Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pflegepraktikum, auf welcher Station wart ihr?



Seiten : 1 2 [3] 4 5 6 7

GOMER
01.06.2006, 14:55
Kann man nicht pauschalisieren, ich hab Blut abgenommen und Zugänge gelegt, glaube aber eher, daß das die Ausnahme ist.
Um Grundpflege, Essen verteilen und Betten machen kommt man nur selten herum.
Ich denke auf operativen Stationen kommt auf jeden Fall OP-Vorbereitung dazu.
Ansonsten Botengänge, auf Glocken gehen. Ich musste noch BZ machen und RR messen, Patienten wiegen, Schränke auffüllen und was sonst noch so anfiel (und das war ne Menge...).

Hab sogar Geld bekommen. 100€ gab es pro Monat... :-???

Giant0777
01.06.2006, 14:56
@Limette : Was Du alles machen darfst? Na, alles was pflegerische Tätigkeiten sind - der Name ist eben Programm. Man darf also nicht zuviel erwarten ( so nach dem Motto, am Ende des Praktikums lege ich den ganzen Tag ZVK´s :-)) )

Ich selbst war in der Inneren gewesen und habe für mich festgestellt, dass hier Licht und Schatten sehr nah beieinander liegen.

Also, so oft wie man hier bei der Diagnostik zuschauen kann ( also Sono, Magen- und Darmspiegelung, Punktionen, ...... ), kann man es woanders wohl kaum schaffen.

Nachteil ist wie schon oben erwähnt, dass die "Klientel" zumeist aus dementen, zuckerkranken, alkoholabhängigen oder herzkranken Patienten besteht. Ich fand es am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig, muss aber sagen, dass man sich hier "die Hörner" abstösst - wer das hier guten Gewissen erträgt, sollte woanders auch keine Schmerzen haben ( erinnert mich jetzt grade an viele Passagen von "House of God" oder wie eine Patientin zu mir etwa 30mal gurte: "Der Kot muss raus!" :-)) :-)) :-)) ).

Ansonsten super Klima, gut ins Team integriert worden und viel gelernt
( sowohl in fachlicher, als auch menschlicher Hinsicht )!

Gruss, Giant!

HAS
01.06.2006, 16:02
ich habe "h.o.g." auch während den kpp auf der inneren gelesen und das beschreibt die situation doch sehr anschaulich. sehe das alles sehr ähnlich wie giant, mein fazit aber ganz klar: auf der inneren kann man eine menge mitnehmen und sie ist gerade für den anfang sehr empfehlenswert.

HalloBallo
01.06.2006, 18:15
Hi,

ich habe mir den ersten Teil meines Pflegepraktikums für die Semesterferien auf einer kinderchirurgischen Station organisisert. Meint ihr, dass das eine gute Entscheidung war oder hätte ich lieber mit etwas anderem beginnen sollen?

jule82
02.06.2006, 10:45
Hallo!!
Ich kann allen die Innere für den Anfang nur empfehlen.
Es hat sich bei mir auch echt ausgezahlt, dass ich drei Monate auf der gleichen Station war. In den letzten 6 Wochen durfte ich alles machen. Wir waren dann nur zu zweit im Spätdienst, mir "gehörte" quasi die eine Hälfte der Station. Das ging von Kurven schreiben bis Katheter legen und allen andern Dingen...
Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man den Schwestern zu verstehen gibt, dass man ihre Arbeit würdigt und respektiert. Ich muss auch sagen, dass ich von einigen wahnsinnig viel zwischenmenschliches lernen konnte. Wir waren fast immer voll belegt und haben oft Patienten und Angehörige im Sterben begleitet. Diese Situationen, man die Hand eines Patienten gehalten hat, als der seinen letzten Atemzug tat, wie die Schwestern ganz ruhig, immer wieder mit ihm und den Angehörigen geredet haben, diese Momente waren so beeindruckend, die werde ich nie vergessen. Zwei der Schwestern waren auf ihre eigene, durchaus simple und einfache Art aber solche "guten" Menschen, dass ich über die anderen, mißgelaunten und vielleicht auch mir gegenüber distanzierten locker hinwegsehen konnte.
Ich muss auch sagen, dass mir persönlich die sogenannten ekligen Aufgaben wie Windeln und Waschen nichts ausgemacht haben. Eine ältere Dame die dann nämlich sauber, gepflegt und menschenwürdig in ihrem Bett liegt und einem "Dankeschön mein Schatz" ins Ohr flüstert ist der schönste Lohn und da kann ich ehrlichgesagt zwanzig Patienten aus einem vollgekoteten Bett ziehen, das macht mir nichts mehr aus.
Also alles in allem war Innere für mich echt eine tolle Erfahrung, was aber auch sehr an dem tollen team der Station gelegen hat, die mich auch immer wieder ermutigt haben, Ärzte anzusprechen, so daß ich auch echt viele Untersuchungen sehen konnte.

