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Leelaacoo
27.06.2004, 21:09
ähem...von dem halte ich auch nichts (auch wenn ich hier jetzt wohl entfernt werde...schade).
Aber Rakete, du bist ja mittlerweile auch im 4ten klinischen und hast allem Anschein nach ja auch keinen solchen Kurs gemacht, oder? Glaubst du, es hätte dir genützt?
Und was will man denn später machen? Vorkurse in sämtlichen Fächern...Mikrobio, Patho, Chirurgie, Innere, Päd, etc.? Man mag zwar einwerfen, wenn die Vorklinik rum ist, ist das Gröbste um, aber wenn man aufs 2te STEX lernt, sieht man erstens, wie schnell man vergißt und zweitens, daß man vieles ganz neu lernen muß.
Bei all den Vorkursen würd das Studium ja 30 Jahre dauern.
Übrigens ist noch KEINER auf den naheliegenden Vorschlag mit dem Besuchen der Vorlesungen eingegangen...was nix kostet, is halt nix.

LG Lee

THawk
27.06.2004, 21:10
Original geschrieben von Spinneritis
@netfinder
Mal ne andere Überlegung: Wenn das an der Uni alles so easy ist- warum fällt dann regelmäßig ein bestimmter Prozentsatz durchs Physikum oder andere Prüfungen? Ne Kameradin, die mit mir Abi gemacht hat, hatte als Schnitt ne 1,4 und ist im ersten Semester glatt duch ne Prüfung gefallen (und die ist garantiert weder doof noch faul).
-
...übrigens bin ich nicht wirklich zickig, sondern höchstens etwas gereizt über die festgefahrenen Ansichtsweisen mancher Herren hier.
Und der neujahrsrakete muss ich mal beipflichten. Die Ausbildungsqualität ist nunmal nicht an jeder Uni gleich. Nur weil die Onkelz in Dresden Glück haben, könnt ihr hier kein Pauschurteil fällen!!! Schon mal darüber nachgedacht, dass man mit seinem Studienplatz vielleicht auch ziehmlich in die S*** greifen kann??? Das ist wirklich kurzsichtig (oder wie er sagte: "unterbelichtet").

Ich glaube nicht, dass hier jemand mit Ernst behaupten wird, dass in der Uni alles "so easy" ist. Nein, sicherlich nicht. Man ist gezwungen sich auf seinen Allerwertesten zu setzen und was dafür zu tun. Aber auch dann kann es noch schiefgehen, wie du ja an deiner Kameradin selber sehen kannst. Es ist nur die Frage, ob sie der Vorkurs vorm Durchfallen "bewahrt" hätte. Ich denke, dass es nicht allzu lange dauert bis man über dessen Thematik heraus geprüft wird.
Außerdem muss man glaube ich lernen, dass nicht die Welt untergeht wenn man einmal durchfällt. Natürlich ist es nicht toll (abgesehen ob BW oder nicht) - man muss die Prüfung wiederholen, man hat weniger Zeit für folgende Prüfungen. Aber trotzdem geht es weiter! Wenn ich mich an die Histo-Prüfung erinnere mit knapp 70% Durchfallrate im ersten Anlauf ...... :-)

Neujahrsrakete
27.06.2004, 21:25
Original geschrieben von Leelaacoo
Aber Rakete, du bist ja mittlerweile auch im 4ten klinischen und hast allem Anschein nach ja auch keinen solchen Kurs gemacht, oder? Glaubst du, es hätte dir genützt?

Nö, habe keinen solchen Kurs gemacht.
Ob es etwas genützt hätte, ist schwer zu sagen.
Wenn ich manche Dinge wiederhole, nachdem ich den betreffenden Schein schon längst in der Tasche habe, merke ich öfters, daß ich die Dinge im zweiten Anlauf anders/ besser/ erstmals verstehe. Von daher würde so ein Kurs für den allerersten Anfang vielleicht etwas helfen. Aber da man eben nicht für jedes Fach einen solchen Vorkurs machen kann (Stichwort: 30jährige Studiendauer), ist der Sinn natürlich fraglich bis klein.
Trotzdem würde mich immer noch der genaue Umfang des Vorkurses interessieren.
Und trotzdem finde ich es immer noch undramatisch, wenn jemand den Kurs macht, das Studium ernst nimmt und bereit ist, für seine Bildung etwas auszugeben.

