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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kommentare zu "Fragmente, Gedanken, ???"



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LaTraviata
20.02.2009, 23:36
Flemingel, Du enttäuschst mich nie :-top! Es ist immer wieder interessant, die Blickwinkel anderer auf die eigenen lyrischen Versuche zu lesen. Macht auf jeden Fall Laune mit Euch!
Liebe Grüße aus dem Nachtdienst, L.*

Flemingulus
22.02.2009, 21:05
:-top Der abgeschraubte Kopf im Massengrab gefällt mir! :-) Dafür les ich etwas gegen den Kahn im Moor an... der kommt für mich ein wenig unvermittelt angeschippert ;-) Und "ich bin raus" wär ja, fänd ich, ein sehr effektvolles Schlusswort... aber da variier ich jetzt mal nicht dran rum... :-blush bring ich lieber mal was etwas eigenes (sic).

Flemingulus
30.03.2009, 17:04
:-winky @LaTraviata

... aber hoffentlich können wir das Papiertigerchen :-love (oder auch andere ;-) ) auch mal wieder zum Mitschreibseln motivieren, bevor wir hier in Zweinsamkeit vers-anden :-((

Na... => einen hab ich noch!

Flemingulus
01.06.2009, 19:11
Ah! :-) Ich fürchtete schon mein Grillgedicht bildete womöglich den Abschluss dieser Reihe. Auch wenn ich auf Selbiges nichts kommen lassen will :-)), wäre das dann vielleicht doch ein etwas unrepräsentativer Vertreter gewesen. Aber ich seh die Niere schon wieder schimpfen, dass hier zuwenig Aufbauendes vertreten ist.

Na... weiter gehts! :-)

Flemingulus
01.06.2009, 20:29
... und applaudiere hier auch noch surfsmurf zu seiner sehr sehr schönen, elegischen Szene! Ganz besonders schön finde ich den Ausklang der Geschichte, da er (hoffentlich :-) ) nicht ihr Ende ist.

Flemingulus
15.09.2009, 13:45
Willkommen daheim, Niere! :-)

NYC?

... und nett, dass Du uns hier mal etwas beistehst! :-party

Die Niere
15.09.2009, 18:49
Ich stehe euch immer bei...zumindest lesenderweise bin ich regelmässig beeindruckt bis verwirrt von eurer Schreibkraft.

Yes...NYC!

gruesse, die niere

LaTraviata
01.11.2009, 22:58
:-winky Flemingel!
Lieben Dank :-)

Die Niere
02.12.2009, 10:56
@Flemingel:
Ich fange mal negativ an. Das letzte Gedicht fand ich total nichtssagend und einer umgestürzten Suppenschüssel gleich dahinfliessend.
Das zweite ist zwar besser, aber ich kann darauf für mich nichts gewinnen.
Das erste (und jetzt wirds spannend) gefällt mir richtig gut, allein schon deshalb weil man erstmal ne halbe Stunde braucht um schlau draus zu werden.
Aber das Highlight ist für mich die Nummer 2 - geiles Wortspiel, prägnant und irgendwie wahr :-)

gruesse, die niere

Flemingulus
03.12.2009, 17:15
@Flemingel:
Ich fange mal negativ an.


Hau zu! Ich fürchte keine Schmerz!


Das letzte Gedicht fand ich total nichtssagend und einer umgestürzten Suppenschüssel gleich dahinfliessend.

