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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein "Klaps" ist Körperverletzung oder wo fängt Gewalt an...



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Bille11
12.12.2007, 20:13
... dann brüllt das kind halt rum.

es hat mehr als 2 grenzen ([nein, nein]², klaps, zimmer) aufgezeigt bekommen, wird merken, dass es mit brüllen nichts durchsetzen kann & als lernfähiger mensch entweder andere methoden der kommunikation wählen oder es gleich nach dem nein sein lassen.

little_lunatic
12.12.2007, 20:18
täte es das nicht auch ohne klaps?
edit: sorry.. dieser satz kein verb :-blush
ich meine.... würde es ohne klapps nicht genauso enden? letztlich ist das eine der vorgeschlagene alternativen.

Bille11
12.12.2007, 20:22
klar. bloss ist das ignorierende bestrafen das echt fiesere und mit dem klaps (dem nicht grob gewalttätigen schlagen sondern der körperlicher berührung) lässt sich für beide seiten (wie hier etliche aus erfahrung berichten) die angelegenheit beenden.

manche eltern umarmen ihr kind einfach nur feste & liebevoll... aber mach das mal freiwllig mit nem trotzkind, das um sich schlägt und tritt..

Hoppla-Daisy
12.12.2007, 20:25
Mal ganz was anderes:

Was mir an dieser ganzen Diskussion irgendwie fehlt, ist die Tatsache, dass bei all dieser "Freiheit" (bewusst gewählt, das Wort!) die Rücksicht auf andere Mitmenschen irgendwie zu kurz kommt. Mit "du, das tut man aber nicht..... die Frau ist jetzt ganz traurig".... sorry, damit kommt man nicht weit. Dieses Kind würde weiter auf's Schienenbein treten, um den Fall von eben mal aufzugreifen. Wieso nicht einfach auch mal gegen das Schienenbein treten? So dass es ein bissel wehtut, damit das Kind merkt "ups, das tut ja weh!"

Wie soll ein Kind denn bitte Rücksicht lernen, wenn man alles durchgehen lässt? Ok, man MÖCHTE vielleicht nicht alles durchgehen lassen, ABER es gibt auch durchaus absolut einseh-resistente Kinder. Was habt ihr denn da für ein Patentrezept?

Und kommt mir bitte jetzt nicht damit, dass ICH dann mein Kind schlagen würde....... und um es nochmal zu wiederholen: ICH SCHLAGE MEIN KIND NICHT!

angelusmuc
12.12.2007, 20:32
@ Luna: Ich habe keinen Hass auf Jugendliche, so ein Quatsch.

Wenn dann schon eher auf die Eltern die es nicht auf die Reihe bekommen, ihre kleinen Dinger ordentlich zu erziehen. Die Eltern übergeben uns die Kinder und wollen sie gesund und unbeschadet zurück, was aber schwer ist, wenn einige sich so gar nicht an Regeln halten wollen. Was einen dann in die Situation bringt, unangenehme Fragen beantworten zu müssen.

Warst du schon mal auf einem Elternabend? Da kann man schon so ein gewisses Potential an Aggression aufbauen, wenn man sich mit diesen sogenannten "Erziehungsberechtigten" auseinandersetzen muss.

Hoppla-Daisy
12.12.2007, 20:46
Tja, das ist generell ein Problem unserer Zeit, denke ich. Die Eltern geben die Kinder häufig doch nur noch ab, um die Erziehungsarbeit anderen zu überlassen.

"Bringt man denen in der Schule sowas nicht bei?"
"Also für meinen Kindergartenbeitrag kann ich ja wohl erwarten, dass man denen ein bißchen Benehmen beibringt!"

etc. pp.

O. g. Aussagen sind im übrigen ORIGINALTÖNE aus Schule/Kindergarten! Schlimm, schlimm, wenn man noch nicht mal mehr in der Lage ist, seine Kinder SELBST zu erziehen - ob nun mit oder ohne Klaps, sei mal dahingestellt! Bzw. wenn man erwartet, dass diese Arbeit andere übernehmen.

