Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : der Thread für krasse Laborwerte
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RS-USER-Feife
15.05.2007, 00:24
In meiner letzten Nachtschicht gelernt:
Für eine Packung Metformin, mit etwas Wasser heruntergespült, bekommt man ein Ticket auf die Intensiv (samt Intubation & Hämodiafiltration), und einen *nicht mehr messbar* hohen Laktatspiegel (mit einem Blut pH von 7,21).
Der erste Laktatwert, der wieder in Zahlen ausgedrückt werden konnte, war 18,9 (nach vier Stunden Hämodiafiltration bei einer Austauschrate von 5 l/h).
Edit: War nicht weiter wichtig
RS-USER-Häuptling weiße Wolke
24.05.2007, 09:36
CK 17540
Bazu alle Transaminasen im vierstelligen Bereich, Krea bei "nur" 2,7.
Junger Mann mit beidseitigem Compartmentsyndrom der Unterschenkel nach i.v.-Drogenkonsum. Dann hat er mit Schmerzen und Sensibilitätsverlust in beiden Beinen noch einen Tag gewartet, bis er endlich doch mal zu uns gekommen ist und mich dann die ganze Nacht beschäftigt hat.
RS-USER-Häuptling weiße Wolke
24.05.2007, 20:51
Da komm ich gleich zum nächsten Nachtdienst, der gleiche Pat. ist jetzt an der CVVH und in meiner ersten Laborkontrolle ist die CK auf 34.000 gestiegen.
sternchen.sunny
26.05.2007, 01:02
Eigener trauriger Rekord:
Als ich endlich gemerkt habe, daß ich in einer Hypothyreose stecke und auch die Antikörper testen ließ kam raus:
MAK 24000 U/ml, normal <60 U/ml.
Somit war dann wohl auch die Hashimoto Thyreoiditis bestätigt. Das war im Novemer 2006, jetzt immerhin nur noch 1400 U/ml.:(
Liebe Grüße
Sunny
Toxic_Lab
26.05.2007, 08:52
Original geschrieben von sternchen.sunny
Eigener trauriger Rekord:
Als ich endlich gemerkt habe, daß ich in einer Hypothyreose stecke und auch die Antikörper testen ließ kam raus:
MAK 24000 U/ml, normal <60 U/ml.
Somit war dann wohl auch die Hashimoto Thyreoiditis bestätigt. Das war im Novemer 2006, jetzt immerhin nur noch 1400 U/ml.:(
Liebe Grüße
Sunny
:troest:
Gestern gehabt: Patient mit kapillärem BZ von unter 30mg/dl, venöser BZ bei 35mg/dl.
Soweit nicht verwunderlich: Aber: Patient wach, ansprechbar, orientiert, nur etwas schwindelig und bewegungsunruhig& übelkeit...
:o
Ende 30ger, keine Diabetes, vorher (1h)gut gegessen, keine Vorerkrankungen, keine Medikation....
Wer mir realistische erklärungen liefern kann: Her damit!
RS-USER-Bärentöter
26.05.2007, 11:42
Edit
Hyperinsulinismus?
RS-USER-DoktorW
26.05.2007, 14:08
da würde ich mich auch mal auf die Suche nach einem Insulinom machen....
RS-USER-Küchenhexe
26.05.2007, 23:49
Vorher eventuell gut Sport getrieben?
Wir waren vor einiger Zeit bei einer Sportveranstaltung, wo wir u.a. Laktattests verlost haben. Dabei haben wir auch gleich den BZ bestimmt; und zwar nicht mit den netten Handgeräten, sondern schon mit ernsthafter Laborausstattung.
Resultat: Schon bei den ersten 15 Messungen ein 330er BZ, aber auch einmal 30 und einmal 32 mg/dl. Alles kapillär, ohne Vorgeschichte, ohne Beschwerden. Wohlgemerkt: es war eine Veranstaltung aus dem "Breitensport für interessierte Laien"-Bereich; die Leute hatten sich nicht besonders angestrengt und fühlten sich durch die Bank nicht, als ob sie sich ihrer Leistungsgrenze großartig genähert hätten.
