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EntenFreundin
22.09.2012, 16:05
Das Problem bist Du, wjsl. Ganz einfach. Du hast soviele psychische Probleme, die Du angehen musst, dass ich mich wundere, dass der Betriebsarzt Dir überhaupt die Arbeit am Patienten erlaubt.

wjsl ?

Jetzt wo Du es sagst: Die Geschichten gehen zeitlich und inhaltlich ineinander über, der Schreibstil und die Problematik sind ähnich, aber ich persönlich wär jetzt nicht so schnell drauf gekommen, obwohl ich schon überlegt hab wo sie auf einmal hin ist... Hm...

Auch wenns eigentlich nicht geht, sich hier einfach eine zweite Existenz zuzulegen ist es nachvollziehbar: Ist halt schwieirg sich mit psychischen Problemen zu outen....

anba
22.09.2012, 16:27
Auch wenns eigentlich nicht geht, sich hier einfach eine zweite Existenz zuzulegen ist es nachvollziehbar: Ist halt schwieirg sich mit psychischen Problemen zu outen....Deshalb finde ich das öffentliche Äußern des Verdachts auf Doppelexistenz in einem solchen Fall nicht so gut.....

blackcat86
22.09.2012, 16:37
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Relaxometrie
22.09.2012, 16:37
@blackcat86:
Siehe es als Ratschlag: Nimm Deine Probleme ernst und diskutiere sie mit einem Therapeuten vor Ort. Wir können hier nicht helfen, und leider fangen jetzt schon diejenigen an, zu schreiben, die Dich und Deine Situation ins Lächerliche ziehen.
Tu Dir selbst den Gefallen und schreibe hier nicht immer mehr über Dich!

blackcat86
22.09.2012, 17:02
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Coxy-Baby
22.09.2012, 17:08
HTG? Wat solln das sein?

][truba][
22.09.2012, 17:08
Als ich würde dir auch einfach raten mit deiner bekannten Psychiaterin zu arbeiten und nicht immer und immer mehr in diesem Forum zu schreiben. Es ist doch jetzt auch nicht schlimm "nicht diensttauglich" zu sein. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und wenn du dich in der Lage fühlst, der Betriebsarzt aber nicht, dann nutze die Chance doch einfach diesen frühzeitigen Dienst nach 2 Wochen hinauszuschieben. Wenn der Betriebsarzt "Nein" sagt, dann ist das so und dann muss der Chef da auch durch. Und wenn du mit Ihm gesprochen hast, dann ist es ja auch seine Aufgabe dich aus dem Dienstplan zu nehmen bzw. so einzutakten das du keine Dienste machen musst. Seit wann muss man sich wegen einer Krankheit dann selbst um einen "Tauschpartner" suchen. Krank ist krank. Egal ob körperlich oder geistig. Versuche einfach mal an dich zu denken und versuche nicht alles auf dich zu beziehen. Wenn die PJ´lerin den Eingriff macht, dann ist das so. Schaue zu und gut ist. Das hat ja nichts mit dir zu tun. Aber egal was ich hier schreibe, die einzig richtige Möglichkeit ist mit den dir vertrauten Ärzten zu arbeiten und nicht immer mehr und immer neue mit hinzuzuziehen.

MfG Thomas

EntenFreundin
22.09.2012, 17:41
Das Dumme ist, dass ich hier vielleicht tatsächlich arrogant klinge, .
Nein, keine Sorge, Du klingst hier eher verzweifelt.
Arrogant kommen eher die rüber, die versuchen die Problematik ins lächerliche zu ziehen.

Wie Du auf Arbeit wirkst, das weiss ich ja nicht. Würde Dir aber raten, solche Gedanken wie z.B: "der hat ja nichtmal eine Promotion", "der hat schlechtere Noten als ich", etc. etc. versuchen abzustellen. Zum einen hat sowas wie Promotion Ja/Nein oder wie toll man kreuzen kann, u.ä. wenig mit der Qualität der Arbeit zu tun. Und zum anderen hab ich zumindest die Erfahrung gemacht, dass das obwohl das nur gedacht ist denn doch irgendiwe negativ auf einen zurück fällt, in dem Sinne, dass sie Dich denn nicht mögen z.B.
Wie wenig super Noten und Promotion mit der Realität in der Klinik zu tun haben, merkst Du ja vielleicht auch gerade an Dir selbst.



