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Dr. Julius Hibbert
01.08.2008, 15:24
Ich glaube, Dir obliegt ein grundsätzlicher Denkfehler. Du unterschätzt ganz offensichtlich das Wissen, das ein Mediziner haben muss, um mindestens mit mittelmäßigem Erfolg tätig zu sein.

Aber ich würde sagen, wenn man sich wirklich für etwas interessiert, fällt es einem leichter, Dinge zu behalten und Wissen "anzuhäufen". Ist bei mir auf jeden Fall so.
Natürlich gibt es noch viele andere Faktoren, das will ich überhaupt nicht bestreiten. Und ich habe auch nie versucht, es so darzustellen, dass ein "mittelmäßiger" Arzt grundsätzlich weniger motiviert ist.
Trotzdem glaube ich, dass es einen gewissen Zusammenhang zwischen Motivation und "Leistung" gibt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der sein ganzes Leben lang schon Medizin studieren will, der alles was er im Studium lernt in sich aufsaugt und auch später immer versucht, von erfahreneren Ärzten zu lernen, nur Mist verzapft.


Du kannst doch jemandem, der nicht 110% Erfolgsquote bietet, nicht mangelnde Motivation unterstellen.

Wie gesagt, das tue ich auch nicht.


Das sind dann Ärzte, die bei uns in der Notaufnahme oder auch Station anrufen, ihr mangelndes Wissen ehrlich zugeben und um eine Zweitmeinung bitten.

Wer öfter mal um eine Zweitmeinung (von einem Erfahreneren Arzt) bittet, wird wohl auch in aller Regel weniger Fehler machen und optimaler behandeln und damit ist er für mich auch irgendwie ein "besserer Arzt".

Und natürlich hat jemand, der noch nichtmal angefangen hat, zu studieren nicht den völligen Durchblick über den Arztberuf. Wie denn auch. Aber ich habe versucht mich so weit wie möglich zu informieren. Ich habe z.B. ein zweiwöchiges Praktikum in der Anästhesie gemacht, hab den kompletten Medi-Learn-Studienführer durchgearbeitet, mache meinen Zivildienst im Rettungsdienst, versuche, vor dem Studium noch mein Pflegepraktikum abzuleisten und habe mich mit vielen Ärzten und Medizinstudenten unterhalten obwohl ich keine in meiner Familie habe. Die Entscheidung für Medizin kam auch nicht von heute auf morgen. Vor 4 oder 5 Jahren kam ich irgendwie auf die Idee "warum eigentlich nicht Medizin". Und ab da habe ich angefangen, mich immer mehr damit zu beschäftigen. Ich habs sogar geschafft, mich ein bisschen auf den Arsch zu setzen und meinen Schnitt von 2,4 auf 1,6 zu verbessern.
Was soll ich denn noch machen?

Dr. Julius Hibbert
01.08.2008, 15:33
Also würden Leute mit einem 3er Abi Medizin studieren und total motiviert sind, aber eigentlich Ar$chlöcher sind, automatisch Deine Freunde?

Wie kommst du darauf? Natürlich nicht! Genau das habe ich doch versucht damit zu sagen...

Gibts die versteckte Kamera jetzt auch Online? Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung was hier gerade passiert... Drücke ich mich so missverständlich aus? Das passiert mir sonst nie.

Andi G. Schütze
01.08.2008, 16:19
@Dr. Julius Hibbert
Also, ich weiss, es klingt verdammt abgedroschen: Fang erst mal an zu studieren, dann wirst du für dich selber herausfinden, dass eben irgendwann nach dem ersten Semester der Punkt erreicht ist, an dem mensch in diversen Gebieten der Medizin es wie das kluge Pferd, dass nicht höher springt als es muss, zu halten beginnt und folglich irgendwann aufhört alles "in sich hinein zu saugen", sondern den verdammten Schein xy haben will, weil ihn oder sie das Fach einfach anko*** oder sonstwie nicht interessiert...

Und was ist eigentlich so schlecht an "mittelmäßigkeit", wie hier einige schon zu recht fragten?