Wenn man ein Kind zu einem selbstbewussten, respektvollen - und auch höflichen!!!! - Menschen erzogen haben möchte, muss man dafür schon selbst etwas tun und nicht erwarten, dass das Ferienlager-Betreuer o. ä. tun. :-meinung

Inelein
12.12.2007, 20:50
täte es das nicht auch ohne klaps?


Jap das denke ich mir auch die ganze Zeit. Ich habe keine Kinder, hab aber vor 3 Jahren ca zweieinhalb Monate jeden Tag auf meine kleinen Nichten aufgepasst, ging nicht anders. Von mittag rum bis ins Bett bringen, das volle Programm. Die waren damals 3 und 5 Jahre alt, also hatten gerade ein besonders tolles Alter :-)). Ihr Beiname ist übrigens auch Teufelskinder, weil die wirklich Rabauken sein können, sich ständig streiten, immer Hummeln im Hintern haben.
Ich war immer konsequent, habe klare Regeln aufgestellt, diese aber auch kindgerecht erklärt. Wenn dann trotzdem gebockt wurde, hab ich sie auch mal ins Zimmer verbannt, für ne Auszeit, damit sie wieder runterkommen. Geht mir zum einen Ohr rein und zum andern wieder raus, wenn sie dann weiterschreien, jedes Kind macht ne "Bockphase" durch. Ich habe es mit positiver Konditionierung gemacht, bei positivem Verhalten, extrem gelobt, und gesagt, dass man stolz ist, weil sie so brav waren. Wenns so Situationen wie Sand auf andere Kinder werfen etc. gab konnte man bei der älteren auch schon ins Gewissen reden (Schau, das andere Kind weint jetzt, weil der Sand in den Augen brennt, und dann später muss es Haare waschen, und das magst du ja auch nicht, da wärst du auch traurig). Manchmal habe ich auch eigene Erfahrungen machen lassen, z.B. beim Gassigehen, die ältere will den Hund halten und nervt ständig. Erklären das der Hund zu stark ist nützt nichts. Gut dann habe ich ne einigermaßen weiche Wiese gesucht ihr den Hund gegeben, sie hats hingehaut hatte ein paar leichte Schrammen an den Knien, aber es wurde nie wieder gejammert, dass sie den Hund führen will. Hatte auch den Effekt, das ich das als Beispiel anführen konnte, wenn sie das nächste Mal nicht auf meinen Rat hören wollte.
Ich musste niemals so weit gehen, dass es einen Klaps gebraucht hätte, im Extremfall hat meine Stimmlage und Körperhaltung (Raumkontrolle, wirkt auch bei Hunden ;-) ) ausgereicht um zu zeigen bis hierhin und nicht weiter, bei der kleineren zugegeben auch mal ne Auszeit auf ihrem Zimmer, weil sie einfach geistig noch nicht so weit war.
Die Eltern der beiden benutzen auch mal nen Klaps als Erziehungsmittel, und warum müssen sie das tun? Weil sie inkonsequent sind, schlechte Vorbilder (Ausdrücke!), und gegenseitig ihre Autorität untergraben. Die Kinder hören auch heute noch, wenn sie bei mir sind tiptop, sie machen es mir zu liebe, sobald die Eltern die Wohnung betreten geht das Theater los :-((.
Ich will damit nicht sagen, dass ihr hier schlechte Eltern seid, aber ich finde es schade, dass Leute, die ihre Kinder ohne "Klapse" erziehen wollen, als unfähig Grenzen aufzuzeigen dargestellt werden, es ist eine Sache einem Kind alles durchgehen zu lassen, und eine andere einem Kind zu erklären warum es etwas nicht darf (das Verbot bleibt aber natürlich trotzdem). Mir ist es lieber ein Kind befolgt eine Regel aus freiwilliger Selbstbindung heraus, ich finde ein Kind ist halt kein Befehlsempfänger.
Und ich habe Verständnis dafür, wenn einem die Hand mal "ausrutscht", es einem aber hinterher leid tut, weil man es nicht wollte. Bedenklich finde ich es aber allerdings wenn man Klapse von vornherein als Erziehungsmitel einplant.