Buhuhuuuuuuu!!!!! *rotz und wasser heul* :-))

;-) Ist wohl wirklich nicht gerade ein extrem gehaltvolles Fragment - aber irgendwie mag ichs gern, gerade weil man nicht groß drüber nachgrübeln muss und es was mit Essen zu tun hat. :-)

Jedenfalls dankeschön für die nette Rückmeldung! Das zweite wäre immerhin nach der Suppenschüssel auch mein zweitliebstes. :-)

Flemingulus
29.03.2010, 21:41
Heja! Ein schönes neues Fragment! :-)

Das Baumgedicht ist ja praktisch schon eine Allegorie. Da hast Du eine sehr alte Stilfigur hervorgeholt, LaTraviata! :-) Im Unterschied zur knappen Metapher ist dabei das "Bild" ausführlicher dargestellt und im Unterschied zum Symbol verweist die Allegorie direkter, rational "ausleuchtbarer", auf die übertragene Aussage. Wenn man so will, ist die Allegorie dadurch etwas "belehrender" (von mir jetzt durchaus mit einem gewissen negativen Beigeschmack gebraucht), vor allem, wenn sie (was im Baumgedicht aber nicht geschieht!) auch noch explizit erklärt wird. Das hat die Allegorie auch zur beliebten Zielscheibe von parodistischem Spott gemacht – am Großartigsten wahrscheinlich in Gernhardts:-love Deutung eines allegorischen Gemäldes (http://www.stuttgarterweinleben.de/Lyrik.htm#Weinreinbringer).

Na jedenfalls uneingedenk dieser meiner Sprücheklopferei gefällt mir die Baum-Idee sehr gut! :-top Etwas schwere tu ich mir nur in Bezug auf Reim und Klang. Es gibt das Rühmkorf-Fragment "Wo der Reim anfängt, hört der wahre Ernst auf." Insofern ist die Anwendung von Reim bei einem ernsten Gedicht immer ein Balanceakt. An dem Morgensterngedicht:-love sieht man schön, dass Humor die Reimerei viel verdaulicher macht. Im Fall von ernsthafter Lyrik wird deshalb bei den Jungs und Mädels aus der 1. Liga das Gereime entweder in eine hohe Musikalität eingebunden (Rilke, George) oder durch Alltagssprache (Brecht), Vulgarismen (Brecht, Zechs "Villon-Gedichte, Grünbeins Après l'amour ["Gleich nach dem Vögeln ist Liebe der bessere Stil"]), Dialekt (Tucholsky) oder andere Tricks aufgelockert.

Diese Auflockerung fehlt mir hier noch etwas. Vor allem die gepaarten einsilbigen Reime (baum – kaum, schwer – wehr, grab – mag – lab) bringen, wie ich finde, einen etwas "gesuchten" Ton rein. Dieser Ton verstärkt sich ein bissel auch durch die zwei Ausdrücke mit vorgestelltem Genitiv (in blattes form und des baumes lab – in letzterem Fall wird dadurch auch das Reimwort etwas angestrengt an seinen rechten Platz geführt).

Na… aber sind jetzt mehr eine technische Anmerkungen, subjektiv noch dazu und mehr kleinliche Kritelei als Kritik… :-) Ich find das Gedicht trotzdem klasse! :-)

… und ich bau mal an den Baumgedanken an… und klau mir noch das Lab… dann kannste Dich auch rächen! ;-)

Ehemaliger User 05022011
29.03.2010, 21:52
Wo ist denn das Baumgedicht ? *esauchmallesenwill*

Ehemaliger User 05022011
29.03.2010, 22:49
Herzlichen Dank!

LaTraviata
29.03.2010, 23:36
Da hast Du Recht, denn tatsächlich stört mich dieser Ton selbst an diesem Geschreibsel... hat ein wenig etwas von den ersten lyrischen Versuchen eines Sextaners ;-), jedoch habe ich es bewusst aus der Situation heraus stehen gelassen. Aber nichtsdestotrotz ist es schön, Kritik zu bekommen und sich (hoffentlich!) weiterzuentwickeln. Finde es schön, wie der Thread sich doch füllt, hätte ich nicht gedacht so vor einem Jahr ;-)! :-winky

Grübler
04.06.2010, 23:50
Haha, ich kram grad in meinem Archiv, und was finde ich? Ich hab tatsächlich "Anna Blume" interpretiert. Viel Spaß damit, ich wollte das schon vor Uuuurzeiten gepostet haben :-)

http://www.divshare.com/download/11592890-ba9

Flemingulus
06.06.2010, 22:18
Haha, ich kram grad in meinem Archiv, und was finde ich? Ich hab tatsächlich "Anna Blume" interpretiert. Viel Spaß damit, ich wollte das schon vor Uuuurzeiten gepostet haben :-)

Danke!!! Super! :-top :-love Hab mirs jetzt mehrmals durchgehört und es gefällt mir mindestens so gut, wie die online-Version vom Autor selbst!