Leelaacoo
27.06.2004, 21:36
also, liebe Rakete, jetzt hab ich mir mal die Mühe gemacht, danach zu suchen (auch ohne EDV-Kurs konnte ich nach mühevoller stundenlanger Arbeit bei Google einen Überblick verschaffen...ich bin sooo stolz auf mich!)

Hier also die Eigenwerbung der rbz-köln, was auch immer das mit Uni zu tun hat:


Das Unterrichtsangebot soll einen Überblick über wesentliche Inhalte der ersten Semester vermitteln und dadurch den Einstieg in das Fachstudium erleichtern.
Als wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Start in ein naturwissenschaftliches Studium wird dabei das Schulwissen in Chemie und Physik wiederholt, gefestigt und vertieft.
Die Vorsemester-Kurse Medizin, Biologie und Pharmazie unterscheiden sich relativ geringfügig in diesem Kursteil, da die genannten Fächer für alle Studiengänge von grundlegender Wichtigkeit sind. Je nach dem gewählten Kurs bestehen allerdings Unterschiede in der Gewichtung der Fächer und in der Gestaltung der Praktika. Dieser umfangreichste Kursteil umfasst ca. 432 Unterrichtsstunden.


EDV und Organisation


Hier möchten wir Ihnen wichtige, fachübergreifende Fertigkeiten und Kenntnisse vermitteln. Diese Fächer sind für alle Kurse identisch: EDV / Internet und Studienorganisation.
Dieser Kursteil umfasst insgesamt ca. 48 Unterrichtsstunden. Es handelt sich dabei überwiegend um praktischen Unterricht.
Im EDV- und Internet-Praktikum (ca. 42 Unterrichtsstunden) werden die Vorkenntnisse der KursteilnehmerInnen so erweitert, dass sie im Studium gezielt genutzt werden können; hierfür steht jedem ein Rechner mit Internet-Zugang zur Verfügung. Jeder Kursteilnehmer kann ferner unser neues Internetcafe benutzen.
Im Fach Studienorganisation (ca. 6 Unterrichtsstunden) erhalten die TeilnehmerInnen konkrete Informationen zur Planung und Organisation ihres Studiums. Die komplexe Struktur einer Universität wird durch Exkursionen zu den Universitätseinrichtungen in Köln oder Bonn veranschaulicht. Auf Wunsch der Teilnehmer können auch Exkursionen zu anderen Universitäten durchgeführt werden.
Die folgende, aktuelle Stundentafel zeigt Ihnen die Stundenverteilung im Überblick:


Fächer, Unterrichtsstunden Vorsemester Medizin Vorsemester Pharmazie
Fachspezifisch (ca. 432 Unterrichtsstunden)
Biomedizinisches Basiswissen und naturwissenschaftliche Grundlagen
Theorie:
Anatomie, Physiologie,
Pathologie des Menschen 150 150
Zytologie 30 30
Chemie 70 70
Biochemie 32 32
Physik 40 40
Mathematik 12 12
Praktika:
Biomedizin: Zytologie,
Histologie, Hämatologie,
klinisch-chem. Analytik 60 16
Chemie 38 24
Qualitative anorg. Analytik - 36
Botanik - 22
Fachübergreifend (ca. 48 Unterrichtsstunden)
EDV und Organisation
Praktikum:
EDV und Internet 42 42
Theorie und Exkursion:
Studienorganisation 6 6

Die Tabelle listet die aktuelle Verteilung der Unterrichtsstunden pro Kurs auf.
Die Verteilung der Stunden unterliegt einer ständigen Optimierung.


Warten Sie noch längere Zeit auf einen Studienplatz?


