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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwangerschaft, Kündigung und weiter....



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Praia-do-Forte
19.12.2008, 13:02
Sooo viele Schwangere.... :-winky

Also ich musste aus Personal-Planungsgründen früh damit rausrücken, ausserdem hab ich sofort nach Gyn-Bestätigung dass da alles ok ist, meine Dienste aufgehört. Die letzten Wochen ging es mir auch definitiv nicht gut, und ich sollte zeitweise auch Bettruhe halten....
Jetzt bin ich halt normal auf Station (Innere) und find das allein schon ermüdend genug... :-oopss

Muriel
19.12.2008, 19:50
Verstehe ich sehr gut! Heute war es ziemlich lustig. Einer unserer OÄ hatte heute leider seinen Abschied gegeben. Normalerweise habe ich ja immer einen zugeknöpften Kittel an, unter dem man noch gut den Bauch verstecken kann, auch wenn der Kittel schon eng wird. Aber bei dem Umtrunk habe ich ihn ausgezogen, war schon lustig, als alle Kollegen, die mich ja sonst nicht in normaler Kleidung sehen, nicht schlecht staunten, was ein 20. SSW Bäuchlein schon so alles kann :-))

5-Aminolävulinsäure
21.12.2008, 13:20
Uaahhh, der Gang zum Chef mit der Schwangerschafts-Mitteilung steht mir noch bevor....
Grauselig, aber erst nächstes Jahr. :-blush

Allona
22.12.2008, 10:19
Ich bin auch wieder schwanger. Dem Chef musste ich es wegen der Rotation schon früher sagen als ich eigentlich wollte.

alley_cat75
22.12.2008, 11:08
Schon vor der Schwangerschaft? :-)) Unser Chef hat gerade eine Überstelle bewilligt bekommen, um den biologischen Zyklen besser Herr zu werden. :-))

Leelaacoo
22.12.2008, 11:38
He he...wir haben gerade eher das "Problem" mit der männlichen Elternzeit :-))
Ein OA und 2 Assis sind auf "Elternschaftsurlaub", was ich echt toll finde, aber für die Monate kriegen wir natürlich keine zusätzliche Stelle...ist ein bisschen eng gerade, zumal 2 Assitentinnen schwanger sind und keine Dienste machen (auch keine tagsüber). Nun haben wir weder Männer (außer OAs und CA) in der Abteilung noch kann man die nächsten 2 Monate Urlaub nehmen. Wir (weiblichen Mitbürger) haben also die Macht endgültig übernommen :-D

Die Verwaltungen sollten sich also schleunigst um bessere Kinderbetreuung kümmern, sonst können die sich selbst einarbeiten und Dienste schieben. Der Betriebskindergarten geht von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Witzlos, da die Arbeitszeit regulär bis 17 Uhr geht, vom Schichtdienst auf ITS nicht zu sprechen.

Glückwunsch an alle werdenden Väter und Mütter...getan werden muss allerdings noch ne Menge, bis ich auch nur daran denken würde, mich da einzureihen :-oopss

LG Lee

5-Aminolävulinsäure
22.12.2008, 18:45
Wie lange machen denn meine ärztlichen Kollegen hier so Elternzeit? Arbeitet ihr auch Teilzeit zwischendurch bzw. am Ende der Elternzeit?

hiddl
22.12.2008, 20:00
Wie lange machen denn meine ärztlichen Kollegen hier so Elternzeit? Arbeitet ihr auch Teilzeit zwischendurch bzw. am Ende der Elternzeit?
Beim ersten Kind hab ich nach 7 Monaten mit 20 h/Woche wieder angefangen. Das ging ziemlich gut, weil ich da sowieso mit der Ultraschallrotation dran war, die sich sehr unkompliziert von 9-13 Uhr umsetzen ließ (wir haben zwei MTAs, die das Labor schmeißen, als Assi ist man da "on top"). Danach hab ich wieder mit 40 h/Woche gearbeitet, mein Mann ist dafür in Elternzeit mit 20 h/Woche (der ist aber Ingenieur, das zählt hier nicht :-peng ).
Pünktlich zum zweiten Geburtstag kommt jetzt No. 2. Diesmal werde ich wohl etwa ein Jahr aussetzen, denn eine sinnvolle weitere Halbtagsbeschäftigung fällt mir nicht ein. Außerdem macht man mit zwei Kindern in der Krippe dann definitiv Minus, da man ja Betreuungskosten zahlt, aber weniger Elterngeld bekommt. Schon beim ersten Kind habe ich für etwas mehr als +/- 0 gearbeitet - das war mir aber meine Weiterbildung wert.
Wenn ich dann wieder ganztags arbeite, wird mein Mann wieder seine Stunden reduzieren. Uns behagt der Gedanke nicht, so kleine Kinder schon ganztags abzugeben, wir wollen gerne etwas mehr Zeit mit ihnen haben. Der Wunsch geht aber primär von uns Eltern aus, ich glaube, die Kinder fühlen sich auch in der Krippe sehr wohl und es käme ihnen da auf ein paar Stunden nicht an.