Dr. Julius Hibbert
01.08.2008, 16:37
Fang erst mal an zu studieren, dann wirst du für dich selber herausfinden, dass eben irgendwann nach dem ersten Semester der Punkt erreicht ist, an dem mensch in diversen Gebieten der Medizin es wie das kluge Pferd, dass nicht höher springt als es muss, zu halten beginnt und folglich irgendwann aufhört alles "in sich hinein zu saugen", sondern den verdammten Schein xy haben will, weil ihn oder sie das Fach einfach anko*** oder sonstwie nicht interessiert...Normalerweise versuche ich sowieso, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel zu erreichen. Aber wenn mich etwas wirklich interessiert, versuche ich auch das Optimum herauszuholen. Naja, mal schauen wie das im Studium läuft, normalerweise kommt ja eh immer alles anders als man denkt.


Und was ist eigentlich so schlecht an "mittelmäßigkeit", wie hier einige schon zu recht fragten?Ich hoffe mal, die Frage richtet sich nicht an mich, sondern steht hier so ganz allgemein im Raum, weil es nunmal das Thema des Threads ist. Ansonsten würde ich hier langsam verzweifeln...
Ich selber finde nicht, dass Mittelmäßigkeit schlecht ist. Man kann nicht immer überall zu den besten gehören und viele Ärzte haben neben ihrem Beruf auch noch eine Familie oder engagieren sich ehrenamtlich. Solange man versucht, sein bestes zu tun und sich im Zweifelsfall eben eine zweite Meinung einholt ist das m.M.n. absolut in Ordnung.

alley_cat75
01.08.2008, 16:49
Also, damit Du Dich nicht gänzlich niedergetreten fühlst, Julius, muss ich auch mal etwas nettes bemerken - Du bist einer von wenigen in diesem Forum, mit denen man divergente Meinungen diskutieren kann, ohne dass sie gleich ausflippen. Danke!


... ich habe auch nie versucht, es so darzustellen, dass ein "mittelmäßiger" Arzt grundsätzlich weniger motiviert ist.

Hast Du wohl, zumindestens verstehe ich diese Bemerkung so... :-nix


Ich glaube nur einfach, dass die "Mittelmäßigkeit" oft daher kommt, dass jemand sich nicht wirklich für sein Studienfach bzw. seinen Beruf begeistern kann und damit auch nicht die Motivation besitzt, viel mehr als nötig zu tun.

***


Trotzdem glaube ich, dass es einen gewissen Zusammenhang zwischen Motivation und "Leistung" gibt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der sein ganzes Leben lang schon Medizin studieren will, der alles was er im Studium lernt, in sich aufsaugt und auch später immer versucht, von erfahreneren Ärzten zu lernen, nur Mist verzapft.

Doch! Ein guter Theoretiker ist nicht gleich ein guter Praktiker - gilt übrigens für alle Berufsgruppen. :-meinung Ich hatte Kommillitonen, die wandelnde Lehrbücher waren, alles auswendig wussten, jedes Krankheitsbild mit passender Differentialdiagnose, Therapie, physiologischen Grundlagen - dennoch haben sie in der Praxis kläglich versagt, denn gerade in der Medizin ist nicht alles lehrbuchmäßig. Oft passen Symptome hinten und vorn nicht zusammen. Dann ist Improvisationstalent gefragt und offenes Denken. Und bitte verabschiede Dich von der gängigen Meinung, als Arzt müsse man berufen sein und schon als Viertklässler wissen, dass man Medizin studieren wird. Ich wollte bis 6 Monate vor meinen Abiprüfungen alles Mögliche werden: Tier(!)ärztin, Architektin, reiche Ehefrau, Tramfahrerin, Staranwältin. Ich war nie krank und habe nie ein Krankenhaus von innen gesehen, kein Arzt in meiner Familie. :-nix Eines morgends bin ich zum Entsetzen meiner Familie aufgewacht und wusste, dass ich Ärztin werden möchte - um jeden Preis. Und trotz des verdammt anstrengenden und entbeerungsreichen Studiums und dem ganzen Stress jetzt, möchte ich nichts anderes machen. Bin ich nun eine schlechtere Ärztin oder weniger motiviert, als die, die das schon seit dem Kindergarten sein wollen?!

surfsmurf
01.08.2008, 16:57
verdammt anstrengenden und entbeerungsreichen Studiums Hihi, das hat mir gerade den Tag gerettet. :-))

anba
01.08.2008, 17:05
Eines morgends bin ich zum Entsetzen meiner Familie aufgewacht und wusste, dass ich Ärztin werden möchte - um jeden Preis.Ebend:-))


