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Lava
02.07.2004, 19:48
Modern? Unsere Dozenten benutzen teilweise 20 Jahre alte Dias und 3m lange Zeigestöcke aus Bambus statt Laserpointer! :-D Aber ich würde daran nicht die Qualität der Lehre messen.

Rico
02.07.2004, 20:00
Naja... kommt auf das Fach an: Wenn mir ein Onkologe oder ein Chirurg was mit 30 jahren alten Dias erklären würde, dann würd ich mich schon fragen, ob er der Entwicklung der letzten 30 Jahre auch genug Rechnung getragen hat bei seiner Unterrichtsvorbereitung....
Kaum etwas nervt mich mehr, als Sterbeziffern aus den 70er Jahren präsentiert zu bekommen mit dem Worten: "Sie müssen sich jetzt vorstellen, die Zahlen sind weiter gefallen - *hüstel* neuere Zahlen *hüstel* hab ich jetzt nicht gefunden...."

Klar, der Zitratzyklus hat sich in den letzten 30 Jahren nicht spektakulär geändert und auch in der Anatomie gibt's gute alte Zeichnungen, aber ich habe in der Klinik zumindest kaum mehr ein Dia gesehen.
Die sind alle mittlerweile bei PowerPoint angekommen, weil es viel schneller, billiger und einfacher geht, aus seinem verlateten Vortrag innerhalb von 2min mit ein paar neuen Zahlen einen aktuellen zu machen.
Außerdem macht es mich eher mißtrauisch, wenn irgendwelche Lehrmaterialien - immun gegen Evaluation und Feedback - Dekaden überdauern. Da müssen die schon bombastisch gewesen sein....

Spinneritis
03.07.2004, 20:36
..die Klassen sind etwa 38 Mann stark (was fürs Lernklima in solchen Räumen nicht gerade ideal ist). An jeder normalen Schule sind die Klassen kleiner.
Mir hat auch einfach nicht der Gesamteindruck gefallen. Im Internet wird ein völlig falscher Eindruck erzeugt und ich habe ja auch an Vorlesungen teilgenommen und fand, dass die Lehre auch nicht besonders gut ist. Das hat nicht unbedingt am Stoff gelegen, sondern an der Methodik (und wenn ich mich bei ner Vorlesung langweile, dann pass ich nun mal nicht auf und dann erfüllt das auch nicht mehr seinen Zweck).

netfinder
04.07.2004, 13:21
hi spinneritis.
Hübscher Bericht, wirklich. Alle Achtung; daraus könnt ich nur schliessen, dass Du es wahrscheinlich nicht nötig hast, einen Vorkurs zu besuchen, sondern es für dich wahrscheinlich einfacher ist, Dir das nötige Wissen selber beizubringen.

MfG

netfinder

Spinneritis
04.07.2004, 18:13
@netfinder
Ja sag das mal der ZVS. Der Scheißverein!
Sorry, aber das musste ich jetzt mal loswerden! Die Uni's sollen sich ihre Studenten lieber selbst aussuchen und ich hab ja auch kein schlechtes ABI (nur das Pech, es in Thüringen gemacht zu haben). Weis Gott nich jeder, der ein ABI mit 1,2 hat oder so, taugt auch zum Mediziner. Man sollte auch gewisse menschliche Qualitäten mitbringen und hinter Geldgier kein falsches Interesse vortäuschen.
Aber netfinder, dass war wirklich nett von dir!
Die Spinneritis lässt grüßen =)
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Gerade frage ich mich, warum eigentlich die Leute, die den Kurs im Moment machen und so davon geschwärmt haben, so still sind? Haaalo, hier bin ich! Na, seid ihr jetzt sprachlos oder was? Wollt ihr mich nicht ein bischen runtersauen, was mir denn einfällt, sowas zu schreiben??? Hm, schade! Ich hätte echt mal gern gesehen, wie sie das wieder ins rechte Licht hätten rücken wollen!

Neujahrsrakete
04.07.2004, 18:27
Original geschrieben von Spinneritis
Ja sag das mal der ZVS. Der Scheißverein!
Sorry, aber das musste ich jetzt mal loswerden! Die Uni's sollen sich ihre Studenten lieber selbst aussuchen

Und wenn die böse böse ZVS abgeschafft ist, werden die Studenten ihr nachtrauern, weil es so schön einfach war, sich an einer zentralen Stelle zu bewerben, anstatt jede Uni einzeln abzuklappern.
Natürlich ist es eine schöne Vorstellung, daß ehrenwerte Professoren in einem ehrenwerten alten Gemäuer sich ihre ehrenwerten Studenten nach selbstverständlich vollkommen gerechten Kriterien aussuchen.
Aber egal, wie das Auswahlverfahren sein wird.....es wird sich immer jemand über die Ungerechtigkeiten beschweren.

