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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Motivation für Nachtdienste fehlt



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daCapo
02.06.2021, 22:16
Kurzum: Derselbe Mist wie immer. Auswertung, Interpretation und falls notwendig Korrektur durch dieselben Leute, welche die Umstände bestimmen, die damit eigentlich kontrolliert werden sollen.

Aber wie wird das denn jetzt erfasst?

Nee da kann eine größere Runde mitmachen z.B. auch der Betriebsarzt.
Ja einfach notieren, wann Arbeit anfällt. Das fängt an mit dem Anruf..Patient hat Fieber und hört auf, wenn Diagnostik gelaufen ist, Antibiose hängt und Fieber gesunken ist, die Vitalwerte ok sind und du dich hinlegen kannst bzw. nach Hause gehen könntest, weil nix zu tun ist. Warten auf irgendwelche Diagnostik/Labor...ist auch Arbeitszeit. Tagsüber in der Regelarbeitszeit wartest du auch (machst meist währenddessen andere Arbeit), aber kämst nicht auf die Idee sowas dir von den Arbeitsstunden abzuziehen. Das ganze ist auch ganz gut nachvollziehbar, da im PC Einträge der Pflege erfolgen, das Labor/Röntgen die Zeiten dokumentiert. Auch Anordnungen werden heute im PC zeitlich dokumentiert.
So schwer ist das nicht.

daCapo
02.06.2021, 22:19
In dem beschriebenen Beispiel wären es jeden Tag 16,7 Stunden ohne Pause durchoperieren. Um 23 Uhr nach hause und am nächsten Tag um 6.30 wieder auf der Matte stehen. Jeden Tag

Nee glaube auch nicht, dass es so da JEDEN Tag läuft.
06:30 als regulärer Arbeitszeitbeginn wäre auch für mich Ausschlusskriterium. In manchen Chirurgischen Kliniken angeblich noch üblich...wer's mag, nur zu.

Endoplasmatisches Reticulum
02.06.2021, 22:46
So schwer ist das nicht.
In den Kliniken, in denen ich gearbeitet habe, war das alles wenig zielführend. Ich habe mich genug an dem Bockmist aufgerieben. Ich war so einer, der sich gewehrt hat. Mehr als übles Gaslighting von allen einschließlich der eigenen Assistenzarztkollegen, eine Vergeltungskündigung mit unfreiwilligem Fachwechsel, schlaflose Nächte, finanzielle Nachteile und Dellen im Lebenslauf hat es mir nicht gebracht. Der nächste Lemming steht bereit und das Uhrwerk dreht sich weiter.

Ganz so einfach mit der Rebellion gegen die Obrigkeit ist es in der Realität eben doch nicht immer, wie es hier im Forum für meinen Geschmack manchmal etwas zu rosig dargestellt wird. Da stecken viele persönliche Faktoren mit drin und letztlich kann es sein, dass die Möglichkeit zum Widerstand ein Luxus ist, der das individuelle Risiko nicht trägt. Es ist gut und wichtig, sich nicht veräppeln zu lassen. Ich kann aus eigener Erfahrung aber auch sehr gut verstehen, wenn das persönliche Fazit eher in eine andere Richtung geht.

daCapo
02.06.2021, 23:18
In den Kliniken, in denen ich gearbeitet habe, war das alles wenig zielführend. Ich habe mich genug an dem Bockmist aufgerieben. Ich war so einer, der sich gewehrt hat. Mehr als übles Gaslighting von allen einschließlich der eigenen Assistenzarztkollegen, eine Vergeltungskündigung mit unfreiwilligem Fachwechsel, schlaflose Nächte, finanzielle Nachteile und Dellen im Lebenslauf hat es mir nicht gebracht. Der nächste Lemming steht bereit und das Uhrwerk dreht sich weiter.

Ganz so einfach mit der Rebellion gegen die Obrigkeit ist es in der Realität eben doch nicht immer, wie es hier im Forum für meinen Geschmack manchmal etwas zu rosig dargestellt wird. Da stecken viele persönliche Faktoren mit drin und letztlich kann es sein, dass die Möglichkeit zum Widerstand ein Luxus ist, der das individuelle Risiko nicht trägt. Es ist gut und wichtig, sich nicht veräppeln zu lassen. Ich kann aus eigener Erfahrung aber auch sehr gut verstehen, wenn das persönliche Fazit eher in eine andere Richtung geht.

