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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Motivation für Nachtdienste fehlt



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Hoppla-Daisy
31.05.2021, 16:40
Ich sag mal so: Das böse K-Wort fiel unter anderem. Dann noch der unverblümte Vorwurf, ich hätte nur einfach keine Lust, Dienste zu machen. Und ich hätte schließlich meinen Arbeitsvertrag zu erfüllen. Schließlich bekäme ich ja auch Geld.

Kurz: Jetzt darf ein Anwalt ran…..

cartablanca
31.05.2021, 16:51
Unglaublich was die sich rausnehmen. Möchte mal sehen wie die Leute von der Personalabteilung jahrelang sich die Nächte um die Ohren schlagen. Das würde denen mal eine andere Perspektive eröffnen.

HoldenHQ
31.05.2021, 17:12
Ich sag mal so: Das böse K-Wort fiel unter anderem. Dann noch der unverblümte Vorwurf, ich hätte nur einfach keine Lust, Dienste zu machen. Und ich hätte schließlich meinen Arbeitsvertrag zu erfüllen. Schließlich bekäme ich ja auch Geld.

Kurz: Jetzt darf ein Anwalt ran…..

Warum haust du da nicht so schnell wie möglich ab ? Bist du extrem an diese Stelle gebunden? Irgendwann macht sich das bei dir noch gesundheitlich bemerkbar, bei so einem Arbeitsklima. Steht im Arbeitsvertrag, dass du Dienste machen musst?

Hoppla-Daisy
31.05.2021, 19:11
Äh, es HAT sich schon sehr negativ auf meine Gesundheit ausgewirkt … es mag bescheuert klingen, aber ich mag meine Arbeit dort. Nur eben nicht die Bedingungen. Und eigentlich möchte ich das grüne H nicht sooo billig davon kommen lassen.

HoldenHQ
31.05.2021, 19:59
Äh, es HAT sich schon sehr negativ auf meine Gesundheit ausgewirkt … es mag bescheuert klingen, aber ich mag meine Arbeit dort. Nur eben nicht die Bedingungen. Und eigentlich möchte ich das grüne H nicht sooo billig davon kommen lassen.

Wenn sich das schon auf deine Gesundheit ausgewirkt hat, musst du selbst Abwegen, ob du da unter den Bedingungen weiter arbeiten willst. Hoffe, du findest die richtigen Lösungen. Ich hatte mal überlegt in Aktien des Mutterkonzerns zu investieren, es aber damals nicht gemacht. Jetzt gab es ja eine gute Ausschüttung.

mbs
31.05.2021, 21:39
Von der Tochter GmbH der Fxxx - AG hört man ja so manche "schöne" Geschichte. Letztlich sind Kliniken mittlerweile Fabriken die Fallzahlen produzieren und Umsätze erwirtschaften müssen - und Mitarbeiter Produktionsgüter. Die Konsequenz ist, dass man sich nicht kaputt machen darf für den Job oder gar den AG - und schon gar nicht "dafür leben". Arzt ist ein Job wie jeder andere, etwas mit dem man Geld verdient - das war es dann aber auch schon. Wenn dir die Konditionen nicht passen oder deine Gesundheit dadurch gefährdet wird solltest du dir was anderes suchen. Falls du FA bist sollte das an sich ja kein Problem sein.

Moni Ka
01.06.2021, 05:42
Stimmt mbs

Ich bin fast krank geworden von den Job. Letztendlich überlege ich wozu dad alles

Ich habe in 2 Wochen wieder Wochenende Dienst und ich überlege ernsthaft zu fehlen, weil ich keine Kräfte mehr habe besonders wenn man keine gute Rückmeldung bekommt seitens der Oberärzte. Ich will aber mein Oberarzt nicht im Stich lassen, weil wenn ich krank werde, wird er bestimmt sauer und schimpft, wohl denkt er so ja sie hat gekündigt und jetzt hat sie keine lust auf Dienste. Aber ich bin total müde und ich weiß nicht, ob ich die Patienten in meinem Zustand eher was gutes tun würde.
Mein Hausarzt (kenne ich seit einigen Jahren) Rat mich eine Pause sogar von 6 Wochen. Ich habe abgenommen und fühle mich jedes Mal nach dem Diensten fast fertig.

