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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Stationsküche



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el suenio
17.09.2015, 09:02
Ich krieg mit 40h so 1500€ raus, glaube also nicht, dass 12€ Stundenlohn zu wenig sind...

Absolute Arrhythmie
17.09.2015, 09:06
Naja, ich hab mit 38,5h schon mehr als 1500€ raus bekommen. Eher so 1700-1800€. Macht aber auch nur nen Netto-Stundenlohn von 10€. Also verdiene ich jetzt sogar mehr als vorher...

xenopus laevis
17.09.2015, 09:44
Komisch denn ich bekomme 15 € Netto. :-oopss

][truba][
17.09.2015, 09:45
Er erwartet wohl so 20 Euro Netto. Das geht mit Intensiverfahrung auch bis zu 35€ die Stunde. Hab aber (leider) auch für nur 14,65€ Netto gearbeitet (noch ohne Zuschläge)

xenopus laevis
17.09.2015, 10:03
Durch Zuschläge bekam ich damals auch "nur" 1900 € Netto im Funktionsbereich. Aber hier geht es um ein Minijob. Was sollen da für Abzüge kommen, wenn man sowieso nur 406 verdienen darf.

Absolute Arrhythmie
17.09.2015, 10:28
Der tarifliche Stundenlohn liegt ja aber nur eben bei diesen 12-15€, je nachdem welche Eingruppierung und welche Stufe. Wie soll ich da drüber kommen, wenn ich auch als Minijobber nach Tarif bezahlt werde? 25€ und mehr kenne ich nur aus der Selbstständigkeit.

*edit: Meine Aussage bezieht sich jetzt auf TVL, EG 7a, Stufe 1 -3. Im Funktionsbereich sollte natürlich EG8a, min. Stufe 1 bezahlt werden. Das wären dann bei SK 1 netto pi mal Daumen um 14 - 18€ (bei höhrerer Stufe!). Dass dazu (zumindest bei mir, weiß ja nicht wie das bei euch geregelt ist) noch Schichtzuschläge kommen, erhöht den Stundenlohn um 30Cent (Samstags) bis ca 3,5€(Nachtdienst und Feiertag). Was am Ende dabei rauskommt ist natürlich stark von den Konditionen abhängig, zu denen man eingestellt ist (alter Vertrag mit Stufe 3 oder 4? Entgeltgruppe 7 oder 8?) und welche schichten man arbeitet. Also ist der Vergleich irgendwie hinfällig. Ich würde nicht fordern über Tarif bezahlt zu werden, mit welcher Grundlage denn auch?

xenopus laevis
17.09.2015, 12:03
Trifft aber nur auf dem öffentlichen Bereich zu, deswegen bin ich danach in die freie Wirtschaft abgehauen und da ist es reine Verhandlungssache. Klar sind viele an irgendwelchen Tarifverträgen gebunden. Aber gerade wieder erlebt, beide arbeiten mit dem gleichen Tarifvertrag und trotzdem gibt es Unterschiede aufgrund von Sonderverträgen.

Ich fordere nicht, ich verhandle. Man geht doch nicht mit den Gedanken ran "Was bin ich Wert?", sondern "Wie viel kann ich max. aushandeln um mehr Zeit für das Studium/ für meine Ehe/ meinen Freunden usw. zu haben."

OT
Nach dem Motto "Dabei sein ist alles!" steig ich nicht in einem Ring! Man trainiert schließlich nicht um Zweiter zu werden.

Absolute Arrhythmie
17.09.2015, 12:06
Ja da hast du natürlich Recht. Ich muss das Thema ja auch demnächst wieder ausdiskutieren und werde auch auf eine Einstellung entsprechend meiner Berufserfahrung bestehen. Mal gucken ob das klappt :-D
Übern Tisch ziehen lassen sollte man sich nicht, ich würde jetzt zB nicht für fixe 10 oder 12€/h arbeiten. Aber nach Tarif finde ich fair, mehr forder ich auch im öff. Dienst nicht. In der freien Wirtschaft sieht das sicher anders aus, obwohl ich eher die Erfahrung gemacht hab, dass private Unternehmen eher versuchen schlechter zu zahlen...

Absolute Arrhythmie
17.09.2015, 20:36
Uff, jetzt muss ich wirklich verhandeln... 13,50€ und keine Schichtzulagen sind mir dann doch ein bisschen zu doof. Mal gucken ob sich da was machen lässt.

el suenio
17.09.2015, 23:04
Aktuell arbeite ich sogar für knapp 1200€ mit allen Zulagen. Allerdings ja nur 30h, aber die 30h mach ich ja in der Realität nicht. Schön auch, dass es keine Gefahrenzulage für die Psych mehr gibt, obwohl wir ja sogar immer geschlossen untergebrachte Pat. haben. Na ja, siehe zweiter Satz Signatur^^ Gewisse Dinge muss man in Kauf nehmen.