Es gibt tatsächlich Leute, die an einem kleinen Krankenhaus, in einem konservativen Fach, anfangen und mir schreiben, dass sie noch später rauskommen als ich in der HTG! Bin ich faul, weil ich teilweise schon nach ca. 11h gehe?

Quatsch....
Wenn Du nach 11h Arbeit ernsthaft ein schlechtes Gewissen hast und Dir vorwürfst "faul" zu sein, denn brauchst Du ganz dringend einen Therapeuten, wirklich.
In kleinen KH ist der oft der Personalmangel größer; nicht ungewöhnlich dass die da mehr arbeiten.
(Was ist denn HTG ? Kann mirt der Abkürzung nichts anfangen.)



Und Dienste nach eineinhalb Wochen sind ja doch wohl auch nicht die Regel, oder?

Nein. Das ist eher die negative Ausnahme.



Vielleicht schreiben alle Psychos ja auch ähnlich. So als könne man meine Krankheit schon von weitem herauslesen, und mich mit allen anderen psychisch Kranken gleichsetzen. Finde das irgendwie erschreckend.

In dem Fall hast Du ja davon geschrieben, aber wenn jemand sich dermaßen verrückt macht, denn kommt man schon auf die Idee, dass da irgendwas nicht stimmt, ja.
Dieses Verrückt machen war bei der anderen Schreiberin ähnlich, aber kann auch alles nur ein komischer Zufall sein; ich hab echt keine Ahnung.



Andererseits denke ich mir manchmal, wenn ich die Besessenheit mancher sehe,

Besessenheit ? Was meinst Du ?



Hab jetzt doch die Psychiater der Klinik angeschrieben. Klar ist es ein Risiko, hab auch versucht den besagten Termin nochmal umzulegen. Irgendwie finde ich schon wen, der mir weiterhelfen kann. Das wird schon werden.

Viel Glück !

Thomas24
22.09.2012, 17:48
Ich glaube, es gibt hier dringenden Gesprächs -und Beratungsbedarf mit deinem Therapeuten.
Du solltest dir stets vor Augen halten, dass deine eigene (körperliche und seelische) Gesundheit die oberste Priorität haben sollte, noch vor etwaigen Befürchtungen vor Ausgrenzung aus dem Team, Jobverlust in der Probezeit, als "faul" oder "Minderleister" stigmatisiert zu werden etc.

Wenn alle Stricke reissen, muss du den Job eben Job sein lassen und deinen Berufseinstieg ggf. erst nach Therapie und einer Stabilisierung deiner persönlichen Lage, wieder in Angriff nehmen. Einen Job kann man immer wieder haben- dein Wohlergehen ist aber unersetzlich.

Just my 2 cents.

Colourful
22.09.2012, 18:01
Ich glaube, es gibt hier dringenden Gesprächs -und Beratungsbedarf mit deinem Therapeuten.
Du solltest dir stets vor Augen halten, dass deine eigene (körperliche und seelische) Gesundheit die oberste Priorität haben sollte, noch vor etwaigen Befürchtungen vor Ausgrenzung aus dem Team, Jobverlust in der Probezeit, als "faul" oder "Minderleister" stigmatisiert zu werden etc.

Wenn alle Stricke reissen, muss du den Job eben Job sein lassen und deinen Berufseinstieg ggf. erst nach Therapie und einer Stabilisierung deiner persönlichen Lage, wieder in Angriff nehmen. Einen Job kann man immer wieder haben- dein Wohlergehen ist aber unersetzlich.

Just my 2 cents.

Dem kann ich nur 100% zustimmen. :-)

Und ja, ich empfehle dir zu lernen mit deiner Einschränkung einfach offen und auch selbstbewusst (nicht arrogant!!) umzugehen!
Du kannst erstmal keine Dienste machen? Ja, und?! Das ist dann eben so, das muss eine Abteilung auch kompensieren können. Wirklich. Und genug lernen wirst du so sicher auch.
Und du bist nach 11h arbeiten faul? Von welchem Planeten kommst du?

