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blackcat86
18.12.2013, 21:36
Kann es sein, dass das mit dem "internationalen Team" regional unterschiedlich ist? So wirklich kann ich diese Erfahrung eigentlich nicht bestätigen, wenngleich man es immer wieder mal hört. Ist jemand von euch denn überhaupt in den Regionen, die ich da am ehesten als betroffen vermute (ländliche Gegenden in den neuen Bundesländern), beschäftigt?
Kackbratze
18.12.2013, 21:59
"Internationales Team" ist meiner Erfahrung nach nicht zwingend "Regionen-", eher Chefarzt und Abteilungsabhängig.
Es gibt CAs, die achten bei ihren Einstellungen auf die gesamte Teamstruktur und nicht bloss auf eine mögliche Approbation.
Bedeutet meistens mehr Stress bei der Bewerberauswahl und in irgendeiner Form interessantere und bessere Arbeitsbedingungen, lohnt sich aber IMHO am Ende mehr, da die Patientenzufriedenheit potentiell größer ist.
Ich gehöre zu denen, die wählen konnten und ich hatte gedacht, dass es auch das normale ist. Alle drei PJ Kliniken haben mir eine Stelle angeboten. Dann habe ich mich beworben und auch dort dann teilweise Zusagen bekommen.
Ich habe mich in Hannover bzw. der Region beworben und da gab es chirurgisch vor einem halben Jahr noch einige Stellen.
Ich bin sehr glücklich, dass mir die Sucherei erspart geblieben ist und sehr dankbar, dass ich auch noch wählen konnte. Ich hatte immer geglaubt, dass das das Normale wäre, wenn man nicht gerade an eine Uni will oder nur ein bestimmtes Spektrum an Kliniken oder Fachbereichen als Wahl hat.
Ich wünsche allen eine schnelle Stellenfindung.
Ich bestätige mal Brutus' Aussagen. ;-) Wohne im Ruhrgebiet, arbeite am Rande des Ruhrgebiets in guter Pendelentfernung und mein Chef bekommt gerade eine Stelle in der eigentlich ja so beliebten Pädiatrie nicht besetzt. Und hier haben einige Häuser offene Stellen, auch in beliebten Fächern.
LG
Ally
Christoph_A
20.12.2013, 08:38
Wenn jemand ins gelobte Land ziehen will-allein im Münchner Speckgürtel kenn ich ungefähr 15 Häuser die momentan irgendjemand suchen, der deutsch muttersprachlich spricht und ne Approbation besitzt. Und sogar in der Stadt geht die Sucherei los, wobei es da naturgemäß ( 2 Unis = jede Menge Frischfleisch) deutlich schwieriger werden kann. Aber die Einschläge rücken auch hier näher.
Colourful
20.12.2013, 09:11
Und ich habe gestern noch eine liebe Mail von einer Freundin bekommen, die mir noch gesagt hat, wo man sich im Hamburger Stadtkern noch mit großen Erfolgsaussichten auf eine Psychiatriestelle bewerben könnte...
Also ihr Lieben, ich glaube mal, dass das nicht so schlimm ist.
Kann es sein, dass das mit dem "internationalen Team" regional unterschiedlich ist? So wirklich kann ich diese Erfahrung eigentlich nicht bestätigen, wenngleich man es immer wieder mal hört. Ist jemand von euch denn überhaupt in den Regionen, die ich da am ehesten als betroffen vermute (ländliche Gegenden in den neuen Bundesländern), beschäftigt?
Ich wohne und arbeite in den neuen Bundesländern. Mein CA hat keine andere Wahl als Leute einzustellen, die etwas besser deutsch sprechen als andere…
Deswegen, wer sich das auch nur entfernt vorstellen kann, sollte die Chance nutzen. Der Osten ist nicht hässlich, die Menschen sind (kann man natürlich nur sehr geringgradig verallgemeinern) nicht so oberflächlich (und ich komme originär "aus dem Westen"). Und man wird einigermaßen gut ausgebildet, schon allein weil CA/OÄ froh sind, dass man sie versteht und lesbare Epikrisen schreibt…
Bei uns werden FÄ in Innere und Chirurgie gesucht, Assis in Neuro, Psychosomatik, Mibi etc… (und ist nur eine Auswahl an ausgeschriebenen Stellen)
HerrKaleun
23.12.2013, 14:25
Heute nochmal in meiner PJ Klinik gewesen, Stellenabbau und Einstellungsstop für 2014. Es fängt so richtig gut an... :-???
