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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sachfragen zum HEX 10/08



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trina1081
30.09.2008, 16:35
Die Kohlenhydrate gelangen beim Dumping sehr schnell in den Dünndarm (nicht mehr nach und nach bzw. langsam; zB. durch das Fehlen des Pylorus). Dadurch steigt der BZ rapide, woraufhin der Körper viel Insulin ausschüttet.
Da jedoch keine KH mehr nach kommen (wie bei der langsamen (gemeint: normalen) Verdauung), gerät der Körper wegen der im Endeffekt überschießenden Insulinsekretion in eine Unterzuckerung, weshalb die Patienten nach ein 3-4h eine kleine Zwischenmahlzeit einplanen sollten.

Super, danke!

Moorhühnchen
01.10.2008, 20:55
Versteht jemand den Unterschied zwischen Adduktions- und Abduktionstrauma bezüglich der Hüftfraktur? Ich kann mir darunter gar nichts vorstellen.
Das hab ich mich gestern auch gefragt. Weiß es jemand?
WORAUF bezieht sich die Ad/Abduktion?

wildcoyote
02.10.2008, 08:51
mal dazwischengeredet :

die bekloppte CD sagt dass E hier richtig wäre :-???



Eine 24-jährige Patientin sucht Sie besorgt auf, da sie gestern eine rasche spontane Sehverschlechterung am linken Auge bemerkt habe. Zudem hat sie Schmerzen beim Umherschauen. Die Sehschärfe beträgt nur noch "Handbewegung". Sie stellen einen relativen afferenten Pupillendefekt des linken Auges fest. Druck auf dieses Auge ist schmerzhaft. Funduskopisch sehen Sie einen Normalbefund.
In der Gesichtsfelduntersuchung findet sich ein größeres Zentralskotom, begleitet von einer diffusen Herabsetzung der Empfindlichkeit im 30°-Gesichtsfeld. Am rechten Auge wird kein pathologischer Befund erhoben.*
Welche der Aussagen zu diesem Fall trifft am ehesten zu?
*



**A** Eine Biopsie der A. temporalis ist rasch zu veranlassen.
**B** Eine kranielle Magnetresonanztomographie eignet sich zur Suche nach zerebralen Läsionen.
**C** Die Patientin ist umgehend darüber aufzuklären, dass sie an Multipler Sklerose erkrankt ist.
**D** Eine orale Therapie mit 50 mg Prednisolon pro Tag ist sofort einzuleiten, da sie die Rezidivrate erheblich senkt.
**E** Eine wesentliche Erholung der linksseitigen Sehschärfe wäre äußerst ungewöhnlich.

HorstHützel
02.10.2008, 08:55
mal dazwischengeredet :

die bekloppte CD sagt dass E hier richtig wäre :-???



Eine 24-jährige Patientin sucht Sie besorgt auf, da sie gestern eine rasche spontane Sehverschlechterung am linken Auge bemerkt habe. Zudem hat sie Schmerzen beim Umherschauen. Die Sehschärfe beträgt nur noch "Handbewegung". Sie stellen einen relativen afferenten Pupillendefekt des linken Auges fest. Druck auf dieses Auge ist schmerzhaft. Funduskopisch sehen Sie einen Normalbefund.
In der Gesichtsfelduntersuchung findet sich ein größeres Zentralskotom, begleitet von einer diffusen Herabsetzung der Empfindlichkeit im 30°-Gesichtsfeld. Am rechten Auge wird kein pathologischer Befund erhoben.*
Welche der Aussagen zu diesem Fall trifft am ehesten zu?
*



**A** Eine Biopsie der A. temporalis ist rasch zu veranlassen.
**B** Eine kranielle Magnetresonanztomographie eignet sich zur Suche nach zerebralen Läsionen.
**C** Die Patientin ist umgehend darüber aufzuklären, dass sie an Multipler Sklerose erkrankt ist.
**D** Eine orale Therapie mit 50 mg Prednisolon pro Tag ist sofort einzuleiten, da sie die Rezidivrate erheblich senkt.
**E** Eine wesentliche Erholung der linksseitigen Sehschärfe wäre äußerst ungewöhnlich.