Nope. Kein Sport, nur den Tag über normale Büroarbeit, danach mit der Frau essen gewesen.
Patient wurde jetzt aus dem Kreis in ein Maximalversorgendes Haus mit großer Endokrinologie verlegt.
RS-USER-Schädelspalter
27.05.2007, 18:13
Bei dem Patienten mit den stark schwankenden BZ-Werten sollte man an einen Hyperinsulinismus denken, entwder endogen (Insulinom) oder exogen (versehentliche Medikamenfehldosierung, Suizidversuch oder Im Rahmen eines Münchhausen-Syndroms o.ä.)
Aber zurück zum Thema:
HIV-Erstdiagnose: Junge Frau mit Null (0, nada, nix) T-Helferzellen pro mikroliter Blut (macht hochgerechnet auf 5 Liter auch Null ;) )
Oder junger Mann, komt mit Spechstörung. Ursache: HIV-assoziiertes Karposi-Sarkom im Mund. Dann noch Soor und eine CMV-Ösophagitis. Syphillis hatte er übrigens auch. Im Blut: 1 (in Worten: eine) T-Helferzelle, Viruslast wurde gar nicht genau bestimmt (ging nur bis > 25.000.000 oder so). Der Oberarzt scherzte: "Die eine Helferzelle ist bestimmt nur `ne Fehlmessung"
RS-USER-Katja
27.05.2007, 19:12
Oh, null Helferzellen kann ich auch anbieten. Aber die junge Dame hat Haut-TB (das habe ich außerhalb von Büchern auch noch nicht gesehen), kam mit Zoster-Meningitis (den Zoster hat sie auch auf dem Rücken), außerdem hat sie Hepatitis B und C und eben HIV mit einer Virusload, die der Computer nur noch als "Extremly high" ausspuckte.
Daß sie im 6. Monat schwanger ist, macht das Ganze nicht besser :(
Original geschrieben von Häuptling weiße Wolke
Da komm ich gleich zum nächsten Nachtdienst, der gleiche Pat. ist jetzt an der CVVH und in meiner ersten Laborkontrolle ist die CK auf 34.000 gestiegen.
da hab ich mehr zu bieten...
...ein Pferd das den falschen Ausstieg aus dem Anhänger benutzt hat (vorne durch die kleine Türe raus), CK bei Einlieferung 69900, einen Tag später 331300, die nächsten 3 Tage immer noch 6stellig.
RS-USER-Häuptling weiße Wolke
28.05.2007, 16:24
Ööööh, wie sind denn wohl beim Pferd die Normwerte für CK ???:confused: :confused: :confused:
sicher nicht 6stellig :D
bis 262 darfs gehen, drüber ist abnormal
Vorletzte Nacht: Fibrinogen < 1,2 g/l und somit für unser Labor nicht mehr messbar
Polytrauma mit nem Hb - 1,2
is das einzige was ich davon noch weis...
folken_vanehl
13.06.2007, 08:36
ich kann mich nur noch an dieses erinnern...
Kalium 1.8
Thrombos 1000
In der Onkologie kann das schon mal passieren, da war ein Hb von 8 auch ein Normwert an dem man noch nichts machen musste.
RS-USER-Häuptling weiße Wolke
19.06.2007, 04:26
Was passiert, wenn man beim H-TEP-Wechsel in etwa 10 Minuten 4 Redonflaschen volllaufen läßt, die Pat. aber nur mit eniem Hb knapp über 10 ins Rennen gegangen ist und schon während des Wechsels einiges an Blut verloren hat???
Hb 2,8...
...und viel Stress für uns auf Intensiv. Aus den Redons lief am Ende rot eingefärbte Infusionsflüssigkeit.
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