KingLoui
12.12.2007, 22:01
Ich denke du hast Recht. Ich habe auch noch keine Kinder, aber wenn ich denke dass es nötig ist wird es einen Klaps geben. Bedenke es gibt auch bei Kindern große Unterschiede im Verhalten und Jungs sind sowieso schonmal 'ne andere Baustelle als Mädels.

Feuerblick
12.12.2007, 22:20
Ich habe mich gerade am letzten Wochenende derartig über meinen Großen geärgert, daß ich ihn angebrüllt habe, daß ich furchtbar wütend auf ihn bin und ihm am liebsten eine runterhauen würde, es aber nicht tue, weil ich ihn über alles liebhabe. Das hat ihn meiner Meinung nach mehr beeindruckt als wenn ich ihm tatsächlich eine geklebt hätte. Und wenn alles nichts mehr hilft, schlage ich eben mit der Faust gegen den Türrahmen (einmal gemacht, tat säuisch weh) oder gehe einfach kurz aus dem Zimmer und atme tief durch.
Sorry, aber genau diese Nummer enthält eine PSYCHISCHE Gewalt, mit der ein Dreijähriger viel weniger klarkommt als mit einem Klaps aufs Hinterteil (so er denn in diesem Falle notwendig gewesen wäre). Solche Ausdrücke "ich hab dich soooo doll lieb, aber duuuuu hast mich enttäuscht" sind etwas, was ein Leben lang Narben setzt. Ich hätte jederzeit einen Klaps vorgezogen!!!! Und ein Elternteil, der vor Wut gegen den Türrahmen haut? Damit machst du dich vor deinem Kind total unglauwürdig! Glaubst du echt, dein Kind würde das nicht mitbekommen?

Ich verstehe nur eines nicht: Warum glauben hier alle, dass man einem Kind ANDAUERND eine schießen muss, wenn es nicht spurt? Meint ihr allen Ernstes, dass wir DAS machen wollen? Wir sagen nur, dass es Situationen gibt (die die Ausnahme darstellen - ich kann die in meinem Leben erhaltenen Ohrfeigen noch an zwei Händen abzählen), in denen kein Erklären, kein Reden, kein Argumentieren etwas bringt. Und auch kein Anbrüllen. Die einen entscheiden sich dann für die miese Tour der psychischen Gewalt, mit der ein Kleinkind nichts anfangen kann außer zu wissen, dass es etwas SEHR falsch gemacht hat oder es gibt einen Klaps, der anzeigt, dass es genau jetzt in diesem Moment ein Schritt zu weit war. Wie gesagt, das sind die Ausnahmesituationen.

Kinder können nerven, Kinder können die Pest sein. Besser, man ist darauf vorbereitet. Trotzdem würde ich meinen Eltern wegen der paar Ohrfeigen niemals pädagogisches Versagen attestieren. Im Gegenteil, ich habe eine liebevolle und konsequente Erziehung genossen. Und gelernt, wo die Grenzen liegen. Und trotzdem bin ich niemals auf andere Kinder losgegangen und hab Prügel verteilt. Kinder können schon sehr gut unterscheiden, was Recht und Unrecht ist - unterschätzt das mal nicht!

Und noch eines: Ich bin sehr wohl der Meinung, dass ein Kind sich Erwachsenen unterordnen muss. Besser es lernt es zuhause statt in der Schule dauernd anzuecken. Antiautoritäre Erziehung wäre nicht mein Stil... aber Prügel sind auch nicht vorgesehen.

Inelein
12.12.2007, 22:21
Jungs sind denk ich auch manchmal schwieriger. Wobei die ältere meiner beiden Nichten sich auch total "jungenhaft" verhält, auf keinen Fall rosa, spielt Fußball, kurze Haare, nur Jungenfreunde (Mädchen sind sooo uncool) auf ihrer letzten Geburtstagsparty waren 12 Jungs und ein Mädel eingeladen :-)) . Mädchen machen eher subtiler Ärger (unterschwelliges provozieren, zwicken etc).
Aber für mich kommen keine Klapse in Frage, so geh ich an die Sache ran. Wenn man von vornherein schon sagt, naja wenn das Kind halt nicht spurt, kriegts ne Watschn, dann hälts schon sein Maul (natürlich- man ist einem Kind ja auch körperlich überlegen!) finde ich macht man sich die Sache zu einfach und sollte lieber keine Kinder haben...
Was ich ein bissl traurig finde, ich weíß nicht ob das jetzt vielleicht zu weit hergeholt ist, ist, dass man mittlerweile sogar bei der Hundeerziehung erkannt hat, dass man einen Hund auch ohne körperliche Gewaltanwendung oder "Klapse" sehr gut erziehen kann, obwohl hier doch die Verständigung (und deshalb auch Erziehung) sich weit komplizierter darstellen müsste, weil Hunde einer fremden Art angehören. Und bei seiner "eigenen" Art sich nicht anders zu helfen weiß, als manchmal "Grenzen mit der Hand zu ziehen". Soll jetzt kein Angriff sein, es war nur eine Überlegung *anscheinendindiephilosophieabdrifte* :-((