Dann empfehlen wir Ihnen, nach dem Vorsemester in unseren Ausbildungsgang "Biomedizinische/r Assistent/in" zu wechseln, der inhaltlich und zeitlich nach einer kurzen Ferienzeit an die Vorsemester-Kurse im Winter anschließt.
Die Ausbildung zur/m Biomedizinischen Assistentin/en wird den Kursteilnehmer/innen der Winterkurse ausführlich vorgestellt.
Die Durchführung dieser Kurs"verlängerung" ist u.a. vom Erreichen einer Mindestteilnehmerzahl abhängig.


432 Sunden...für die gesamte Vorklinik...mensch! OK, natürlich kostet das ev. die 1500 €, wenn man alleine die Löhne bedenkt...aber die Fächer? Analytik? Fein...jetzt muß ich ja durchs 2te rasseln...ohne dieses Fach...unmöglich :-D

(war jetzt so halbernst gemeint, net aufregen)


LG Lee

Leelaacoo
27.06.2004, 21:54
also, jetzt wurde ich mal richtig mißtrauisch...und habe folgendes zutage gefördert: (alle von der Homepage des rbz-köln):

"Das Institut für Biologie und Medizin IFBM ist Mitglied im Bildungsverbund der "Rheinischen Köln". Dieser Verband umfaßt mehrere Bildungseinrichtungen in privater Trägerschaft, u.a. die Rheinische Fachhochschule Köln, die Rheinische Akademie und das Rheinische Bildungszentrum.
Die Einrichtungen sind gemeinnützig und vermitteln berufliche Bildung auf verschiedenen Qualifikationsebenen. Schwerpunkte sind die Bereiche Wirtschaft, Naturwissenschaften und Technik sowie Medizin und Pharmazie."

also, private Trägerschaft...nix Uni...und gemeinnützig, nun, dazu weiter hinten....

"Es gibt viele gute Gründe, einen Vorsemester-Kurs zu belegen:


Warten Sie auf einen Studienplatz in Medizin, Pharmazie, Biologie oder Chemie?
Möchten Sie den Start in Ihr Studium durch eine gute Vorbereitung selbst in die Hand nehmen?
Wünschen Sie sich für den Studienstart gezielte fachliche und organisatorische Unterstützung?
Möchten Sie Überforderungen beim Studienbeginn oder einen Abbruch des Studiums vermeiden?
Würden Sie Ihre "Schullücken" in den naturwissenschaftlichen Fächern gerne schließen?
Wünschen Sie sich einen Überblick über Inhalte und Möglichkeiten Ihres zukünftigen Fachgebietes?
Könnte es Ihnen Spaß machen, in einer Gruppe von Gleichaltrigen zu lernen und in der Freizeit die vielfältigen Möglichkeiten einer 2000 Jahre alten, modernen Großstadt kennenzulernen?
Dann sollten Sie uns kennenlernen!


Wir möchten Ihnen daher auf den folgenden Seiten die Vorsemester-Kurse und unsere Einrichtung vorstellen. Das Vorsemester soll einen guten Start in das Fachstudium ermöglichen. Hierzu wird ein Überblick über das Fachgebiet vermittelt. Ferner werden in Theorie und Praxis solide fachliche Grundlagen gelegt, auf die das Studium aufbauen kann. Wir sind sicher, dass sich die in ein Vorsemester investierte Zeit bei zielstrebiger Nutzung in Form eines zügigeren und erfolgversprechenderen Studiums auszahlen wird. Viele ehemalige Kursteilnehmer bestätigen uns darin und motivieren uns, die Kurse ständig zu optimieren"

...könnte Spaß machen, jaa...

und weiter:

"Die Kurse finden zweimal pro Jahr im Winter- und Sommersemester statt und dauern jeweils ca. 4 Monate (15 - 18 Wochen): Im Winter von November bis März des Folgejahres, im Sommer von April bis Juli. Ein Kurs umfasst ca. 480 Unterrichtsstunden. Die durchschnittliche Wochenstundenzahl beträgt 30. Die Lehrveranstaltungen finden, je nach aktuellem Stundenplan, zwischen 7.45 Uhr und 17.45 Uhr an 5 - 6 Tagen in der Woche statt.
Der Unterricht erfolgt von erfahrenen Fachdozenten aus den Bereichen der beruflichen Bildung und der Universitäten. Der Laborunterricht findet in kleineren Gruppen statt.
Wir wünschen und fördern die aktive Mitarbeit jedes/r Kursteilnehmers/in.

