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Miss_Verständnis
27.09.2012, 20:06
Bisherige Therapien brachten eben nichts. Deshalb wäre es riskant, diese erstmal in den Vordergrund zu stellen. Ich will einfach die Krankheit nicht im Lebenslauf ausbreiten. Mehr nicht. Das geht auch niemanden was an. Auf sich achten klingt gut, sicher, aber irgendwie muss man in dieser Gesellschaft auch überleben, und so einfach wie man das aus seiner schönen Studentenzeit (in meinem Fall zumindest) kennt ist es eben nicht. Es ist verdammt hart, wenn man sich so manche Geschichten ansieht.

Ich frage mich auch: Wie viel kann ich, wie viel könnte ich wenn ich "gesund" wäre? Oder sind die Forderungen an mich selbst, was ich gern wäre oder könnte, gerade etwas, das die Krankheit erhält, oder "unterstützt"?



Also an deiner Stelle würde ich dir zuliebe und auch deinen künftigen Patienten zuliebe echt zuerst eine Therapie machen. Was du schreibst erinnert mich seehr an die jungen anorektischen Mädels die ich in meinen Diensten in der KJP kennenlernen durfte. Wollten in der Schule immer die Besten sein.. immer die besten Noten haben, die Beste im Sport, im Klavier...und sogar die Beste in ihrer Krankheit. Was man so raushört waren dir Noten, Anerkennung aufgrund von Leistungen, Promotion, Leistungsfähigkeit usw. immer sehr wichtig.. offenbar so wichtig, dass dir deine Gesundheit dabei egal ist und auch die Tatsache, dass man mit schweren psychischen Probleme wohl nicht wirklich optimale Leistung erbringen kann. Deine ganzen Denkmuster klingen für mich wirklich behandlungsbedürftig und wenn ein Betriebsarzt dich für nicht dienstfähig hält, dann denke ich, kann man dessen Erfahrungsschatz durchaus vertrauen und sollte mal darüber nachdenken sich ernsthaft behandeln zu lassen anstatt zu versuchen den Betriebsarzt umzustimmen... Ich kann mir vorstellen, auch wenn das Problem mit den Nachtdiensten behoben ist, dass du unbehandelt immer weiter Probleme im Klinikalltag bekommen wirst.

Alles Gute!

teletubs
27.09.2012, 20:19
Kann das von Miss_Verständnis nur unterschreiben...du schreibst um den heissen Brei. Gesteh dir die Kranheit ein und tu was dagegen, denn ansonsten gehst du im Berufsalltag gründlich baden. Glaube mir...und du gefährdest nicht nur dich, sondern auch deine Patienten. Und im schlimmsten Fall bist du durch einen Behandlungsfehler deine Appobration los.

Hol dir Hilfe...Lücken im Lebenslauf kann man immer erklären und sind heutzutage fast normal.

Alles Gute!

Colourful
27.09.2012, 20:21
Ich unterschreibe das alles! :-)

StellaMaris
27.09.2012, 20:40
Ich ebenfalls... blackcat, du machst einfach einen zutiefst verzweifelten Eindruck. Du schreibst, du willst "einfach nur irgendwie überleben" und klammerst dich an deinen Job wie an den letzten Strohhalm, der dich vorm Ertrinken rettet. Aber es ist nur ein Job und der ist definitiv nicht wichtiger als deine Gesundheit!
Willst du dich nicht erstmal um dich kümmern, indem du eine Therapie machst, und dich dann, wenn es dir besser geht, mit neuen Kräften deiner Weiterbildung widmen? Du bist doch intelligent, immerhin hast du erfolgreich ein Medizinstudium absolviert, du kannst mit Sicherheit lernen, deine pathologischen Denkmuster durch bessere zu ersetzen oder ihnen zumindest gegenzusteuern.

EntenFreundin
27.09.2012, 21:31
. Einfach nur irgendwie überleben ohne dass es in einer absoluten Katastrophe endet.

Und ich weiß nicht, wie ich das aktuell anstellen soll.

Definiere mal "absolute Katastrophe" .... Was stellst Du Dir denn darunte vor ?