Spinneritis
04.07.2004, 18:42
Nee, ich würde die Bewerber erst mal zu ner zentralen Stelle schicken und sie dann einem speziell entwickelten Persönlichkeitstest unterziehen (für eine Art Auswahl). Der soll die Motive herausfinden und die chrakterlichen Züge (die dann nach Relevanz bewertet werden). Um die ganze Sache abzurunden, würde ich das wie beim MMPI mit ner Lügenskala versehen und entsprechende Fangfragen einauen. Nach dem Psychotest würde ich sie dann noch einem (medizinisch-naturwissenschaftlichen) Wissenstest unterziehen und sie zum Praktikum schicken. Wer die Tests nicht bestanden und das Praktikum nicht mindestens in den festgelegten Kriterin mit Einzen oder Zweien abgelegt hat, den würde ich nicht zulassen. Das Verfahren würde zumindest die Bewerberzahl stark dezimieren, wenn auch recht aufwendig (aber das Praktikum müssen wir ja eh alle machen und so ne Art Medizinertest gab es ja auch schon mal).

agouti_lilac
04.07.2004, 18:53
Original geschrieben von Spinneritis
Nee, ich würde die Bewerber erst mal zu ner zentralen Stelle schicken und sie dann einem speziell entwickelten Persönlichkeitstest unterziehen (für eine Art Auswahl). Der soll die Motive herausfinden und die chrakterlichen Züge (die dann nach Relevanz bewertet werden). Um die ganze Sache abzurunden, würde ich das wie beim MMPI mit ner Lügenskala versehen und entsprechende Fangfragen einauen. Nach dem Psychotest würde ich sie dann noch einem (medizinisch-naturwissenschaftlichen) Wissenstest unterziehen und sie zum Praktikum schicken. Wer die Tests nicht bestanden und das Praktikum nicht mindestens in den festgelegten Kriterin mit Einzen oder Zweien abgelegt hat, den würde ich nicht zulassen. Das Verfahren würde zumindest die Bewerberzahl stark dezimieren, wenn auch recht aufwendig (aber das Praktikum müssen wir ja eh alle machen und so ne Art Medizinertest gab es ja auch schon mal).

- was sind dann die charakterlichen Züge, die bevorzugt werden sollen?
- inwiefern hat das Krankenpflegepraktikum (wenn du das denn meinst) überhaupt etwas mit Medizin zu tun, dass man das sinnvoll vergleichen könnte?!
- kostet deine Idee viel zuviel, sonst hätten wir ja den Medizinertest noch

Dein Vorschlag hat auch so seine Nachteile. Die ZVS ist irgendwie schon das geringste und gerechteste Übel, musste ich feststellen :-D.

OliP
04.07.2004, 20:41
Original geschrieben von Spinneritis
Nee, ich würde die Bewerber .... einem speziell entwickelten Persönlichkeitstest unterziehen .... noch einem (medizinisch-naturwissenschaftlichen) Wissenstest ... und .... zum Praktikum schicken.

Dafür gäbe es dann aber sicher Vorbereitungskurse, in welchen man seine Persönlichkeit schonmal anpassen kann :-))

Mal ehrlich, so ein Quatsch!

Deine Idee kann ich nachvollziehen, aber finde sie ein wenig realitätsfern!


Das Verfahren würde zumindest die Bewerberzahl stark dezimieren, wenn auch recht aufwendig

...und die Kosten würde es explodieren lassen. Bei den Bewerberzahlen alle zu testen ist schlicht nicht möglich.

Wenn die Zahl der Bewerber größer ist als die Anzahl an Studienplätzen wird es immer viele geben, welche sich bei Nichtberücksichtigung ungerecht behandelt fühlen. Und sie werden auch immer einen Aspekt (Motivation, Abileistungen, Vorerfahrungen, usw.) finden um zu begründen, warum sie besser als Medziner geeignet seien als andere.

Insgesamt finde ich das ZVS-System doch recht funktionell, wenn man mal bedenkt, was die für einen Wust bewältigen. Und wenn die Hochschulen selber aussuchen wollen, dann konnten sie das doch bisher partiell und zukünftig wohl sogar noch in größerem Maße.

Gruß OliP

Turnvater
04.07.2004, 22:41
Haaaalllllllo hier gehts um den Vorsemesterkurs!!!!
ZVS finden die Leute *******, die nicht angenommen werden und die Leute, die dadurch nen Studienplatz bekommen, finden sie natürlich ne gute und oder zumindest akzeptable Einrichtung! Ist irgendwie klar und brauch man nicht drüber zu diskutieren.

