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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Marburger Bund - was blüht uns dieses Jahr ?



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McLaren422
18.12.2021, 10:32
unglaublich diese VKA... Ich schreib lieber nicht hin, was ich davon genau halte, dann würde ich wahrscheinlich aus dem Forum fliegen.

Ich wäre ja schon glücklich, wenn ich wie die von der Uniklinik 2% mehr kriegen würde. Da hats doch auch funktioniert! Das wäre die unterste Schmerzgrenze. 5,5% wären fair, aber sind absolut illusorisch.

Matzexc1
18.12.2021, 10:35
Wobei jeder Streik wahrscheinlich mit Verweis auf Patientengefährdung oder Pandemie verboten wird,.

dissection
18.12.2021, 10:36
Adding insult to injury.

Ich arbeite zum Glück nicht an einer kommunalen Klinik, hatte aber beim Lesen der Vorschläge des VKA eine hypertensive Krise. Natürlich wird versucht Zeit bis zur nächsten Verhandlung zu schinden, aber die absolute Geringschätzung der vorgelegten Vorschläge wird hier m. E. nicht ausreichend gewürdigt, die Empörung ist mild.

2020 war das Jahr der Pandemie und der größten (Weltwirtschafts-) Krise seit dem zweiten Weltkrieg. Naturgemäß betraf die Seuche am stärksten das Gesundheitspersonal. Ungeschütztes Arbeiten mit allen Ungewissheiten der Auswirkungen einer potentiellen Virusinfektion während der ersten Welle, unter FFP3-Masken, beschlagenden Brillen und Visieren und mit durch Schweiss klebenden Plastikkitteln. Seitdem: hoher Stress durch hohen Betten- und Verlegungsdruck, Treffen ethisch problematischer Entscheidungen und Triage (50 % meiner Betten gesperrt, übernehme ich den 35-jährigen Patienten aus dem kommunalen Klinikum an die Uni?), teilweise vollkommenes Erliegen der Weiterbildung für Assistenzärzt*innen (alle Ressourcen auf Corona-Care gelegt, Besetzung einer durch Krankheitsfälle und Kündigung ausgedünnten Notaufnahme, IMC, ITS und Covid-Stationen), zuletzt Einführung einer spezifischen Impfflicht für diese Berufsgruppe (ich kann diese übrigens nachvollziehen, sie stellt aber aktuell eine isolierte Belastung des Gesundheitspersonals dar). Von Schreckgespenstern einer Zwangsverpflichtung von Ärzt*innen und Pflege im Rahmen eines Gesetzesentwurfes zum Infektionsschutzgesetz ganz zu schweigen.

Nun was war die Kompensation für Ärzt*innen?
- nach langen Diskussionen teilweise Berücksichtigung der Ärzte im Rahmen geringer Einmalzahlungen durch eine Coronaprämie 2020
- Fresspakete

Demgegenüber:
- Coronaprämie ohne wenn und Aber für die teilweisen Nichtleister im öffentlichen Dienst
- Gelddruckorgien zur Rettung der Konzerne, hier Umlage der Zahlungen in Dividenden (die DAX-Konzerne zahlen 2022 die höchsten Dividenden in ihrer Geschichte) und exorbitante Einmalzahlungen an Personal (die Wirtschaftsrettung in dieser Form war ein notwendiges Übel, bitte nicht falsch verstehen. Aber 6000 € für Daimlerpersonal? Alright....)
- geschütztes Arbeiten im Home Office (dauerhaft auch unangenehm, dennoch der täglichen Konfrontation mit einem unbekannten Virus ohne Impfschutz im Jahr 2020) doch vorzuziehen
- für die Pflege Vorschläge z.B. von Söder wie Erlassung der Steuern, Verdopplung der Gehälter etc. (reiner Populismus, i know)

Die Vorschläge des VKA - und seien sie auch rein strategischer Natur - sind ein Schlag ins Gesicht. Ich kenne gestandene chirurgische Uni-Oberärzte die aufgrund der aktuellen Umstände gekündigt haben. Der VKA tritt nach und spuckt den Leistungsträgern der Pandemie nochmal ins Gesicht. Es tut mir leid, dass ich hier fast nur noch agitieren muss aber bitte nehmt sowas nicht hin. Teilweise musste ich hier ja schon Kommentare lesen im Sinne von "zu müde zum streiken". Dass man angesichts der Umstände depressiv wird kann ich nachvollziehen, aber bitte resigniert nicht. Bitte nehmt dieses Streikrecht wahr.


