Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frustrane Jobsuche
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http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=84787
Feuerblick
04.01.2014, 18:21
Sie meinte eher den (http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=54224&highlight=interview) oder den (http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=64019&highlight=interview), denke ich...
dmaritza
07.01.2014, 11:47
Hallo ich möchte nur wissen ob jemand sich in Stuttgart bewerben hat. Ich suche eine Stelle aber ich habe keine Idee welchen Krankenhäuser sind gut oder schlecht. Weißt jemand etwas? Vielen Dank...!!!
ahrimann
07.01.2014, 14:28
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ahrimann
07.01.2014, 14:29
Krass! Hab mir mal den Thread aufmerksam durchgelesen und bin ein wenig sprachlos. Möchte mal gerne Bewerbungsunterlagen und Zeugnisse raushalten, die jeder bestimmt einmal überprüfen sollte, aber ich könnte Euch auf Anhieb 1-2 handvoll Häuser in Hamburg und Berlin nennen, wo wir mal ne Wette abschließen könnten, wie lange es dauert, bis ihr nach Eingang der Bewerbungsunterlagen einen Anruf aufm Handy habt...Ich lege einen Kasten Bier ins Rennen und behaupte unter 2 Tagen :)
Nein, mal im Ernst, klar gibt es noch gewisse luxusperfundierte Gebiete in solchen hot-spots, aber auch das bröckelt. Sicher kanns sein, dass St. Georg oder das UKE noch die Arroganz besitzen, Bewerbungen zu ignorieren, aber es gibt ja auch kleinere Häuser oder das Umland, wo man problemlos in Hamburg oder Berlin wohnen bleiben kann und eben pendelt. Aus Hamburg kann man notfalls problemlos bis Itzehoe oder Lübeck pendeln, das machen sicher 2/3 der Kollegen dort und in Berlin dasselbe. Und ob Du aus Berlin in der Stadt ne dreiviertel Stunde in der U Bahn verbringst, um durch die verstopfte Stadt zu kommen oder mit dem Regionalzug nach Frankfurt/Oder fährst, bleibt sich gleich. Kommt halt auf die Wahrnehmung an. Und aus München geht das z.b nach Rosenheim, die suchen gerade bzw. hatten in unmittelbarer Vergangenheit Internisten gesucht. Alles machbar, manchmal muss man eben sein Schneckenhaus einmal verlassen :)
Möchte gern mit dir diese Wette abschliessen;) Versuche mich gerade als Radiologe in Hamburg zu bewerben.. nach 50 Initiativbewerbungen bisher keine Stelle :(
humunculus
07.01.2014, 16:41
Nach der initial frustranen Jobsuche (Neuro MUC) - und Eröffnung des Threads- als Berufsanfänger habe ich frisch zum 2.1 bei einer Kompromiss-Stelle in einer kleinen Spezialklinik angeheuert. Die ersten Tage sind um. Fazit: das Team (alle: von der Pflege bis zum Chef) ist super nett, die Arbeit an sich ist OK, die Einarbeitung war sehr engagiert.... aber als größtes Manko: das Krankheitspekrum ist wirklich sehr eingeengt....
Letzte Woche kam dann unverhofft die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch in einer mittelgroßen Neuro von dem ich gerade (unter Vortäuschung eines Arzttermines) zurück komme.
Kurz gesagt, das Gespräch verlief super, große Abteilung, das Bauchgefühl schreit ja und ich möchte dort unbedingt hin. Entscheidung fällt nach meiner Hospitation in 2 Wochen (für die ich dann wohl krank feiern muss). Stelle wenn ab 1. März oder 1. April.
Und nun???
Ich fühle mich irgendwie richtig assig, dass ich zweiglasig fahre und trotz des netten Empfanges, der guten Einarbeitung mental schon auf dem Sprung bin und vlt in zwei Wochen schon kündige...
Wie kann man sowas würdevoll über die Bühne bringen :(
Christoph_A
08.01.2014, 08:41
Würdevoll ist nicht gefragt, sondern professionell. Wie oft haben Häuser auch einen Plan B in der Schublade und benutzen Bewerber/Mitarbeiter bloß als Platzhalter.