Wenn die in Maß wären, wäre es okay. Aber so viele und fast jeden Monat komplett Samstag und Sonntag arbeiten und das andere Kollegen selten solche Dienste bekommen finde ich auch schräg ( Ein organisiert selbst die Pläne, macht Nachtdienste sowie Tagesdiensts und sehr wenige bis kaum Hausdienste oder Wochenenden)

Ich und die andere Kollegen haben das schon mal betont aber kam keine richtige Reaktion dazu.

HoldenHQ
01.06.2021, 05:46
Investieren eigentlich Ärzte die bei dem Konzern beschäftigt sind auch in Aktien des Mutterkonzerns?

HoldenHQ
01.06.2021, 05:49
Arzt ist ein Job wie jeder andere, etwas mit dem man Geld verdient - das war es dann aber auch schon.

Sehe ich genau so. Werde aber in eine Fach gehen, was mich super interessiert und womit ich relativ schnell die Klinik verlassen kann. Z.B. Niederlassung etc.

Feuerblick
01.06.2021, 05:52
Niederlassung muss man aber auch mögen… :-nix

HoldenHQ
01.06.2021, 06:40
Niederlassung muss man aber auch mögen… :-nix

Ich kann mir vorstellen, dass mir das gefällt. Oder etwas anderes außerhalb der Klinik. Ich will nicht mit 60 noch (Ruf)Dienste o.ä. machen.

Feuerblick
01.06.2021, 06:50
Ich wollte auch keine Dienste mehr machen. Aber Niederlassung bzw. Tätigkeit im ambulanten Sektor in einer Praxis war definitiv nichts für mich. :-nix

Mr. Pink online
01.06.2021, 08:18
Ich glaube man muss sich irgendwie halt auch ehrlich machen. Ein Arbeiten in der Klinik ohne Dienste wird abgesehen von einzelnen Nischenfächern kaum funktionieren. Als FA oder als OA hat man eine gewisse Verantwortung, nicht nur seinen Patienten sondern auch seinen WBA gegenüber, die nicht Nachmittags um 17 Uhr aufhört und am Wochenende ruht. Wer das körperlich nicht kann oder verständlicherweise keine Lust darauf hat, ist in einer Klinik nicht gut aufgehoben. Da bringt es einem langfristig auch nicht sich mit dem Arbeitgeber zu streiten, denn der hat nunmal nur seinen Stellenschlüssel. Fällt da ein Angestellter für Dienste weg, müssen die Dienste von den übrig gebliebenen gestemmt werden. Das ist fürs Gesamtklima einfach bescheiden, unabhängig ob man jetzt die Gründe des einzelnen nachvollziehen kann, warum er keine Dienste machen möchte oder kann.

Endoplasmatisches Reticulum
01.06.2021, 08:23
Mich persönlich stören die Dienste auch am meisten. Ich hätte das früher nie gedacht, aber das ständige außer Haus schlafen macht mich körperlich ziemlich fertig. Da verstehe ich jeden.

Dessen ungeachtet: In meiner letzten Abteilung hatten mehrere Leute historisch gewachsene Sonderregelungen bezüglich ihrer Dienstbeteiligung auf Grund irgendwelcher mehr oder weniger nachvollziehbaren persönlichen Faktoren. Es war die Hölle.

GelbeKlamotten
01.06.2021, 08:59
Ich glaube man muss sich irgendwie halt auch ehrlich machen. Ein Arbeiten in der Klinik ohne Dienste wird abgesehen von einzelnen Nischenfächern kaum funktionieren. Als FA oder als OA hat man eine gewisse Verantwortung, nicht nur seinen Patienten sondern auch seinen WBA gegenüber, die nicht Nachmittags um 17 Uhr aufhört und am Wochenende ruht. Wer das körperlich nicht kann oder verständlicherweise keine Lust darauf hat, ist in einer Klinik nicht gut aufgehoben. Da bringt es einem langfristig auch nicht sich mit dem Arbeitgeber zu streiten, denn der hat nunmal nur seinen Stellenschlüssel. Fällt da ein Angestellter für Dienste weg, müssen die Dienste von den übrig gebliebenen gestemmt werden. Das ist fürs Gesamtklima einfach bescheiden, unabhängig ob man jetzt die Gründe des einzelnen nachvollziehen kann, warum er keine Dienste machen möchte oder kann.