PS: Ich habe hier von tarumo mal was über das Alleinvertretungsrecht der Ärzteschaft durch den Marburger Bund gelesen (aber es gibt ja z.B. auch den Hartmannbund). Bezieht sich das auf Ausrufen von Streiks? Wäre diese Position des MB veränderlich?

Nefazodon
18.12.2021, 10:39
Das Angebot der VKA ist eine unterirdische Frechheit. Und das während der Corona-Pandemie. Und das während bezüglich der Pflege wegen der Pandemie diskutiert wird, das Gehalt faktisch zu verdoppeln.

Wenn sich der Marburger Bund bzw. die Ärzte im VKA-Tarif das bieten lassen, dann sind wir endgültig der Fußabtreter im Krankenhaus....
Ich würde mindestens den Inflationsausgleich erwarten und dass man hinter einmal getroffene Vereinbarungen nicht mehr zurückfällt...

Kann man nur mit dem Kopf schütteln:-wand

McLaren422
18.12.2021, 10:41
Wobei jeder Streik wahrscheinlich mit Verweis auf Patientengefährdung oder Pandemie verboten wird,.

mir doch egal, ich bin in der Strahlentherapie, wir kriegen von der Pandemie relativ wenig mit. Ich würde streiken, hab aber eher Schiss, dass meine braven Kollegen da nicht mitziehen werden.

Ich mein, der VKA-Tarif ist eh schon der niedrigste überhaupt. Und es geht nicht nur um das, was auf meinem Konto landet, sondern auch um die Wertschätzung, die mit Gehalt verbunden ist.

Matzexc1
18.12.2021, 10:42
Nun was war die Kompensation für Ärzt*innen?
- nach langen Diskussionen teilweise Berücksichtigung der Ärzte im Rahmen geringer Einmalzahlungen durch eine Coronaprämie 2020
- Fresspakete


Hab ich wohl verpasst. Beim ersten Arbeitgeber gab es salbungsvolle Worte und beim aktuellen teile ich mir die tägliche Vesperlieferung mit der Pflege, wobei manche Schwestern da ganz giftig werden wenn man nur auf die idee kommt was davon zu nehmen

freak1
18.12.2021, 10:56
Wow, in der dritten Tarifrunde hat die VKA eine Nullrunde bis 01/23 angeboten und danach eine Lohnerhöhung um 1,6 %...
Ich bin sprachlos. Zum Dank dafür, dass wegen Corona seit zwei Jahren keine Weiterbildung mehr passiert so ein Schlag ins Gesicht. Der Pflege hat man im Frühjahr den Tarif klatschend um bis zu 10% erhöht.

Pflegegehälter sind ja jetzt auch aus der DRG ausgegliedert und werden separat von den Krankenkassen vergütet. Die einzige relevante Stellschraube um Geld zu sparen sind also Ärzte.

Irgendwann wenn sie alle ausgewandert sind und es nur noch Einwanderer ohne Deutschkentnisse gibt die als Assis arbeiten werden sie dann feststellen, dass Krankenhaus nicht nur mit Pflege funktioniert. Dann wird nach dem IfSG einfach zwangsverpflichtet.

Cingulum123
18.12.2021, 11:00
Fresspaket gabs hier auch nur am Anfang mal, Coronaprämie für alle außer Ärzte.

Streik bringt vorallem dann was, wenn es wehtut. Man kann nicht alle mit der Begründung, dass jetzt Pandemie herrscht an die Stationen fesseln. Viele kleine Häuser fahren weiter Elektivprogramm und versuchen vorallem darüber Geld rein zu holen. Derma, Auge, HNO, orthopädische Hüften, Teile der Radiologie… dann läuft das MRT bei langjähriger Migräne oder monatelangem Rückenschmerz halt mal nicht an dem Tag … da gibt es viel Potential, das lahm liegen kann. Nicht jedes kleine Haus hat jede kleine Abteilung, aber man kann glaube ich noch genug Leute finden, die streiken könnten wenn sie wollten. Ich hoffe zumindest drauf. Dieses Angebot ist ein Schlag ins Gesicht.