Feuerblick
12.12.2007, 22:32
@Inelein: Dann müsstest du einem Hund aber unterstellen, dass er ABSICHTLICH seine Grenzen bis zum Erbrechen auslotet und ABSICHTLICH den Trotzkopf markiert. Würde ein Hund im Wissen, etwas nicht tun zu dürfen, immer und immer wieder insistierend eine Sache wiederholen? OBWOHL er durch Erziehung längst weiß, dass er es nicht darf? Glaube ich nicht. Ergo kannst du Hundeerziehung nicht mit Kindererziehung vergleichen.

Was ich echt traurig finde: Warum glauben eigentlich alle, dass es das Extrem sein muss? Also entweder null Gewalt und viele gute Worte oder bei jeder Übertretung eine auf die Zwölf? Ich sag es nochmal: Klapse als Ausnahme halte ich für absolut legitim. Als Ausnahme - wenn alles andere nicht fruchtet. Nicht als "okay, wenns nicht spurt, bekommts eine". Meine Mutter hat mir dann einen Klaps verpasst, wenn alles gute Erklären, jegliche autoritäre "Raumkontrolle" und was auch immer noch hier vorgeschlagen wurde, nicht gefruchtet hat gegen meinen Trotzkopf. Wenn ich ausdrücklich und wissend bis aufs Blut gereizt habe. Und wenn ich die Warnung "Es reicht jetzt wirklich. Wenn du nicht gleich damit aufhörst, dann bekommst du eine" geflissentlich überhört hatte und bewußt weitermachte.

Wie gesagt: Mir hat´s nicht geschadet und ich würde es bei meinem Kind im Extremfall ganz genauso machen. Ob es notwendig wäre? Keine Ahnung... nicht jedes Kind kann so ätzend sein, wie ich es oft war... ;-)

Hoppla-Daisy
12.12.2007, 22:33
Klaps + Ohrfeige = leere Schnittmenge!

Das sind zwei verschiedene paar Schuhe, das möchte ich aber dringend verstanden wissen. Damit hier keine Missverständnisse aufkommen. Denn das scheint mir irgendwie hier der Fall zu sein.

Ein Schlag ins Gesicht.... das ist ja wohl das Unwürdigste, was es gibt!

Feuerblick
12.12.2007, 22:34
Klaps + Ohrfeige = leere Schnittmenge!

Das sind zwei verschiedene paar Schuhe, das möchte ich aber dringend verstanden wissen. Damit hier keine Missverständnisse aufkommen. Denn das scheint mir irgendwie hier der Fall zu sein.

Ein Schlag ins Gesicht.... das ist ja wohl das Unwürdigste, was es gibt!*schulterzuck* Finde ich nicht, wäre aber nun auch nicht mein Stil...