Hihi, das hat mir gerade den Tag gerettet. :-)) Mir auch :-party

Dr. Julius Hibbert
01.08.2008, 17:25
Also, damit Du Dich nicht gänzlich niedergetreten fühlst, Julius, muss ich auch mal etwas nettes bemerken - Du bist einer von wenigen in diesem Forum, mit denen man divergente Meinungen diskutieren kann, ohne dass sie gleich ausflippen. Danke!
Danke zurück! Solange die anderen auch sachlich bleiben, habe ich kein Problem damit. Außerdem wollte ich es mir nicht direkt mit den Leuten hier im Forum verscherzen. Naja, ob mir das gelungen ist...


Hast Du wohl, zumindestens verstehe ich diese Bemerkung so...Nein, dann ist das ein Missverständnis. Vielleicht habe ich mich auch ein bisschen unglücklich ausgedrückt. Ich meinte das mit der Begeisterung für das Studienfach/den Beruf nicht wertend.
Vielleicht merkt man erst, nachdem man schon im Studium oder sogar im Beruf steckt, dass das ganze doch nichts für einen ist, will es aber trotzdem durchziehen weil man sonst zu viel Zeit verliert. Das kann ja wirklich mal passieren, denn wie es ist, Arzt zu sein, kann man wohl erst wissen, wenn man Arzt ist. Insofern will ich mich selber da auch nicht raushalten - vielleicht verliere ich tatsächlich irgendwann das Interesse an der Medizin und damit auch den Ehrgeiz, immer überall das Optimum rauszuholen.


Und bitte verabschiede Dich von der gängigen Meinung, als Arzt müsse man berufen sein und schon als Viertklässler wissen, dass man Medizin studieren wird.Nein, natürlich nicht. Wer in der vierten Klasse schon weiß, dass er Medizin studieren will, hat sicher ein paar Vorteile - z.B. dass er mehr Zeit hat um seine Entscheidung zu überdenken und schon früh weiß, wozu er diesen ganzen Mist (Schule) überhaupt macht. Trotzdem glaube ich nicht, dass so jemand ein besserer Arzt wird als jemand anderes, der sich genau so für Medizin interessiert, aber vielleicht erst kurz vor dem Studium darauf gekommen ist.
Bei mir persönlich ist es so, dass ich dazu neige, mich für irgendetwas völlig zu begeistern und dann von Heute auf Morgen das Interesse vollkommen zu verlieren. Deswegen beruhigt es mich ein bisschen, dass die Idee mit Medizin schon länger in meinem Kopf herumspukt. Wenn ich erst jetzt auf Medizin gekommen wäre, würde ich mir wohl ziemliche Sorgen machen, dass ich morgen vielleicht etwas ganz anderes will. Das muss aber nicht für andere gelten.


Doch! Ein guter Theoretiker ist nicht gleich ein guter Praktiker - gilt übrigens für alle Berufsgruppen.

Naja, im Studium lernt man ja auch nicht NUR Theorie, vor allem während des praktischen Jahres. Und mit von anderen Ärzten lernen, meinte ich (vor allem) auch praktische Techniken. Trotzdem gibt es sicherlich auch Sachen, die man mitbringen muss und nicht lernen kann.

P.s.: Julius Hibbert ist eine fiktive Figur aus den Simpsons. Deswegen auch der Doktortitel, Julius Hibbert hat nämlich wirklich einen! In Wirklichkeit heiße ich Max.

A.K
01.08.2008, 17:44
guten abend wünsch ich,
ohne großartig auf die momentane diskussion eingehen zu wollen muss ich mal anmerken, dass ich einige kommentare im bezug auf das gesagte von max(julius hibbert) schon ziemlich aus dem zusammenhang gerissen und unangebracht finde. habe somit ebenfalls das gefühl, dass einige argumente und anmerkungen von hibbert von einigen usern völlig falsch verstanden werden.

gruß a.k

alley_cat75
01.08.2008, 18:52
@surfsmurf & anba: Ihr Süßen, :-love , wie sonst soll ich meine Mittelmäßigkeit unterstreichen, wenn nicht durch mittelmäßige Orthographie? :-)) Zumindestens kann ich Sätze selbst formulieren, statt nur die Anderer widerzugeben, gell? Oder wollt Ihr wiedergeben? Mich auf Tippfehler aufmerksam zu machen, ist Euer beider Verderben. See ya`so long, guys. :-dance

anba
01.08.2008, 19:01
Ach alley cat, Schatzi, womit soll man denn sonst so einen trostlosen Abend bei 30 Grad Raumtemperatur und ödem TV-Programm totschlagen?