Matzexc1
18.12.2021, 11:05
Irgendwann wenn sie alle ausgewandert sind und es nur noch Einwanderer ohne Deutschkentnisse gibt die als Assis arbeiten werden sie dann feststellen, dass Krankenhaus nicht nur mit Pflege funktioniert. Dann wird nach dem IfSG einfach zwangsverpflichtet.

Vorher kommt die verpflichtung nach dem Studium 5 jahre in D zu bleiben oder die Studienkosten zurückzuzahlen, alternativ auch eine "Ausgewandertensteuer" für alle Ärzte die schon ausgewandert sind

Endoplasmatisches Reticulum
18.12.2021, 11:40
Und dann erwarten Chefärzte hochmotivierte, engagierte, positive Leute mit aufpolierten Lebensläufen, die keinerlei Ansprüche stellen und im Minutentakt betonen, dass es ihr innerstes Bedürfnis und Erfüllung aller Wünsche und Träume ist und schon immer war, in diesem Dreckssystem auf Jahresverträgen bis aufs Knochenmark abgeschliffen zu werden ...

dissection
18.12.2021, 11:51
Und dann erwarten Chefärzte hochmotivierte, engagierte, positive Leute mit aufpolierten Lebensläufen, die keinerlei Ansprüche stellen und im Minutentakt betonen, dass es ihr innerstes Bedürfnis und Erfüllung aller Wünsche und Träume ist und schon immer war, in diesem Dreckssystem auf Jahresverträgen bis aufs Knochenmark abgeschliffen zu werden ...

Ich sehe tatsächlich das Problem des brain drains. Medizinstudenten gehören überdurchschnittlich häufig zu den besten Abiturienten, sind intelligent, belastbar und motiviert. Eine Abwanderung in die USA, Schweiz und skandinavische Länder sollte man vermeiden.

Die biomedizinische Forschung wo wir solche Leute bräuchten ist ein relevanter Wirtschaftszweig und Bereiche wie antineoplastische, antirheumatische und anti-aging Medizin werden disruptive Technologien hervorbringen. Als Beispiel für das Wirtschaftspotential der Medizin nehme man mal Biontech: Mainz wird 1 Milliarde Steuergelder mehr zur Verfügung haben dank dieser Ausgründung (https://www.welt.de/politik/deutschland/article234943142/Mainz-macht-1-09-Milliarden-Euro-Ueberschuss-dank-Biontechs-Gewerbesteuer.html) . Deutschland täte gut daran seine Fachkräfte in diesem Bereich zu halten. Die Medizin wird zusammen mit der Informatik die Gesellschaft transformieren.

Dooly
18.12.2021, 12:37
Ich hab’s gestern woanders gelesen und zuerst gedacht, dass das Satire wäre und kein echter Vorschlag der VKA. Echt krass, bin gespannt, wie das weitergeht.

Leucovorin
18.12.2021, 13:30
Und dann erwarten Chefärzte hochmotivierte, engagierte, positive Leute mit aufpolierten Lebensläufen, die keinerlei Ansprüche stellen und im Minutentakt betonen, dass es ihr innerstes Bedürfnis und Erfüllung aller Wünsche und Träume ist und schon immer war, in diesem Dreckssystem auf Jahresverträgen bis aufs Knochenmark abgeschliffen zu werden ...

Um dann irgendwann an der Spitze des Systems zu stehen.
:-winky

Spaß beiseits, Leute, die wirklich alles im Leben der Medizin unterordnen wird man heutzutage weniger finden als 1995.


Ich sehe tatsächlich das Problem des brain drains. Medizinstudenten gehören überdurchschnittlich häufig zu den besten Abiturienten, sind intelligent, belastbar und motiviert. Eine Abwanderung in die USA, Schweiz und skandinavische Länder sollte man vermeiden.


Intellgent ja, vor allem sind sie angepasst und fleißig. Mit Angepasstheit kriegt man heutzutage auch ohne Einstein zu sein ein 1.0er Abi. Sowieso unterliegt 1.0 Abi einer Inflation. In meinem Jahrgang waren es noch 1-3 Leute pro Jahrgang, inzwischen 15 pro Jahrgang (bei derselben Jahrgangsgröße).
Und die angepassten Leute nehmen ungern ein Risiko auf sich wie in die USA gehen...so ein Aufwand, Familie so weit weg usw.