Hab keine Angst zu gehen, wenn Dir das Angebot der anderen Klinik besser erscheint, aber überleg es Dir vorher genau, da ja die Bedingungen in Haus A wohl ziemlich nett zu sein scheinen und man nach nem Vorstellungsgespräch nie weiß, wie es im anderen haus so zugeht (is ja immer wie bei nem Date, das wahre Wesen kommt erst nach ein paar Wochen ans Licht).
Und Dein Verhalten wird sicher auch beim neuen Arbeitgeber registriert werden, vergiß das nicht. Wie man wo reinkommt, wird man manchmal auch wieder gegangen und die werden Dir in Haus B sicher nicht bedingungslos vertrauen, da sie die ganze Geschichte kennen.
Wie kann man sowas würdevoll über die Bühne bringen :(
Deine Würde hast du bereits abgegeben, wenn du für ein Vorstellungsgespräch einen Arzttermin vortäuschst und dir vornimmst, für eine Hospitation krank zu feiern. Von der Würde abgesehen finde ich das Verhalten auch riskant. Für die Hospitation krank feiern? Glaubst du, so jemanden stellt man ein? Am 7.11. stöhnst du, daß du keine Stelle findest, und nicht mal 2 Monate später benimmst du dich wie die Axt im Wald. Du spielst mit deinem Ruf, als wäre er nichts wert. In der Stadt, aus der du eigenen Angaben zufolge (aus privaten Gründen) nicht weg kannst.
Atme mal tief durch und mach nicht mit deiner Hektik alles kaputt.
Eine Kollegin von mir wurde gekündigt, weil sie "krank" bei einem Vorstellungsgespräch an einer anderen Klinik war und "erwischt" wurde - die andere Stelle hat sie übrigens auch nicht bekommen. Ich wäre da sehr, sehr vorsichtig! Dann lieber auf die Hospitation verzichten, nur am Wochenende mal mitlaufen oder mit offenen Karten spielen.
LG
Ally
psycho1899
09.01.2014, 07:50
Deine Würde hast du bereits abgegeben, wenn du für ein Vorstellungsgespräch einen Arzttermin vortäuschst und dir vornimmst, für eine Hospitation krank zu feiern. Von der Würde abgesehen finde ich das Verhalten auch riskant. Für die Hospitation krank feiern? Glaubst du, so jemanden stellt man ein? Am 7.11. stöhnst du, daß du keine Stelle findest, und nicht mal 2 Monate später benimmst du dich wie die Axt im Wald. Du spielst mit deinem Ruf, als wäre er nichts wert. In der Stadt, aus der du eigenen Angaben zufolge (aus privaten Gründen) nicht weg kannst.
Atme mal tief durch und mach nicht mit deiner Hektik alles kaputt.
100% d'accord. Geht gar nicht. Ich würde einen Bewerber, bei dem mir zugetragen wird, dass er für eine Hospitation in seiner bisherigen Klinik krank gemeldet hat, nicht einstellen bzw. in der Probezeit feuern.
Christoph_A
09.01.2014, 09:12
Naja, so hart wie ihr würd ich das jetzt nicht formulieren, hab damals auch unter nem Vorwand in meiner allerersten Klinik den Vorstellungstag für mein langjährig folgendes Haus rausgeholt. Das is durchaus häufiger der Fall. Allerdings sollte man sich, und da bin ich wieder voll bei Euch, der Tragweite eines solchen Vorgehens und den Folgen bewusst sein. Mir war das damals egal, hatte den Ort und das Haus nur als Zwischenstation angesehen und auch nicht vor, so lange an dem anderen Haus zu bleiben, wie es dann letztlich geworden ist. Aber wenn Dein Arbeitgeber das rauskriegt, wird er Dich fristlos kündigen. Und, wie bereits oben von mir gesagt, Dein neues Haus wird sich merken, wie Du zu ihm gekommen bist.