Christoph_A
24.12.2013, 10:50
Das tut mir leid für Dich, aber laß die Flügel nicht hängen, manchmal muß man einfach nur etwas beissen! All´s well, that ends well, nicht vergessen.
Heute nochmal in meiner PJ Klinik gewesen, Stellenabbau und Einstellungsstop für 2014. Es fängt so richtig gut an... :-???
Nicht den Kopf hängen lassen!
War bei mir genauso!
Habe aber trotzdem eine andere Stelle bekommen mit ähnlich guten Bedingungen :-)
Und wer weiß, wozu das gut war, dass es im PJ-Haus nicht geklappt hat.
LasseReinböng
25.12.2013, 14:51
Ich habe mich damals nach dem Examen im Großraum Hamburg ziemlich breit für Innere beworben und nichts bekommen.
Etwas später das Ganze dann für Anästhesie, auch hier keine freien Stellen.
Kommilitonen hatten ähnliche Schwierigkeiten und haben sich dann zum Pendeln von teilweise über 100km/Strecke entschieden. Stade, Itzehoe, Lübeck...das wollte ich mir als abgebrannter Absolvent ohne PKW nicht gleich geben.
In anderen norddeutschen Städten hatte ich jedoch ziemlich schnell Stellenangebote, darunter zwei Unikliniken.
Man muß daher nicht unbedingt gleich selber an sich zweifeln, wenn es in Hamburg nicht sofort klappt.
LasseReinböng
25.12.2013, 14:58
Und ich habe gestern noch eine liebe Mail von einer Freundin bekommen, die mir noch gesagt hat, wo man sich im Hamburger Stadtkern noch mit großen Erfolgsaussichten auf eine Psychiatriestelle bewerben könnte...
Also ihr Lieben, ich glaube mal, dass das nicht so schlimm ist.
Ich surfe ab und zu auf die Asklepios-Homepage, da werden für Hamburg durchgehend Stellen in der Psychiatrie inseriert. Nord/Ochsenzoll ...oft im Bereich Sucht/Entwöhnung, was sicherlich nicht so wahnsinnig beliebt ist, aber immerhin ein Einstieg wäre.
Oh man, das liest sich alles echt nicht so...Selbst Innere ist schwierig?Hat jemand Erfahrungen mit der Rhein-Main-Region? Was denkt ihr, wollte Ende Januar mit Bewerbungen anfangen aber am liebsten erst im April/Mai anfangen.Oder langt es, wenn ich später mit den Bewerbungen loslege?
LasseReinböng
25.12.2013, 15:32
Oh man, das liest sich alles echt nicht so...Selbst Innere ist schwierig?Hat jemand Erfahrungen mit der Rhein-Main-Region? Was denkt ihr, wollte Ende Januar mit Bewerbungen anfangen aber am liebsten erst im April/Mai anfangen.Oder langt es, wenn ich später mit den Bewerbungen loslege?
In den gehypten Metropolen kann Innere schon mal schwieriger sein als Anfänger.
Ich finde sowieso nicht, daß Innere das unbeliebte Massenfach ist, als daß es gerne abgetan wird. Viele Stellen gibt es in der Tat, aber auch nicht wenige Leute, die Innere machen möchten, sicherlich auch vor dem Hintergrund der langfristigen Perspektive (Möglichkeit der Niederlassung vs. bis zur Rente im Krankenhaus rumschlumpfen müssen).
Die häufig zitierten ausländischen Kollegen, die kaum ein Wort Deutsch können, habe ich z.B. bislang fast immer in der Chirurgie gesehen , nicht in der Inneren.
"Die häufig zitierten ausländischen Kollegen, die kaum ein Wort Deutsch können, habe ich z.B. bislang fast immer in der Chirurgie gesehen , nicht in der Inneren."