Gruß, Ute,
die sich übrigens manchmal fragt, warum sie noch nie von einem männlichen Arzt in Elternzeit gehört hat - kann mir da mal schnell jemand das Gegenteil beweisen?!

Relaxometrie
22.12.2008, 20:08
warum sie noch nie von einem männlichen Arzt in Elternzeit gehört hat - kann mir da mal schnell jemand das Gegenteil beweisen?!
Siehe Posting #26, Zeile 1-3 ;-)

hiddl
22.12.2008, 20:17
Siehe Posting #26, Zeile 1-3 ;-)
:-oopss :-music

Sebastian1
22.12.2008, 21:12
Ein Kollege von mir hats dieses Jahr gemacht (nach Ende des Mutterschutzes Partnermonate), ich selbst werds auch machen (wobei die Verwaltung grade die Krise bekommt, weil ich halt ab Geburt weg sein werde und die erste Antwort war "aber da kann man doch den Dienstplan gar nicht nach ändern"... als ob die was mit meinem Dienstplan zu tun hätten :-nix

Feuerblick
22.12.2008, 21:18
Äh... lese ich das richtig: Du bist ab Geburt zuhause? Ihr seid also beide zuhause? Für wie lange denn? Ich hatte diese Partnermonate immer so verstanden, dass nur einer zuhause und der andere arbeiten ist :-nix Damit eben die Betreuung des Kindes über den Mutterschutz hinaus gewährleistet ist, dachte ich. Man belehre mich, wenn ich da etwas missverstanden habe.:-nix

Sebastian1
23.12.2008, 05:26
Geht beides. Man kann auch zusammen zu Hause bleiben, der Monat zählt dann halt doppelt.

alley_cat75
23.12.2008, 09:14
Uns behagt der Gedanke nicht, so kleine Kinder schon ganztags abzugeben, wir wollen gerne etwas mehr Zeit mit ihnen haben. Der Wunsch geht aber primär von uns Eltern aus, ich glaube, die Kinder fühlen sich auch in der Krippe sehr wohl und es käme ihnen da auf ein paar Stunden nicht an.

Schön, mal so eine ehrliche Meinung über frühzeitigen Krippen-/KiTa-Besuch zu lesen. In meinem Umfeld sind alle frühzeitig "abgegeben worden inkl. mir und geschadet hat es niemandem, auch haben wir alle eine tolles Verhältnis zu den Eltern. Ich war immer in einer Ganztagsschule und habe meine Eltern nie vermisst. Aber mehr vom eigenen Kind als Eltern erleben zu wollen, ist natürlich ein Argument. Nur möchte ich persönlich nicht das aufgeben, wofür ich 6 Jahre hart gearbeitet habe. Von einer gefrusteten Mami wird mein Kind auch nichts haben. :-meinung

Zur männlichen Elternteilzeit: sind derzeit 2 Kollegen. Finde ich gut, würde mir für meinen Mann auch gefallen. :-))

pottmed
23.12.2008, 09:51
Hmm, kann die Einschätzung nicht teilen.

Ich kenne auch genügend Fälle, wo bei zwei zu 100% berufstätigen Eltern, die Erziehung der Kinder auf der Strecke geblieben ist..

Selbstverwirklichung im Job ist auch nicht alles :-meinung

Dr. Pschy
23.12.2008, 10:05
Gibts eigentlich irgendwo ne Uebersicht, wer von den Forenuserinnen derzeit schwanger ist oder ist jemand so nett und kanns mal aufzaehlen? Ich les immer, dass das Virus grassiert, aber irgendwie krieg ich nie mit wer denn eigentlich betroffen ist :-)

Lava
23.12.2008, 10:24
Ich kenne auch genügend Fälle, wo bei zwei zu 100% berufstätigen Eltern, die Erziehung der Kinder auf der Strecke geblieben ist..