Allgemein seh ich jedoch falsches gentleman Getue bei der Verhaltensweise der deutschen Klinikverwaltungen nicht angebracht, nur, um das nochmal deutlich zu machen.
orange22
09.01.2014, 11:02
Denke auch, dass das mit Krankmeldung keine gute Idee ist. Lieber offen sagen, dass man noch eine Einladung von einem anderen Haus hat, nur eine Woche finde ich zuviel. Ein Tag unter der Woche und einmal am WE müssen reichen. Mal sehen wie dein jetziger Chef reagiert. Ist doch klar dass du dich auch woanders beworben hast. Wenn du dich dann immer noch für ihn enscheist nach der Hospitation, dann sind alle, Du UND dein jetziger Chef glücklich. Besser so als ständig auf dem Absprung. Deshalb gibt es ja die Probezeit.
Mal ehrlich wie kann man sich in solch einer Situation denn schon Richtig verhalten? Mal ganz konkrete Vorschläge.
Job A kündigen, um bei Job B guten Gewissens zu hospitieren? Risiko! und außerdem auch nicht gerade ohne, nach drei Wochen schon wieder tschüss zusagen, verprellt den Chef doch auch ziemlich.
Sich die Möglichkeit für eine bessere Stelle aus Rücksicht auf den ersten Arbeitgeber A nicht geben, dort erstmal halbherzig bleiben und in einem halben Jahr weiter schauen? Vlt. ist dann Job B auch weg.
Mit Job B sprechen. Was sollen die schon groß sagen. im Zweifel werden die eh säuerlich sein, weil du nicht mit offenen Karten gespielt hast...
Lieber offen sagen, dass man noch eine Einladung von einem anderen Haus hat.
Eigentlich ein sehr diplomatisches Vorgehen und zumindest ehrlich!
Allerdings weiß ich nicht, ob Chef A davon so begeistert sein wird....Ich wäre es nicht. Junger Anfänger, den man nett aufnimmt und gut einarbeitet, einen Tag für eine Hospitation in einem anderen Haus frei zugeben? Nö
Relaxometrie
09.01.2014, 17:13
Ich finde es auch absolut nicht in Ordnung, für das Vorstellungsgespräch einen Arzttermin und für die Hospitation Krankheit vorzutäuschen.
Du bist nicht so eingespannt, daß Du diese Termin nicht auch irgendwie anders erreichen würdest.
Der Arbeitsgeber, der Dir plötzlich einen Termin für das Vorstellungsgespräch gegeben hat, muß einsehen, daß Du nur außerhalb der normalen Arbeitszeiten zum Gespräch kommen kannst, und das hätte ich ihm auch so mitgeteilt.
Bei der aktuellen Arbeitsstelle mal zu sagen, daß man an einem bestimmten Tag wirklich pünktlich gehen muß, ist legitim, und mit dieser Methode hättest Du das Vorstellungsgespräch ohne Lügen erreichen können.
Mit dem Hospitationstag wird es natürlich schwerer, da Du vielleicht jetzt direkt zu Beginn bei Deiner aktuellen Stelle keinen Urlaubstag bekommst. Aber auch da finden sich Lösungen, z.B. sich einen Assistenten der neuen Klinik suchen, der einem Informationen geben kann. Das ist doch auch der Hauptsinn der Hospitation, daß man Meinungen und Beschreibungen von Interna mal aus Assistentensicht erhält. Und das geht auch, ohne tatsächlich einen Tag lang mitzulaufen.
Der Hospitationstag dient nicht unbedingt immer vordergründig dem Bewerber sondern evtl. dem Arbeitgeber, um sich ein genaueres Bild vom Bewerber machen zu können und zu schauen ob die Person ins Team passen würde.
Insofern war das vielleicht keine persönliche Entscheidung von ihm.
Das man nicht mit offenen Karten gegenüber dem Arbeitgeber spielt, bei dem man grade erst angefangen hat finde ich nicht ganz so abwegig, weil das Vertrauensverhältnis dadurch gegebenfalls geschädigt wird, was sich besonders dann schlimm auswirkt, wenn die Bewerbung nicht erfolgreich war und man weiter an den jetzigen Arbeitgeber gebunden ist. Nicht umsonst gibt es den "Sperrvermerk".