-->In den Krankenhaus, in dem ich bin (NRW, Ruhrgebiet), sind in der Inneren Hauptabteilung ca. 60% Ausländer mit bescheidenen bis rudimentären Kenntnissen der deutschen Sprache (bei zudem 80% Kollegen in dieser Abteilung mit Migrationshintergrund).
Sprachkenntnisse sind/waren bei einigen grottig. Im zeitlichen Verlauf bzw. nach wiederholten Abstellungen zum Sprachkurs wurde es dann etwas bis mäßig besser.
Feuerblick
25.12.2013, 18:16
Oh man, das liest sich alles echt nicht so...Selbst Innere ist schwierig?Hat jemand Erfahrungen mit der Rhein-Main-Region? Was denkt ihr, wollte Ende Januar mit Bewerbungen anfangen aber am liebsten erst im April/Mai anfangen.Oder langt es, wenn ich später mit den Bewerbungen loslege?Naja, da kommt es drauf an, wie eng du "Region" fasst. In Frankfurt selbst könnte es unter Umständen schwieriger sein als ein paar km weiter draußen. Wenn du bereit bist zu pendeln, findet sich bestimmt was.
Vroni173
25.12.2013, 19:55
Auf der Suche nach einer Neurologie-Weiterbildungsstelle ist man auch mit dreijähriger Berufserfahrung, darunter auch 8 Monate Intensivmedizin an der Uni (nicht München), chancenlos. Die Bewerbungen kommen zwar nicht zurück, aber es tut sich wochenlang nix. München ist zwar ein hartes Pflaster und die städtischen Häuser sind anscheinend pleite, aber das hätte ich nie gedacht.
Vroni173
25.12.2013, 19:56
Das oben geschriebene bezieht sich auf München!
firstdayofwinter
26.12.2013, 15:12
Oh je oh je, wenn ich das hier so lese... Überlege mir seit einigen Monaten, demnächst zu Wechseln, bin zur Zeit an meiner ersten Arbeitsstelle, aber nicht wirklich zufrieden, nur die Angst, an einem neuen Ort noch unzufriedener zu sein, hält mich im Moment. Habe auch das Gefühl, dass ich in den letzten Monaten keine vielversprechende Ausschreibungen sehe, würde gerne eine gute Ausbildung haben, aber wo man das am ehesten bekommt, scheint jeder anders zu sehen. Maximalversorger wäre schon etwas, was ich anstreben würde, muss aber nicht in einer Großstadt sein, wenn aber die Pendeldistanz zu einer Großstadt 1 Stunde oder mehr beträgt, finde ich das auch wieder zu weit. Da ich keiner Religion zugehöre, fallen die christlichen Häuser mehr oder weniger weg für mich.
Ich habe das Gefühl, dass ich irgendwas falsch mache, ich müsste wahrscheinlich entweder den Sprung in die Pampa trauen, da gibt es angeblich eine gute Ausbildung weil die Leute einfach froh sind, dass überhaupt einer hinkommt, aber als Großstadtmensch von klein an und von 100km Entfernung als Immigrant zu erkennen, werde ich da wahrscheinlich im Privaten für mein Leben nicht mehr froh..
Oder ich müsste mich an christliche Häuser bewerben und hoffen, dass die mich irgendwie doch nehmen, ganz abgesehen davon habe ich bisher noch nie was gutes über die Arbeitsbedingungen dort gehört...
SusiSorgenlos
26.12.2013, 19:03
Sprung in die Pampa ist auch so ne Sache....die sind zwar froh, dass sie dich haben, aber da sind dann auch oft so wenige Leute, dass keiner Zeit fürs Teaching hat. Ich persönlich kenne niemanden, der von sich sagt, dass er ne gute Ausbildung bekommt. Einfach mal umschauen, was für dich städtetechnisch so in Frage kommt. Gibt ja auch noch was zwischen Pampa und Großstadt. Ich würde versuchen zu hospitieren. Das ist natürlich immer schwierig, wenn man arbeitet, lohnt sich aber meistens.
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