Liebe Grüße, pass auf dich auf!

blackcat86
23.09.2012, 12:27
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Kackbratze
23.09.2012, 12:41
Mach einfach dein Ding und gut ist. Entweder es passt oder nicht.
Verbiegen kann man sich eh nur in einem geringen Maße, weswegen es entweder in der Gesamtschau mit allen Dingen, die jedes Individuum mitbringt klappt, oder eben nicht.
Wenn nicht, geht man eben woanders hin.

WackenDoc
23.09.2012, 14:07
Ich finde, dass der Ansatz schon falsch ist:
Du hast irgendeine Krankheit, die dich daran hindert, Nachtdienste zu machen- sei es dass du der Belastung an sich nicht gewachsen bist oder sei es, weil ein ungestörter Tag-Nacht-Rhythmus für dich wichtig ist.
Du wirst die Freigabe vom Betriebsarzt dann bekommen, wenn du wieder halbwegs fit bist.
Da geht es auch nicht drum, dass du das dem Betriebsarzt "beweisen" sollst oder es mit ihm verhandelst, sondern das Ziel muss sein, ausreichend gesund dafür zu sein.

Ich kenn dich ja nur von den Beiträgen her (genauso wie dich der Betriebsarzt wahrscheinlich nur von einer recht kurzen Begegnung kennt)- aber deine Denkmuster sind schon sehr auffällig (um nicht zu sagen pathologisch). Und genau DAS wird sowohl dem Betriebsarzt aufgefallen sein und es wird auch deinen Kollegen und wohl auch mindestens dem Oberarzt auffallen.

Beschäftige dich mal mit den Gedankenmustern von Patienten, die Depressionen erkrankt sind und vergleich das mal mit dem, was du in diesem Thread geschrieben hast, vielleicht wird es dir dann klarer.

Und nen Anfänger frisch von der Uni gleich auf Intensiv einzusetzen und ihn dann noch mit so (absolut dämlichen) Sprüchen von wegen, man könne ihn nur mit Nachtdiensten ausbilden, unter Druck zu setzen, find ich absolut Panne.
Als ob du nicht erstmal auf ner normalen Station und zunächst für einfache Eingriffe/Assistenz im OP eingesetzt werden könntest.
Wenn du dauerhaft keine Dienste machen kannst, dann kann man immernoch schauen, in wieweit das ein Problem in der Weiterbildung gibt.

Feuerblick
23.09.2012, 15:45
Was das Kündigungsrecht angeht: In der Probezeit kannst du jederzeit innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen auch dann gekündigt werden - egal ob du perfekt bist, dauerkrank bist oder dem Chef deine Nase nicht passt. :-nix WENN man dich loswerden will, dann kannst du Gegengutachten machen lassen, Tag und Nacht arbeiten etc... Es wird dir nichts helfen. Wenn deine Erkrankung derart offensichtlich ist, dass ein dir unbekannter Betriebsarzt sie nicht nur erkennt sondern dich gar für dienstuntauglich hält, dann solltest du dringend was gegen diese Erkrankung tun. Denn dann wird sie immer wieder, auch an neuen Arbeitsstellen für Probleme sorgen. Ein offener Umgang damit könnte dich vermutlich eher retten. Keiner will dir was Böses,keiner will, dass du dich und Patienten gefährdest!
Und ja: Eine fleißige PKane, die ich gut kenne (weil sie schon länger in der Abteilung ist), dürfte unter meiner Aufsicht einen Wingriff sicher auch eher machen als eine mir unbekannte Kollegin und Berufsanfängerin an einem ihrer ersten Tage. Das hat wenig mit persönlichen Sympathien zu tun...
EDIT: Es geht bei dem Nachtdienstverbot übrigens nicht darum, DIR etwas Gutes zu tun. Man möchte auch verhindern, dass du Patienten durch Fehler schadest. Sei es, weil du aufgrund von Streß unkonzentriert wirst, sei es weil du irrational auf normale Vorgänge (beispielsweise das Anlernen einer PJane oder Sprüche der Kollegen) reagierst und daher Fehler machst. Da wird ein fachlich geschulter Gutachter wohl kaum mal eben so das Nachtdienstverbot aufheben wollen. Wenn nämlich was passiert, wird er als Erster gefragt, wieso er denn im Gegensatz zu seinem betriebsärztlichen Kollegen der Meinung war, dass du diensttauglich warst.
Es geht also nicht um DICH und nicht um DEINE Weiterbildung sondern es geht darum, dass unter Umständen das Leben eines Menschen von dir abhängt. Du arbeitest halt nicht mit Holz... :-nix

