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blackcat86
30.10.2012, 21:26
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Hoppla-Daisy
30.10.2012, 21:45
Heute noch wurde mir gesagt, dass man als Anfänger ja wohl keine Überstunden aufschreibe, weil man ja schließlich noch total ineffektiv und langsam arbeiten würde ... :-sleppy

Nachdem auf wundersame Weise, die mir keiner erklären kann, aus 25 Überstunden plötzlich 4,6 geworden sind und ich nicht zum gedachten Zeitpunkt meinen letzten Tag am Haus haben kann, schreib ich mir jede bekloppte Überstunde auf - selbst WENN es eine Viertelstunde ist! DAS seh ich nun echt nicht ein!

McDübel
30.10.2012, 22:09
Nachdem auf wundersame Weise, die mir keiner erklären kann, aus 25 Überstunden plötzlich 4,6 geworden sind

Ja wie? Die sind jetzt einfach futsch und du bekommst sie nicht bezahlt? :-(

LasseReinböng
30.10.2012, 22:09
Heute noch wurde mir gesagt, dass man als Anfänger ja wohl keine Überstunden aufschreibe, weil man ja schließlich noch total ineffektiv und langsam arbeiten würde ... :-sleppy

Nachdem auf wundersame Weise, die mir keiner erklären kann, aus 25 Überstunden plötzlich 4,6 geworden sind und ich nicht zum gedachten Zeitpunkt meinen letzten Tag am Haus haben kann, schreib ich mir jede bekloppte Überstunde auf - selbst WENN es eine Viertelstunde ist! DAS seh ich nun echt nicht ein!

Mit der Ü-Stunden-Abrechnung fühlen sich bei mir auch viele Kollegen übers Ohr gehauen, kaum nachvollziehbar, wann was ausgezahlt wird...

Bei uns gibt es auch Ärger, wenn man sich die tatsächlich geleisteten Überstunden aufschreibt, denn die liegen leider jenseits von Gut und Böse.

Ich war anfangs auch zögerlich und habe nix aufgeschrieben, jetzt bin ich da mutiger und schreibe mir mehr auf...wenn es dem Arbeitgeber stinkt, soll er mir halt nach Ende der Probezeit kündigen. Ich komme kaum noch in die Kantine, jeden morgen schon min. 45 min vor Dienstbeginn da, wann ich abends nach hause komme, davon will ich gar nicht reden. für das verhunzte Leben will ich wenigstens nen paar Öre extra.

Hoppla-Daisy
30.10.2012, 22:21
Ich gehe seit einigen Wochen jeden Mittag in die Kantine, egal ob ich was essen möchte oder nicht! DIE halbe Stunde, die ich nicht an der Arbeit teilnehme, macht den Kohl nicht fett. Und ich sehe es auch echt nicht ein. Überstunden hab ich anfangs auch nie aufgeschrieben, weil ich dachte, das sei "unschicklich", weil man ja eben langsamer ist. Heute denke ich "du doofe Nuss, hätteste mal"!

An meinem neuen Arbeitsplatz werd ich einige Dinge anders machen :-)

Keenacat
31.10.2012, 16:13
Heute noch wurde mir gesagt, dass man als Anfänger ja wohl keine Überstunden aufschreibe, weil man ja schließlich noch total ineffektiv und langsam arbeiten würde ... :-sleppy

Das kann der Sprecher dieser Worte sich mal gepflegt rektal einführen. Als Anfänger wird man nach Stufe Ia bezahlt, weil man noch ineffektiv und langsam arbeitet. Fertich. Wenn ich arbeiten würd wie mit drei Jahren Berufserfahrung, wollt ich schließlcih auch so bezahlt werden.

Evil
31.10.2012, 16:18
Wobei an meiner letzten Klinik der Oberarzt meistens länger geblieben ist, um mit seinen Stationsassistenten unklare Fälle nochmal durchzugehen oder Fragen zu beantworten, quasi als Extra-Teaching. Das dann als Überstunden aufzuschreiben finde ich aber wirklich nicht angemessen.