Inelein
12.12.2007, 22:55
@Feuerblick: Ja du hast Recht, ein Hund würde natürlich nicht absichtlich die Grenzen immer wieder zu überschreiten versuchen. Aber Kinder werden doch auch nicht schon als Teufelchen geboren, sie sind auch größtenteils das Produkt ihrer bisherigen Erziehung. Ich vermute, dass Kinder eine Schwäche ihres Gegenübers "wittern" und diese dann ausnutzen. Wenn man von vornherein vermeidet diese "Schwäche" zu zeigen, kommt es gar nicht so weit, dass nichts mehr hilft. Also Probleme mit dem Kind wären dann auf Fehler in der bisherigen Erziehung zurückzuführen. Nur eine Theorie von mir, ich hab in dem Punkt aber dann doch zu wenig Erfahrung um da was handfestes behaupten zu können :-keks .
@Daisy: Sorry, "Watschn" war überspitzt formuliert, mir war klar, dass du eher Klapse auf den Po etc meinst.
Ich finde der Begriff "antiautoritäre Erziehung" passt nicht so wirklich auf das Erziehungsmodell, was mir und den anderen "Klapsgegnern" vorschwebt, es geht nicht darum dem Kind alles durchgehen zu lassen, keine Grenzen zu ziehen etc. Es geht, mir jedenfalls, nur darum die Grenzen ohne Klapse durchzusetzen, und bei Regeln zu versuchen klar zu machen warum man es nicht darf/tun soll (dem Alter entsprechend! Klar bei nem 2-Jährigen ist da nicht viel mit erklären). Und das hat nichts mit stundenlangem diskutieren zu tun, man kann sich mMn durchaus 2 min Zeit und seine Beweggründe darlegen. Ein "basta!" schafft doch nur Distanz und Unverständnis. Und wer sagt, dass ein Kind später in der Schule nicht klarkommt, nur weil man ihm die Regeln erklärt hat? So ein Unsinn, es ist eine Sache ein Kind zum mitdenken/reflektieren anzuregen und eine ganz andere seinem Kind alles durchgehen zu lassen. Sein Kind zu einem Befehlsempfänger zu machen, der brav ohne das Gehirn einzuschalten alles macht, was man ihm sagt, will doch wohl keiner hier, oder? *vielleichtauchetwasfalschverstandenhab*

little_lunatic
12.12.2007, 23:26
Klaps + Ohrfeige = leere Schnittmenge!

Das sind zwei verschiedene paar Schuhe, das möchte ich aber dringend verstanden wissen. Damit hier keine Missverständnisse aufkommen. Denn das scheint mir irgendwie hier der Fall zu sein.

Ein Schlag ins Gesicht.... das ist ja wohl das Unwürdigste, was es gibt!

hmm... das gefühl mit dem missverständnis hab ich auch.... kommunikation nicht einfach sind. :-)

Linda.1001
12.12.2007, 23:40
Also ich finde, dass (ohne hier jemanden angreifen zu wollen, will ich wirklich net und außerdem denke ich dass jeder sein Kind nach seiner Ansicht am besten erziehen solle) auch Klapse oder Ohrfeigen nur Ausdruck der eigenen Schwäche bzw Hilflosigkeit dem Trotz des Kindes gegenüber sind.

Ich habe keine Kinder und kann deswegen eigentlich nicht mitreden diesbzgl. aber ich will auch niemanden hier damit angreifen, sondern nur mal betonen, dass o.g. wahrscheinlich aus der eigenen Verzweiflung heraus passiert und es einem dann selber mehr wehtut als dem Kind.

:peace:

Hoppla-Daisy
13.12.2007, 00:24
Ach ja, ihr dürft euch freuen ;-). Meine Tochter hat derzeit in Politik (5. Schuljahr) das Thema Erziehungsstile und würde als "Betroffene" beizeiten (also zu kindkompatiblen Zeiten :-))) auch gerne ihren Senf dazugeben.

Als ich sie heute, äh gestern, im Laufe des frühen Abends mal fragte, ob sie eigentlich jemals das Gefühl gehabt hätte, irgendeinen seelischen Schaden genommen zu haben, wenn sie von mir "geklapst" wurde, kam folgender Kommentar (man stelle sich nun eine fast 11jährige Göre vor, leicht zickig schauend und unverständlich den Kopf schüttelnd, gerade so als hätte ich sie nicht mehr alle beisammen :-)) ):

"Äh, waaaaaaaaaaaaaaas? ................. Naja, wenn ich mal eine von dir gewitscht bekommen habe, war ich natürlich zuerst mal ein bißchen traurig. Aber dann hab ich auch nochmal genau drüber nachgedacht und wusste ja auch, dass das gerechtfertigt war. Und dann war ich auch nicht mehr traurig. Aber nen Schaden??????? Sag mal, spinnst du?????? Wie kommst du denn bitte daaaaaaaaaaarauf??????" (grinsend)

Ist ja nicht so, als würde mich diese Diskussion hier im Thread nicht tangieren ;-). Also, sobald ihre zahlreichen Aktivitäten (:-))) und ihre Zeit/Lust es erlauben, wird sie sich äußern :-oopss .

