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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krankenversicherung: privat oder gesetzlich?



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Kandra
01.02.2012, 15:35
Wie schwer ist es tatsächlich, in der Privaten Versicherung zu bleiben nach dem Studium? Bei akuten Erkrankungen denke ich macht es keinen Unterschied, aber wenn es um was Längerfristiges geht, ist man mit einer privaten Versicherung doch meist besser dran. Denke nicht, dass Zusatzversicherungen da so viel kompensieren können.

Und wenn man einen Versicherungswechsel machen muss: Werden dann die bisherigen Diagnosen der neuen Versicherung übermittelt? Offiziell, oder unter Umständen auch über indirekte Hinweise? Können sich Vordiagnosen auf die Beitragshöhe auswirken?

Wenn man was "längerfristiges" (lustiges Wort...) hat ist es prinzipiell natürlich schon schön in der PKV zu sein, da man ja doch bevorzugt behandelt wird. Merke das bei meinem Orthopäden. Wenn ich anrufe hab ich in spätestens 2 Wochen nen Termin, wenn meine Mama anruft, darf sie in 3 Monaten mal vorbeikommen. Ist natürlich nicht überall so, passiert aber öfter als man denkt.
Die (ziemlich üble) Kehrseite der Medaille ist, dass mit jeder Vorerkrankung bzw. allgemein Krankheit die man erwirbt, der sogenannte Risikozuschlag steigt. Dieser reicht bis 100%, was dann bedeutet, dass man effektiv den doppelten Beitrag zahlt. Bedeutet bei der Allianz als Student ab 25 im Moment im besten/billigsten Tarif mal locker flockig 313€/Monat. Und das musste erstmal reinarbeiten. Und natürlich auch "rein-krankheiten"...soll sich ja schließlich lohnen ;)

PKV würde ich mir sehr sehr gut überlegen, egal welche Vorteile es haben mag. Ich habe atm leider keine Wahl, aber nach dem Studium werde ich sicher in die GKV gehen.

LMD
01.02.2012, 17:18
Das Problem ist übrigens weniger in ne PKV rein- als irgendwann wieder raus zu kommen.

Wie ist das eigentlich mit den Zusatzleistungen der GKV- die kann man doch problemloser wieder kündigen, als aus ner PKV raus zu kommen, oder?

die kannst du einfach zur jahresfrist mit der kündigungsfrist kündigen, dass ist letztendlich wie ne haftpflicht...also vom kündigen

JJ*
01.02.2012, 17:31
Wie ist das eigentlich mit den Zusatzleistungen der GKV- die kann man doch problemloser wieder kündigen, als aus ner PKV raus zu kommen, oder?Die Zusatzleistungen sind eigenständige Versicherungsverträge mit einer entsprechenden Laufzeit, also beispielsweise mindestens zwei Jahre für die Krankenhauszusatzversicherung, dann jährlich kündbar.

WackenDoc
01.02.2012, 19:56
Dann sind die doch gar nicht so schlecht: Wenn man Geld hat, kann man die ja bezahlen und wenn das Geld aus welchen Gründen auch immer knapp wird, dann kündigt man die.

Was für Erfahrungen habt ihr als GKV-Versichterte wenn ihr als Kollegen Termine für euch vereinbart? Wartet ihr so lange wie "normale" Patienten oder gibt´s nen Kollegenbonus?

Muriel
01.02.2012, 20:00
Ich habe es einmal bisher gemacht und kam mir total bescheuert am Telefon vor, aber bei den Schmerzen war mir alles egal :-D Eigentlich müsste ich mal längst überfällig einen Dermatologentermin machen, da könnte ich das ja noch mal testen ;-) Bei uns in der Praxis handhaben wir es so, dass Angehörige eines medizinischen Berufes (nicht nur Ärzte, sondern auch GuKP, MFA etc.), sofern wir das wissen, jederzeit sofort kommen können auch für Belangloses.

