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Conse
12.12.2013, 21:27
ich habe auch in hamburg studiert. in den großstädten isses als berufsanfänger schon immer schwieriger gewesen sofort eine stelle zu finden. mit kontakten aus dem studium wäre dies aber auch in hamburg möglich gewesen.

inzw. bin ich an meiner 2. stelle an einem maximalversorger in hessen und dort sind mehrere stellen in der inneren unbesetzt und als quali reicht deutsch zu sprechen und die approbation in der tasche zu haben, den rest interessiert keinen..... die hälfte der kollegen hat keinen deutschen pass....

meine erfahrung war bisher immer, eine bewerbung, ein vorstellungsgespräch und direkt die zusage.

grüße

HerrKaleun
12.12.2013, 21:54
Ich suche auch in Hamburg. Bei der Doktorarbeitsklinik hieß es, ja ja, würde locker klappen mit der Stelle, bitte einfach drei Monate vorher bewerben, wird. 3 Wochen nach der Bewerbung dann "Im Moment keine stellen verfügbar, dies bedauern wir sehr, bitte in 6 Monaten nochmal versuchen". Echt beschissen, jetzt auch grad noch die erste Absage kassiert vom Maximalversorger.

Whatever, heute erstmal Approbation beantragt. Mal gucken was noch kommt.

Kackbratze
12.12.2013, 22:34
meine erfahrung war bisher immer, eine bewerbung, ein vorstellungsgespräch und direkt die zusage.

Dito. Und das Alles ohne Zeugnisse o.Ä.
Die wurden dann von der Personalabteilung "nachgefordert", nachdem alles in trockenen Tüchern war.

Maximalversorger, super Ausbildung, nur eben nicht Großstadt...

Lisa111
13.12.2013, 09:42
inzw. bin ich an meiner 2. stelle an einem maximalversorger in hessen und dort sind mehrere stellen in der inneren unbesetzt und als quali reicht deutsch zu sprechen und die approbation in der tasche zu haben, den rest interessiert keinen..... die hälfte der kollegen hat keinen deutschen pass....



Genauso ist es bei uns.
Und zumindest aus meiner persönlichen und natürlich subjektiven Einschätzung aus meiner Abteilung ist die Kombination aus mehreren unbesetzten Stellen, internationalem Team (alle Kollegen zwar sehr nett (!), bemüht und engagiert, aber auch Problempotenzial gerade wegen der Sprachkenntnisse), sowie der Voraussetzung "deutschsprechend und Approbation" eine absolute KO-Kombination dort nicht hinzugehen!

wischmopp
13.12.2013, 10:10
Hallo,

Mann, da bekomme ich auch gleich Angst, wenn ich Eure Erfahrungen so höre!

Ich schreibe im April Examen und möchte dann in München arbeiten. Bin örtlich gebunden (Mann und Kind) und schwanke noch zwischen Innere (Ziel Allgemeinmedizin, war immer mein Ziel) und Gyn (war im PJ echt schön!). Ich werde mich wohl für beides bewerben. Im PJ-Haus habe ich angefragt, darf mich auch gern bewerben, weiß aber, dass Berufsanfänger dort (wie wohl oft) nicht die bevorzugte Bewerbergruppe sind :-( .


Genauso ist es bei uns.
Und zumindest aus meiner persönlichen und natürlich subjektiven Einschätzung aus meiner Abteilung ist die Kombination aus mehreren unbesetzten Stellen, internationalem Team (alle Kollegen zwar sehr nett (!), bemüht und engagiert, aber auch Problempotenzial gerade wegen der Sprachkenntnisse), sowie der Voraussetzung "deutschsprechend und Approbation" eine absolute KO-Kombination dort nicht hinzugehen!