el Scorcho
20.07.2006, 17:09
Also ich fand Chirurgie auch nicht so toll, Bettpfannen- und Stuhlgangbetreuung bei Oberschenkelhalsbrüchen und Rippenserienfrakturen, die auch gar nicht entlassen werden wollen sind nach 4 Wochen wenig erbauend... Innere ist da besser, am besten ist aber OP. Man muss nur eine PDL finden, die einem das als Pflege anerkennt. :)

Aber mal ne ganz andere Frage: Hat von Euch schon mal jemand gehört, dass das LPA nachprüft ob man das Praktikum wirklich gemacht hat (sollte man per Vitamin B nen Monat "geschenkt" bekommen haben...), also im Krankenhaus anruft etc. ??

Ich weiß, dass das LPA Praktika in Krankenhäusern ohne Belegbetten herausfindet (wie auch immer) und nicht akzeptiert...

Hat jemand da Kenntnisse?

Gruß!

Xela
20.07.2006, 18:10
Aber mal ne ganz andere Frage: Hat von Euch schon mal jemand gehört, dass das LPA nachprüft ob man das Praktikum wirklich gemacht hat (sollte man per Vitamin B nen Monat "geschenkt" bekommen haben...), also im Krankenhaus anruft etc. ??
mmh. ungefähr 200 studenten / uni melden sich zum physikum an, die alle 3 monate pflegepraktikum geleistet haben, manche in 3 verschiedenen krankenhäusern. macht ca. 600 anrufe. meinst du das lpa hat dazu lust / zeit? meinst du irgendwer in der pdl erinnert sich noch an die pflegepraktikanten der letzten jahre? überleg mal!

das lpa ruft keine krankenhäuser an, weder um pflegepraktika noch um famulaturen nach zu prüfen. und aus meiner erfahrung ist das lpa wesentlich großzügiger in der anerkennung von bescheinigungen als man immer hört. zumindest in nrw.

also: wer nicht wagt..

jofo.
25.07.2006, 20:32
Na dann fälschen wir uns doch gleich alle drei Monate! :/

Ich werde auf jeden Fall ganz brav die ersten zwei Monate KPP ab dem 1.8. in der Allgemein- und Visceralchirurgie unseres schnuckeligen kleinen KHs ableisten. =)

my_precious
25.07.2006, 21:12
Na dann fälschen wir uns doch gleich alle drei Monate! :/

Ich werde auf jeden Fall ganz brav die ersten zwei Monate KPP ab dem 1.8. in der Allgemein- und Visceralchirurgie unseres schnuckeligen kleinen KHs ableisten. =)

und den dritten monat bekommst du geschenkt???
boa frechheit

my_precious
25.07.2006, 21:26
Also Innere würde ich ja schon gleich mal gar nicht empfehlen, da liegen dann die ganzen alten Omas rum, die keinen Meter weit mehr kommen, und da bist du dann wirklich am Windeln wechseln und Bettpfannen ausleeren.


also ich finde das nicht fies... im gegenteil. mir ergeht es genauso. und es lässt mich an medizinstudium zweifeln. aber wenn ich mir das hier so durchlese, bin ich wohl keine ausnahme der die arbeit auf der inneren "stinkt", im wahrsten sinne des wortes. und das beruhigt.

der einzige ansporn, den ich hab dan doch medizin zu machen ist der, dass ich dann als ärztin so verfahren kann wie der arzt gestern mit mir
"bitte wechseln sie doch der patientin endlich die pampers - sonst haben wir hier nich das syndrom der überlaufwindel"
boa wie witzig... und so was ständig. :-???

jofo.
25.07.2006, 21:43
und den dritten monat bekommst du geschenkt???
boa frechheit

Nein, so war das nicht gemeint. Ich muss den dritten Monat dann in der "vorlesungsfreien Zeit" (haha, zumindest in Frankfurt) ableisten. :/

my_precious
25.07.2006, 22:27
ah ja ok - isch doch völlig legitim!