Gersig
01.02.2012, 20:33
Also: Die Ärzte, die ich aufsuche, kenne ich und sie kennen mich (eigentlich logisch, oder? ;-) ). Die Mädels am Tresen wissen, dass ich Arzt bin (zumal es auch auf der GKV-Karte steht). Ich musste bislang nie überdurchschnittlich lange auf einen Termin warten. Hier lohnt sich übrigens ein gutes Kollegennetzwerk :-)

Rico
01.02.2012, 20:54
Die Mädels am Tresen wissen, dass ich Arzt bin (zumal es auch auf der GKV-Karte steht).Hast Du das mit Edding draufgeschrieben? :-))

Gersig
01.02.2012, 21:21
Klaro, mit selbst gemaltem Foto :-) Nee, die BEK hat bei der letzten Kartenaktualisierung den Doktortitel mit drauf gedruckt. Fand ich nett.

McBeal
01.02.2012, 21:26
Klaro, mit selbst gemaltem Foto :-) Nee, die BEK hat bei der letzten Kartenaktualisierung den Doktortitel mit drauf gedruckt. Fand ich nett.
Habe ich auch so. Und finde ich auch sehr angenehm, wenn ich zu neuen Ärzten bzw. zur Vertretung muss. Da wird dann gleich mit anderem Vokabular erklärt etc.

LG
Ally

Brutus
02.02.2012, 08:03
Dann will ich mal eine Lanze für die PKV brechen! Ich bin seit dem AiP in der PKV. Und seitdem habe ich keine Probleme mit denen. Arztrechnungen und Apothekenquittungen werden anstandslos bezahlt (selbst die selbst rezeptierten / einfach Kassenbeleg). Anfangs lagen die Kosten bei 76 €/Monat (AiP), zur Vollapprobation bin ich auf 240 €/Monat gestiegen. Dieser Satz blieb über 3 Jahre konstant. Dann für 2 Jahre 290 €/Monat (damals hauptsächlich begründet mit der Pflegeversicherung), jetzt seit 3 Jahren bei 320 €/Monat stabil. Rechnet man mal Beitragsrückerstattung und Treuebonus runter, haben sich die Beiträge zwar erhöht, aber alles im moderaten Rahmen. Wie mittlerweile die Neuverträge aussehen weiss ich natürlich nicht...
Aber an sich bin ich sehr zufrieden in der PKV und möchte eigentlich auch gerne drin bleiben... Sollte ich in der Zukunft mal wieder in die Abhängigkeit wechseln, werde ich wohl mal sehen müssen, wie ich das regel. Aber diese unüberbrückbare Hürde, also der Wechsel von der PKV zur GKV ist doch schon lange nicht mehr soo steil, wie er mal war. Alleine beim Wechsel aus der Selbstständigkeit in die Abhängigkeit mit Gehalt unter Beitragsbemessungsgrenze reicht ja schon aus...

DocEmmetBrown
02.02.2012, 10:30
In Bezug auf die Familienversicherung der Kinder und des Partners in Elternzeit wird als Nachteil der PKV ja die entstehende Beitragspflicht erwähnt. Gilt das alles auch, wenn die Partner nicht verheiratet sind? Hier müsste doch eigentlich dann wieder für das Kind bzw. denjenigen der Elternzeit nimmt die Familienversicherung eintreten? Es ist ja denke ich heute gar nicht mehr immer so, dass Paare mit Kind auch heiraten.

jermaine80
02.02.2012, 13:01
Hi,

ich wollte zu der laufenden Diskussion noch anfügen, das Thema der Beitragsbemessungsgrenze nicht zu vergessen. Wir verdienen ja fast alle schon gut drüber und zahlen daher meist den Höchstsatz in der GKV. Jedes Jahr wird die Beitragsbemessungsgrenze gemäß den bla bla Entwicklungen laut SGB V... angepasst. Meitens nach oben. Dies sind oft so 200 Euro im Jahr, das macht bei der ach so preisstabilen GKV auch eine jährliche Beitragssteigerung von ca 30 Euro monatlich im Jahr. Für mich zählt daher nur das Argument der Famlienversicherung bzw. das Problem als Rentner. Aber die GKV wird jedes Jahr für Gutverdiener teurer, dass wird nur oft vergessen....

