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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alarm Rettungsdienst! NEF/RTW - BZ-Entgleisung



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Markus-HEX
12.02.2012, 13:15
wie siehts mit der ausnutzung der resorptionsfähigkeit des peritoneums aus?
Ich glaube, so kann man Hamster einschläfern, abgesehen von der Dialyse, die das Peritoneum als semipermeable Membran nutzt, verwendet man den Zugang in der Humanmedizin nicht. Außerdem gibt es da ja auch ein nicht unerhebliches Risiko z.B. Darmperforationen zu bedingen, eine Lageverifizierung ist präklinisch auch nicht möglich. Dazu kommt natürlich auch, dass Suprarenin lokal vasokonstriktorisch wirkt. Somit würde es vmtl. im Peritoneum die Gefäße dichtmachen und nicht adäquat abtransportiert. Es fallen mir eigentlich nur Gründe dagegen ein.

kann mich gar nichtmehr an den film erinnern, wo das durchgeführt wurde.
Naloxon bei opiatbedingter Apnoe in Pulp Fiction - eigentlich ein Pflicht-Film im Leben eines Menschen. Wenn man die Zeit nicht hat - hier die schnelle Alternative mit Hasen: http://www.youtube.com/watch?v=nBabHgKtK9Q

gnuff
12.02.2012, 13:19
Wenn man die Zeit nicht hat - hier die schnelle Alternative mit Hasen: http://www.youtube.com/watch?v=nBabHgKtK9Q

Danke! You made my day!

WackenDoc
12.02.2012, 13:21
Und noch ne Alternative zu BIG und IO-EZ:
http://www.youtube.com/watch?v=v_G6I27XTj0 An dem Ding werden bei uns spezielle Ersthelfer ausgebildet.

gnuff
12.02.2012, 13:44
Und noch ne Alternative zu BIG und IO-EZ:
http://www.youtube.com/watch?v=v_G6I27XTj0 An dem Ding werden bei uns spezielle Ersthelfer ausgebildet.

Ich habe einen Kollegen der bei der schwedischen Variante Deines Arbeitgebers tätig ist. Im Rahmen einer "Studie" in Afghanistan durfte er das Ding testen, sowohl als Täter, als auch als Opfer... Ende vom Lied war, dass ihm die Nadel operativ von einem Kollegen in LA entfernt wurde... :-)) man muss also wenig Angst haben, dass diese Dinger sehr leicht dislozieren...

Markus-HEX
12.02.2012, 13:54
Und noch ne Alternative zu BIG und IO-EZ:
http://www.youtube.com/watch?v=v_G6I27XTj0 An dem Ding werden bei uns spezielle Ersthelfer ausgebildet.

Meiner Meinung nach für den zivilen Rettungsdienst keine wirkich sinnvolle Alternative!

In militärischen Lagen sicherlich sehr sinnvoll, primär auf einen Punktionsort zurückzugreifen, der auch bei multiplen Extremitätenverletzungen i.d.R. nicht mitbeteiligt ist (Schutz durch Weste ect.), in der zivilen Regelrettung ist eine Hauptindikation für den i.o.-Zugang sicherlich die CPR, da halte ich einen Punktionsort abseits vom direkten Arbeitsgebiet (Thorax: HDM, Defi-Patches, ggf. noch automatisches Gerät zur Thoraxkompression, im Verlauf störung der Bildgebung im HKL) für wesentlich geeigneter.

Shizr
12.02.2012, 13:57
ich frage, weil diese formen der injektionen bei akut fehlendem intravenösen zugang immernoch als mittel in der notfallmedizin in aktuellen anatomielehrbüchern angepriesen werden..
Von der Klinik (und ganz speziell von der Notfallmedizin) haben die meisten Vorkliniker schlichtweg keine Ahnung. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber die meisten meiner Vorklinik-Dozenten hätte ich bei nem akuten Notfall echt nicht in der Nähe haben wollen.

Dementsprechend sollte man alles, was in Vorklinik-Büchern zu klinischen Themen steht, mit extremer Vorsicht genießen. Das sind teilweise Theorien, die schon seit Jahren völlig obsolet sind. (Wie die intrakardiale Injektion, die hat man nun mal aus sehr guten Gründen verlassen.)

Markus-HEX
12.02.2012, 14:04
Was mit sicherheit aber auch am Engagement der einzelnen Personen liegt.

Uns wurde im Rahmen des Präp-Kurses die Durchführung einer Koniotomie und Tracheotomie demonstriert, auf die Unterschiede hingewiesen usw.
Dazu kam ein Anästhesist aus der Klinik, der solche Techniken kurz besprochen hat - sicherlich nur ein kurzer Einschub in den Präp-Kurs, dennoch rückblickend die einzige Möglichkeit im gesamten Studium, dieses zu sehen. Von daher fand ich es schon nicht schlecht.