In der DDR war das Gang und Gebe. Da findest du kaum jemanden, dessen Eltern nicht beide berufstätig waren. Willst du etwa sagen, wir Ossi-Kinder haben alle ne Klatsche? :-))

Problematisch stelle ich mir das aber schon bei Ärzten vor. Meine Eltern hatten eben 8-Stunden Jobs und waren nachmittags pünktlich zuhause, bei Ärzten ist das ja eher nicht so :-nix

hiddl
23.12.2008, 10:24
Hmm, kann die Einschätzung nicht teilen.

Ich kenne auch genügend Fälle, wo bei zwei zu 100% berufstätigen Eltern, die Erziehung der Kinder auf der Strecke geblieben ist..

Selbstverwirklichung im Job ist auch nicht alles :-meinung
Naja, ich kenne auch genug verkorkste Kinder, die eine Hausfrauen-Mutter zu Hause hatten. Da gibt es keine einfachen Wahrheiten, denke ich.

Fakt ist aber einfach, dass man als Arzt (und in vielen anderen Berufen sicher auch) schlecht mehrere Jahre ganz aus dem Beruf raus kann, ohne hinterher gravierende Nachteile zu haben. Ich habe schon nach 7 Monaten gemerkt, dass man erstmal "wieder reinkommen" muß, auch wenn ich fachlich sicher (noch) nicht abgehängt war. Und zu sagen "dann darf man eben nicht Arzt werden, wenn man Familie will", ist irgendwie auch keine Lösung. Daher unser Modell, dass die Partner sich zunächst abwechseln mit Elternzeit. Langfristig haben wir noch keine Lösung, dafür ist es einfach noch zu unklar, wo insbesondere ich mal lande.
Unser Traum wäre, dass wir beide 30 h/Woche arbeiten, aber wir wissen noch nicht so recht, wie sich das realisieren lassen soll :-nix.

Ich finde es aber sehr schön, dass sich hier auch so viele Elternzeit-Väter finden :-top. In unserer Klinik hat zwar irgendwie jeder Kollege über 30 Kinder, aber Elternzeit nimmt von denen keiner (weil sich das ja so schlecht mit der Karriere vereinbaren läßt ... :-kotz ).

pottmed
23.12.2008, 10:33
In der DDR war das Gang und Gebe. Da findest du kaum jemanden, dessen Eltern nicht beide berufstätig waren. Willst du etwa sagen, wir Ossi-Kinder haben alle ne Klatsche? :-))

Problematisch stelle ich mir das aber schon bei Ärzten vor. Meine Eltern hatten eben 8-Stunden Jobs und waren nachmittags pünktlich zuhause, bei Ärzten ist das ja eher nicht so :-nix

Hmm, also zwei absolut karrieregeile Leute sind wohl eher schwierig was eine effektive Kindererziehung angeht. Auch halte ich es für problematisch die Kindererziehung komplett an externe Institutionen auszulagern :-meinung


In unserer Klinik hat zwar irgendwie jeder Kollege über 30 Kinder, aber Elternzeit nimmt von denen keiner (weil sich das ja so schlecht mit der Karriere vereinbaren läßt ... ).

Es ist mir auch klar, dass es in vielen Berufen schwierig ist, länger aus dem Job auszuscheiden und die Elternzeit ist sicherlich auch ein guter Ansatz.
Aber danach muss man sich auch über seine Prioritäten klar sein und die rein aufs Berufliche zu setzen halte ich für mindestens genauso verwerflich, wie die Kollegen die aus Karrieregründen gleich eine Elternzeit für sich komplett aussschließen.

alley_cat75
23.12.2008, 10:56
Selbstverwirklichung im Job ist auch nicht alles.

Wenn Du das so siehst, hast Du den falschen Berufswunsch. In den meisten Berufen kann man mal geraume Zeit aussteigen; da hat sich nach zwei Jahren nur wenig geändert (ich denke gerade an die ganzen Beamten oder Verkäufer oder Busfahrer oder Juristen). In der Medizin schon schwieriger. Nach 6 Monaten kann sich auf einer Station schon die ganze Medpalette geändert haben. Sehr krass in der Kardiologie.