Nee da haben wir uns missverstanden.
So sollte es sein... theoretisch.
Natürlich ist es nicht gewünscht seitens der Leitung irgendwelche Änderungen herbeizuführen. Auch Kritik an unpassenden Dienstmodellen oder Überlastung ist nicht gewünscht.

Dieser Quatsch, der hier erzählt wird wie ...ach wechsel einfach immer wieder, wenn unzufrieden unterstützte ich auch nicht. Gab hier bereits Diskussionen drüber. Manche Leute hier leben anscheinend in einer anderen Welt. Komischerweise Praxisinhaber, Oberärzte oder Leute, die nicht in der Klinik arbeiten.
Ich würde jedem dringend abraten in einer deutschen Klinik zu arbeiten. Die schlaue Pflege hat das bereits erkannt....und hat Bye Bye gesagt. Ich kann es 100% verstehen.

HoldenHQ
02.06.2021, 23:57
Man liest in einschlägigen Medien sehr oft, dass doch viele dauerhaft in der Klinik bleiben wollen. So scheint es doch genug Kliniken zu geben, die erträgliche Bedingungen bieten. Die Rechnung, nur in der Klinik zu bleiben um irgendwann Chef zu werden, geht für die allermeisten nicht auf, zumal Chef auch laut diesen Umfragen für sehr viele nicht erstrebenswert ist. Die OÄ die hier schreiben machen jetzt auch keinen total unzufriedenen Eindruck. Und für einige Fachärzte braucht man nur 2-3 Jahre Klinik. Es scheint aber schon etwas fachabhängig zu sein. Das AÄ in der Anästhesie, Augenheilkunde, Derma Psychiatrie oder Mikrobiologie besonders unzufrieden sind habe ich noch nicht gehört. Sind dann schon eher die Leute aus den beiden großen Fachrichtungen Innere und Chirurgie. Man kriegt ja regelrecht Angst, wenn man hier die ganzen Geschichten liest. Mich zieht das zu sehr runter, werde mich hier verabschieden. Alles Gute

daCapo
03.06.2021, 00:07
Labormedizin, Humangenetik, Pathologie, Reha, Auge, Transfusionsmedizin... Arbeitsmedizin, Nuklearmedizin

HoldenHQ
03.06.2021, 00:17
Labormedizin, Humangenetik, Pathologie, Reha, Auge, Transfusionsmedizin... Arbeitsmedizin, Nuklearmedizin

Da sind die Arbeitsbedingungen wohl noch ganz erträglich. Aber z.B. bei Anästhesie: Es gibt sehr viele Assistenz-/Fachärzte, aber nur sehr begrenzte Möglichkeiten ambulant/niedergelassen zu arbeiten. Man bleibt ja in der Regel eher im KH. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Anästhesisten ganz zufrieden in der Klinik sind

Mr. Pink online
03.06.2021, 06:20
Augen auf bei der Berufswahl...

In beliebten Fächern können sich die Chefs viel rausnehmen. Da werden Mitarbeiter ausgequetscht wie Zitronen. Wenn einer geht stehen schon wieder 10 neue Bewerber parat. So erlebt bspw. in der Päd, Derma, Uro, einzelnen Bereichen der Inneren...
In vielen anderen Fächern ist es aber zwischenzeitlich so, dass sie froh sind Bewerber zu finden und als Konsequenz wurden Dienstmodelle umgestellt. In meiner jetztigen Klinik gibt es in der Inneren z. B. gar keine Bereitschaftsdienste mehr, weil ein Tag mit max. 49% Arbeitszeit einfach nie vorkommt.
Sich gegen schlechte Arbeitsbedingungen zu wehren ist schwer, das ist nachvollziehbar, insbesondere dann, wenn man aus dem eigenen Kollegium keine Unterstützung erfährt. Habe ich selbst auch schon so erlebt und bin dann gegangen. Diese Bretter lohnt es sich nicht zu bohren.

davo
03.06.2021, 06:26
In meiner jetztigen Klinik gibt es in der Inneren z. B. gar keine Bereitschaftsdienste mehr, weil ein Tag mit max. 49% Arbeitszeit einfach nie vorkommt.

Was du leider auch diesmal wieder vergisst: Durchaus möglich, dass das für die Mehrheit der Ärzte eine deutliche Verschlechterung darstellt.