Lisa, da Du ja auch in München arbeitest, würde mich natürlich brennend das Haus und die Fachrichtung interessieren... Ist das zu neugierig von mir oder würdest Du es mir verraten? So eine Vorwarnung wäre ja schon hilfreich :-)

LG

Andi01
13.12.2013, 10:35
Krass! Hab mir mal den Thread aufmerksam durchgelesen und bin ein wenig sprachlos. Möchte mal gerne Bewerbungsunterlagen und Zeugnisse raushalten, die jeder bestimmt einmal überprüfen sollte, aber ich könnte Euch auf Anhieb 1-2 handvoll Häuser in Hamburg und Berlin nennen, wo wir mal ne Wette abschließen könnten, wie lange es dauert, bis ihr nach Eingang der Bewerbungsunterlagen einen Anruf aufm Handy habt...Ich lege einen Kasten Bier ins Rennen und behaupte unter 2 Tagen :)
Nein, mal im Ernst, klar gibt es noch gewisse luxusperfundierte Gebiete in solchen hot-spots, aber auch das bröckelt. Sicher kanns sein, dass St. Georg oder das UKE noch die Arroganz besitzen, Bewerbungen zu ignorieren, aber es gibt ja auch kleinere Häuser oder das Umland, wo man problemlos in Hamburg oder Berlin wohnen bleiben kann und eben pendelt. Aus Hamburg kann man notfalls problemlos bis Itzehoe oder Lübeck pendeln, das machen sicher 2/3 der Kollegen dort und in Berlin dasselbe. Und ob Du aus Berlin in der Stadt ne dreiviertel Stunde in der U Bahn verbringst, um durch die verstopfte Stadt zu kommen oder mit dem Regionalzug nach Frankfurt/Oder fährst, bleibt sich gleich. Kommt halt auf die Wahrnehmung an. Und aus München geht das z.b nach Rosenheim, die suchen gerade bzw. hatten in unmittelbarer Vergangenheit Internisten gesucht. Alles machbar, manchmal muss man eben sein Schneckenhaus einmal verlassen :)

humunculus
13.12.2013, 11:08
Ohje Panik und Angst wollte ich defintitv nicht machen.

Zwar gestaltete sich die Jobsuche initial als frustran; im Verlauf hat sich dann jedoch einiges ergeben und mittlerweile sind nochmal Einladungen zu Vorstellungsgesprächen eingetrudelt.

Also alles halb so wild. Mit etwas Geduld und Kompromissbereitschaft habe ich eine Stelle in München gefunden und konnte sogar aus zwei Angeboten wählen!

Also mein Resüme:
-> Für München (übertragbar auf die anderen: Berlin, Hamburg, Köln) brauchte es Geduld (bei mir gut 3 Monate) und ein gewisses Maß an Frustrationstoleranz, wenn Absagen kommen, nichts kommt oder es im Vorstellungsgespräch frech heißt, man solle woanders anfangen und sich mit einem Jahr Berufserfahrung gerne wiederbewerben.

Wäre ich in einer anderen Konstellation (kein Kind, zweites übrigens im Anmarsch:-top) hätte ich der Stadt auch den Rücken gekehrt und mir den ganzen Stress der Stellensuche in der Großstadt erspart!

Herzkasperl
13.12.2013, 13:49
Ich seid schon eine krasse Generation... Aber ich kann das verstehen, diese Leier die ganze Zeit in den Medien von wegen wie Versorgen im Alter, "Rentenlücke", Immobilien kaufen!!, .... Lasst Euch mal nicht verrückt machen. Ist doch völlig normal, wenn man mal ein paar Monate braucht, bis man was passendes hat. Irgendwie hat uns das damals gar nicht gestört, frühestens nach einem Jahr wurde man nervös, vor allem, wenn es anderen auch so ging. Aber so ist wohl der Wechsel von Generation X zu Y, mal sehen, wie Z so drauf sein wird.

Kackbratze
13.12.2013, 15:31
An der Uni und in der Presse wird steif und fest behauptet, dass das Alles Dank dem Mangel geht. Realität und Uni sind, wie immer, zwei unterschiedliche Paar Schuhe.