Die allermeisten Überstunden dürften durch MEHRARBEIT zustande kommen und gehören daher bezahlt.

dreamchaser
31.10.2012, 17:07
Wobei an meiner letzten Klinik der Oberarzt meistens länger geblieben ist, um mit seinen Stationsassistenten unklare Fälle nochmal durchzugehen oder Fragen zu beantworten, quasi als Extra-Teaching. Das dann als Überstunden aufzuschreiben finde ich aber wirklich nicht angemessen.

Die allermeisten Überstunden dürften durch MEHRARBEIT zustande kommen und gehören daher bezahlt.

Der Oberarzt kann aber auch innerhalb der Arbeitszeit kommen, um die Patienten durchzusprechen. Schliesslich ist er für die Station verantwortlich und die Patienten haben den Anspruch auf Facharztniveau behandelt zu werden, was durch den durchschnittlichen Stationsassistenten eher nicht gewährleistet ist. Die Weiterbildung ist Teil meines Vertrages und damit Inhalt meiner Arbeitszeit. (und bevor jemand meckert: natürlich bleibe ich auch gerne freiwillig länger, um etwas zu lernen, aber das sollte eben nicht regelhaft so sein, dass man ohne Überstunden nix lernen kann).

Kackbratze
31.10.2012, 19:49
"Wenn sie operieren wollen, können sie ja nachts reinkommen."
Zitat Ende.

Solara
31.10.2012, 19:50
Der Oberarzt kann aber auch innerhalb der Arbeitszeit kommen, um die Patienten durchzusprechen. Schliesslich ist er für die Station verantwortlich und die Patienten haben den Anspruch auf Facharztniveau behandelt zu werden, was durch den durchschnittlichen Stationsassistenten eher nicht gewährleistet ist. Die Weiterbildung ist Teil meines Vertrages und damit Inhalt meiner Arbeitszeit. (und bevor jemand meckert: natürlich bleibe ich auch gerne freiwillig länger, um etwas zu lernen, aber das sollte eben nicht regelhaft so sein, dass man ohne Überstunden nix lernen kann).

Sehe ich ähnlich und läuft bei uns auch so - wenn Weiterbildung erst nach Dienstschluss möglich ist, dann ist das ÜS (für beide).

Feuerblick
31.10.2012, 19:55
"Wenn sie operieren wollen, können sie ja nachts reinkommen."
Zitat Ende.
Demjenigen müsste man mal dezent mit dem Weiterbildungskatalog vor der Nase herumwedeln :-)) So eine Ermächtigung zur Weiterbildung kann auch schon mal flöten gehen, wenn man nicht weiterbildet...

Evil
04.11.2012, 15:31
Der Oberarzt kann aber auch innerhalb der Arbeitszeit kommen, um die Patienten durchzusprechen. Schliesslich ist er für die Station verantwortlich und die Patienten haben den Anspruch auf Facharztniveau behandelt zu werden, was durch den durchschnittlichen Stationsassistenten eher nicht gewährleistet ist. Die Weiterbildung ist Teil meines Vertrages und damit Inhalt meiner Arbeitszeit. (und bevor jemand meckert: natürlich bleibe ich auch gerne freiwillig länger, um etwas zu lernen, aber das sollte eben nicht regelhaft so sein, dass man ohne Überstunden nix lernen kann).
Ich schrieb "unklare Fälle nochmal durchzugehen", d.h. die Versorgung der Patienten, Fallbesprechungen und das restliche Tagwerk waren erledigt, so daß jeder hätte nach Hause gehen können. Aber der OA ist halt nochmal extra länger geblieben, Extra-Teaching eben. Und es hat auch durchaus Assistenten gegeben, die das nicht in Anspruch nehmen wollten und zeitig gegangen sind, dabei aber trotzdem ihre Weiterbildung bekommen haben. Nur halt nix extra, aber das muß jeder selber wissen.

WackenDoc
04.11.2012, 15:53
@Blackcat: Im Bezug auf deinen letzten Beitrag im Assi-Thread: Du hast letztendlich 2 Möglichkeiten: Entweder du akzeptierst deine Schwächen und gleichst die irgendwie anderweitig aus ODER du bekämpfst sie. Dieses Baden in Selbstmitleid und kocketieren mit deinen Schwächen wird dich nicht weiterbringen.

Andere Frage: Würdest du jemanden in so nem desolaten körperlichen und psychischen Zustand in den OP lassen?