Allerdings, soviel sei verraten: Sie findet den autoritären Stil blöd und den antiautoritären bescheuert. Ihr Favorit ist ganz klar der demokratische Stil ("aber man muss ja nicht immer alles diskutieren" <----- O-Ton!!!) ;-)

hennessy
13.12.2007, 06:38
Ach ja, ihr dürft euch freuen ;-). Meine Tochter hat derzeit in Politik (5. Schuljahr) das Thema Erziehungsstile und würde als "Betroffene" beizeiten (also zu kindkompatiblen Zeiten :-))) auch gerne ihren Senf dazugeben.

Als ich sie heute, äh gestern, im Laufe des frühen Abends mal fragte, ob sie eigentlich jemals das Gefühl gehabt hätte, irgendeinen seelischen Schaden genommen zu haben, wenn sie von mir "geklapst" wurde, kam folgender Kommentar (man stelle sich nun eine fast 11jährige Göre vor, leicht zickig schauend und unverständlich den Kopf schüttelnd, gerade so als hätte ich sie nicht mehr alle beisammen :-)) ):

"Äh, waaaaaaaaaaaaaaas? ................. Naja, wenn ich mal eine von dir gewitscht bekommen habe, war ich natürlich zuerst mal ein bißchen traurig. Aber dann hab ich auch nochmal genau drüber nachgedacht und wusste ja auch, dass das gerechtfertigt war. Und dann war ich auch nicht mehr traurig. Aber nen Schaden??????? Sag mal, spinnst du?????? Wie kommst du denn bitte daaaaaaaaaaarauf??????" (grinsend)

Ist ja nicht so, als würde mich diese Diskussion hier im Thread nicht tangieren ;-). Also, sobald ihre zahlreichen Aktivitäten (:-))) und ihre Zeit/Lust es erlauben, wird sie sich äußern :-oopss .

Allerdings, soviel sei verraten: Sie findet den autoritären Stil blöd und den antiautoritären bescheuert. Ihr Favorit ist ganz klar der demokratische Stil ("aber man muss ja nicht immer alles diskutieren" <----- O-Ton!!!) ;-)

Gratuliere zu so einer Tochter! Gelebte Demokratie anstatt oktroyierte Gewaltlosigkeit.
Na ja, der Apfel fällt nicht weit vom Pferd, äh.... von der Ente, äh.... vom Stamm.
lg
hennessy

hiddl
13.12.2007, 08:55
@angel: naja, das Lamentieren darüber, dass die Jugend von heute ganz schrecklich und verzogen ist und früher alles besser war, ist ja nicht ganz neu und war schon bei den alten Griechen bekannt :-sleppy.

@daisy:

Was mir an dieser ganzen Diskussion irgendwie fehlt, ist die Tatsache, dass bei all dieser "Freiheit" (bewusst gewählt, das Wort!) die Rücksicht auf andere Mitmenschen irgendwie zu kurz kommt. Mit "du, das tut man aber nicht..... die Frau ist jetzt ganz traurig".... sorry, damit kommt man nicht weit. Dieses Kind würde weiter auf's Schienenbein treten, um den Fall von eben mal aufzugreifen. Wieso nicht einfach auch mal gegen das Schienenbein treten? So dass es ein bissel wehtut, damit das Kind merkt "ups, das tut ja weh!"
Weil es total lächerlich ist, einem Kind vor's Schienbein zu treten, damit stellt man sich ja auf dieselbe Ebene. Da soll es einen noch ernstnehmen? Wenn das Kind in einem Alter ist, in dem es noch keine Empathie empfinden kann, dann muß es das lernen und das tut es ganz sicher nicht, indem man ihm selbst Schmerzen zufügt. Ein 6/7-Jahre alter Junge wie in Alleys Beispiel sollte aber schon Empathie-Vermögen besitzen, insofern bin ich überzeugt, dass man dort mit reden weiterkommt.