blackcat86
27.09.2012, 17:51
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Kackbratze
27.09.2012, 18:35
Wie soll man als Uniabsolvent Vorkenntnisse haben?
Du bist in jedem Fall Anfänger, egal wo. Das ist kein Argument für einen "nicht-Wechsel".

jijichu
27.09.2012, 18:58
Abgesehen vom Fachwechsel - es haben Dir hier mehrer Assistenzärzte und ich vermute auch fertige Ärzte gesagt, dass Du auch OHNE Nachtdienste Fachärztin werde kannst!
Und denen würde ich einfach ein wenig mehr Erfahrung anmuten...

Es ist nun auch nicht so das es den Leuten egal ist was mit Dir passiert - alle sagen Dir hier kümmer Dich zuerst um Dich und Deine Gesundheit, damit es Dir besser geht und dann letztendlich auch den Patienten die Du behandeln wirst.

Nimm doch vielleicht die Ratschläge von den o.g. Leuten an und sperr Dich nicht automatisch gegen alles. Die Forenmitglieder die Dir hier schreiben versuchen, Dir über ein anonymes Forum zu helfen und Dich über dasselbige einzuschätzen und Dir objektive Hilfe im Rahmen ihrer Möglichkeiten anzubieten.

Michael72
27.09.2012, 18:59
Ich würde ja auch bereit sein für einen Fachwechsel, vor allem da ich ein anderes Fach auch gern gemacht hätte (Radiologie, aber da hatte ich Bedenken, dass ich wegen meiner nicht vorhandenen Vorkenntnisse keine Stelle finden könnte). Wobei fraglich ist, ob ich überhaupt in irgendeinem Fach eine Stelle finden kann. Klar muss man praktisch überall nachts arbeiten, aber eben nicht überall 24h am Stück, und unterschiedlich häufig; und es würde mir auch helfen, wenn ich ein Jahr in etwa Zeit bekäme, um dienstfit zu werden, in Ordnung zu kommen. Es ist ja auch nicht in jedem Fach so, dass das gleich von Anfang an gefordert wird.

Radiologie, finde ich, ist doch eine tolle Alternative. Mach Dir keine Gedanken wegen fehlender Vorkenntnisse und bewirb Dich doch einfach mal an ein paar Häusern und schau mal, was draus wird. Wünsche Dir viel Erfolg damit!

EntenFreundin
27.09.2012, 19:11
Den Betriebsarzt störten nicht unbedingt meine pathologischen Denkmuster; ich habe unter anderem aber auch eine ziemliche Selbstzerstörungssucht, deren auffälligstes morphologisches Korrelat eine sehr deutliche Kachexie ist. Das hat ihn denke ich am meisten gestört. Und der niedrige Blutdruck. Was, wenn mir der Kreislauf kollabieren würde? Das schien eine große Sorge zu sein, obwohl ich mich gut fühle.

Darf ich mal fragen, was in dem Fall unter Kachexie zu verstehen ist, also wie viele kg Körpergewicht auf welcher Größe ?ur so, damit man sich das mal vorstellen, von was für Dimensionen hier eigentlich die Rede ist. Gern auch per pm wenn Du das nicht öffentlich schreiben magst. Wie man pm aktiviert hatte ich paar Beiträge zuvor schon mal geschrieben. Wollte Dir ja eigentlich auch eine schicken.

Ich hatte so wie sich das vorher immer anhörte, angenommen, das sei irgendwas psychiatrisches (beispielsweise eine manisch-depressive Erkrankung oder sowas in der Richtung halt), also irgendwas, was nicht wirklich heilbar ist.....