Am Ende des Kurses wird bei regelmäßiger und erfolgreicher Teilnahme ein Zertifikat des Trägers ausgestellt. Hierzu ist es erforderlich, dass der/die Teilnehmer/in an mindestens 90% der angebotenen Unterrichtsstunden teilnimmt und die erforderlichen Leistungsnachweise in den Klausuren erbringt"

ähm, waren das nicht mal 432 h oder so???

"Teilnahmebedingungen:


Der Vertrag wird rechtswirksam nach Bestätigung der Anmeldung durch das Rheinische Bildungszentrum. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.
Die Gesamtgebühr für die Kurse beträgt 1640,00 Euro*. Sie kann in monatlichen Raten gezahlt werden (4 Monate je 410,00 Euro*).
*Wegen der Gemeinnützigkeit des Trägers entfällt die Mehrwertsteuer.
Das Rheinische Bildungszentrum behält sich das Recht vor, das Vorsemester bei nicht ausreichender Teilnehmerzahl abzusagen. Eventuell schon gezahlte Gebühren werden selbstverständlich umgehend erstattet. Weitere Ansprüche bestehen nicht.
Bis 14 Tage vor Beginn des Vorsemesters kann eine Anmeldung kostenfrei zurückgenommen werden. Danach sind die gesamten Gebühren fällig. Ein Rücktritt vom Vertrag bzw. eine Kündigung des Vertrages ist dann nur möglich, wenn eine gültige Immatrikulationsbescheinigung vorgelegt wird. In diesem Fall werden die Gebühren anteilig berechnet. "

Also verdient da garniemand daran??? Hää...?

Aber nun kommt das Beste...man erinnere sich an die Aufforderung, die Ausbildung zum Biomedizinischen Sonstwas dranzuhängen (und man werde in dem Vorsemester auch AUSDRÜCKLICH auf dieses ANGEBOT hingewiesen!!!). Ist das die eigentliche Sache, um die es geht?
Nun denkt man bei Ausbildung an Vergütung und an Arbeit, hier aber ist ein äußerst "kostengünstiger" Warteplatzfüller (übrigens wieder mit Physik, Mathe, Chemie, Anatomie etc.)
Hier die Kosten:

"Gebühren:

1. Teilnehmerentgelt für den Lehrgang einschließlich Zusatzausbildung in Molekularbiologie, molekulare Medizin und Gentechnik EUR 5580,--

zahlbar in 3 Halbjahresraten zu jeweils EUR 1860,--
oder in 18 Monatsraten zu jeweils EUR 310,-- "

Mensch...also koscher ist das irgendwie nicht...

Habe fertig.

LG Lee

Neujahrsrakete
27.06.2004, 21:56
Hab mir die Seite auch mal angesehen. Klingt doch nicht schlecht. Ich hätte das Ganze für unseriöser gehalten.
Der Stundenpreis von €3,42 (beim Vorkurs) ist auch fair. Dafür würde nicht mal ein Schüler Nachhilfe geben.
Ich bleibe bei meinem Urteil:
1)
Die Freizeit vor dem Studium zu genießen, ist nicht zu verachten.
2)
Man schafft das Studium auch ohne diesen Kurs.
3)
Wer den Kurs trotzdem machen möchte, wird bestimmt nicht beschissen (klingt auf jeden Fall nicht so).

morgoth
27.06.2004, 22:06
Die Freizeit vor dem Studium zu genießen, ist nicht zu verachten. :-top

Man schafft das Studium auch ohne diesen Kurs. :-top

Wer den Kurs trotzdem machen möchte, wird bestimmt nicht beschissen
nein, also ich denke niemand unterstellt hier ja den Kursleitern, sie würden ihren Job nicht korrekt tun. Die Problematik ist halt einfach, ob die erhofften guten Noten dann auch effektiv erbracht werden können.
Aber ich wünsche allen Teilnehmern viel Spass am Kurs; vielleicht erhalten wir ja einmal eine Rückmeldung; ich würde mich freuen. :-)

Danke übrigens für die Recherche, Leelaacoo.
morgoth

Neujahrsrakete
27.06.2004, 22:30
Original geschrieben von morgoth
Die Problematik ist halt einfach, ob die erhofften guten Noten dann auch effektiv erbracht werden können.
Das ist richtig.
Lernen muß man (auch wenn man viel Geld bezahlt) immer noch selbst.