Zu dem demokratischen Erziehungsstil, den Deine Tochter bevorzugt, schreibt Wiki übrigens folgendes:
demokratische Erziehung (http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratische_Erziehung)
Von Klapsen, wenn man nicht mehr weiter weiß, lese ich da nicht so viel, aber sehr viel mehr vom Ausdiskutieren :-nix.
Aber wie schon weiter oben geschrieben, wir sollten auf das Benennen von Erziehungsstilen vielleicht besser verzichten, da die Definitionen nicht so klar sind.

@Feuerblick:
Wenn für Dich aber doch Gewalt (oder meinetwegen Klapse) so eine absolute Ausnahme darstellen, warum weigerst Du Dich dann, Erziehungsstile als sinnvoll anzuerkennen, die zunächst mal ohne Gewalt (Klapse...) auskommen wollen?
Auch hier im Thread geht ja die Meinung, was als Klaps noch gerechtfertigt ist und was nicht mehr, sehr auseinander. Es gibt ja durchaus Meinungen, die auch Ohrfeigen als akzeptabel darstellen. Wäre es da nicht besser, primär ganz auf Gewalt zu verzichten?
Ich muß mich da Inelein anschließen:

Aber Kinder werden doch auch nicht schon als Teufelchen geboren, sie sind auch größtenteils das Produkt ihrer bisherigen Erziehung. Ich vermute, dass Kinder eine Schwäche ihres Gegenübers "wittern" und diese dann ausnutzen. Wenn man von vornherein vermeidet diese "Schwäche" zu zeigen, kommt es gar nicht so weit, dass nichts mehr hilft. Also Probleme mit dem Kind wären dann auf Fehler in der bisherigen Erziehung zurückzuführen.
Meine Mutter sagte immer "zum ärgern gehören immer zwei, einer, der ärgert und einer, der sich ärgern läßt." In gewisser Weise läßt sich das auch auf Erziehung übertragen.
Kinder lieben ihre Eltern bedingungslos und wollen sie nicht unglücklich machen (insofern @daisy ist auch die Antwort Deiner Tochter zu Deinem Erziehungsstil nur bedingt zu verwerten). Wenn sie sich trotzdem so benehmen, sollte man sich fragen, warum und sich nicht auf ihr Niveau herablassen, indem man schlägt, schreit, schubst oder an den Haaren zieht :-oopss.

Auch dass Jungen schwieriger sind als Mädchen, halte ich für ein vorgeschobenes Argument. Meine Schwiegereltern haben ihre vier Söhne jedenfalls gewaltfrei zu anständigen Menschen erziehen können.

Zur Jugendkriminalität: Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass kriminelle Jugendliche hauptsächlich von Eltern erzogen wurden, die sich bewußt für eine gewaltfreie Erziehung entschieden haben? Oder vielleicht doch eher von Eltern, die sich über Erziehung gar keine Gedanken machen, die selbst Gewalt und Unberechenbarkeit vorleben?

Feuerblick
13.12.2007, 09:06
@Hiddl: Umgekehrt wird ein Schuh draus: Ich lehne ab, von vornherein zu sagen, dass man auf keinen Fall und niemals einen Klaps in seiner Erziehungsweise akzeptieren möchte. Ich bin absolut für gewaltfreie Erziehung, bin mir aber auch durchaus im Klaren, dass für mich in Ausnahmefällen der Klaps in Frage kommt, weil ich weiß, dass Kinder arge Teufel sein können. Und zwar absolut abseits von vorheriger Erziehung und Co. Und zeig mir bitte eine voll berufstätige Mutter, die nach einem Arbeitstag von neun Stunden mit Stress sich NICHT ärgern lässt, wenn das Kind den Trotzkopf raushängen lässt. Soviel zum Thema "einer der ärgert und einer, der sich ärgern lässt". Vielleicht bin ich auch nicht belastbar genug, mich von einem kleinen Rotzlöffel dann nicht stressen zu lassen. Aber wie gesagt, Klaps ist ein Ausnahmefall und soll es auch bleiben.