Oder wollt Ihr wiedergeben? Ja, bitte. :-winky

Mitherfi
01.08.2008, 20:04
Nur um noch mal zu differenzieren...

Mittelmässigkeit im Sinne von "normaler Arzt" sein, ist natürlich nicht schlimm! Darum geht es hier aber nicht...

Ich hatte das Wort Mittelmässigkeit gewählt, weil mir "schlechter Arzt" in dem Zusammenhang nicht gefiel. Denn ohne Zweifel bemühen sich meine Ärzte in der Regel und sind auch sehr nett! Sie haben aber hier Dinge nicht gewusst, die ich als Nicht-Student (bin nur Arzthelferin bislang) schon wusste und die in der tgl. Praxis häufig vorkommen.

Ich meine weniger Sachen, die halt Pech sind. Meine 80-Jährige Oma z.B. erkrankte vor ein paar Jahren an Blinddarmentzündung. Eher ungewöhnlich in dem Alter scheinbar. Ihr Hausarzt kam absolut nicht drauf und erst als der Blinddarm dann schon durch war, wurde unsere Oma im Eilverfahren in den OP verfrachtet. Erstaunlicherweise hat sie die große OP sogar gut gepackt. Keiner in unserer Familie hat das dem Hausarzt aber wirklich übel genommen, denn das war halt ein Fehler... wie er eben passiert, wenn man Mensch ist. Und unsere Oma hats ihm vermutlich auch schwer gemacht, denn sie jammert viel zu wenig.

Nur, wenn 3 Ärzte einen PC vor ihrer Nase stehen haben und offensichtlich über ein Standardmedikament nicht Bescheid wissen... dann sollten sie doch den Schneid haben und mal eben die Rote Liste aufmachen.

Ach, ist eigentlich auch egal. Ich fand zwar, dass die Diskussion doch tlw. etwas vom Thema abwich... vielleicht schaffe ich es einfach nicht mich klarer auszudrücken... Trotzdem habe ich so zwischen den Zeilen auch ein paar Antworten gefunden. Danke dafür!

Kackbratze
01.08.2008, 20:30
Die angeprangerte Mittelmäßigkeit sollte vielleicht nochmal wirklich genauer differenziert werden.
Was ist denn nun das Mittelmaß?
Sich nur mit seinem Fach auskennen und den Tellerrand nicht sehen?
Theoretisch und damit fachlich nicht "auf der Höhe" sein?

Es gab hier in der Gegend einen Hausarzt, der hat sich Schoten geleistet, da wurde manchem Notarzt Angst und Bange.
Aber 2 Dinge waren bei dem Arzt zu 100% sicher.
1. Seine Patienten haben ihn geliebt und vergöttert weil er 24h am Tag erreichbar war.
2. Wenn er einen Patienten ins KH geschickt hat, war er definitiv krank. Das was auf der Einweisung stand, konnte man getrost ausschließen, aber der Patient hatte definitiv eine Erkrankung die dringend stationär behandelt werden musste.

Die Frage: ist das Mittelmaß?

A.K
01.08.2008, 20:59
Es gab hier in der Gegend einen Hausarzt, der hat sich Schoten geleistet, da wurde manchem Notarzt Angst und Bange.
Aber 2 Dinge waren bei dem Arzt zu 100% sicher.
1. Seine Patienten haben ihn geliebt und vergöttert weil er 24h am Tag erreichbar war.
2. Wenn er einen Patienten ins KH geschickt hat, war er definitiv krank. Das was auf der Einweisung stand, konnte man getrost ausschließen, aber der Patient hatte definitiv eine Erkrankung die dringend stationär behandelt werden musste.