Aus welchem Stex ist die Frage denn ? Sagt mir irgendwie gar nichts

zoni
02.10.2008, 09:03
Eine 24-jährige Patientin sucht Sie besorgt auf, da sie gestern eine rasche spontane Sehverschlechterung am linken Auge bemerkt habe. Zudem hat sie Schmerzen beim Umherschauen. Die Sehschärfe beträgt nur noch "Handbewegung". Sie stellen einen relativen afferenten Pupillendefekt des linken Auges fest. Druck auf dieses Auge ist schmerzhaft. Funduskopisch sehen Sie einen Normalbefund.
In der Gesichtsfelduntersuchung findet sich ein größeres Zentralskotom, begleitet von einer diffusen Herabsetzung der Empfindlichkeit im 30°-Gesichtsfeld. Am rechten Auge wird kein pathologischer Befund erhoben.*
Welche der Aussagen zu diesem Fall trifft am ehesten zu?
*



**A** Eine Biopsie der A. temporalis ist rasch zu veranlassen.
**B** Eine kranielle Magnetresonanztomographie eignet sich zur Suche nach zerebralen Läsionen.
**C** Die Patientin ist umgehend darüber aufzuklären, dass sie an Multipler Sklerose erkrankt ist.
**D** Eine orale Therapie mit 50 mg Prednisolon pro Tag ist sofort einzuleiten, da sie die Rezidivrate erheblich senkt.
**E** Eine wesentliche Erholung der linksseitigen Sehschärfe wäre äußerst ungewöhnlich.
.

Das ist ein Fehler auf der CD. B ist also richtig. Der Fehler ist in der Fehleriste von mediscript aufgeführt.


Aus welchem Stex ist die Frage denn ? Sagt mir irgendwie gar nichts

Müßte aus den letzten Stex stammen, 08/06 oder 03/06.

Muriel
02.10.2008, 09:11
Definitiv B! Bei einer Retrobulbärneuritis, und darauf wollen die hier ja hinaus, ist mit einer völligen Erholung der Sehschärfe nach ca. 3 Monaten im Schnitt in weit über 90% der Fälle zu rechnen. MRT wegen Entmarkungsherden ist ja auch klar. Und falls es noch jemanden interessiert: Decortin i.v. ist angesagt, aber hochdosiert oder gar nicht. Niedrigdosiertes Decortin, also diese 50mg, die hier angegeben sind, haben ein deutlich erhöhtes Risiko für weitere Schübe gezeigt, als wenn man gar nichts machte oder eben über 3-5 Tage 1g i.v. gibt.

wildcoyote
02.10.2008, 09:12
ja, super, danke, dachte wäre schon verrückt

ist Auge vom 2. stex 08/06

ivannie
02.10.2008, 11:12
So ganz genau verstehe ich eure Frage nicht, wegen der Adduktions- und Abduktionsfraktur. Ist doch eigentlich logisch, oder aber ich mein was anderes als ihr..

Die hüftgelenksnahen Femur-Frakturen entstehen meist durch Sturz aus geringer Höhe bei älteren Menschen. Unfallgeschehen, wie Ausrutschen, Fallen aus dem Bett, Sturz durch Schwäche oder Schwindel sind typische Ursachen für die Entstehung der Fraktur. Meist erfolgt der Sturz auf die Hüfte oder die Gesäßregion. Das betroffene Bein ist hierbei nicht abgespreizt, sondern an das andere Bein angelegt (adduziert). Es entsteht die sogenannte Adduktionsfraktur. Ein Sturz auf das abgespreizte (abduzierte) Bein kann hingegen zu einer Abduktionsfraktur führen.
wars das?
grüße iv

clumsy_smurf
02.10.2008, 12:32
Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt, warum kaufe ich mir diese Mediscripthefte, wenn die Kommentare teils mehr Verwirrung stiften, als sie weiterhelfen??
ZB Hex 08/07 Tag 2 Frage 5, ich hätte dem Kerl auch nen Schrittmacher verpasst und das wird auch lang und breit im Kommentar erklärt, aber das IMPP will ihm nunmal Atropin geben, also erwarte ich doch diesbezüglich eine Erläuterung und nicht nen Kommentar im Stil "tja, da bringts eigentlich nichts mehr". ( ... vermutlich bin ich unleidlich und gebe Mediscript die Schuld, weil es einfacher ist :-(( )