Dr. Jekyll
15.12.2013, 14:48
An der Uni und in der Presse wird steif und fest behauptet, dass das Alles Dank dem Mangel geht. Realität und Uni sind, wie immer, zwei unterschiedliche Paar Schuhe.

es werden momentan kräftig stellen mit rumänen, russen und anderen nationalitäten besetzt. meine beiden peripheren pj-häuser waren international. teilweise so international, daß kein patient mehr etwas verstand.
ein "hezzinfakt" jagte den nächsten...

so kann man den mangel auch beheben.

die schweinerei ist ja, daß die ausländischen kollegen auch nur zur stopfung des minimalen standards
eingestellt wurden. sie werden nicht eingestellt, um einen fairen personalschlüssel zu erreichen.
der arme rumäne macht nach 14 stunden täglich nicht den mund auf, verdient er doch das 8fache dessen, was er
in rumänien kriegt.



so kann man die löhne der einheimischen auch drücken. laut kollegen gibt es landstriche in rumänien, da gibt es weit und breit keinen arzt mehr. alle von helios und co abgeworben.

das ist unser kapitalismusverständnis. in rumänien brauchts ja keine ärzte. und hier keine faire bezahlung.


der ärztemangel ist schon massiv. er fällt nur nicht so auf wegen:

-ausländischer kollegen
-honorarärzten
-überalterung der ärzteschaft
-arbeitsverdichtung
-überstunden
-fehlenden stellenausschreibungen, bzw. wegfallenlassen freier stellen


wenn man diese misstände alle beheben würde, es wäre kaum noch eine versorgung möglich.

Dr. Jekyll
15.12.2013, 15:15
das ist nun mal die krux des kapitalismus. gewinn auf gedeih und verderben. man lebt momentan von der substanz, um
noch ein bißchen gewinn aus dem system rauszuziehen.

sei es die (gewollte) überalterung der belegschaft, wie sie mittlerweile überall auftritt. (Lehrer, andere Beamte,...)
oder die fehlende investition in das schienennetz der bahn.

v.a. es sind gebiete in denen es weder vorgesehen ist, wachstum zu schaffen, noch es besonders sinnvoll oder effektiv ist.
Bahnbetrieb, Gesundheitssystem, Schule

Die kapitalisierung des Menschen dringt in immer mehr bereiche ein. alles kann man auf einmal einen wert oder preis zuordnen, selbst dingen die von natur aus gar kein preisschild hatten


ich kann die armen rumänen verstehen, für das achtfache im nachbarland würde ich mich
auch ausbeuten lassen, keine frage. nur sterben momentan in rumänien die menschen, weil
deren krankenversorgung in teilen des landes zusammengebrochen ist.

und die notwendige änderung der bedingungen hier in deutschland wird nur auf einen späteren zeitpunkt verlagert. am besten den sanktnimmerleinstag

Luuucy
16.12.2013, 11:08
Krass! Hab mir mal den Thread aufmerksam durchgelesen und bin ein wenig sprachlos. Möchte mal gerne Bewerbungsunterlagen und Zeugnisse raushalten, die jeder bestimmt einmal überprüfen sollte, aber ich könnte Euch auf Anhieb 1-2 handvoll Häuser in Hamburg und Berlin nennen, wo wir mal ne Wette abschließen könnten, wie lange es dauert, bis ihr nach Eingang der Bewerbungsunterlagen einen Anruf aufm Handy habt...Ich lege einen Kasten Bier ins Rennen und behaupte unter 2 Tagen :)
Nein, mal im Ernst, klar gibt es noch gewisse luxusperfundierte Gebiete in solchen hot-spots, aber auch das bröckelt. Sicher kanns sein, dass St. Georg oder das UKE noch die Arroganz besitzen, Bewerbungen zu ignorieren, aber es gibt ja auch kleinere Häuser oder das Umland, wo man problemlos in Hamburg oder Berlin wohnen bleiben kann und eben pendelt. Aus Hamburg kann man notfalls problemlos bis Itzehoe oder Lübeck pendeln, das machen sicher 2/3 der Kollegen dort und in Berlin dasselbe. Und ob Du aus Berlin in der Stadt ne dreiviertel Stunde in der U Bahn verbringst, um durch die verstopfte Stadt zu kommen oder mit dem Regionalzug nach Frankfurt/Oder fährst, bleibt sich gleich. Kommt halt auf die Wahrnehmung an. Und aus München geht das z.b nach Rosenheim, die suchen gerade bzw. hatten in unmittelbarer Vergangenheit Internisten gesucht. Alles machbar, manchmal muss man eben sein Schneckenhaus einmal verlassen :)