Original geschrieben von Leelaacoo

Hier die Kosten:
1. Teilnehmerentgelt für den Lehrgang einschließlich Zusatzausbildung in Molekularbiologie, molekulare Medizin und Gentechnik EUR 5580,--

zahlbar in 3 Halbjahresraten zu jeweils EUR 1860,--
oder in 18 Monatsraten zu jeweils EUR 310,-- "

Mensch...also koscher ist das irgendwie nicht...
Wer immer nur mit den Kosten argumentiert, hat nicht begriffen, daß Bildung eben etwas kostet. Es gibt massenhaft Ausbildungen, die etwas kosten. Und deswegen sind die Schulen noch lange nicht unseriös.

test
27.06.2004, 23:35
Naja ich weiß ja nicht wo du lebst Rakete aber ich habe bisher in meinem Leben nur kostenlose Ausbildung erhalten (abgesehen von Semesterbeiträgen) und ich glaube nicht, dass die komplett umsonst war (also vom Lernerfolg). Und nur weil du meinst Bildung kostet etwas ist der Umkehrschluß nur weil etwas was kostet ist es besser als das was umsonst ist nicht richtig. :-meinung


PS:Also ich will damit nicht sagen du meinst, dass nur weil es kostet wäre es gut, aber zu sagen gute Bildung muss etwas kosten ist meiner Meinung nach falsch. :-meinung

Leelaacoo
28.06.2004, 09:52
Original geschrieben von Neujahrsrakete



Wer immer nur mit den Kosten argumentiert, hat nicht begriffen, daß Bildung eben etwas kostet. Es gibt massenhaft Ausbildungen, die etwas kosten. Und deswegen sind die Schulen noch lange nicht unseriös.

Da magst du recht haben...wir haben in Deutschland das Glück, zumindest die Möglichkeit zu haben, trotz vielleicht nicht gut verdienender Eltern studieren zu können (auch wenn es trotzdem sehr viel Finanzierung bedarf, man bedenke nur den Gehaltsausfall, Mieten, Bücher, etc.).
Und klar gibt es Ausbildungen, die etwas kosten...nur finde ich es sehr seltsam, daß man eine Ausbildung für über 10 000 DM anbietet, die laut eigener Aussage die Wartezeit zum Studium sinnvoll ausfüllt...warum denn? Nach dem Studium ist man doch Arzt...wozu den biomedizinischen Assistenten? Wo arbeitet der? Wäre es dann nicht besser, gleich eine pflegerische Ausbildung zu beginnen? Kostet nichts und ist sinnvoll, da auch hier die gleichen Fächer vermittelt werden. DAS finde ich zweifelhaft...nicht vielleicht den Kurs an sich, der nun wirklich sehr umfangreich ist und wirklich 1500€ kosten kann.

LG Lee

Sorpresa
28.06.2004, 10:33
Original geschrieben von Leelaacoo


wir haben in Deutschland das Glück, zumindest die Möglichkeit zu haben, trotz vielleicht nicht gut verdienender Eltern studieren zu können

LG Lee

fragt sich nur wie lange noch... :-???

boarding_girl
28.06.2004, 12:07
Hi :-)


Die Qualität diese Kurses möchte ich nicht anzweifeln, da die Dozenten gut bezahlt werden dafür. Für mich stellt sich, wie den anderen hier auch doch nur die Frage, was bringt es dir? Welchen Vorteil hast du? Alles was dir in dem Kurs beigebracht wird, bekommst du an der Uni auch beigebracht und dort auch noch kostenlos. Über diese Qualität lässt sich sicher streiten. Aber die Annahme, daß du mit diesem Kurs massig Vorteile den anderen gegenüber hast, würde ich beiseite legen. Denn vieles in der Vorklinik ist unispezifisch, daß kann dir keiner vorher beibringen.
Naturwissenschaftliche Lücken zu schließen ist auch ok. Aber das kann man im Studium auch, das schafft man.