Also Spinneritis. Deine Beschwerden bezüglich des Kurses kann ich net nachvollziehen. Aber ich will hier nicht wieder tausende Vorzüge aufzählen, sonst wird ja wieder behauptet, ich wäre finanziell an der Schule beteiligt oder bekomme Prämien pro Bewerber :-((

Mir ist das sowas von egal ob die Schule in Zukunft viele Bewerber bzw. Schüler hat. Von mir aus kann sie auch pleite gehen. 1600 Euro sind nicht super viel für ein Halbjahr. In Budapest, Pecz, Szeged zahlt man auch umgerechnet 5500 bis 6000 Euro und die Infrastruktur ist da auch nicht so prickelnd (ich war da). Die Qualität der Stühle und Tische!! ist nun wirklich kein Pro oder Contra Argument.....

Lava
05.07.2004, 21:22
Ich finde, man darf auch nicht allzu viel Niveau verlangen. Schließlich sind es Vorbereitungskurse! Da muss man irgendwie davon ausgehen, dass mit dem Unterricht bei 0 (Was ist ein Atom?) angefangen wird. Im Studium ist das ja nicht anders.

flavour
25.07.2004, 14:35
Danke für diesen Thread, meine Eltern haben mich auf dieses Vorsemesterzeugs hingewiesen, waren total euphorisch - die Website macht ja auch Lust auf mehr.

Letztendlich denke ich (auch nach dem ehrlichen Bericht von spinneritis, vielen Dank!), dass sich so ein Kurs für den Preis (der zwar im Bezug auf den Aufwand der Einrichtung gerechtfertig sein mag, im Bezug auf den Nutzen für mich aber nicht) nicht lohnt.
Mich hätte der Kurs interessiert, um zu erfahren, ob mir Medizin (so glaube ich ja bisher) wirklich liegt.

Von dem Geld bezahl ich dann aber lieber freundliche Mitstreiter an der Uni für Nachhilfe oder schmier die Professoren. :-music

Spinneritis
25.07.2004, 17:58
...nee, du- da hast du meinen Bericht nicht richtig gelesen. Ich habe genau das Gegenteil gesagt, nämlich, dass der Preis für die Einrichtung nicht wirlich gerechtferigt ist und ich Enttäuscht war, als ich die Lokation und die Vorlesung sah.

flavour
26.07.2004, 01:13
Naja, ich finde, der Preis geht für die tatsächliche Anzahl der Lernstunden, da kam doch ein effektiver Stundensatz von 3€ aus, oder?

Melchior
26.07.2004, 10:40
@spinneritis: hast du eigentlich noch vor den kurs zu machen?
ich werd den wohl machen, aber bis jetzt habe ich noch keinen menschen getroffen der diesen kurs über 4 monate hinweg erleben durfte ;)

Spinneritis
26.07.2004, 12:45
@Melchior
Doch es gibt sogar genau hier in diesem Forum Leute, die das gerade machen (musst mal ein paar Seiten vorblättern, denn der Kurs läuft im August aus- also stehen die gerade vor dem 4. Monat)!
Wenn du dir nicht sicher bist, dann ruf Frau Dr. Köster an und bitte um einen Termin (DI oder DO ist sie im Büro). Dann fahr hin und schau es dir an. Ein anderer kann dir eh nicht helfen, dir deine Antwort zu geben, denn was anderen gefällt, muss dir noch lange nicht gefallen (so war das bei mir auch)!!!
Es ist einfach zu viel Geld, um den Kurs mal eben auf gut Glück zu machen und nachher gefällt es dir gar nicht und du gehst mit ner Portion Missmut jeden Tag hin (dann ziehst du auch keinen persönlichen Nutzen für dich raus)!
Ich bin gespannt auf deine Reaktion.
Liebe Grüße!
Die Spinneritis.

PS: Ich werde den Kurs mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht machen.

Melchior
27.07.2004, 10:39
naja, der punkt ist, dass es ja leider keine alternative gibt... ich wollte mich nextes jahr in budapest bewerben, und da würde sich der vorbereitungskurs lohnen - ich könnte zwar uach in budapest einen kurs belegen, der kostet dann aber auch 6600€ oder so, und das ist teuer, wenn vielleicht auch besser, da es auf den budapester med.studiengang zugeschnitten ist...

flavour
27.07.2004, 11:20
Was spricht denn gegen diesen kostenlosen Vorbereitungskurs an der Uni Bochum? Den fand ich interessant.

Klick mich ganz sanft, ich bin ein Link (http://www.ruhr-uni-bochum.de/vkmed/)

Spinneritis
27.07.2004, 14:42
..na prima- und über welchen Zeitrum läuft der? Auf was für Lehrinhalte konzentriert sich der?

flavour
27.07.2004, 15:25
Sag mal, hast du auch auf meinen Link geklickt? :)