Meine Vorrednerinnen haben eigentlich schon alles gesagt....

Ergänzung: Man fällt in Deutschland nicht so schnell durchs soziale Netz....
Mehr dazu gerne per pm,.

blackcat86
27.09.2012, 21:36
---------

Moorhühnchen
27.09.2012, 21:41
Wie ist es eigentlich, wenn man eine Lücke zwischen zwei Stellen hätte? Einfach die Zeit die man für die Fahrten zu Bewerbungsgesprächen braucht? Wie wird das gewertet? Wie sieht es dann mit Versicherungen aus? Ist das jemandem von euch schonmal passiert?Ja, Stelle 1 in Probezeit (nach 2,5 Monaten) gekündigt, direkt im Anschluß Vertrag für Stelle 2 in anderer Fachrichtung bekommen. Zwischen Stelle 3 und 4 sechs Wochen Urlaub gemacht und nur Mindestbeitrag bei Krankenkasse+Versorgungswerk bezahlt..... Wenn Du selbst kündigst, bekommst Du glaub ich 1 Monat kein Arbeitslosengeld. Wenn Du gekündigt wirst, kriegst Du welches und KK wird bezahlt.
Ist ja nicht so, daß es Bewerber wie Sand am Meer gäbe, aber das hast Du in den letzten 100 gut gemeinten Beiträgen auch nicht verstanden!

EntenFreundin
27.09.2012, 22:54
ich hab eben den Fehler gemacht und meinen Hausarzt von der Schweigepflicht entbunden (dachte ich sei dazverpflichtet), da stand das dann eben auch in der Diagnoseliste drin. Auf vieles wären die nie draufgekommen, wenn sie nicht misstrauisch geworden wären durch den körperlichen Befund. .

äh, also nochmal, Du hast Deinem Hausarzt der Schweigepficht entbunden (wann, wo, in welchem Zusammenhang ???) und durch den Hausarzt weiss der Betriebsarzt nun irgendwelche Details, die er nur allein mit dem körperlichen Befund nie erhoben hätte ???



Allerdings habe ich mir die Bedenken schon durch den Kopf gehen lassen. Fakt ist, dass die Erkrankungen schon seit Jahren bestehen, in ziemlich therapieresistenter Form. Ich konnte es bisher kompensieren; Stichwort "bisher"; Arztsein ist anders, das ist mir schon klar.

Also Du scheinst ganz gut über Deine Erkrankungen bescheid zu wissen und auch schon einige Therapieerfahrung zu haben, Im Studium konntest Du es kompensieren, gut..... Als Ärztin kannst Du es nicht mehr.... Ist das nicht eine Motivation, mal (mit all Deinem Wissen) aus Dir selbst heraus was zu ändern ? Nur für Dich, und nicht weil irgendein Therapeut es wünscht ?
Immer alles auf die anderen zu schieben ist sehr einfach....




Deshalb meine Überlegung, doch ein Fah zu wählen, wo ich meine Stärken eventuell mehr ausspielen kann, das körperlich nicht so anstrengend ist.
Wie kamst Du denn auf Chirurgie wenn Deine Stärken woanders liegen ?



Wie ist es eigentlich, wenn man eine Lücke zwischen zwei Stellen hätte? Einfach die Zeit die man für die Fahrten zu Bewerbungsgesprächen braucht? Wie wird das gewertet? Wie sieht es dann mit Versicherungen aus?

Wenn die Lücke nicht zu groß ist, fragt da kein Mensch.... Erstmal arbeitslos melden (denn ist der Versichungskram vom Tisch) und denn möglichst zeitnah neu bewerben....

flavos
27.09.2012, 23:11
Lese das Ganze schon seit Anfang mit und muss jetzt dann doch auch mal etwas dazu schreiben:

Es wurde schon sehr viel Richtiges gesagt (@blackcat: bitte lies dir wirklich alle Beiträge einmal durch und nimm sie- größtenteils- ernst; es waren zu 99% konstruktive dabei, die, nach meiner Meinung, eine realistische Einschätzung bieten und dir Mut machen solllten).