Die Situation mit einem vorgespielten Arzttermin oder einer Krankheit zu lösen ist vielleicht nicht ganz so glücklich gewählt, vielleicht wäre ein Bewerbungsgespräch nach Arbeitsschluss besser gewesen, wenn es diese Möglichkeit gegeben hätte?!?
Weiss denn das Haus an dem Du Dich beworben hast, dass Du in einem Arbeitsverhältnis stehst?
War Deine derzeitige Arbeitsstelle nicht sowieso von Anfang an eine Übergangslösung für Dich, wenn ich mich da richtig erinnere?
Ich würde wahrscheinlich weiter den "geheimen" Weg gehen, evtl. wenn nicht vom Arbeitgeber selbst gewünscht die Hospitation sausen lassen und dann wenn Du die andere Stelle sicher hast kündigen und denen ehrlich Deine Situation darstellen, dass es Dir leid tut und unangenehm ist, was es ja auch ist und dann musst Du eben mit der Reaktion leben die Dir entgegen gebracht wird. Ich finde Du musst nunmal, so fies das klingen mag, erstmal nach Dir und Deinen Bedürfnissen schauen. Aber das sagt sich alles leicht, ist irgendwie wirklich eine blöde Situation, besonders wenn da alle so nett sind und sich soviel Mühe gegeben haben...
humunculus
09.01.2014, 18:52
Zu meiner Ehrenrettung:
Das Vorstellungsgespräch war nicht in der regulären Arbeitszeit. Ich bin einfach genau pünktlich gegangen und war schon um 7 auf Station, sodass ich die Arbeit erledigen konnte und um 16:30 bei dem Gespräch war. ..Das ich nicht mit offnen Karten gespielt hab und gesagt hab ich hätte einen (Arzt)Termin, ist halt so.
Für Eure Einschätzung wegen Hospitation und Krankfeiern bin ich euch dankbar. Mit etwas Distanz zu meinem Post finde ich das auch etwas zu heftig.
humunculus
09.01.2014, 18:57
Danke Athena für deine Einschätzung.
Weiss denn das Haus an dem Du Dich beworben hast, dass Du in einem Arbeitsverhältnis stehst?
Nein das wissen sie nicht und das macht es auch irgendwie nicht leichter :(
firstdayofwinter
11.01.2014, 10:26
Ich habe die Diskussion nur am Rande mitbekommen, aber ist es nicht normal, dass man sucht, bevor man kündigt? Kann doch auch sein, dass man sich andere Häuser anguckt und zu dem Schluss kommt, dass das eigene doch besser ist? Mehrere Kollegen haben mir auf jeden Fall empfohlen, mich krank zu melden, wenn ich mir was anderes suchen möchte (und zum Gespräch oder zur Hospitation gehe), habe ich aber bisher noch nicht gemacht, weil ich noch nicht wirklich angefangen habe mit der Suche. Und vorher dem Chef ankündigen, dass man auf der Suche nach einer anderen Stell ist? Dann kann man doch direkt erstmal kündigen oder? Warum muss er das so früh wissen, wenn man sowieso die Kündigungsfrist einhält und bis zum Ende gut arbeiten möchte? Ich wollte mich gerne mal umschauen und dann entweder doch bleiben oder eben dem Chef eröffnen dass ich gehen möchte, und einige Kollegen von mir tun das auch, ist das denn so unmoralisch?
Und was ist, wenn Du Deinen Chef unfreiwillig im besten Zwirn vor die Füße läufst? IM KRANK???
Also die Ausrede möchte ich hören. Vor allem, wenn ich noch in der Probezeit bin und jederzeit gekündigt werden kann! Neee, entweder ich nehme Überstundenfrei, Urlaub oder rede mit dem Dienstplaner. Oder der neue Chef muss sich eben an meine Arbeitszeiten halten...
Mein damaliger Chef hatte mal eine Kollegin während Ihres Krankfeierns quietschfidel im Baumarkt um die Ecke getroffen beim Großeinkauf zum Renovieren der Wohnung... Hat auf die Verlängerung ihres Vertrages keinen guten Eindruck gemacht. :-nix
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