So, aber zu meiner eigentlichen Frage, ebenfalls Hex 08/07 Tag 2 Frage 31: Junge mit Knieschmerzen beim Spielen .. klar da kommt auch Perthes etc. in Frage, aber warum um Himmels Willen soll ich direkt ne Beckenübersicht machen, wenn die Beschwerden im Knie sind und gucke mir nicht erst das Knie an?
(Das sagt auch der Mediscriptkommentar, allerdings ist als Lösung über der Frage trotzdem die Beckenübersicht angegeben; auch bei offiziellen IMPP-Lösungen)

milz
02.10.2008, 12:51
So ganz genau verstehe ich eure Frage nicht, wegen der Adduktions- und Abduktionsfraktur. Ist doch eigentlich logisch, oder aber ich mein was anderes als ihr..

wars das?
grüße iv

Und sieht man das dem Patienten/dem Bein/dem Röntgenbild an oder was für einen praktischen Nutzen hat diese Unterscheidung?

ivannie
02.10.2008, 13:24
Toll clumsy_smurf,
die frage wollt ich auch gerade stellen.. nerv..
Also, die Geschichte mit dem Knie.. Das erscheint mir nun wirklichauch völlig unlogisch.
Und den Mediscript Heften würd ich grundsätzlich die schuld geben. da trifft man immer den Richtigen..
Zu der anderen Frage: Das IMPP stellt in den HEX gerne diese Fragen, was man zuerst machen soll. UNd natürlich ist der Schrittmacher ne gute Sache, dennoch würde man bei so einem EKG zuerst einmal das gute alte Atropin reinschießen und dann den Schrittmacher in Angriff nehmen.. Die stehen irgendwie seit neuestem auf diese ZUERST Problematik und da muss man dann eigentlich nur das nehmen, was inenrhalb von 2 min möglich wäre.. Also, das ist jetzt mein Herangehen an solche Fragen..

Adduktion und Abduktionsfraktur unterscheiden sich schon..

Adduktionsfrakturen sind häufier (klaro eigentlich, man fällt seltener mit abgespreiztem Bein..), dafür dann aber meist instabil durch varusstellung. (nur bildlich als vereinfachung: hier wird sozusagen, daudrch dass das bein beim fallen gerade ist, der femus an der hüfte vorbeigedrückt, folglich instabil)

Abduktionsfrakturen sind dagegen stabil, da der Kopf eingestaucht wird und sich sozusagen selbst stabil hält (valgusfehlstellung). Daher kann man da konservativ vorgehen. (ich stell mir einfach immer vor, dass das praktisch reingehämmert wird)

Hoffe das hilft..

ReShera
02.10.2008, 13:24
Und sieht man das dem Patienten/dem Bein/dem Röntgenbild an oder was für einen praktischen Nutzen hat diese Unterscheidung?

Die medialen Schenkelhalsfrakturen unterteilt man noch in Adduktions- und Abduktionsfrakturen.

Die Adduktionsfraktur zeigt eine Varusstellung des Schenkelhalses. Hier sieht man klinisch die typischen Zeichen wie Beinverkürzung und Außenrotation.

Die Abduktionsverletzung zeigt eine Valgusstellung des Schenkelhalses mit Einstauchung. Klinisch fallen hier manchmal nur wenig Symptome wie Stauchungs- oder Klopfschmerz auf.

Wichtig ist die Unterscheidung bzgl. der Behandlung. Stabile Abduktionsbrüche kann man konservativ behandeln. Alle anderen Frakturen müssen operiert werden.

Das meintest du, oder? (Hatte heut in einem HEX-Fall das gleiche Problem und musste mich auch noch mal genauer damit beschäftigen)

PS: Da war wohl ivannie schneller ;-)

milz
02.10.2008, 13:40
Danke Euch!

Moorhühnchen
02.10.2008, 13:41
Ja, vielen Dank! :-)

Ich hab zwar die Frage mit den Knieschmerzen noch nicht gekreuzt, aber beim Perthes ist es doch häufig so, daß die Schmerzen (die ja eigentlich aus dem Hüftgelenk kommen) nur ins Knie projeziert werden, oder?
Ich versuch schon gar nicht mehr, mir irgendwelche logischen Gedankengänge zurechtzubasteln... :-oopss Wenn da irgendwo "Kind + Knieschmerzen + hinken" steht, denk ich automatisch an den Perthes und kreuze irgendwas mit Hüfte an. IMPP-Schaden: bloß nicht logisch denken!! :-music