Evil
03.06.2021, 07:01
Dieser Quatsch, der hier erzählt wird wie ...ach wechsel einfach immer wieder, wenn unzufrieden unterstützte ich auch nicht. Gab hier bereits Diskussionen drüber. Manche Leute hier leben anscheinend in einer anderen Welt. Komischerweise Praxisinhaber, Oberärzte oder Leute, die nicht in der Klinik arbeiten.
Ich würde jedem dringend abraten in einer deutschen Klinik zu arbeiten. Die schlaue Pflege hat das bereits erkannt....und hat Bye Bye gesagt. Ich kann es 100% verstehen.
Das ist kein Quatsch, sondern persönliche Lebenserfahrung von zahlreichen Usern hier, die jetzt Praxisinhaber und Oberärzte sein mögen, ihren Werdegang aber in genau denselben Kliniken unter denselben Bedingungen durchlebt haben.
Wenn sich Deine persönliche Lebenserfahrung davon unterscheidet, bitte, das gibt Dir aber nicht das Recht, überheblich über andere zu urteilen. Schon gar nicht, wenn jemand so empfindlich ist wie Du und ständig Beiträge wegen vermeintlicher persönlicher Angriffe meldet.
Möglicherweise spielt der Faktor Eigenverantwortung im Lebenslauf doch auch eine gewisse Rolle.

Mr. Pink online
03.06.2021, 07:10
Was du leider auch diesmal wieder vergisst: Durchaus möglich, dass das für die Mehrheit der Ärzte eine deutliche Verschlechterung darstellt.

Hat hier keiner so wahrgenommen. Ich habe auch schon mehrfach mit schlüssiger Argumentation dargelegt, warum Einhaltung des Tarifvertrags und Arbeitszeitgesetz zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Ärzteschaft führt.
Mir unbegreiflich wie man das nicht verstehen kann/will.

Endoplasmatisches Reticulum
03.06.2021, 08:06
Das verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht. In der Pflege kommt ja auch keiner auf die Idee, den Spät- und Nachtdienst zu einem 16-stündigen Bereitschaftskonstrukt zusammenzuschmelzen. Wenn das doch so viel besser ist?

xyl15
03.06.2021, 08:11
@mbs
Wurde hier auch schon mehrfach erörtert. Eigentlich ist es cool, dass es ein Modell wie BD gibt, denn wenn man nur maximal 49% arbeiten muss und dafür 100% bezahlt wird, why not. In der Regel ist das was für Reha-Kliniken.

Wo wird denn der Bereitschaftsdienst 100% bezahlt, den würde ich auch nehmen. Das Problem ist, dass er das eben NICHT wird trotz mehr Arbeit als zumindest 49%. Ja, auch bei mir in der Reha, zwar nicht mit akuten Notfällen, aber Nacharbeiten von dem, was in der regulären Arbeitszeit nicht geschafft ist (Abschlussuntersuchungen, Briefe...)
Was zwar auch nicht ganz der Sinn der Sache ist, aber Überstunden machen um dann im Dienst bitte unter 49% Auslastung zu sein... :-dagegen

*milkakuh*
03.06.2021, 08:15
Schichtdienst ist für mich der absolute Killer des Soziallebens. Das hat mir in der Pflege gereicht. Ständig wechselnde Dienste. Da habe ich lieber 3-4 Bereitschaftsdienste im Monat mit in aller Regel 3 freien Wochenenden. Auch, wenn die tatsächliche Arbeitsbelastung hoch ist. Meine Kollegen sehen das genauso und bei uns will niemand einen echten Schichtdienst. Kenne noch Modelle, in denen der Bereitschaftsdienst unter der Woche erst nachmittags kommt, das wäre für mich noch ein attraktives Dienstmodell.

Edit: Nach VKA wird der BD in der höchsten Stufe seit 01.01. mit 100% bezahlt.

Mr. Pink online
03.06.2021, 08:52
Wo wird denn der Bereitschaftsdienst 100% bezahlt, den würde ich auch nehmen. Das Problem ist, dass er das eben NICHT wird trotz mehr Arbeit als zumindest 49%.
Ist Tarif (TvÄ), einfach nachlesen. Sogar in der zweiten Stufe inzwischen 90%.