Wieso sollte der Arbeitgeber einen unveränderlichen festen Stellenschlüssel haben? Es gibt haufenweise Abteilungen, die chronisch völlig unterbesetzt sind und das mit solchen fadenscheinigen Argumenten rechtfertigen. Dabei hat sowohl die Klinikleitung als auch der Chefarzt durchaus Einfluss darauf, ob zusätzliche Stellen geschaffen werden oder nicht. Oft kann in einer Abteilung mit mehr als 20 Ärzten kein einziger krank werden, ohne dass alles komplett zusammenbricht, geschweige denn es ist mal jemand in elternzeit o.ä.. Da muss sich dann eben was am stellenschlüssel ändern.

Wir alle kennen wahrscheinlich auch das Argument: „Wir können Ihnen Ihre Überstunden nicht vergüten, weil wir sonst wegen der zu langen Arbeitszeit Probleme mit dem Arbeitsschutzgesetz bekommen.“ Habe ich lange genug mit gemacht. Mittlerweile bestehe ich auf die Vergütung jeder einzelnen Überstunde, wenn ich sie hinreichend begründen kann.

Und wisst ihr was die Folge davon ist? Nicht etwa, dass man mehr Personal einstellt oder anderweitig versucht Überstunden generell zu verringern. Nein, andere Kollegen die sich nicht wehren machen jetzt statt mir noch mehr unbezahlte Überstunden. Sorry, aber da hab ich dann kein Mitleid und lasse mir auch nicht nachsagen ich wäre unkollegial. Unkollegial ist es, sich alles bieten zu lassen und damit einen impliziten Zwang für andere zu schaffen, das auch zu tun.

Klar, wenn jemand gar keine Dienste machen will ist das was anderes. Aber wieso sollte nicht auch sowas im Krankenhaus möglich sein? Als erfahrener Facharzt hat man einen gewissen Wert und sollte auch bestimmte Ansprüche stellen dürfen. Wenn man das nicht mal versucht, wird man auch nichts bekommen außer viel Arbeit für ein mäßig attraktives Gehalt.

t0rchy
01.06.2021, 09:29
Wieso sollte der Arbeitgeber einen unveränderlichen festen Stellenschlüssel haben? Es gibt haufenweise Abteilungen, die chronisch völlig unterbesetzt sind und das mit solchen fadenscheinigen Argumenten rechtfertigen. Dabei hat sowohl die Klinikleitung als auch der Chefarzt durchaus Einfluss darauf, ob zusätzliche Stellen geschaffen werden oder nicht. Oft kann in einer Abteilung mit mehr als 20 Ärzten kein einziger krank werden, ohne dass alles komplett zusammenbricht, geschweige denn es ist mal jemand in elternzeit o.ä.. Da muss sich dann eben was am stellenschlüssel ändern.

Wir alle kennen wahrscheinlich auch das Argument: „Wir können Ihnen Ihre Überstunden nicht vergüten, weil wir sonst wegen der zu langen Arbeitszeit Probleme mit dem Arbeitsschutzgesetz bekommen.“ Habe ich lange genug mit gemacht. Mittlerweile bestehe ich auf die Vergütung jeder einzelnen Überstunde, wenn ich sie hinreichend begründen kann.

Und wisst ihr was die Folge davon ist? Nicht etwa, dass man mehr Personal einstellt oder anderweitig versucht Überstunden generell zu verringern. Nein, andere Kollegen die sich nicht wehren machen jetzt statt mir noch mehr unbezahlte Überstunden. Sorry, aber da hab ich dann kein Mitleid und lasse mir auch nicht nachsagen ich wäre unkollegial. Unkollegial ist es, sich alles bieten zu lassen und damit einen impliziten Zwang für andere zu schaffen, das auch zu tun.