Was ich noch mal allgemein ansprechen möchte, da es dich, blackcat, scheinbar derzeit am meisten zu beschäftigen scheint: wie seht ihr im Berufsleben Stehenden das mit der Einstellungspraxis? Ich als naiver Neu-Klinik-Student denke die ganze Zeit:"was denkt die Arme denn von der Einstellungspraxis der Krankenhäuser?"
Meiner Meinung nach ist es derzeit wirklich nicht allzu schwer, eine Stelle zu finden (zur Not vielleicht nicht in der ultimativen Traumrichtung, aber durchs soziale Netz wirst du deshalb mit an größter Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht fallen); man befindet sich ja durchaus eher in der Position, sich da noch Privilegien zu sichern (wie gesagt: meine naive Meinung, für mich bestätigt aus Zivizeit, Famulatur und Blockpraktikum, wo uns gesagt wurde, es gibt auf eine offene Stelle im Mittel 2 Bewerbungen- natürlich eher in den großen Fächern, aber wie gesagt, "etwas" zu finden sollte doch drin sein?!).

Gesetzt, meine Erfahrungen sind nicht die Ausnahme, möchte ich dir, blackcat86, Mut zusprechen. Ich glaube, die Thematik mit dem Jobverlust ist wirklich eher das Allerletzte, mit der du dich derzeit auseinandersetzen solltest. Wie schon viele Vorredner, denke auch ich, dass du dich zuerst mit deiner Erkrankung/ deinen Erkrankungen beschäftigen solltest. Deine Schreibweise offenbart selbst dem Laienpsychologen mindestens ein Problem, das du angehen solltest, und das ist zumindest dein Selbstwertgefühl. Gerade in der Chirurgie, als eher harschere Machart der Medizin, denke ich, wirst du so nicht glücklich werden (die beschi$$enen Rahmenbedingungen mal ganz außen vor gelassen).

Bitte geh einmal in dich und versuche dich von dem Gedanken zu lösen, dass du jetzt unbedingt funktionieren musst. Du tust weder dir, noch deinen Patienten einen Gefallen (es geht in nicht geringem Maße auch um die, bitte bedenke das, wenn du jetzt versuchst, irgendwie zu funktionieren und nach Möglichkeit noch Nachtdienste zu machen).

Mein ganz persönlicher Ratschlag: zuerst um deine Gesundheit kümmern (der wurde hier schon des Öfteren geäußert-weil richtig-); falls du den Job dafür aufgeben musst: was solls; du willst noch ein paar Jahrzente arbeiten und die sollten dir wichtiger sein als die verhältnismäßig kurze Zeit jetzt.
Und weil du meintest, deine bisherigen Therapien seien nicht erfolgreich gewesen, versuche doch, dir den bestmöglichen Therapeuten zu suchen (intensiv informieren: Internet, evtl. Studienkontakte,...); ich weiß, alles sehr leicht gesagt, aber bitte versuche alles dir Mögliche; es wäre sehr schade, wenn aus dir keine gute Ärztin mehr werden würde (für was dann das ganze behämmerte Studium mit- scheinbar- guten Noten, Promotion etc.?)

Ich wünsche dir das Beste und mach was aus dir!

Lg

anignu
28.09.2012, 01:21
Das mit den Stellen ist immer wieder Thema und scheint blackcat86 ja so wichtig zu sein... formulier dazu mal was mir passiert ist (natürlich aus meiner ganz persönlichen Sicht):
Ich wollte eigentlich eine ganz bestimmte Stelle an einer Uniklinik. Hab daher dort famuliert, dann PJ gemacht, ne Dr-Arbeit dort und versteh mich mit allen Mitarbeitern wie mim Chef gut. Und dann dachte ich ne Stelle dort ist dann sicher kein Problem. Aber die hatten keine. Und das ein Jahr lang nicht. Und da einfach überhaupt keiner neu eingestellt wurde, kam auch ich nicht zum Zug und hab daher irgendwann eine richtig große Sammlung an Initiativbewerbungen quasi wie einen Serienbrief auf einmal rausgeschickt. Und dann wurde ich, weil in einem Haus grad einer ging und eine schwanger wurde, ein gute Woche später zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wo ich nie zuvor war und niemanden kannte und bekam die Stelle.
Im Endeffekt ist es manchmal völlig egal wie toll man ist oder welche Noten man hat oder sogar Vorerfahrung. Manchmal wird einfach bald jemand gebraucht und dann kommt man zum Zug. Einfach mal probieren und Glück haben! Und wenn 50 Bewerbungen nicht klappen, das ist auch anderen passiert...