Ok, hab mir die Frage grad mal angeschaut: da wird sogar angegeben, die Untersuchung des Knies sei ohne pathologischen Befund. Das heißt für das IMPP => Hüfte => Perthes..... :-peng

ivannie
02.10.2008, 14:33
jaa, wahrscheinlich ahst du da recht..

ich dachte nur die reiten auf dem "ohne klinischen befund" rum. nur weil ich da nix finde, heisst das ja nicht dass da nix ist. gut, hüfte ist in dem alter schon häufiger. aber:
ich röntge ja auch die hws, wenn jemand da schmerzen angibt und ich bei der untersuchung nix finde..^^

clumsy_smurf
02.10.2008, 15:41
Auch wenn ich finde, dass es aller Logik entbehrt sehe ich ein, dass das IMPP immer aufs Gleiche rauswill. Allerdings finde ich es total bescheuert gleich auf die Hüfte zu schiessen, denn es gäbe ja durch aus auch noch sowas wie Knochenfibrome, Zysten und die bösen Tumordinger die wehtun könnten und bei der klinischen Untersuchung unauffällig bleiben ... wie auch immer, ich bin grad total stinkig!!

trina1081
02.10.2008, 15:55
Ich glaub man muss einfach lernen, auf bestimmte Formulierungen anzuspringen.

zB: Junge, Knieschmerz, hinken -> Perthes
Kopschmerz, Sehstörungen, Gewichtsverlust -> Arteritis temporalis
Frau, Diarrhoe, rechts UB-Schmerzen -> Crohn

Diese Liste ließe sich beliebig lang fortsetzen. Wenn man die IMPP-Schlagwörter einigermaßen draufhat, dann gehts leichter

Kriebelmücke
02.10.2008, 16:44
Diese ganzen "was machen Sie zuerst ?" , oder, noch besser "welche Diagnose können Sie am ehesten ausschliessen ?" - Fragen sind eine echte Katastrophe.

Durch diese Fragen wird das Examen zum Glücksspiel. Früher was das besser.

Welche Diagnose kann man bei einem unspezifischen Thoraxschmerz "am ehesten ausschliessen"? Die seltenste? Die untypischste? Die Harmloseste? Man findet da immer für jede der Antworten eine Begründung.

Das IMPP begibt sich da aufs Glatteis.

Auch nett sind Fragen nach Diagnostik, z.b. machen Sie zuerst eine ERCP oder ein CT? Für mich unbeantwortbar, man findet für immer ein Für und Wider.

clumsy_smurf
02.10.2008, 16:56
Ich glaub man muss einfach lernen, auf bestimmte Formulierungen anzuspringen.

zB: Junge, Knieschmerz, hinken -> Perthes
Kopschmerz, Sehstörungen, Gewichtsverlust -> Arteritis temporalis
Frau, Diarrhoe, rechts UB-Schmerzen -> Crohn

Diese Liste ließe sich beliebig lang fortsetzen. Wenn man die IMPP-Schlagwörter einigermaßen draufhat, dann gehts leichter


Eigentlich beherrsche ich diese Schlagwörter auch nahezu perfekt, aber bei manchen Dingen scheint man ja komplett jeden Verstand ausschalten zu müssen und das nervt!

Somnambula
02.10.2008, 17:40
Diese ganzen "was machen Sie zuerst ?" , oder, noch besser "welche Diagnose können Sie am ehesten ausschliessen ?" - Fragen sind eine echte Katastrophe.

Durch diese Fragen wird das Examen zum Glücksspiel. Früher was das besser.

Welche Diagnose kann man bei einem unspezifischen Thoraxschmerz "am ehesten ausschliessen"? Die seltenste? Die untypischste? Die Harmloseste? Man findet da immer für jede der Antworten eine Begründung.

Das IMPP begibt sich da aufs Glatteis.

Auch nett sind Fragen nach Diagnostik, z.b. machen Sie zuerst eine ERCP oder ein CT? Für mich unbeantwortbar, man findet für immer ein Für und Wider.

DAS nervt mich aber auch gewaltig!!!! Nach welchem Kriterium soll ich mich denn nun für die richtige Antwort entscheiden :-???

Es wäre mir mit alten Formulierungen "trifft zu-trifft nicht zu" viel lieber ;-)