Hey Andi,

na da bin ich mal gespannt.. Suche bereits seit etwa 3 Monaten im gesamten Raum Hamburg nach ner Anästhesiestelle. Ebenfalls als Anfänger. Hab fast die ganze Stadt durch mit Bewerbungen.. Resonanz ist ähnlich wie hier schon geschrieben wurde. Lübeck und Bremen wären die nächsten Schritte, aber vielleicht hast du ja noch nen Tip!

Gruß

andréw
16.12.2013, 15:13
Zu Bremen kann ich Dir sagen, fast alle Häuser suchen.

mary-09
16.12.2013, 15:47
Was ist mit Buchholz idN? Könnte man vielleicht von HH aus hinpendeln. Ist nun kein riesen Haus und nicht so spektakulär...aber wenn man direkt in HH echt nichts findet, wärs für den Anfang vielleicht ne Möglichkeit? :-nix

Hexi123
17.12.2013, 21:45
Hallo, das Krankenhaus Winsen hat eine Stellenausschreibung für Anästhesie und ist gut von Hamburg erreichbar. Außerdem fängt Lüneburg wohl auch an zu suchen. Ich habe eigentlich ganz unerwartet was in der Hamburger Umgebung gefunden beim ersten Vorstellungsgespräch, also meine Daumen sind gedrückt. Die Bewerbungen bei den Klinikkonzernen in Hamburg sind bis heute ohne jede Rückmeldung im Orbit.

HerrKaleun
17.12.2013, 22:57
Hey Andi,

na da bin ich mal gespannt.. Suche bereits seit etwa 3 Monaten im gesamten Raum Hamburg nach ner Anästhesiestelle. Ebenfalls als Anfänger. Hab fast die ganze Stadt durch mit Bewerbungen.. Resonanz ist ähnlich wie hier schon geschrieben wurde. Lübeck und Bremen wären die nächsten Schritte, aber vielleicht hast du ja noch nen Tip!

Gruß


Hasi, du hast deine pn-Funktion deaktiviert. Aktivier sie, oder schreib mir mal eine e-mail, ich weiß von einer Anästhesie-Stelle.

Miss
18.12.2013, 12:17
Das kann ich so ehrlich gesagt nicht bestätigen. Unsere Obersten freuen sich immer über etwas erfahrenere Assistenten, die dann nicht mehr so zeitintensiv eingearbeitet werden müssen. Auch die ITS-Zeit ist kein Nadelöhr.
Hab mich damals prophylaktisch an fast allen Häusern beworben, damit das auch wirklich klappte. Was ist denn mit Stade? Kann man pendelnd gut erreichen. Großes Spektrum. Alle, die von da kamen, waren zufrieden.

Miss
18.12.2013, 12:18
Bezog dich auf Atropins Post.

Brutus
18.12.2013, 12:20
Sehe ich genauso! Gut, zu Hamburg kann ich nix sagen, aber hier im Ruhrgebiet findet man immer was, egal welche Fachrichtung! Und von den Entfernungen ist Pendeln jetzt auch nicht sooo abwegig. :-nix

HerrKaleun
18.12.2013, 13:13
Sehe ich genauso! Gut, zu Hamburg kann ich nix sagen, aber hier im Ruhrgebiet findet man immer was, egal welche Fachrichtung! Und von den Entfernungen ist Pendeln jetzt auch nicht sooo abwegig. :-nix


Du hättest hier auch einfach Meeresrauschen imitieren können. Damit hättest du wahrscheinlich mehr Inhalt rübergebracht. :-)