Und dann zum Thema Diagnosen:
Ich find es nicht ganz optimal wenn man bei psychischen Erkrankungen den Mensch auf Diagnosen herunterbricht. Ich weiß auch nicht ob ein guter Therapeut mit einem Patienten die ganzen Diagnosen von vorn bis hinten durchkaut. Nach meinem laienhaften Verständnis geht es in der Psychotherapie darum den Mensch zu sehen als Mensch und nicht den Mensch als Sammlung von Diagnosen. Das hilft ja auch niemanden wenn irgendwo Diagnosen stehen (außer bei der Abrechnung). Ich als Chirurg lasse grundsätzlich in Arztbriefen alle F-Diagnosen weg. Wenn jemand meint diese aus den alten Arztbriefen oder der aktuellen Medikation rauslesen zu wollen, dann bitteschön. Aber dieses ständige Versteifen auf psychiatrische Diagnosen bringt doch dem Menschen als Menschen nix. Insofern würde ich sagen: nicht auf Diagnosen wie "Borderline" oder "Depression" rumreiten sondern Hilfe suchen "weil es einem nicht gut geht". Nicht mehr und nicht weniger. Und wenn du der Meinung bist dass es dir gut genug geht, dann lass es und lass dir Bescheinigen dass du gesund bist. Ansonsten mach eine richtige Therapie bis es besser geht.

Und eins noch was ich loswerden wollte (ich hab ja auch alles gelesen): ich würd als Betriebsarzt auch keine Emailadresse hergeben. Wär ja noch schöner wenn ich ständig Emails beantworten müsste ;-)
Manchmal ist weniger Erreichbarkeit auch ein großer Schutz.

StellaMaris
28.09.2012, 09:47
[...] Hospitalismus dürfte hier kein Fremdwort sein; und nach einer längeren Therapie,deren Erfolg ja auch nicht garantiert ist, ins Leben zurückzufinden ist schwierig. [...]

Da bei dir ja wohl keine Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt und du das freiwillig machst, muß es doch nicht unbedingt vollstationär sein... gibt auch Tageskliniken, da geht man nach dem Therapieprogramm nach Hause und wird nicht ganz so sehr aus seiner normalen Umgebung gerissen. Frag doch mal deinen Hausarzt danach, welche es da bei euch in der Gegend gibt, die Krankenkassen dürften das auch wissen.

Evil
28.09.2012, 11:57
äh, also nochmal, Du hast Deinem Hausarzt der Schweigepficht entbunden (wann, wo, in welchem Zusammenhang ???) und durch den Hausarzt weiss der Betriebsarzt nun irgendwelche Details, die er nur allein mit dem körperlichen Befund nie erhoben hätte ???
Wenn eine Versicherung, der MDK oder ein Betriebsarzt eine Anfrage beim Hausarzt nach der Anamnese und den Vorerkrankungen stellt, muß der Patient diesem zustimmen und den Hausarzt für diese Anfrage (aber nur dafür!) von der Schweigepflicht entbinden, andernfalls darf der HA nichts weitergeben. Tut der Pat das nicht, kommen aber weder eine Versicherung noch eine Anstellung zustande, deswegen bleibt einem eigentlich keine Wahl.

roxolana
28.09.2012, 12:19
Ihr habt Recht, es geht mir auch nicht darum die Urteilsfähigkeit des Betriebsarztes schlechtzureden oder Feindbilder aufzubauen. Sondern einfach nur um die Angst, beruflich nicht Fuß fassen zu können. Hospitalismus dürfte hier kein Fremdwort sein; und nach einer längeren Therapie,deren Erfolg ja auch nicht garantiert ist, ins Leben zurückzufinden ist schwierig. Wäre es auch nur diese eine Diagnose, wäre es ja auch nicht so schlimm; aber die Depression ist eben das andere, kam schon viel früher, eigentlich schon als Kind. Außerdem noch die Diagnose "Borderline", was ich ablehne, aber bei so einem stundenlangen Fragebogentest rauskam (den man ja auch anzweifeln kann); ich hab eben den Fehler gemacht und meinen Hausarzt von der Schweigepflicht entbunden (dachte ich sei dazu verpflichtet), da stand das dann eben auch in der Diagnoseliste drin. Auf vieles wären die nie draufgekommen, wenn sie nicht misstrauisch geworden wären durch den körperlichen Befund.

