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ehemaliger User_25062015
09.03.2015, 18:36
Uns hätten die Profs auch gefragt ob wir noch alle Latten am Zaun haben, wenn wir in nem max 10 Minuten Testat erstmal angefangen hätten rumzukritzeln anstatt zu sagen was wir wissen..
Ich denke nicht, dass sie so reagieren würden, wenn man ihnen den konkreten Sachverhalt erklärt... Hier handelt es sich ja um eine Strategie, mit der extremen Prüfungsangst umzugehen.
Dann hängt man die zehn Minuten Prüfungszeit dran und gut ist. Bei organischen Einschränkungen gibt es ja auch Wege.
ehemaliger User_25062015
09.03.2015, 19:10
Doch bin mir ziemlich sicher. Da könnt ja dann jeder kommen und sagen er hat Prüfungsangst. Und bei jedem einfach 10 Minuten dranhängen? Nö. Wie gesagt man kann ja langfristig im Vorhinein was tun.
Ja, Augen auf bei der Studienwahl und -ort, s.o. Wir in Bochum konnten die Testate am Schießstand gewinnen, aber immerhin besser als Witten-Herdecke... man munkelt, dort würden die Prüfungen ausgependelt.
Sie sagt ja, dass sie es vor dem Studium nicht hatte.
Und wenn man Tierarzt werden will, bringt einen ein Humanmedizinstudium nicht unbedingt weiter. ;-)
Die freie Studienortwahl haben auch nur die Wenigsten. Ich finde, mit dieser Aussage machst du es dir etwas zu einfach.
Doch bin mir ziemlich sicher. Da könnt ja dann jeder kommen und sagen er hat Prüfungsangst. Und bei jedem einfach 10 Minuten dranhängen? Nö. Wie gesagt man kann ja langfristig im Vorhinein was tun.
Nicht jeder wird in Behandlung sein. Dann bringt man ein Attest von seinem Psychotherapeut oder Psychiater.
Ist ja bei Lese-Rechtschreibschwäche genauso.
Sie schildert doch hier ganz eindeutig von einer ausgeprägten Angst... Nicht die normale Aufregung. Ist das so schwer zu verstehen?
Absolute Arrhythmie
09.03.2015, 19:19
Die Quintessenz des Threads war aber doch vorher schon: "Prüfungsangst gehört behandelt"?!
ehemaliger User_25062015
09.03.2015, 19:20
Nein ist nicht so schwer zu verstehen. Wüsstest du auch wenn du die vorherigen Beiträge gelesen hast. Aber hier wird nicht verstanden wieso man sowas nachweisen lassen sollte. Siehe "wieso muss ich meinem Prof erklären dass meine Diarrhöe von der Angst und nicht vom Noro kommt." Ja natürlich kann man dann ein Attest zeigen und dadurch die Prüfung verlängern. Aber dann kommen die nächsten die sagen, wieso muss ich dafür extra ein Attest bringen, das wird eh abgewiesen und ich für blöd gehalten.
ehemaliger User_25062015
09.03.2015, 19:20
Die Quintessenz des Threads war aber doch vorher schon: "Prüfungsangst gehört behandelt"?!
Ja klar..aber manche drehen sich gerne im Kreis..
Die Quintessenz des Threads war aber doch vorher schon: "Prüfungsangst gehört behandelt"?!
Jap - nur kann Behandlung auch der sinnvolle Einsatz von Medikamenten bedeuten - also das, was hier in einem Sack mit mit Doping geworfen wurde. Das war das, was mir aufstieß.
Doch bin mir ziemlich sicher. Da könnt ja dann jeder kommen und sagen er hat Prüfungsangst. Und bei jedem einfach 10 Minuten dranhängen? Nö. Wie gesagt man kann ja langfristig im Vorhinein was tun.