Klar, wenn jemand gar keine Dienste machen will ist das was anderes. Aber wieso sollte nicht auch sowas im Krankenhaus möglich sein? Als erfahrener Facharzt hat man einen gewissen Wert und sollte auch bestimmte Ansprüche stellen dürfen. Wenn man das nicht mal versucht, wird man auch nichts bekommen außer viel Arbeit für ein mäßig attraktives Gehalt.


Auch wenn unsere Ansichten an anderer Stelle oft kollidierten, kann ich hier GK in jeder Hinsicht nur vollends zustimmen.
Das Problem der aktuellen Arbeit- und Tarifbedingungen ist auch ein Stück weit selbst mitverschuldet. Selbst groteske Stellenreduktionen während einer Krise und Unterversorgung wie etwa bei Fresenius/Helios obwohl man Rekordgewinne einfährt, führen im Maximum zu einem wütenden Leserbrief in der MB-Zeitschrift.
Wenn wir nicht selbst für ein Minimum an Respekt unseres Wertes und der entsprechenden Gesetzmäßigkeiten einstehen, wird es niemand tun.

Mr. Pink online
01.06.2021, 09:37
Wenn der Stellenschlüssel so konzipiert ist, dass von vorneherein nicht Arbeitszeitgesetz-konforme Zustände auftreten und die Dienstbelastung über dem tariflich vereinbarten Limit ist, dann muss natürlich nachgebessert werden. Wenn aber ansich die Besetzung gut ist und es aber einzelne Kollegen gibt, die nur Tagdienst, kein Wochenenddienst etc. machen können/wollen, dann führt das unweigerlich zu einer Mehrbelastung der anderen Kollegen. Der originäre Sinn eines Krankenhauses ist eine 24/7 Betreuung, wenn auch nicht zu jeder Tageszeit im vollen Umfang, das ist klar. Aber das sollte jedem Mitarbeiter klar sein. Wer das nicht will, sollte sich eben doch über Alternativen Gedanken machen. Ich bin hier ausnahmsweise auf Arbeitgeberseite.
Das wäre ja wie wenn ein Pizzabote sagen würde, ich möchte nur noch tagsüber ausfahren, Abends und nachts passt nicht in meinen Biorhythmus. Ist zwar nachvollziehbar, aber dann hat er wohl den falschen Job.
Es gibt genug Möglichkeiten sich niederzulassen, privat anstellen zu lassen etc., als dass man über die grundsätzliche Verpflichtung zu Diensten (auch in geringem Umfang) lamentieren müsste.

GelbeKlamotten
01.06.2021, 10:06
Wenn der Stellenschlüssel so konzipiert ist, dass von vorneherein nicht Arbeitszeitgesetz-konforme Zustände auftreten und die Dienstbelastung über dem tariflich vereinbarten Limit ist, dann muss natürlich nachgebessert werden. Wenn aber ansich die Besetzung gut ist und es aber einzelne Kollegen gibt, die nur Tagdienst, kein Wochenenddienst etc. machen können/wollen, dann führt das unweigerlich zu einer Mehrbelastung der anderen Kollegen. Der originäre Sinn eines Krankenhauses ist eine 24/7 Betreuung, wenn auch nicht zu jeder Tageszeit im vollen Umfang, das ist klar. Aber das sollte jedem Mitarbeiter klar sein. Wer das nicht will, sollte sich eben doch über Alternativen Gedanken machen. Ich bin hier ausnahmsweise auf Arbeitgeberseite.
Das wäre ja wie wenn ein Pizzabote sagen würde, ich möchte nur noch tagsüber ausfahren, Abends und nachts passt nicht in meinen Biorhythmus. Ist zwar nachvollziehbar, aber dann hat er wohl den falschen Job.
Es gibt genug Möglichkeiten sich niederzulassen, privat anstellen zu lassen etc., als dass man über die grundsätzliche Verpflichtung zu Diensten (auch in geringem Umfang) lamentieren müsste.