Mir ist schon klar, dass wenn da psychische Probleme hinter stecken man nicht einfach sagen kann "denn musst Du halt mehr essen", aber dass Du ansscheinend überhaupt nicht auf den Gedanken kommst, Dich vielleicht in Behandlung zu begeben, um Deinem Beruf mal erfolgreich nachgegehn zu können, ist schon etwas erschreckend.

In der Radiologie ohne Vorerfahrung (PJ, Famulaturen, Diss) eine Stelle zu finden ist in der Tat nicht so einfach; da ichs selbst gerade versuche.... Hab auch so langsam das Gefühl, der Ärztemangel bezieht sich primär auf die Innere.... Aber dennoch nicht völlig unmöglich deke ich mal, also ich hab die Hoffnung auch noch nicht aufgegeben :-) Man muss es denn halt probieren.... Sich vorher dein Kopf zu zerbrechen bringt da nichts. Aber Dienste gibt es dort natürlich auch, nur ist das von Haus zu Haus sehr unterschiedlich, was im Dienst Aufgabe des Radiologen ist und was die der entsprechenden Fachrichtung, die die Untersuchung braucht,

anignu
27.09.2012, 19:23
Immer wieder spannend sowas zu lesen und dann mit den eigenen Erfahrungen zu vergleichen... übrigens auch in der Chirurgie

1. Nachtdienste: wollte ich gern machen, durfte ich aber lang nicht weil die Älteren darin einen guten Nebenverdienst sahen... ansonsten wäre es bei uns kein Problem sowas nicht zu tun.

2. ewige Schichten: macht man am Anfang, weil man sich nicht traut früher zu gehen. Bringt aber nix. Ich hab inzwischen den größten Respekt vor den Leuten die gehen auch wenn noch nicht alles perfekt erledigt ist. Da versuch ich dann imemr mir eine Scheibe von abzuschneiden und das auch zu lernen.

3. "die PJlerin darf mehr": ja, kam bei uns auch vor. Oder dass Kolleginnen mehr durften. Wenn ein Oberarzt in den mittleren Jahren heraussuchen kann ob er eine hübsche Assistenzärztin oder mich mit zu sich an den Tisch stellt. Schon blöd, aber is so.

4. "der Chef unterscheibt alles": gut. Immerhin ein Anfang. Es gibt ja drei Dinge die für die Weiterbildung wichtig sind: einmal die Ermächtigung, dann dass man wirklich was lernt und dann dass einem der Chef viel aufschreibt. Ersteres ist rechtliche Grundvoraussetzung, zweiteres ist nicht immer der Fall und letzteres ist schonmal gut wenn zweiteres nicht erfüllt ist ;-) Aber wissen tut man dann halt noch nix. Dafür brauchts zweiteres.

5. Benehmen von Chef und Oberärzten: mich hat ein Oberarzt immer wieder auch vor anderen als Idiot hingestellt. Und dann, als ich gekündigt hab ist er zu mir hingegangen und hat mir gesagt er fände es schade weil er gern mit mir zusammengearbeitet hatte. Ich verstehs immer noch nicht, aber es gibt Menschen die sind so.

6. Chirurgie in der Weiserbildung: also grundsätzlich kann man im ersten Jahr froh sein wenn man was tun darf. Die sind eigentlich laut Weiterbildungsordnung als Station/Ambulanz/Intensiv tituliert und nicht für die Erlernung aller OPs. Ich war nach gut 2 Monaten zum ersten Mal im OP. Fustrierend? ja ein wenig. Normal? nicht unbedingt. Deswegen kündigen oder sich beschweren? nö. Erstmal ein paar Wochen/Monate Geduld, dann kommt vieles.

7. "Weiterbildung gibts nur nachts": ganz ganz großer Blödsinn. Das war damals kurz nach dem Krieg vielleicht so, inzwischen nicht mehr. Außerdem muss ein Oberarzt erstmal Bock haben einem mitten in der Nacht was zu assistieren statt zu schlafen. Aber ja, in der Chirurgie ist es leider üblich dass einem lieber mal was aufgeschrieben wird als dass man was machen durfte. Wenn du nix machen darfst musst du wieder die Stelle kündigen und dir eine andere suchen. Aber lass dir Zeit! In den ersten Wochen/Monaten wird man keine großen Sachen machen dürfen.