Bei uns ist meist folgendes Vorgehen üblich: Prüfling 1 bekommt sein Präparat, darf sich einige Minuten vorbereiten, dann bekommt Prüfling 2 sein Präparat und Prüfling 1 wird geprüft. Es gibt also 0 Zeitverlust, egal ob man was aufschreibt oder nicht. Aber Reaktionen wie deine hatte ich leider von einigen Profs.. Dabei können solche einfachen Dinge schon helfen, damit die Angst nicht so stark wird (ich war immer vieeeeeel entspannter, wenn ich wusste, wer mich prüft und dass ich was aufschreiben kann) und, um den Bogen zum Thema zu schlagen, durch weniger Angst brauchts auch weniger Medikamente.
Absolute Arrhythmie
09.03.2015, 19:31
Es gibt auch abseits von Benzos Medikamente die bei einer Angststörung eingesetzt werden. Und ohne psychiatrische Indikation sollte man eben von Benzos ganz dringend die Finger lassen!
Hier wird "normale" Prüfungsangst in einen Topf mit der extremen, behandlungswürdigen Angst von Carica geworfen, das stört mich. Bei extremer Angst muss man auch zu extremen Mitteln greifen. Dazu gehören ja nicht nur Medikamente, sondern dass man eben auch seine anderen erlernten Strategien anwendet, wie das vorher Aufschreiben. Dann ist man eben der Einzige mit nem Zettel, who cares? Wenn mir der Prof da blöd käme, würde ich es ihm erklären.
Bei mir ist es ja das Gleiche: Wenn ich mich mal hinsetzen muss, weil mein Blutdruck im Keller ist, kamen von Ärzten noch nie blöde Kommentare, nur von Kommilitonen...
Wobei ich mich auch frage, ob Profs den Grund eines Attests erfahren dürfen.. Beim Physikum muss wohl eindeutig prüfungsunfähig draufstehen, aber sonst? Und Prüfungsangst darf kein Grund sein?
Es gibt auch abseits von Benzos Medikamente die bei einer Angststörung eingesetzt werden. Und ohne psychiatrische Indikation sollte man eben von Benzos ganz dringend die Finger lassen!
Ja sicher - hab aber auch nichts anderes behauptet ;-) Welche Medikamente eingesetzt werden, sollte man Arzt und Patient überlassen, vom Betablocker bis zum Antidepressivum ist die Spanne groß.
Wobei ich mich auch frage, ob Profs den Grund eines Attests erfahren dürfen.. Beim Physikum muss wohl eindeutig prüfungsunfähig draufstehen, aber sonst? Und Prüfungsangst darf kein Grund sein?
Die Frage hab ich mir auch schon gestellt.. Zumal unsere Prüfungsvorsitzende ja nicht mal Ärzte sind - wäre sicherlich interessant geworden das mal anzufechten. Aber da hatte ich nicht die Nerven zu, als es nötig war ;-)
Aber ich wollte den Doping-Thread nicht sprengen, mir ging es nur drum aufzuzeigen, dass die Welt neben Schwarz und Weiß noch ein paar schicke Grautöne auf der Palette hat.
Sie sagt ja, dass sie es vor dem Studium nicht hatte.
Und wenn man Tierarzt werden will, bringt einen ein Humanmedizinstudium nicht unbedingt weiter. ;-)
Die freie Studienortwahl haben auch nur die Wenigsten. Ich finde, mit dieser Aussage machst du es dir etwas zu einfach.
Nöö, ich spreche einfach fließend Sarkasmus und Ironie. Und wenn Du richtig gelesen hättest, wäre Dir aufgefallen, dass ich mich auf die 1 ohne Thoraxdrainage in Gießen bezog. Deswegen der Kommentar mit den Augen auf. Und mit dem Schießplatz musste vorher kommen, sonst verliert das Auspendeln seine.... Ach Scheiße, wenn mans erklären muss, dann isses nicht mehr lustig. ;-)
Hier wird "normale" Prüfungsangst in einen Topf mit der extremen, behandlungswürdigen Angst von Carica geworfen, das stört mich. Bei extremer Angst muss man auch zu extremen Mitteln greifen.
Nöö, hier ging es ursprünglich mal um Hirndoping, dass bei Vets deutlich häufiger vorkommen soll, als bei anderen Studiengängen. Und um einen Vater, der seinen Zeigefinger deswegen gegen den Nachwuchs erhob. Wenn das dann direkt zur Selbstreflexion führt... :-nix
Das mit Witten habe ich wohl verstanden. ;-) Beim Rest war ich mir nicht so sicher, ob das ernst gemeint war oder nicht..
