Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Strahlenschutzkurs - wo, wann, wie teuer?
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Puh. Das ist ja wirklich ein Wirrwarr mit diesem Strahlenschutzkurs...
Habe jetzt mal mit der zuständigen Sachbearbeiterin von meiner LÄK gesprochen.
Folgendes Procedere:
Man muss zuerst einen Kenntniskurs absolvieren. Dieser umfasst 8 Std. Davon sind 4 Std. Theorie und 4 Std. Praxis in der radiologischen Abteilung beim zuständigen Beauftragten. Manche Kursanbieter können mit Genehmigung des RP auch beide Kursteile zusammen anbieten.
Auf den Kenntniskurs baut dann der Grundkurs auf. Dieser umfasst 24 Std. inkl. Prüfung. Darauf folgen dann die Spezialkurse.
Man kann den Strahlenschutzkurs auch absolvieren, bevor man seine berufliche Tätigkeit aufnimmt, läuft dann eben wie weiter oben geschrieben nur Gefahr, dass man die Kosten selbst trägt und keinen Zuschuss/Kostenübernahme vom Arbeitgeber bekommt. Aber ich denke mal, dass man ihn dann zumindest steuerlich absetzen kann.
alley_cat75
28.06.2008, 17:29
Aber ich denke mal, dass man ihn dann zumindest steuerlich absetzen kann.
Niemals, NIEMALS, würde ich diese Kurse aus eigener Tasche bezahlen. :-dagegen Ordnet jemand ohne den Wisch Röntgenuntersuchungen an, muss das Haus dafür gerade stehen. Also obliegt es der Abteilung, für die notwendige Ausbildung ihrer Leute zu sorgen. Der Einführungskurs mag ja noch mit 50 Euro gehen, aber was danach kommt, ist schlicht absurd. Man zahlt doch kein Geld für 24 h Langeweile. :-meinung Bei uns hieß es auch erst, das Haus zählt die Hälfte der Kurse. Ich habe meinem Chef gesagt, dass ich dann den Kurs nicht machen würde und leider immer meinen Hintergrund anrufen müsste, um ein Bild schießen zu lassen. Das hat irgendwie beeindruckt.
ich habe jetzt verstanden, dass man den kenntnis- (8h), grund- (24h) und spezialkurs (24h) braucht für die fachkunde. welcher aber ist denn der kurs für "bilder nicht nur anordnen und befunden sondern auch machen" ? wohlgemerkt für einen nicht-radiologen der sich in der situation befindet, dass er völlig alleine ohne radiologen auskommen soll.
Braucht man diesen Strahlenschutzkurs auch als Augenarzt? In meinem Arbeitsvertrag und in meinem Logbuch von der Ärztekammer steht nichts davon geschrieben und ich habe auch nicht vor, nach meiner Facharztprüfung im Krankenhaus zu arbeiten, sondern in eine niedergelassene Praxis zu gehen.
Gruß Cancer1
ich habe jetzt verstanden, dass man den kenntnis- (8h), grund- (24h) und spezialkurs (24h) braucht für die fachkunde. welcher aber ist denn der kurs für "bilder nicht nur anordnen und befunden sondern auch machen" ? wohlgemerkt für einen nicht-radiologen der sich in der situation befindet, dass er völlig alleine ohne radiologen auskommen soll.
MACHEN tun das eh die MTA´s, DU brauchst den Wisch nur, um die richtige INDIKATION für eine Aufnahme stellen zu können (die bösen Röntgenstrahlen..).
Ist aber wiedermal nur ein Zeichen für die Regulationswut der Deutschen- 3 Kurse für eine Sache, die man in 1 Stunde lernen kann...
Aber es verdienen sich dabei wenigstens ein paar Leute eine goldene Nase...
Braucht man diesen Strahlenschutzkurs auch als Augenarzt? In meinem Arbeitsvertrag und in meinem Logbuch von der Ärztekammer steht nichts davon geschrieben und ich habe auch nicht vor, nach meiner Facharztprüfung im Krankenhaus zu arbeiten, sondern in eine niedergelassene Praxis zu gehen.
Gruß Cancer1
In meinem Vertrag steht es zwar drin, genau wie in jedem Vertrag in unserer Klinik. Aber wir müssen es als Augenärzte nicht machen. Unser Chef telefoniert bei jedem Neuvertrag wieder mit der Verwaltung, weil die es einfach nicht schaffen, diesen Schwachsinn da herauszustreichen. Ich weiß allerdings nicht, ob ich es nicht machen muss, weil ich Augenheilkunde mache (glaube ich nicht) oder weil, und das glaube ich eher, wir eine 24h-Radio-Bereitschaft im Hause haben und ja letztendlich dann der Radiologe offiziell die Indikation zur Aufnahme stellt.