Und nochmal: Was bist du bereit für deinen Traum von der Chirurgie zu tun?

par
04.11.2012, 15:57
Hi blackcat!
Ich lese ja überall kreuz-und-quer mit und insbesondere darauf wollte ich kurz eingehen:

sondern schlicht und einfach auch daran dass ich krank bin und mir die soziale Intelligenz fehlt, wie man sich am besten bei wem beliebt macht, wie die Seilschaften sind und an wen man sich hängen muss.
Ich habe selbst ja noch meine erste Assistenzarzt-stelle vor mir und ich habe folgende Einstellung dazu
=> vlt. "eröffnet" dir meine (zwangsläufige) Unvoreingenommenheit eine andere Perspektive (vlt. werde ich auch korrigiert => Danke :-), bisher zumindest funktionierte diese Einstellung "im Leben" oder PJ ganz gut):
Denke doch einfach gar nicht aktiv daran, wie du dich sozial-kompatibel verhalten "sollst"; was ich damit meine: die "verselbstständigte" permanente Selbstreflexion im Hintergrund erschöpft dich doch nicht nur, sondern sie lässt dein "kalkuliertes" Verhalten eher unauthenisch erscheinen. Bleibe einfach du selbst, mit dem übergeordneten Ziel (und Dieses teilst du letztendlich mit allen Kollegen) deinen Anteil an Stationsarbeit gut zu erledigen. Allein daraus ergibt sich Gott sei Dank eine Konversationsbasis, die man dann gemütlich ausbauen kann => dir macht deine Fachrichtung spaß, lass dir Zeit/überstürze es nicht bei deinen Kollegen (bei einer neuen Stelle zB), sei ehrlich interessiert und bleibe offen und authentisch, so vermeidest du "paradoxes" Verhalten, was andere irritieren kann und eine Grundlage für Missverständnisse schafft. (mir kommt da eine Situation in den Sinn: Es gibt Leute, neben denen man ewig Mit-Schweigen kann und andere deren Schweigen man kaum ne Sekunde ertragen kann).
Ich hoffe, es kam jetzt nicht total wirr rüber :)

blackcat86
04.11.2012, 17:31
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Kackbratze
04.11.2012, 17:37
Was ich tun soll oder kann? Medikamente, etwas weniger Verkrampftheit, mehr Demut, [...]Nur darf ich wohl nicht zu viel Zeit darauf verschwenden viel darüber nachzudenken.

Gute Idee! Drogen, Demut und nicht denken.
Hast Du schonmal an einen Job in der Chirurgie gedacht?
Da kommt man ohne Rückgrat und benebelt im Hirn exakt so weit, wie die Strecke vom Krankenhaus bis zum Gerichtssaal...

WackenDoc
04.11.2012, 17:54
Und genau wieder der Denkfehler: Weil du nicht für den OP geeignet bist, heisst es ja nicht primär, dass du weniger wert als andere bist.
Ich würde dich aber z.B. einfach aus dem Grund nicht in den OP nehmen, weil ich Angst hätte, dass du da zusammenklappst.

Meine Frage war anders gemeint- was bist du WIRKLICH bereit zu tun? (oder etwas offensichtlicher: Was bist du bereit dafür aufzugeben?)

JJ*
05.11.2012, 08:47
Eigentlich kann man nach jedem Beitrag von blackcat nur Relaxometrie zitieren:


3. Du drehst Dich im Kreis.
4. Geh zu einem Therapeuten vor Ort.
5. Du drehst Dich im Kreis.
6. Geh zu einem Therapeuten vor Ort.
7. Du drehst Dich im Kreis.
8. Geh zu einem Therapeuten vor Ort.
9. "Vor Ort" soll natürlich nicht bedeuten, daß es am Wohnort sein muß, aber es muß ein lebendig vor Dir seiender Mensch sein und kein Internetforum. DBT, sonstwas...........pack's an.
So wird das nichts.

blackcat86
05.11.2012, 20:18
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Kackbratze
05.11.2012, 22:53
Nein, Du hat vollkommen recht. Ich bin so.

Deine schwerwiegende Grunderkrankung, die ja auch erfolgreich vom Betriebsarzt (siehe Eingangsposting) diagnostiziert worden war, macht es unmöglich für dich erfolgreich als Chirurgin zu arbeiten.

Deal with it.