Du hast ja mehrere Möglichkeiten. Du könntest eine stationäre oder teilstationäre Therapie machen, oder eine intensive ambulante (z.B. Psychoanalyse) mit Teilzeittätigkeit als Ärztin. Es gibt so viele Therapieformen, die von der Kasse bezahlt werden, und noch viele mehr, die nicht bezahlt werden, da wirst du doch sicher eine finden, die du noch nicht ausprobiert hast. Ich kann dir z.B. eine Kunsttherapie ans Herz legen, die wird als Heilmittelverordnung vom Arzt aufgeschrieben und kann begleitend zur "normalen" Therapie erfolgen. Es gibt wirklich sehr viele Möglichkeiten stationär und ambulant, du musst dich nur entschließen, etwas zu tun.

Colourful
28.09.2012, 12:41
Es gibt wirklich sehr viele Möglichkeiten stationär und ambulant, du musst dich nur entschließen, etwas zu tun.

Ja, aber sind wir mal ehrlich, daran hapert es doch gerade und das ist ja auch Teil des Krankheitsbildes!

WackenDoc
28.09.2012, 12:49
Psychoanalyse ist übrigens bei BPS nicht die Therapieform der ersten Wahl.

roxolana
28.09.2012, 14:03
Psychoanalyse ist übrigens bei BPS nicht die Therapieform der ersten Wahl.

Sicherlich ist die PA nicht bei jedem Borderliner durchführbar und man braucht auch einen erfahrenen Analytiker, der merkt, wie tief er gehen kann, ohne den Patienten völlig zu destabilisieren. Ich kenne persönlich Fälle, wo es gut geklappt hat und wo die PA zu deutlich mehr Fortschritten geführt hat, als ein verhaltenstherapeutischer Ansatz.

blackcat86
29.09.2012, 13:20
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WackenDoc
29.09.2012, 13:42
Ich bin hier raus-
Du hast rein gar nichts von dem verstanden, was wir hier geschrieben haben bzw. worum es überhaupt geht.
Wenn du im RL auch nur annähernd so drauf bist wie hier, wirst du auch in der Radiologie keinen dauerhaften Job bekommen.

roxolana
29.09.2012, 20:36
Ich habe ja schonmal ein Semester wegen einer Therapie verloren, und war nachher wieder beim status quo. Diagnosen, die der eine stellt, hat ein anderer, ebenso fachärztlich qualifizierter nicht mehr so gesehen, und die Meinungen variierten hier sogar oft noch mehr als hier in dem Thread.

du hast ein halbes jahr therapie gemacht und dann schon das handtuch geschmissen? die therapie bei solch komplexen erkrankungen dauert viele jahre, nach 1-2 jahren kannst du vielleicht mit ersten erfolgen rechnen. du bist seit deiner kindheit depressiv, sowas legt man nicht innerhalb weniger monate ab. du musst hart arbeiten und es wird dir wahrscheinlich erstmal schlechter gehen, wenn du es richtig machst - aber am ende lohnt es sich, und wie.

Miss
30.09.2012, 15:22
Ohne Therapie wird das niemals klappen, wirklich nicht. Man braucht schon als *normaler* Mensch ganz schön viel Nerven und ein soziales Netz, um Dienste und Arbeitsbelastung durchzustehen. Es ist nicht permanent schlimm, aber es gibt halt so Phasen.

Ich denke, das kann man nicht einfach mit ein paar Monaten Therapiechen erledigen, sondern da braucht es was Längerfristiges plus dann was berufsbegleitendes :-meinung

Ich wünsche Dir alles Gute!