Mr. Pink online
03.06.2021, 08:59
@Milkakuh. Das ist heute kaum noch so in den großen Fächern. 3 freie Wochenende wären schön, es hatte aber einen Grund warum überhaupt zwei freie Wochenenden ein großes Thema in den letzten Tarifverhandlungen waren. Wer glaubt er hätte mehr frei, weil er für den Arbeitgeber unbezahlt! und illegal! Mehrarbeit leistet, der spielt dem Arbeitgeber in die Tasche und erweist der eigenen Kollegschaft einen Bärendienst.
Schichtarbeit hat sich auch nach Regeln zu richten und dafür braucht es einen entsprechenden Stellenschlüssel. Ist der erfüllt, dann muss man auch nicht 10 Nachtdienste im Monat machen.
Davon abgesehen sind Dreischichtsysteme eher was für Pflege, Intensivstation, Notaufnahme etc. Für Normalstationen gibt es funktionierende Modelle mit Früh/Spät und BD für die Nacht.


Und davon abgesehen: Krankenhaus ist wie gesagt ein 24h business. Wer sich wundert, dass dort auch Spät und Nachts in gewissem Umfang Arbeit anfällt und für den das "die Hölle" ist, der sollte vielleicht eher hinterfragen ob es das richtige Arbeitsumfeld ist. Oder versuchen in eine Position zu gelangen, in der die Belastung durch Nacht-/Spätdienste abgemildert ist.

freak1
03.06.2021, 09:14
Schichtarbeit hat sich auch nach Regeln zu richten und dafür braucht es einen entsprechenden Stellenschlüssel. Ist der erfüllt, dann muss man auch nicht 10 Nachtdienste im Monat machen.

Auch da scheißen die Arbeitgeber drauf. Sehe ich an einer guten Freundin die in der Inneren auf der Intensiv steckt. Da ist mir unser System mit 3-5 BD pro Monat deutlich lieber.

daCapo
03.06.2021, 09:24
Das ist kein Quatsch, sondern persönliche Lebenserfahrung von zahlreichen Usern hier, die jetzt Praxisinhaber und Oberärzte sein mögen, ihren Werdegang aber in genau denselben Kliniken unter denselben Bedingungen durchlebt haben.
Wenn sich Deine persönliche Lebenserfahrung davon unterscheidet, bitte, das gibt Dir aber nicht das Recht, überheblich über andere zu urteilen. Schon gar nicht, wenn jemand so empfindlich ist wie Du und ständig Beiträge wegen vermeintlicher persönlicher Angriffe meldet.
Möglicherweise spielt der Faktor Eigenverantwortung im Lebenslauf doch auch eine gewisse Rolle.

Das ist meine Meinung. Aus meiner Sicht ist das heutzutage so nicht zutreffend, umgangssprachlich/salopp als "Quatsch" bezeichnet. Bemerkenswert, dass ein Admin hier darüber klagt, dass ein Nutzer Beiträge meldet. Und das letzte Mal >1 Monat und nach Aufforderung von anderen Moderatoren, weil hier die Stimmung im Forum gekippt ist. Letztendlich ist der Umgang miteinander glücklicherweise heute durch mehr Respekt geprägt.

Diese persönliche Lebenserfahrung wurde vor längerer Zeit gemacht wurde. Das mag alles so zugetroffen haben, hat sich aber zwischenzeitlich verändert meiner Ansicht nach. Inzwischen gab es eine Verdichtung an Arbeit, eine Reduktion an verfügbaren Arbeitskräften auf dem Markt, einen Exodus der Pflege, Einführung DRG, neue Behandlungsmethoden und viele weitere Veränderungen meiner Meinung nach. Genau dieselben Bedingungen kann es garnicht gegeben haben wie vor längerer Zeit, und selbst wenn, muss man nicht alles hinnehmen und tolerieren.
Insgesamt geht der Hirnweis bei Problemen in der Weiterbildung/Arbeitsbedingung: "Wechsel einfach!" am Thema vorbei, weil er der Komplexität einer Situation nicht unbedingt gerecht wird.


Was du leider auch diesmal wieder vergisst: Durchaus möglich, dass das für die Mehrheit der Ärzte eine deutliche Verschlechterung darstellt.

Wir wissen, dass du keinen Schichtdienst möchtest. Womöglich brauchst du ihn auch garnicht machen. Ich würde das einfach nicht groß hinterfragen in der eigenen Abteilung (du bist anscheinend auch ganz zufrieden), dann ändert sich 100% nix.
Glaube mir Davo, in einer großen Inneren Medizin mit 300 Betten (+ 800 andere Betten mit Patienten, die auch meist internistisch krank sind, aber im Fach XY liegen) ist das anders von der anfallenden Arbeit. Da muss man viel arbeiten, da ist wirklich 24h was los mit Labor, Röntgen, CT, Antibiosen, Transfusionen, EKG, Konsile usw. Vor allem wenn man das allein machen sollte. abends/nachts. Du bist in Österreich in einer Psychiatrie...da ist vieles anders geregelt allein fachbedingt als auch landesbedingt z.B. anwesende Fachärzte, oder Pflege, die mehr Aufgaben übernimmt. Mir ist keine einzige Psychiatrie bekannt, wo Schichtdienst eingeführt worden ist. Möglicherweise aus dem guten Grund, dass es nicht notwendig ist.