Gruß vom privatversicherten jermaine

Muriel
02.02.2012, 13:17
In Bezug auf die Familienversicherung der Kinder und des Partners in Elternzeit wird als Nachteil der PKV ja die entstehende Beitragspflicht erwähnt. Gilt das alles auch, wenn die Partner nicht verheiratet sind? Hier müsste doch eigentlich dann wieder für das Kind bzw. denjenigen der Elternzeit nimmt die Familienversicherung eintreten? Es ist ja denke ich heute gar nicht mehr immer so, dass Paare mit Kind auch heiraten.
Ist ein Elternteil, egal ob verheiratet oder nicht (gemeinsames Sorgerecht/Vaterschaftsanerkennung vorausgesetzt), in der PKV, ist da Kind automatisch nicht mehr in der GKV zu führen, sonders muss privat versichert werden, sofern der GKV-versicherte Elternteil nicht pflichtversichert ist. Und Anspruch auf beitragsfreie Krankenversicherung während der Elternzeit besteht nur, wenn der entsprechende Elternteil entweder pflichtversichert ist oder aber, sofern freiwllig versichert, der Partner pflichtversichert ist.

DocEmmetBrown
02.02.2012, 17:12
@Muriel
Hatte jetzt aus Neugierde in der Zwischenzeit auch selbst recherchiert. Finanztest sagt, dass bei Unverheirateten das Kind unabhängig vom Versicherungsstatus bei dem GKV-Versicherten Elternteil mitversichert werden kann. (http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/meldung/Frage-und-Antwort-Krankenversicherung-fuers-Kind-Unverheiratete-Eltern-im-Vorteil-1686009-2686009/) Oder hat sich da irgendetwas an der Gesetzeslage verändert?

Muriel
02.02.2012, 18:05
Hm, nicht aus eigener Erfahrung heraus, aber aus der von Freunden, bei denen genau diese Konstellation da war (sie freiwillig versichert GKV, er PKV, unverheiratet) musste die Tochter in die PKV. Das war vor drei Jahren so, vielleicht ist die Situation anders. Sorry, mehr weiß ich nicht.

WackenDoc
02.02.2012, 19:18
Hat jemand von euch ne Ahnung von Anwartschaften?

loxi
02.02.2012, 20:03
Hat jemand von euch ne Ahnung von Anwartschaften?

Das kommt drauf an, etwas konkreter?

abcd
03.02.2012, 11:27
Ich hab das mit der Familienversicherung mal nachgesehen. Auf er TK-Seite steht folgendes:

Wenn Vater oder Mutter privat versichert sind -
Liegt das Einkommen bei privat versicherten Elternteilen über der Grenze von 4.237,50 Euro monatlich, ist die Familienversicherung für die Kinder möglich, wenn das Einkommen des TK-versicherten Elternteils höher ist als das des privat versicherten Ehepartners.

WackenDoc
03.02.2012, 12:15
Also wenn ich ne Anwartschaft für ne PKV hab, kann ich die, wenn ich mich entsprechend versichern muss, verfallen lassen oder MUSS ich in die PKV?

Rico
03.02.2012, 12:47
Also wenn ich ne Anwartschaft für ne PKV hab, kann ich die, wenn ich mich entsprechend versichern muss, verfallen lassen oder MUSS ich in die PKV?Nee, kannst frei wählen.
Ggf kannst Du bei der PKV nachfragen ob sie Dir die durch die Anwartschaft gesicherten günstigeren Konditionen auch für eine private Zusatzversicherung anrechnen würden, sofern eine solche gewünscht.