Ich kann einfach nicht glauben, dass irgendwer bereit ist für diesen Kram auch nur einen Cent selbst zu bezahlen. Wer will, daß ich ein Röntgenbild, CT, MRT oder was weiss ich was anfordere, der soll mir den Mist gefälligst bezahlen und mich da in der Arbeitszeit hinschicken.
Relaxometrie
29.03.2009, 11:34
Eine weitere Frage in dem Strahlenschutzchaos:
Nachdem man einige Kurse abgeschlossen hat (Welche das genau sind, habe ich immer noch nicht verstanden. Ich vermute, Kenntnis-/Grund-/Spezialkurs), beginnt die anrechenbare Zeit für den Erwerb der Sachkunde.
Für die nötige Zeit gibt es wieder -je nach genau zu erwerbendem Gebiet- unterschiedliche Angaben. Welche Gebiete macht man denn im Normalfall? Die Notfalldiagnostik? Da ist die Zeit mit einem Jahr angegeben.
Insgesamt halte ich dieses Strahlenschutzkursssytem für eine grobe Unverschämtheit. Dabei rege ich mich erstmal nicht über die Notwendigkeit und über die Kosten auf, sondern darüber, daß es erstens kein bundeslandübergreifendes, einheitliches System gibt, und auch darüber, daß man durch die vielen unterschiedlichen Kurse nur sehr schwer durchblickt.
Warum nicht einfach: Kurs 1, Kurs 2, danach 50 RöThorax / 50 Abdomenaufnahmen / ..... befunden, dann Scheinerwerb. Von mir aus auch ein Auffrischungskurs alle 5 Jahre. Aber so, wie es derzeit gehandhabt wird, finde ich es nicht ok.
Da hänge ich mich mal dran: ich arbeite in Westfalen-Lippe und soll bitte bald (wird vom Haus bezahlt) den ersten Kurs machen. Wie "heißt" der (erste) Kurs, den ich machen soll? Wo finde ich Daten dazu? Kann ich dann nur die in Westfalen-Lippe angebotenen Kurse machen bzw. anrechnen lassen?
Danke im Voraus!
LG,
Ally
Relaxometrie
29.03.2009, 12:18
Wie "heißt" der (erste) Kurs, den ich machen soll?
Meine vorsichtige Vermutung ist, daß der erste Kurs "Kenntniskurs" heißt. Bei uns (Nordrhein) gibt es einen kombinierten Kenntnis-/Grundkurs, mit dem man wohl anzufangen scheint.
die aekwl bietet ende august in münster die kombination kurs I und II an. man kann kurs I machen und den zweiten später aber auch beide kurse in 1 woche nacheinander... zwischendurch musst du dir von deinem hauschef der radiologie 8h einführung in die praxis der dingens bescheinigen lassen..
(ich werde übrigens auf dem 2. kurs sein)
lg
Eine weitere Frage in dem Strahlenschutzchaos:
Nachdem man einige Kurse abgeschlossen hat (Welche das genau sind, habe ich immer noch nicht verstanden. Ich vermute, Kenntnis-/Grund-/Spezialkurs), beginnt die anrechenbare Zeit für den Erwerb der Sachkunde.
Für die nötige Zeit gibt es wieder -je nach genau zu erwerbendem Gebiet- unterschiedliche Angaben. Welche Gebiete macht man denn im Normalfall? Die Notfalldiagnostik? Da ist die Zeit mit einem Jahr angegeben.
Also hier in Bayern gilt automatisch die Zeit ab dem 1. Arbeitstag für die Sachkundezeit, nicht erst ab den Kursen. Ich denke die meisten von uns werden zunächst die Fachkunde für das Teilgebiet Notfalldiagnostik erwerben, sind 600 Bilder und 1 Jahr. Ich hab mir gleichzeitig nach 1,5 Jahren das Teilgebiet "Thoraxdiagnostik auf der Intensivstation" bescheinigen lassen, da braucht es dann nochmal 0,5 Jahre und 100 Rö-Thoraxbilder.
-->aber wie gesagt: Bayern.
Da hänge ich mich mal dran: ich arbeite in Westfalen-Lippe und soll bitte bald (wird vom Haus bezahlt) den ersten Kurs machen. Wie "heißt" der (erste) Kurs, den ich machen soll? Wo finde ich Daten dazu? Kann ich dann nur die in Westfalen-Lippe angebotenen Kurse machen bzw. anrechnen lassen?
Danke im Voraus!
LG,
Ally
Also, ich würde einen kombinierten Grundkurs mit integrierter Unterweisung/Kenntniskurs machen, also wo man dann nicht extra zum Radiologen gehen muss um sich die 8 h bescheinigen zu lassen (außer man hat da connections). Vorsicht, es gibt auch reine Grundkurse ohne diesen Unterweisungs- bzw. Kenntniskurse, ich bin da eher reingefallen und musste das dann noch separat nachholen. In Mainz und in Ulm sind z.B. diese Kenntniskurse extra. In diesem Fall dann beide buchen.