Aber es war doch auch klar, dass die Diskussion jetzt in den letzten Beiträgen konkret um Caricas Beispiel ging?
Absolute Arrhythmie
09.03.2015, 19:58
Nö wieso denn? Es ging doch ursprünglich um Tabletten einwerfen um seine Leistung zu verbessern?!
Weil sie ihren konkreten Fall geschildert hat und ihre Versuche, damit umzugehen? :-nix
Meine Beiträge bezogen sich auch auf sie, ich glaube das war auch deutlich genug.
Naja, wenn SIE OffTopic weitermacht, wo andere angefangen haben, dann bleibt es trotzdem OffTopic. Ist ja nett, wenn man darüber diskutiert, aber wenn man auf das Ursprungsthema antwortet, dann braucht man auch nicht alles auf seine eigene Situation beziehen.
Insofern... ganz locker durch die Hose atmen. ;-)
Ich fand das gar nicht offtopic. Da gabs schon ganz andere. :-D
Aber wenn man die Beiträge zitiert, ist ja eigentlich klar, worauf man antwortet.
Ich weiß von Humanis, dass sie bereits im ersten Semester drauf hingewiesen wurden, dass es Beratungsangebote gibt, wo sie sie finden und dass sie sich dahin wenden sollen, wenn die ersten Anzeichen auftauchen. Mir sind sogar Fälle bekannt, wo mündliche Prüfungen nach Antrag durch schriftliche ersetzt wurden. Ob das immer und überall so ist, weiß ich nicht, aber scheinbar gibts da Möglichkeiten und Ansätze.
Es geht nicht drum, dass uns Vetis keiner ans Händchen nimmt - geschenkt. Es geht drum, dass jemand mit Prüfungsangst nicht ungeeignet für den Beruf ist und genau das kriegen wir eingetrichtert. Bei uns steht auf jedem Attest die Frage, ob die Symptome durch Prüfungsangst hervorgerufen sein könnten. Kreuzt der Arzt das an, wird das Attest automatisch abgelehnt. Is das bei euch auch so? Mir wurde im zweiten Semster nach bestandenem Anatomietestat vom Prüfer gesagt, dass jetzt ein guter Punkt zum Aufhören würde, denn das Studium schaffe ich sowieso nicht und im Beruf würde ich vollkommen versagen.
Diese Einstellung ist es, die mir so furchtbar gegen den Strich geht.
Wo studiert Du denn? Also uns wurde auch vom ersten Semester an gesagt, dass psychische Probleme ernst zu nehmen sind. Um es mit den Worten von Prof. Moritz der KTI Gießen zu sagen: " Was nützt einem ein Ferrari, wenn man ihn nicht fahren kann?"
Ausserdem gehen bei uns über den Univerteiler regelmäßig Angebote aus anderen Fachbereichen ein, wo man sich wie Hilfe suchen kann bei Prüfungsangst.
Von daher finde ich es wahnsinnig unangebracht von einer Prüfungsangst auf die spätere Belastbarkeit zu schließen, auch wenn das bei den Vetis leider Gang und Gäbe ist.
Was genau?
Nein ist nicht so schwer zu verstehen. Wüsstest du auch wenn du die vorherigen Beiträge gelesen hast. Aber hier wird nicht verstanden wieso man sowas nachweisen lassen sollte. Siehe "wieso muss ich meinem Prof erklären dass meine Diarrhöe von der Angst und nicht vom Noro kommt." Ja natürlich kann man dann ein Attest zeigen und dadurch die Prüfung verlängern. Aber dann kommen die nächsten die sagen, wieso muss ich dafür extra ein Attest bringen, das wird eh abgewiesen und ich für blöd gehalten.
Tatsächlich ist es bei uns so, dass das Attest nicht anerkannt wird, wenn Prüfungsangst die ärztlich attestierte Ursache ist. Da würde man mit Nord wirklich besser da stehen.. zumindest auf dem Papier. :-)
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