Da sind die Arbeitsbedingungen wohl noch ganz erträglich. Aber z.B. bei Anästhesie: Es gibt sehr viele Assistenz-/Fachärzte, aber nur sehr begrenzte Möglichkeiten ambulant/niedergelassen zu arbeiten. Man bleibt ja in der Regel eher im KH. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Anästhesisten ganz zufrieden in der Klinik sind

Ja scheint so. Schau es dir einfach an, wenn dich das Fach reizt.



Davon abgesehen sind Dreischichtsysteme eher was für Pflege, Intensivstation, Notaufnahme etc. Für Normalstationen gibt es funktionierende Modelle mit Früh/Spät und BD für die Nacht.

Und davon abgesehen: Krankenhaus ist wie gesagt ein 24h business. Wer sich wundert, dass dort auch Spät und Nachts in gewissem Umfang Arbeit anfällt und für den das "die Hölle" ist, der sollte vielleicht eher hinterfragen ob es das richtige Arbeitsumfeld ist. Oder versuchen in eine Position zu gelangen, in der die Belastung durch Nacht-/Spätdienste abgemildert ist.

a) Ja das sind so ungefähr die passenden Dienstmodelle für die entsprechenden Bereiche
b) Ganz genau. Man sollte sich die Frage stellen, ob man das dauerhaft möchte bzw. dauerhaft machen kann.

Mr. Pink online
03.06.2021, 09:27
Nein da können Arbeitgeber eben nicht drauf scheißen. Auch da gibts klare Grenzen die zum einen durch den Tarif, zum anderen durch Arbeitszeitgesetz geregelt werden. Auf der Intensiv können die sich das eigentlich schon zweimal nicht erlauben, weil da immer Personal gesucht wird. Wem es nicht gefällt, hat schnell woanders nen Job.

Jeder kennt irgendjemanden der unter schrecklichsten Bedingungen arbeitet. Ganz zu schweigen von den Minenkindern in Afrika.
Nach diesem Argument wird sich nie was ändern.

Evil
03.06.2021, 09:44
Das ist meine Meinung. Aus meiner Sicht ist das heutzutage so nicht zutreffend, umgangssprachlich/salopp als "Quatsch" bezeichnet. Bemerkenswert, dass ein Admin hier darüber klagt, dass ein Nutzer Beiträge meldet. Und das letzte Mal >1 Monat und nach Aufforderung von anderen Moderatoren, weil hier die Stimmung im Forum gekippt ist. Letztendlich ist der Umgang miteinander glücklicherweise heute durch mehr Respekt geprägt.
Ach nee, wenn Du andere Nutzer angreifst, ist das Meinungsfreiheit, wenn Du selber angegriffen wirst aber persönlich beleidigend und respektlos. Wenn sich Deine Wahrnehmung in anderer Hinsicht als ebenso subjektiv erweist, kann man sich denken, was davon zu halten ist.

Abgesehen davon klagte ich nicht darüber, daß Du Beiträge meldest, sondern habe festgestellt, daß Du einerseits in vergleichsweiser großer Zahl fraglich aggressive Beiträge meldest, andererseits Dich selber in Deinen Beiträgen aber ausgesprochen respektlos und aggressiv zeigst. Und genau das ist es, was die Stimmung zum Kippen bringen kann.
Wenn Du was ändern willst, fang halt einfach mal bei Dir selber an, anstatt anderen den großen Zeigefinger vorzuhalten, das gilt hier im Forum genauso wie im Arbeitsleben.
Und bevor jetzt wieder ein "mimimi, die anderen User/Mods/Arbeitgeber/Klinikleitungen sind aber schuld, warum soll das immer an mir liegen" kommt, ich schrieb "anfangen". Weitermachen ist dann der Versuch, äußere Bedingungen zu ändern, wie wir es damals mit den Ärztestreiks taten, und nicht nur zu wechseln. Vorschläge der anderen User darauf zu verkürzen, ist schon wieder eine polemische Vereinfachung Deinerseits.