Die Frage: ist das Mittelmaß?


das finde ich als laie bedenklich

birko
01.08.2008, 21:14
Die Entscheidung für Medizin kam auch nicht von heute auf morgen. Vor 4 oder 5 Jahren kam ich irgendwie auf die Idee "warum eigentlich nicht Medizin". Und ab da habe ich angefangen, mich immer mehr damit zu beschäftigen. Ich habs sogar geschafft, mich ein bisschen auf den Arsch zu setzen und meinen Schnitt von 2,4 auf 1,6 zu verbessern.
Was soll ich denn noch machen?

So ähnlich geht es mir auch. Seit ich wusste, dass ich Medizin studieren will, hat sich mein Schnitt auch so verbessert.


Wenn ich erst jetzt auf Medizin gekommen wäre, würde ich mir wohl ziemliche Sorgen machen, dass ich morgen vielleicht etwas ganz anderes will. Das muss aber nicht für andere gelten.




Kenn ich nur zu gut....




Wenn Du von vornherein 99% der Diagnosen ausschließen kannst, geh doch nicht zum Arzt. Keuchhusten? Googeln oder bei Wiki schauen. Solche Geschichten sind für mich hypochondrische Spinnerei. Im Übrigen ist Umckalaobo keine nutzlose Arznei. Der eine meckert über zu schnelle Verschreibung von Antibiotika, der andere schreit, weil er keine bekommt. Man, man...

Hypochondrische Spinnerei, wenn in meinem Umfeld Keuchhusten nur so kreist, naja?!

Außerdem wollte ich kein Antibiotikum, sondern nur eine Diagnose....

Und wenn ich dann in die Apotheke nebenan schaue und sehe, dass dort eine riesige Pyramide mit Umckalaobo rumsteht, dann frage ich mich ernsthaft, wem das ,,Medikament" mehr hilft?

Kackbratze
01.08.2008, 21:21
Außerdem wollte ich kein Antibiotikum, sondern nur eine Diagnose....

Okay, dann stelle ich als Ambulanzarzt mal die ketzerische Frage:
Wenn es nur um die Diagnose und nicht um die Therapie gegangen ist, WARUM dann bitte zum Arzt gehen und dessen Arbeitszeit "verschwenden", wenn es sowieso keine Konsequenz gehabt hätte?!?

Man fährt doch nicht in die Werkstatt mit dem Auto um dem Mechaniker zu sagen "mein Aschenbecher klemmt, könnten Sie bitte nachschauen, warum das so ist? Ob Schmiere fehlt oder eine Schiene verbogen ist?
Aber wenn Sie wissen warum das so ist, lassen Sie es bitte so, es stört mich nicht...."

alley_cat75
01.08.2008, 22:53
Das, Bratze, ist natürlich etwas gaaaaaaaaanz anderes. :-sleppy

Evil
01.08.2008, 23:01
Hypochondrische Spinnerei, wenn in meinem Umfeld Keuchhusten nur so kreist, naja?!Wann war denn in letzter Zeit eine Pertussis-Epidemie? Hab ich was verpaßt?

alley_cat75
02.08.2008, 00:37
:-)) :-)) :-))

Ich musste mich gerade von einer 21jährigen beschimpfen lassen, die Freitag um Mitternacht zur Verlaufskontrolle ihres Zeckenbisses in die Notaufnahme kommt. Tabletten, Blutentnahme - alles abgelehnt, soll nur schauen. Habe ich geschaut - BÖSE. Na, wie das mittelmäßige Ärzte eben so tun. Oh Verzeihung, ebend! Für meine kleinen Freunde. :-))

pieks
02.08.2008, 03:59
Wann war denn in letzter Zeit eine Pertussis-Epidemie? Hab ich was verpaßt?

Gaaaanz vorsichtig ......

Viele Pertussisfälle bei Erwachsenen werden eben nicht als solche erkannt.
Hat für sie in der Regel auch keine Konsequenzen .....

ABER ....... :Ich habe in meiner Laufbahn etliche (noch) nicht geimpfte Säuglinge gesehen, die über einen Elternteil (der seit einigen Wochen "einen blöden Husten hatten, der nicht so recht "weggehen wollte") angesteckt wurden. Überwachung im Krankenhaus wegen Gefahr der Apnoen ...!!

Nicht umsonst wird empfohlen, dass Eltern und aber auch Erwachsene, die viel mit Kindern Kontakt haben, einen ausreichenden Impfschutz haben müssen.

Gruß pieks