In meinem Umfeld sind die Auswanderer die Leute gewesen, die entweder "einfach zurückgehen in ihr Heimatland irgendwann" oder Personen, die eh schon risikofreudig waren: Mit Medizin als Zweitstudium, langen Auslandsaufenthalten im Studium, oft längerer Studiendauer, häufig wechselnde Jobs dann, eigene Meinungen, eher unbequem, Interessen außerhalb der Medizin.
Die Leute, die eine Stelle an der Uniklinik annehmen, alles für den Chef tun, nix unbequemes sagen und an der einen Stelle immer bleiben, dann ihren Priv.-Doz. machen (sprich wenig risikofreudig) und Aussicht auf eine CA-Stelle haben machen das nicht.

Bonnerin
18.12.2021, 15:17
Ich denke tatsächlich nicht, dass der MB das hinnimmt. Die sind zwar oft ziemlich zahnlos, aber diese bodenlose Frechheit sollte nicht durchgehen. Der MB hatte ja glaube ich letzten Monat schon recht besorgt über die Entwicklung gesprochen, dass immer weniger Ärzt:innen bereit sind, im stationären Sektor zu arbeiten. Muss einen nicht wundern.

Eigentlich müsste man kündigen, wenn man tariflich im VKA-Bereich angestellt ist, da offensichtlich der ärztliche Dienst noch weniger respektiert wird als das Raumpflegepersonal.

Klar, irgendwann wird sicherlich eine Zwangsverpflichtung kommen. Was anderes geht ja arbeitsrechtlich in diesem D*****land auch nicht. Adäquate, leistungsgerechte Entlohnung? Nope. Freizeitwert? Negativ. Aber schimpfen über alle Personen, die studiert haben, das kann die Presse. Dass wir aber tatsächlich auf Ärzt:innen, Jurist:innen, Informatiker:innen etc. angewiesen sind, interessiert niemanden.

Mr. Pink online
18.12.2021, 15:46
Ehrlich gesagt spiegelt es doch nur wider, wie wenig den Menschen Gesundheit wert ist. Es mag eine kleine Minderheit geben, die sich über die Zustände in den Kliniken echauffiert, der großen Mehrheit dürfte es aber egal sein. Dann steht so oder so die Pflege an erster Stelle und das nicht zu unrecht. Letztlich muss man Gesundheit aber bezahlen, dazu wird keiner bereit sein. Noch höhere Kassenbeiträge sind nicht zu vermitteln. Streiks werden an diesem maroden System nichts ändern. Als Arzt bleibt einem nur die Möglichkeit schnellstmöglich den stationären Sektor zu verlassen. Die innerklinische Versorgung wird mittelfristig zu der eines dritte Weltlands verfallen, aber das ist politisch gewollt und gesellschaftlich zumindest toleriert. Ich habe kein Mitleid mehr übrig.

DA1994
18.12.2021, 16:21
Hast du mal ein Krankenhaus in der 3. oder vielleicht 2. Welt besucht oder dort gearbeitet? Ist ja wirklich jenseits von gut und böse deine Dystopie

Mr. Pink online
18.12.2021, 18:21
Wenn 30 Patienten von einer Pflege versorgt werden, außer Tabletten und essen hinstellen nichts mehr stattfindet, der Arzt kaum deutsch spricht aber trotzdem für alle mehr oder weniger sinnvolle Therapiekonzepte entwirft, dann erinnert das an ein Feldlazarett aus dem 30 jährigen Krieg. Die Wahrheit ist aber, dass genau das schon in vielen Kliniken so stattfindet. Und es wird sich noch verschärfen. Das ist keine dystopie.

Leucovorin
18.12.2021, 20:00
Die Wahrheit ist aber, dass genau das schon in vielen Kliniken so stattfindet. Und es wird sich noch verschärfen. Das ist keine dystopie.

Mr Pink bemängelt zu Recht die mangelnde Qualität und falsche Schwerpunktsetzung. Ein Lazarett in Afrika ist es nun nicht. Da behandelt man meist die Folgen von Malaria oder Cholera und nicht entgleister Diabetes, Demenz und Co. Am Geld, Maschinen, Labors mangelt es am allerwenigsten, sondern genug Personal, das längerfristig bleibt.

