum verschlechtern wird?
Genau so sieht's aus! Aber warum denkst du, dass sich die finanzielle Lage in den nächsten Jahren kaum verschlechtern wird?
Weil es eher selten vorkommt, dass Tarifvertraege nach unten weg korrigiert werden?
Ich habe gedacht, dass das eher auf die Allgemeinheit bezogen war. Also praktisch Gehälter von Ärzten in den nächsten Jahren allgemein nicht sinken werden.
Ich habe gedacht, dass das eher auf die Allgemeinheit bezogen war. Also praktisch Gehälter von Ärzten in den nächsten Jahren allgemein nicht sinken werden.
Warum sollten sie das tun bei steigender Inflation etc.?
Man sollte vielleicht noch bedenken, dass Kajsas zitierter Beitrag, auf den sich ihr Post bezieht, zu Zeiten des AiP geschrieben wurde ;-)
Kackbratze
07.09.2013, 22:25
So lange ist das ja dann garnicht her... :-D
Ach er wuehlt immernoch im Forumsfriedhof.... Seufz.
Wie werden sicher die Gehälter eurer Meinung nach in den nächsten 15 Jahren entwickeln?
In 15 Jahren wirst du eine Million Euro verdienen.
MediJulia
08.09.2013, 11:02
Wie werden sicher die Gehälter eurer Meinung nach in den nächsten 15 Jahren entwickeln?
Tariverträge, die ungefähr die Inflation ausgleichen.... ob darüber hinaus größere Sprünge kommen, wer soll das denn jetzt schon wissen?
Die Entwicklung der nächsten 15Jahren sollte allerdings nur bedingt Einfluss auf deine Berufswahl haben. Wenn du anfängst Medizin zu studieren nur wegen des Gehaltes, dann ist die Gefahr, dass du abbrichst oder später im Beruf nicht glücklich wirst, sehr hoch.
Tariverträge, die ungefähr die Inflation ausgleichen.... ob darüber hinaus größere Sprünge kommen, wer soll das denn jetzt schon wissen?
Werden sie nicht.
Seit Jahrzehnten haben die Arbeitgeber erfolgreich jede Reallohnsteigerung unterdrückt, warum sollte sich da was dran ändern?
Das würde ich auch gerne wissen.
MediJulia
12.09.2013, 20:18
Da du anscheinend keine Ruhe gibst ;)
Nein, weiß ich nicht und hab ich auch nicht behauptet. Ich habs nur nicht 100% ausgeschlossen. Möglich ist vieles.
Aber du holst diesen Thread nur immer wieder hoch und antwortest die Frage nicht, was du damit bezwecken willst ;)
Deine Fragen werden auch immer seltsamer...
ehemaliger User_10072016-1
04.04.2016, 22:30
Ich grabe den Thread mal aus und würde provokativ behaupten, dass selbst die scheinbare primären Gründe fürs Medizinstudium (anderen Menschen helfen zum Beispiel) lediglich den wahren Grund dahinter verschleiern. Ich würde nämlich die Aussage unterschreiben dass schon gut 60-90% Statusdenker sind. Ich merke es persönlich daran, dass ich momentan bei allen Fächern (!) bis auf Physik (bspw. in Strömungslehre, Lasertechnologien) stets starkes Interesse empfinde, wohingegen andere Ablehnung oftmals empfinden, bspw. sehr stark in Histologie, Chemie und teilweise auch Anatomie, aktuell gerade z.B. beim Bewegungsapparat.
Die Abibestenquote muss abgeschafft werden, ebenso die Wartezeit, stattdessen ein Auswahlgespräch für alle. 1.0er sollten natürlich positiv berücksichtigt werden, aber nicht sofort einen kostbaren Studiumplatz kriegen (wegen Unentschlossenheit, Statusdenke usw.) Auch eine psychologische Unterschung wäre ganz sinnvoll, abgesehen von dem finanziellen Aspekt.
Kackbratze
04.04.2016, 22:40
Mach erstmal die 1.ÄP. Und hör auf dem Anatomie-Kurs im Internet zu frönen und Leichen auszugraben. Deine Egoprobleme, gepaart mit kruden Zulassungsthesen, in der Hoffnung einen dezenten Flamewar zu starten, sind irgendwie peinlich.
Sternchenhase
04.04.2016, 22:54
Ich grabe den Thread mal aus und würde provokativ behaupten, dass selbst die scheinbare primären Gründe fürs Medizinstudium (anderen Menschen helfen zum Beispiel) lediglich den wahren Grund dahinter verschleiern.