Spinneritis hat schon vieles gemacht, wie es scheint. Wie hat dir das Probestudium in Jena gefallen?
Vielleicht solltest du dir wirklich überlegen eine Ausbildung zur Krankenschwester anzufangen, daß bringt für den Sanitätsdienst bestimmt auch allerlei Pluspunkte.

Für mich wäre es einfach zu viel Geld dafür, daß ich den Stoff im Studium sowieso durchnehme und wenn ich mich an den Hosenboden setze es auch schaffen werde.



Der Unterschied zu den medi-learn Kursen ist doch eindeutig, daß spinneritis, doch gar nicht weiß, ob sie durchfallen wird. Die Leute, die daran teilnehmen, sind schon durchgefallen und für die meisten ist es die letzte Chance, die haben schon 2 Versuche mit dem Lernen hinter sich (alleine). Ob die Summen gerechtfertigt sind weiß ich nicht. Ich denke in Sachen Kosten nehmen sich beide Kurse nichts, aber die Intention ist bei beiden Kursen eine andere.




BG

morgoth
28.06.2004, 13:00
Die Qualität diese Kurses möchte ich nicht anzweifeln, da die Dozenten gut bezahlt werden dafür.
Naja, ich denke, es ist dch wohl eher so, dass wir die Qualität nicht anzweifeln, weil wir - wie Neujahrsrakete richtig gesagt hat - selbst keine Informationen über diesen Kurs besitzen, als dass wir uns vom Preis des Seminars zu der (richtigen/falschen ?) Annahme verleiten lassen würden, in Köln wäre alles super toll. In diesem Punkt stimme ich also test zu: Der Preis ist kein Garant für Qualität; auf der anderen Seite habe ich aber keinen Grund, jetzt die Qualität in Frage zu stellen, was ja auch, wie du geschrieben hast, eigentlich niemand hier tut.
Die Unispezifizität der Klausuren, Praktika, usw. ist auch für mich ein sehr wichtiger Punkt: jede Uni hat nun mal in der Vorklinik ihre besonderen Steckenpferde; ja sogar jeder einzelne Prüfer. Und diese Inhalte kann nun mal kein allgemein gehaltener Vorbereitungskurs abdecken, so gut seine Intention auch sein mag.
morgoth

Spinneritis
28.06.2004, 21:53
Mal ein anderes Beiepiel: Die Johanniter verlangen für die Grundausbildung zum Rettungssanitäter 999€ (+ 580€ für Unterkunft in der Akademie) und das für EINEN EINZIGEN MONAT. Aber das war noch nicht alles. Da kommt noch der Prüfungslehrgang hinzu (mit 499 Euro), mehrmals Prüfungsgebühren usw. usw....Doch stellt jemand die Johanniter in Frage (vor allem den Preis- dafür das der Job an sich nicht besonders gut bezahlt wird)???
@boarding_girl
Das Schnupperstudium hat mir sehr gefallen (sonst würde ich ja auch nicht daran festhalten Mediziner werden zu wollen). Ich hab in den Vorlesungen auch alles verstanden (war ja Bio-LK). Wenn ich völlig untalentiert wäre, hätte ich ganz sicher auch nicht die Eignung für die Laufbahn der Sanitätsoffiziere bekommen. Aber die "Chemie für Mediziner" hab ich natürlich gemieden. Ich gehöre zum Verein der "Chemisch-Verhinderten, wenn ich das mal so nennen darf.
Eine Ausbildung halte ich für völligen Quatsch. Die dauert ja viel länger, als ich auf mein Studium warten werde. Also folglich würde ich dann sowieso irgendwann abbrechen und habe gewissenlos einem anderen jungem Menschen aus purem Egoismus den Ausbildungsplatz weggenommen und meine Position als Abiturienten ausgenutzt, nur um mir die Zeit ne Weile lang zu vertreiben. Dieser junge Mensch wollte vielleicht niemals etwas anderes werden als Krankenschwester (bzw. Pfleger) und da komm ich daher, die eigentlich Arzt werden will, und nehm ihm seine Zukunftsgrundlage weg. Wenn man ne Weile in der Psychiatrie gearbeitet hat, lernt man die Sachen etwas kritischer zu nehmen (man enwickelt mehr Empathie). Es gibt viele, die sich suizidieren, weil sie ihre Zukunft schwinden sehen.
Außerdem: jetzt macht doch mal nen Ruhigen, wenn ich aus Köln zurück bin (also von dem Schnuppertag), dann kann ich die Sache ja besser beurteilen.
Wenn der Vorsemsterkurs nicht gut wäre, dann hätten auch nicht so viele Interesse. Das muss sogar so gestiegen sein, dass der Kurs mittlerweile schon 1.640 € kostet und nicht nur 1.500€).
Die müssen es sich ja leisten können.
Und denkt doch nicht immer, dass ich völlig unkritisch darüber denke- sonst würde ich danicht extra hinfahren und mir die Sache genau ansehen und kritisch hinterfragen.