Die Kurse sind in der Regel deutschlandweit gültig, wenn sie von einer Landesärztekammer anerkannt wurden, weil ja die Kursinhalte durch die Röntgenverordnung festgelegt sind.
http://www.aekwl.de/fileadmin/indal/aekwl/detailDritteEbene.php?param=3323
das ist der, den ich besucht habe... die klausur soll angeblich einfach sein, aber ich war zu doof, die mündliche nachprüfung war simpel :-)
und da muss ich jetzt im sommer hin *sfz*
http://www.aekwl.de/fileadmin/indal/aekwl/detailDritteEbene.php?param=3324
Ein Fach, in dem man keinen Kurs braucht, ist doch toll :-D
Grombühlerin
29.03.2009, 14:17
Wie soll man eigentlich ernsthaft an die ganzen geforderten "Röntgenaufnahmen unter Anleitung" kommen?
Ich meine nicht, dass man das alles eh nicht schaffen kann, bevor man nachts in seiner internistischen Notaufnahem sitzt und die Häflte der Patienten Dyspnoe hat (in kleineren Häusern sitzt man da spätestens im 3. Monat und da gibts keine Radiologen....)
Nein, ich meine wie man denn das ganze fachfremde Zeug auf dieser Liste ansammeln soll! Ich mach seit ich in der Anästhesie bin nur Thoraxe (Nach ZVK-Anlage)! Klar findet man immer jemanden, der einem irgendwas unterschreibt aber machen sich die Leute, die sich diese Anforderungen ausdenken, eigentlich auch mal Gedanken drüber???
Kann übrigens vom Kurs in Würzburg abraten, Prüfung war nicht ohne und ich hab sie eher durch Zufall bestanden....
Kerstin18
30.03.2009, 19:39
War schonmal jemand bei dem Kurs von Röntgen-Consult in Frankfurt?
Wenn ja, wie war's?
Wer bescheinigt einem denn die ganzen Bilder, die man nachweisen muss? Der Radiologe des Hauses? Und wie weisst man den Kram nach, dass man ihn gemacht hat? Ich kann doch nicht von jedem Bild, das ich gesehen habe, einen Befund schreiben, oder doch?
das ist der, den ich besucht habe... die klausur soll angeblich einfach sein, aber ich war zu doof, die mündliche nachprüfung war simpel :-)
und da muss ich jetzt im sommer hin *sfz*
"angeblich" triffts ganz gut:-)) und im Spezialkurs sind die Fragen auch ziemlich "spezial":-keks Bin ich froh, dass ich erstmal 5 Jahre Ruhe davor hab...
@Mc Beal: du kannst prinzipiell bei jeder Ärztekammer den Kurs machen, mußt nur bei der AEKWL darauf achten, dass du alles schön der Reihe nach machst bzw. in Kombination, also
Kenntnisse im Strahlenschutz dann
Grundkurs Strahlenschutz (diese ersten beiden sind in Münster kombiniert in einem Kurs in anderen Bundesländern aber teilweise seperate) und dann
Spezialkurs im Strahlenschutz
danach kannst du dann die Sachkunde Röntgen beantragen, nachdem du von einem Sachkundigen eine praktische Unterweisung bekommen hast und erst danach darfst du strenggenommen die Indikation zum Röntgen stellen
für die FACHkunde gibts dann nochmal ganz andere Spielregeln
hauinsfeld
01.04.2009, 20:06
danach kannst du dann die Sachkunde Röntgen beantragen, nachdem du von einem Sachkundigen eine praktische Unterweisung bekommen hast und erst danach darfst du strenggenommen die Indikation zum Röntgen stellen
Das ist nicht richtig.
Die Indikation zum Röntgen (für Nichtradiologen sicher nur für Notfalldiagnostik) kann nach Erwerb der Fachkunde gestellt werden
für die FACHkunde gibts dann nochmal ganz andere Spielregeln
Und die Fachkunde erwirbt man zum Einen durch die Kurse, zum Anderen durch die Sachkunde.
Kurse+Sachkunde=Fachkunde - ganz einfach.
Ich kapier das irgendwie nicht ganz. Wenn ich mir den Veranstaltungskalender der BÄK anschaue, tauchen da Kenntniskurse auf und Grundkurse. Manche LÄK bieten keine Kenntniskurse an - sind die dann im Grundkurs integriert? :-nix
Kann einer was zum Strahlenschutzkurs in Berlin sagen? Berlin oder Münster täten mich wohl interessieren...
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