Was sind für dich denn noch "primäre Gründe"? Ich denke nicht, dass die meisten mit dem Gedanken Medizin studieren, allein Menschen helfen zu wollen. Da ist man als Sozialarbeiter vermutlich besser dabei. Das Interesse an Krankheiten und der Physiologie, Arbeit mit Menschen (gut, kann man mögen, muss man aber nicht), sowie ein breites Berufsspektrum sind mMn eher Hauptentscheidungsgrund.
Ich würde nämlich die Aussage unterschreiben dass schon gut 60-90% Statusdenker sind. Ich merke es persönlich daran, dass ich momentan bei allen Fächern (!) bis auf Physik (bspw. in Strömungslehre, Lasertechnologien) stets starkes Interesse empfinde, wohingegen andere Ablehnung oftmals empfinden, bspw. in Histologie und teilweise auch Anatomie, aktuell gerade z.B. beim Bewegungsapparat.
Du willst also sagen, dass du alles wahnsinnig spannend findest und daher die einzig wahre Berechtigung hast, um Medizin zu studieren?
stattdessen ein Auswahlgespräch für alle.
Ach Quark. Du willst also eine Entscheidungsmethode haben, die vor allem auf Sympathie beruht? Nicht jeder kommt gut in Vorstellungsgesprächen klar, auch wenn er an sich eine nette und bestens als Arzt qualifizierte Person ist (woran auch immer man das festmachen mag). Und dann hast du eine Menge oberflächlicher Blender im Studium, ob das soviel besser ist...
1.0er sollten natürlich positiv berücksichtigt werden, aber nicht sofort einen kostbaren Studiumplatz kriegen (wegen Unentschlossenheit, Statusdenke usw.)
Du stellst also alle mit 1,0 (ich nehme an, du meinst damit alle, mit einem guten Abi) unter einen Generalverdacht; jemand mit einer DN=2,6 kann also nicht aus diesen Gründen Arzt werden wollen? 1,0 sind deiner Meinung nach also von Grund auf schlechtere Ärzte? Können keine Empathie emfinden? Das ist eine Verurteilung aufgrund einer guten Leistung, die sie erbracht haben.
Ich war längere Zeit in Behandlung wegen etwas, und mein Chirurg ist echt ein wirklicher Unmensch, aber kompetent. Und ich würde ihn jederzeit wieder wählen, weil ich in der Situation keinen netten, freundlichen Arzt wollte, der mich mit Mitgefühl überschüttet, sondern jemanden, der sich menschlich vielleicht unterhalb eines normalen sozialen Maßes bewegt, dafür aber wirklich leidenschaftlich in seinem Job ist. Auch wenn ein bisschen mehr Umgänglichkeit sicher nicht geschadet hätte ;-). Was ich damit sagen will ist, dass man nicht immer super emapthische, perfekte Ärzte braucht. Jeder findet seine Nische.
Du scheinst dir auch keine Gedanken über die Realisierbarkeit des Projekts zu machen. Wenn du dir die 5-stelligen Bewerberzahlen anschaust und dann deine Pläne- wie soll das funktionieren? Wer finanziert das? Das sind enorme Kosten und ein wahnsinniger Aufwand (für beide Seiten) für eine subjektive und beeinflussbare (auch Psycho-Gespräche lassen sich trainieren) Auswahl.
Schon der TE hat alle Medis unter einen Generalverdacht gestellt. Das ist nicht in Ordnung. Es gibt immer ein paar schwarze Schafe, die gibt es in jedem Studium, und die wird man sicher nicht durch Auswahlgespräche herausfischen können, sofern man das denn überhaupt möchte. Unsympathische Menschen mit störenden Charaktereigenschaften gibt es doch überall. Und? Sollten sie, nur weil dir ihre Nase nicht passt, nicht studieren dürfen?
EDIT: Teil mit dem Leichenthread rausgelöscht (Kackbratze war schneller)
Kackbratze
04.04.2016, 23:03
Mach erstmal die 1.ÄP. Und hör auf dem Anatomie-Kurs im Internet zu frönen und Leichen auszugraben. Deine Egoprobleme, gepaart mit kruden Zulassungsthesen, in der Hoffnung einen dezenten Flamewar zu starten, sind irgendwie peinlich.
P.S. Es findet sich trotzdem immer Jemand....*scnr*
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