THawk
28.06.2004, 22:49
zum Thema Rettungssanitäter: Natürlich ist der Kurs teuer, das find ich auch. Und ich würd ihn wahrscheinlich auch nicht so machen, sondern nur über eine Hilfsorganisation. Denn dann musst du die Lehrgangskosten (zumindest zum allergrößten Teil) ja nicht selber bezahlen; dass du dann da in gewissen Maßen ehrenamtlich arbeitest, okay ist klar.
Aber immerhin ist das auch ein anerkanntes Berufsbild, auch wenn du nicht die allergrößten Chancen hast damit wirklich Geld zu verdienen. Aber immerhin ist es eine Ausbildung und nicht "nur" ein Vorkurs. Bzw. wenn du es auf den biomedizinischen Assistenten beziehst scheint mir das auch keine richtig anerkannte Ausbildung zu sein. berufe.net kennt den Beruf zumindest nicht und auch sonst hab ich im netz nur Seiten des rbz damit gefunden. in wie weit da auf dem arbeitsmarkt bedarf besteht.....???

OliP
28.06.2004, 23:14
Thawk hat da indirekt ein wichtiges Prinzip angesprochen, was bei beruflichen Ausbildungen ein, so find ich, recht gutes Konzept ist.

Es gibt jemanden der dich beschäftigen will (z.B.: Johanniter, DRK) und der übernimmt dann die Kosten für Deine Ausbildung. Ist in der Berufsausbildung ja ähnlich, Ausbildende Firma -> Azubilohn usw. (Er investiert in Dich!)

Die Entwicklung, dass für Berufsausbildungen und berufliche Qualifizierungen immer mehr allein der potentielle ARbeitssuchende allein zahlen soll, find ich eher traurig. Klar im Einzelfall kein Problem, aber bitte nicht als genereller TRend.

Und unter diesen Bereich fällt wohl auch dieser "biomedizinische Assistent". Viel Geld für einen waagen Nutzen. Gefährliche Entwicklung!

OliP (der seinen Rettungssani bei den Johannitern absolvierte :-)) )

PS: Rettungssanitäter ist kein anerkanntes Berufsbild, der Rettungsassistent schon. Aber mit der RS - Ausbildung lässt sich doch prima jobben (Krankentransport - Rettungsdienst), da ist auch die Lehrgangsgebühr zur Not schnell wieder rein!

feelina
30.06.2004, 22:13
Hallo Sarah

vielleicht liest du diese mail ja noch, obwohl wir schon Juni haben. ich wollte dir nur nen tipp geben bezüglich "vorsemester". bin bei meiner internetsuche auf die Uni Bochum gekommen, die von Ende September bis Anfang Oktober einen "Vorkurs Medizin" anbietet, wo sie nochmal ein paar basics aus Bio,Chemie und Physik wiederholen. Du musst noch nicht mal in der Uni Bochum eingeschrieben sein, um da teilzunehmen und der Kurs ist auch noch kostenlos! Also überlegs dir, wär vielleicht ne Reise wert...
Lg,
Feelina