Wenn man um Pizza ausführen zu dürfen insgesamt mindestens 12 Jahre Ausbildung und Berufserfahrung bräuchte, dann wären die Lieferdienste froh um jeden der für sie fährt, auch wenn es nur tagsüber wäre.

Wünschenswert wäre ein Zustand, bei dem Dienste so gut/angemessen vergütet werden, dass sie nicht mehr fast flächendeckend als lästiger, nicht lohnenswerter Zwang wahrgenommen werden. Dann gäbe es Leute, die gerne mehr Dienste machen und solche, die gar keine Dienste machen müssten. Das wäre durchaus realisierbar. Aber passieren wird es nicht, da sind wir uns einig.

Von daher teile ich an sich deine Einschätzung: Als Arzt im Krankenhaus arbeiten ohne Dienste machen zu müssen ist in den meisten Fächern eher die Ausnahme und das wird auf absehbare Zeit auch so bleiben. Ich stimme nur deiner Begründung nicht zu, dass das am unveränderlichen Stellenschlüssel liegt oder an der generellen Natur der Krankenhausarbeit. Man könnte daran durchaus etwas ändern. Es ist keineswegs so, dass den Entscheidern „die Hände gebunden“ wären. Sie vermitteln nur gerne diesen Eindruck, um uns gefügig zu halten. Offensichtlich mit Erfolg.

Mr. Pink online
01.06.2021, 10:48
Von daher teile ich an sich deine Einschätzung: Als Arzt im Krankenhaus arbeiten ohne Dienste machen zu müssen ist in den meisten Fächern eher die Ausnahme und das wird auf absehbare Zeit auch so bleiben. Ich stimme nur deiner Begründung nicht zu, dass das am unveränderlichen Stellenschlüssel liegt oder an der generellen Natur der Krankenhausarbeit. Man könnte daran durchaus etwas ändern. Es ist keineswegs so, dass den Entscheidern „die Hände gebunden“ wären. Sie vermitteln nur gerne diesen Eindruck, um uns gefügig zu halten. Offensichtlich mit Erfolg.

Das habe ich alles so nicht gesagt. Der Arbeitgeber hat sich an Arbeitszeitgesetz und an den Tarif zu halten. Die Vergütung wird durch Tarif geregelt, nicht durch den Arbeitgeber. Es steht ihm natürlich frei mehr zu bezahlen, was ich tatsächlich in Ausnahmefällen auch schon erlebt habe, wenn Dienste unbedingt "weg mussten".
Es wäre mehr als wünschenswert wenn Dienste flächendeckend höher vergütet werden würden, dafür müssten wir Ärzte aber wieder auf die Straße und zwar regelmäßig.
Das Argument von 12a Berufsausbildung vs. Pizzabote hinkt. Du wusstest hoffentlich ab Stunde 0 deines Studiums, dass im Krankenhaus auch nachts gearbeitet wird, oder? Nach 12 Jahren dann zu verlangen, dass das System Krankenhaus auf die Bedürfnisse von Arbeitnehmern zugeschustert wird, die keine Dienstemachen können/wollen ist absurd. Genauso wie du kein "home office" durchsetzen können wirst, zumindest nicht in der Medizin, in der noch ein Minimum von hands-on praktiziert wird. Und davon abgesehen bleibe ich dabei: wem Dienste machen grundsätzlich nicht schmeckt (also unabhängig von Bezahlung/Häufigkeit), der ist im Klinikum nicht gut aufgehoben und tut vermutlich sich und seinen Kollegen einen Gefallen, sich eine attraktive Alternative zu suchen.

Kaas
01.06.2021, 10:58
Sehe das auch so. Ich finde Nachdienste meist sehr belastend, aber wenn die angemessen vergütet werden würden, würde ich freiwillig auch mal einen mehr machen. Und mit "angemessen vergütet" würde mir schon das reichen, was hier jeder Handwerker für Schwarzarbeit nimmt als Stundenlohn. So weit ist das ja schon.