Wo man sparen kann: z.B. Krankenkassen: Warum soviele? ; Prävention: höhere Alkohol- Tabak und Einführung Zuckersteuer/Streichen der Subventionen für Zucker.
Dann wird am Ende des Lebens zuviel noch gemacht im internationalen Vergleich. z.B. bei langjähriger Demenz und schließlich Stop der Nahrungsaufnahme/Patientin schläft nur noch eine Magensonde zu legen. Und die Patientin konnte noch 4 Jahre (!) "leben". Alles schon gesehen. In Frankreich war es üblich bei Demenzkranken, die nicht mehr redeten und reagierten garnix mehr zu machen außer Palliativmedizinische Maßnahmen, was wenn man mal ganz lange drüber nachdenkt und sich länger mit dem Tod und Palliativmedizin beschäft, das einzig sinnvolle ist.
Im ambulanten wie auch im stationären Sektor: zuviele Sachen (OPs, Innere Medizin...) werden von zu vielen Strukturen angeboten. Für diese kleinteiligen Strukturen brauch man jeweils ne Pflegedienstleitung, Küche, Hilfspersonal, 24h ärztlichen Dienst und Facharzt im Hintergrund. Und die fehlen dann woanders. Als Facharzt natürlich besser, wenn man mehr Auswahl hat an verschiedenen Orten zu arbeiten. Aber wenn in zwei - drei großen Kästen in der Region die Bedingungen stimmen, würde das auch gehen. Falls man sich mit allen zerstreitet, muss man allerdings die Stadt wechseln;-) Die Reform der Krankenhausplanung in NRW geht ja in die Richtung.
Wenn ich Kopfschmerzen habe, kann ich das MRT-Schädel in einem der 15 Radiologien im Stadtgebiet machen. Deutschland leistet sich die höchste MR-Dichte weltweit. Und wie das so ist, wenn es vieles zu oft gibt: 5 sind Spitze geführt, 5 Mittelmäßig und 5 schlecht. Alle brauchen MFAs und MTAs, die dann anderswo fehlen. :-nix

Man kann natürlich ewig darüber diskutieren, wie genau man nun das Gesundheitswesen planen will bzw. effizientere Strukturen schaffen möchte. Es wird immer Leute geben, die sich daran stören, wie so üblich bei möglichen Veränderungen.


Wenn 30 Patienten von einer Pflege versorgt werden, außer Tabletten und essen hinstellen nichts mehr stattfindet, der Arzt kaum deutsch spricht aber trotzdem für alle mehr oder weniger sinnvolle Therapiekonzepte entwirft, dann erinnert das an ein Feldlazarett aus dem 30 jährigen Krieg. Die Wahrheit ist aber, dass genau das schon in vielen Kliniken so stattfindet. Und es wird sich noch verschärfen. Das ist keine dystopie.


Würde ich nicht als Feldlazarett bezeichnen, sondern schlechte bis durchschnittliche Medizin.
Zu viel kann man nicht erwarten. Vor allem nicht in der Inneren Medizin.

freak1
18.12.2021, 20:23
Ein einziges zentrales Großkrankenhaus pro 1.000.000 Einwohner. Ein feuchter Traum für jeden Krankenhausbetreiber; man kann sich die besten Arbeiter aussuchen, absoluten Mindestlohn zahlen (durch undokumentierte Überstunden deutlich darunter) und auf Arbeitszeitschutzgesetze scheißen, wer sich beschwert fliegt einfach und hat dann keinen Job mehr.

Matzexc1
18.12.2021, 20:31
Ein einziges zentrales Großkrankenhaus pro 1.000.000 Einwohner. Ein feuchter Traum für jeden Krankenhausbetreiber; man kann sich die besten Arbeiter aussuchen, absoluten Mindestlohn zahlen (durch undokumentierte Überstunden deutlich darunter) und auf Arbeitszeitschutzgesetze scheißen, wer sich beschwert fliegt einfach und hat dann keinen Job mehr.

Und man kann die Aus und Weiterbildung noch mehr als jetzt (komplett) unter den Tisch kehren.