Spinneritis
02.07.2004, 16:57
Hy Leute, hier kommt also der versprochene Bericht:
Das Institut liegt ziehmlich ungünstigt (fast schon im Industriegebiet). Bei den ersten Beschnupperversuchen war ich etwas enttäuscht (rein äußerlich erst einmal). Es handelt sich höchst wahrscheinlich um Gebäude aus den 60'er Jahren an denen auch nicht besonders viel seither gemacht wurde. Auch die Innenausstattung ist nicht gerade auf dem neuesten Stand (obwohl ja eigentlich genug Geld dafür bereitstehen müsste). Die Tische und Bänke haben bestimmt 15 Jahre Schuldienst oder mehr auf dem Buckel. Die Räume selbst sind stinknormale Schulräume und auch die Vorlesungen, die ich besucht habe, haben mich eher an eine Bio-Stunde aus alten Schultagen erinnert, als an eine Vorlesung. Ich muss an der Stelle natürlich erwähnen, dass der Dozent sich wirklich Mühe gegeben hat. Er hat sehr langsam und ausführlich vorgetragen, auch versucht ein paar Scherze zu machen, aber die Jungs und Mädels waren zum Teil eher mit anderen Dingen beschäftigt (sein Fehler war, dass er die Kopien schon vorher ausgeteilt hatte). Ich würde mal schätzen, dass mindestens 1/4 der Leute Pärchen waren. Von moderner Ausstattung war da jedenfalls nichts zu sehen (wie das fälschlicherweise den Anschein auf der Internetseite macht). Nur Overheads; keine Beamer oder Ähnliches.
Im Großen und Ganzen kann ich nur sagen, dass ich ziehmlich enttäuscht war, dass die für das viele Geld nicht mehr bieten können. Wer die modernen Bio- und Chemielehrräume z.B. gewohnt ist (wie an der Schule wo ich ABI gemacht habe), dem gefällt es dort gar nicht. Ich überlege sogar die Anmeldung zurückzunehmen, denn dieser Besuch hat mich nun wirklich nicht überzeugt und etwas neues hat der Onkel mir auch nicht erzählt. Wer ein gutes Gymnasium besucht hat, weis sehr genau wie menschliches Leben entsteht und ich denke auch nicht, dass es so wahnsinnig wichtig ist, dieses Thema so ausführlich im Vorkurs unbedingt durchzunehmen, denn das ist ja bloß eine Abfolge von Fakten und da gibt es nicht groß etwas zu verstehen (kann man auch einfach in nem Fachbuch nachlesen und sich ein paar Notizen machen). Mein Problem, was ich damit habe, ist, dass ich mich frage, ob die auch die bei der Auswahl der Themen nach dem Schwierigkeitsgrad des Verständnisses gegangen sind (ich hätte für den leichten Stoff keine 1 1/2 Stunden angesetzt- es ist einfach zu leicht).

morgoth
02.07.2004, 19:27
Respekt Spinneritis, ich ziehe meinen (imaginären :-)) ) Hut vor dieser differenzierten Schilderung! :-top
Vielleicht kann ich nur anfügen, dass auch an den Unis nicht alles auf dem neuesten Stand ist; also wenn du dein Abitur an einem "modernen" Gymnasium gemacht, solltest du vielleicht deine Ansprüche etwas niedriger setzen; denn die hohen Kosten dieses Kurses reichen vielleicht aus um die Dozenten zu bezahlen, aber um dann noch eine perfekte Infrastruktur vorauszusetzen, finde ich doch etwas gewagt. Dass du so gut in der Vorlesung mitgekommen bist, würde ich doch mal als Zeichen werten, dass du bereits solide und gute Vorkenntnisse besitzt; aber ich denke, du siehst ja selbst, was dir geboten wird und wieviel du letztendlich profitieren kannst (im Vergleich zu einem ausschliesslichen Lernen aus Lehrbüchern, um eventuelle Lücken zu schliessen).
Viel Spass weiterhin,
morgoth

Rico
02.07.2004, 19:45
Aus reinem Interesse.... wir groß sind die Gruppen denn da?