Vor allem das "Du deiner dich dir, ich dir, du mir, - Wir?" find ich sehr schön! Aber hast Du das "wir" beim 3. mal absichtlich nicht mit Fragezeichen gelesen? Da fänd ich persönlich einen unvariierten Vortrag noch schöner, weil das etwas Struktur einbringt.

Sehr gelungen find ich insgesamt die Tonwechsel vom Hymnischen in Alltagssprache, die Du eingebaut hast. :-top Und sehr gut gefällt mir auch der Schluss als ruhiger Ausklang! :-)

Nur das "man kann Dich auch von hinten lesen" würd ich ja weniger "harmlos" vortragen, entweder lüstern-glucksend, wie ein sabbernder Dichtergreis oder aber etwas atemlos mit einem die Hebungen und Senkungen ;-) betonenden Jambus oder irgendwas anderes in der Richtung, was deutlicher macht, dass diese Stelle net jugendfrei ist. ;-)

Na... gib uns ruhig noch mehr Hörfutter!!! :-top

Flemingulus
14.07.2010, 21:47
Juhuuuu!!!! Die Niere hat gesprochen. :-)

Und Potzplitz! Ein gar schlicht wirkendes Poem, doch diese Schlichtheit ist nur Schein. :-)

Die Schlichtheit scheint in der Kürze zu stecken und der mutigen Verwendung eines identischen Reims. An letzterem ging schon manches Hobbygedicht zugrunde. Aber hier funktionert es ganz wunderbar. Die kühne Mischung der Sprachschichten macht die Musik (in meinen Ohren).

"Die Aare raunt" das tönt geheimnisvoll-altertümlich. Das ehrwürdige Wort "raunen" fällt natürlich auf, wie es sich klanglich subtil, beinahe stabreimerisch, dem Wort Aare anschmiegt. Noch zweifelt der Leser angesichts der Personifikation der braven Aare: Kitsch oder Ironie?

Es löst sich flugs auf, wenn der Dichter lakonisch-spöttisch anfängt, über das Wetter zu reden - sublim! - um dann den gehobenen Ton des Auftaktes noch mit einem zielgenau-provokant hingestreuten Anglizismus endgültig niederzuzimmern und schließlich in der hingegrantelten finalen Verneinung einen effektvollen Schlusspunkt zu setzen.

Das Einfache ist das Schwiergste.

Strahlend Ihr

F.

Die Niere
14.07.2010, 21:56
Ihr wisst alle wie beeindruckt ich vom Flemingel bin...insbesondere wenn er prosaisch aktiv wird, aber seine passiven Qualitäten haben mich jetzt dermassen vom Hocker gehauen, dass ich meinen Weisswein austrinken, die letzten 2 Folgen "Two and a half men" anschauen werden und dann....na....das sag ich lieber nicht :-)

lg, die niere, die F grösstem Dank verpflichtet ist...

Flemingulus
16.07.2010, 21:46
Huch! *gebauchpinselt bin* :-)

Und

- Weißwein ausrinken
- coole Serie gucken
- verrat ich nicht

klingt nach einem überaus nachahmenswerten Abendprogramm.
Das geschah Dir recht! :-)

:-winky

Die Niere
18.08.2010, 21:27
Ich muss mich mal wieder vor deiner Kunst verbeugen, Grosser und habe mehr aus einer Rotweinlust zufällig irgendwelche Buchstaben als Pseudobeitrag unter deinen humoristisch Hammer gesetzt ;-)

lg, die niere