ella fradera
26.07.2006, 19:47
Also ich fand Chirurgie auch nicht so toll, Bettpfannen- und Stuhlgangbetreuung bei Oberschenkelhalsbrüchen und Rippenserienfrakturen, die auch gar nicht entlassen werden wollen sind nach 4 Wochen wenig erbauend... Innere ist da besser, am besten ist aber OP. Man muss nur eine PDL finden, die einem das als Pflege anerkennt. :)


das hab ich genau andersrum empfunden und OP fand ich nach ner Zeit langweilig... klar war es am coolsten :-music und am lustigsten, aber es war nach ner Zeit einfach nicht mehr spannend genug, übrigens fand ich das Pflegen... auf den Stuhl helfen, waschen...... alles garnicht schlimm, hat mir oft sogar Spass gemacht, da gab es schlimmeres was man oft sehen musste und die Visiten haben bei mir vieles entschuldigt, hab viel gelernt.

agouti_lilac
26.07.2006, 20:26
der einzige ansporn, den ich hab dan doch medizin zu machen ist der, dass ich dann als ärztin so verfahren kann wie der arzt gestern mit mir
"bitte wechseln sie doch der patientin endlich die pampers - sonst haben wir hier nich das syndrom der überlaufwindel"

Sei so gut und werde bitte später mal nicht so.

my_precious
26.07.2006, 20:33
mhh doch irgendetwas muss der beruf doch auch bringen!!!

jofo.
26.07.2006, 20:41
mhh doch irgendetwas muss der beruf doch auch bringen!!!

Ich hoffe einfach mal still und inständig, dass da oben dieser Smiley fehlt: ";)"

my_precious
28.07.2006, 14:52
wer mich kennt weiß dass ich sehr ironisch bin. ok im so nem anonymen forum, in dem ich noch net viel gepostet hab, kann das niemand wissen und drum sollte da auch irgendein zeichen hin. ich mach ganz gerne dieses: :-bee

catrin16585
28.07.2006, 19:32
ich hab das pflegepraktikum aufgeteilt. zuerst innere, dann chirurgie.
das erste praktikum war richtig beschissen. ich musste nur betten machen, bettpfannen durch die gegend und die station aufräumen und putzen. durfte nicht mal blutdruck oder fieber messen. obwohl ich gefragt habe, ob sie es mir mal zeigen könnten. wurde da halt ziemlich ausgenutzt.
das zweite praktikum war super. musste da natürlich auch betten machen etc. aber mir wurde dafür von den schwestern auch viel gezeigt und erklärt. hab dann auch selber alles in die kurven eingetragen etc.
wie das praktikum ist, hängt meiner meinung nach also sehr von den schwestern auf den station ab, da ich mich während des zweiten praktums nicht anders verhalten habe als beim ersten.
außerdem denke ich, dass es auch nicht zuviel verlangt ist, wenn man ein bißchen was gezeigt bekommt. schließlich nehmen wir den schwestern auch viel arbeit ab.

Rumpelstilzchen
28.07.2006, 20:49
Ich bin gelernter Krankenpfleger und hatte 3 Jahre lang Pflegepraktikum, ich weiß gar nicht, was ihr alle habt. Außerdem bin ich ein großer Befürworter dieser Maßnahme, denn ich bin sehr dafür, daß die Studenten den ganzen Krankenhausalltag auch mal von unten sehen. Ich habe mit stillem Vergnügen beobachtet, wie so mancher Schnösel, der sich nach einem oder zwei Semestern schon kurz vor dem Facharzt wähnte, auf Normalmaß zurechtgestutzt wurde.

Es sollte natürlich nicht so sein, daß man der Trottel vom Dienst ist und Putzfrau und Blitzableiter für alle anderen spielt oder daß die drei Monate dazu dienen, daß die Pflege ihre Unzufriedenheit über ihre Arbeitssituation wenn schon nicht an den Ärzten, dann an jemandem auslassen, der eindeutig in der schwächeren Position ist.

Wahrscheinlich ist es so, daß die Tür nach beiden Seiten schwingt. Ein Student ohne jegliche Krankenhauserfahrung stört am Anfang einfach, aber wer fragt und "sich anbietet" (einmal aus der ******* holen? mach ich Dir ganz billig Süßer), erarbeitet sich einen Platz im Kollektiv und wird anerkannt. Wer allerdings mit der Einstellung antritt, daß er das macht, weil er muß, und außerdem will er sowieso Arzt werden, also was soll das hier, der wird es schwer haben.

Und es hat etwas zu tun mit Respekt vor dem Menschen. Nicht nur vor dem gesunden, sondern auch vor dem kranken Menschen, der eingekotet und verwirrt im Bett liegt, auch so ein Mensch hat noch Würde.

christo
28.07.2006, 21:08
Genau die richtige Einstellung: Rutscht auf Knien durch die Tür ins Schwesternzimmer, bettelt darum, ihnen Kaffe zu kochen und den Tisch abzuräumen, und vielleicht, aber nur vielleicht dürft ihr mal nen Patienten sehen.

*gähn*