Absolute Arrhythmie
18.09.2015, 09:33
So, nachdem man mir gestern angeboten hat mich als studentische Aushilfe zum festen Lohn von 13,50€/Stunde einzustellen, Zuschläge nur im Nachtdienst und dann auch nur 1,20€ mehr, hab ich das dankend abgelehnt und der PDL meine Sicht der Dinge dargelegt :-)) Sie hat das Problem auch sofort eingesehen und nun werde ich über den kirchlichen Träger, der bei unserer Klinik auch noch seine Finger mit im Spiel hat, eingestellt. Die zahlen ganz normal nach Tarif, also bei EG 7, Stufe 1 auch nur 13,xx€, dafür aber 3,30€/h Sonn- und Feiertagszuschlag, 2,70€/h Nachtzuschlag und 0,75€/h Samstagszuschlag. Bei zwei Sonntagen im Monat macht das echt einen Unterschied... Dann hoffe ich mal, dass das jetzt alles auch so klappt :-)

*milkakuh*
18.09.2015, 19:59
Super, AA! Zeigt mir, dass ich beim nächsten mal auch verhandeln muss! Bist du denn jetzt fest auf einer Station?

Absolute Arrhythmie
18.09.2015, 20:00
Nee, ich werde weiter die eierlegende Wollmilchsau sein, allerdings eine mit einem Dienstplan.

el suenio
18.09.2015, 20:26
Das liest sich gut, ich glaub, ich erzähl denen in der Perso demnächst auch mal, dass ich mehr Geld will. Mal gucken, was passiert^^

Absolute Arrhythmie
18.09.2015, 20:31
Hab heute gehört dass demnächst alle GuKs,die als studentische Aushilfe angestellt sind, nach Tarif bezahlt werden sollen. Die Trulla in der Personalabteilung wusste da heute morgen nix von, als ich dort angerufen hab. Naja, jetzt werde ich halt Rot-Kreuz-Schwester, schadet ja auch nicht ^^

mirari
29.09.2015, 15:21
Zur Information die Lage an der Uniklinik Hamburg; ich hoffe, ihr steinigt mich nicht:

- Bezahlung ungelernter studentischer Aushilfen in der Pflege 15,xx €/h, nach zwei Jahren Beschäftigungsdauer 16,60 €/h, nach sechs Jahren Beschäftigungsdauer nochmal etwas mehr. Zuschläge nachts 15 %, sonntags 25 %, feiertags 100 %.
- Gelernte Aushilfen hatten bis Mai afaik bei Einstellung 19,xx €/h (+ selbes Zuschlagsmodell), danach gab's eine kleine Erhöhung, ob damit jetzt die 20 vor dem Koma steht weiß ich derzeit nicht, ebenso wenig, wie die Entwicklungsstufen nach zwei bzw. sechs Jahren genau aussehen.

Sicherlich spielen in der Bezahlung regionale Unterschiede eine große Rolle. Ich habe mich mal mit Berlinern unterhalten, die - interessant - ungläubig gestaunt haben ob unserer guten Bezahlung hier. Dabei ist Berlin ja auch kein "kleines Dorf im Osten mit niedrigen Lebenshaltungskosten". Sicherlich kriegen wir hier ein wirklich gutes Gehalt, aber für viel weniger will ich auch echt nicht arbeiten müssen. Manche der oben geposteten Angebote finde ich, vor allem für Ausgelernte mit Berufserfahrung, sehr nah an der Grenze zur Frechheit, besonders im Verhältnis zu 8,50 €/h Mindestlohn, die es ja schon für Müllaufsammeln im Park oder Schranke-auf-Knopf-Drücken als Parkplatzwächter gibt.

Eine Anmerkung erlaube ich mir noch: Natürlich zählt für jeden Einzelnen am Ende das persönliche Nettogehalt, eine Diskussion über Löhne jedoch bleibt meiner Meinung nach deutlich übersichtlicher, wenn Bruttogehälter verglichen werden.

WackenDoc
29.09.2015, 15:37
Ist das brutto-brutto also ohne jegliche Sozialleistungen oder normales Angestellten-Brutto?

mirari
30.09.2015, 09:48
Weiß nicht genau, was du mit "brutto-brutto" meinst (Selbstständigkeit? Gesamte Lohnkosten für den Arbeitgeber?). Es handelt sich bei den o.g. Zahlen um "normales, sozialversicherungs- und steuerpflichtiges Brutto". Allerdings werden bei Minijobbern ja im Regelfall keine SV-Beiträge vom Arbeitnehmer fällig. Bei "Werkstudenten" entsprechend nur der AN-Anteil zur RV (+Steuern). KV läuft ja studentisch separat.

WackenDoc
30.09.2015, 10:06
Brutto-brutto nenn ich das, was man als Selbständiger z.B. als Honorarkraft bekommt. Also nur den Stundenlohn und keine Sozialleistungen des Arbeitgebers.
Normales Brutto ist das, was man halt als Angestellter bekommt -dazu kommen dann z.B. Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung, berufsgenossenschaftliche Absicherung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlter Urlaub etc.

20€ brutto als Selbständiger sind eher wenig, für einen Angestellten dagegen nicht.

mirari
03.10.2015, 09:15
Dann hat meine Antwort ja gepasst. Ich spreche vom Angestellten-Brutto.