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Tamii
08.05.2016, 21:11
Dann ist es ja Teilzeit.. Aber zumindest ist unser Beruf familienfreundlich :-love

janis02
08.05.2016, 21:42
Also wenn man als Frau richtig Karriere machen will, dann ist kein Beruf wirklich "familienfreundlich".

luckyluc
13.05.2016, 11:58
Also wenn man als Frau richtig Karriere machen will, dann ist kein Beruf wirklich "familienfreundlich".

als Mann doch auch nicht. Wer sagt denn, dass die Frau danach zu Hause bleiben muss. Natürlich muss sie das Kind bekommen und die Zeit des Mutterschutzes nehmen, aber danach kann auch der Vater Elternzeit beantragen.
In der Apotheke sind die Aussichten auf Teilzeitstellen natürlich hervorragend. Ich denke mal, dass schaut in der Industrie net so gut aus.
Auf jeden Fall sollte de Wunsch nach Kindern nicht mit der Karriere kollidieren. Sehr traurig, dass Deutschland davon noch so weit entfernt ist.

janis02
14.05.2016, 21:41
Ja und aus genau diesem grund denk ich, dass man in der Industrie dann eher Männer einstellt als Frauen oder? Ich würde aber auch Elternzeit beantragen..Karriere ist wichtig, aber was geht denn schon über die Familie?

luckyluc
18.05.2016, 06:55
Ja und aus genau diesem grund denk ich, dass man in der Industrie dann eher Männer einstellt als Frauen oder? Ich würde aber auch Elternzeit beantragen.Karriere ist wichtig, aber was geht denn schon über die Familie?

ich hoffe, nicht. Personaler dürfen Frauen ja deswegen nicht weniger gern einstellen. Genau so wie es verboten ist eine Frau nach Kinderwunsch oder gar Schwangerschaft zu fragen.
Leider sieht die Realität oft anders aus.

Minoo
20.05.2016, 14:22
ich hoffe, nicht. Personaler dürfen Frauen ja deswegen nicht weniger gern einstellen..

Machen sie aber trotzdem. Das ist ja das schlimme. Genauso wie das Gehaltsgefälle, was immer noch besteht. Eine Freundin von mir hat sich letztens in einer Apotheke beworben und wurde tatsächlich im Bewerbungsgespräch gefragt, ob sie vor hat später eine Familie zu gründen. Sehr diskret. Der Chef hatte wohl einen an der Klatsche und sie hat die Stelle danach auch nicht mehr haben wollen.

janis02
21.05.2016, 23:47
Ja echt traurig.. Auch wenn sie es nicht dürfen... Dann suchen sie sich einfach einen anderen Grund, um sie dann nicht einzustellen. Glaube, dass man gerade in den hohen Positionen skrupellos ist

MineBiene
22.05.2016, 17:06
Ja echt traurig.. Auch wenn sie es nicht dürfen... Dann suchen sie sich einfach einen anderen Grund, um sie dann nicht einzustellen. Glaube, dass man gerade in den hohen Positionen skrupellos ist

Das wird mich jetzt aber nicht hindern, Bewerbungen zu verschicken. Man muss halt auch Glück haben, aber ich denke ganz sooo schlimm ist es bestimmt nicht. Klar, es gibt immer Arschlöcher, aber who cares.. dann sucht man sich was anderes und im Endeffekt deren Pech, weil sie eine qualifizierte Person und Bereicherung für ihr Unternehmen gehen lassen Lol :-))

Hanno04
30.05.2016, 13:40
in der apotheke wird auch "frau" auf jeden fall was finden.
da seid ihr uns ja mit ungefähr 9ß%iger Mehrheit überlegen. wahrscheinlich habe es die Männer fast schwerer sich in so einem frauenteam zu etablieren ;-)

natürlich ist es aber nicht korrekt, dass es in der Industrie wohl nicht immer so gleichberechtigt zu geht. aber die Bemühungen dagegen was zu ändern sind ja im gange...

GelbeKlamotten
31.05.2016, 20:53
Ich würde jedem abraten, heute noch ein Pharmazie-Studium anzufangen. Auch wenn es viele nicht wahr haben wollen, die Apotheken in ihrer jetzigen Form werden definitiv auf mittelfristige Sicht aussterben oder zumindest drastisch weniger werden.

Wenn man als Pharmazeut mal ehrlich zu sich selbst ist, wird einem schnell klar, dass es diese "Beratungsfunktion", von der alle erzählen, zwar schon in einem gewissen Maße gibt, aber dass das einfach rein gar nichts mit dem Studium zu tun hat. Die medizinischen Kenntnisse, die man im Pharmaziestudium lernt, sind lächerlich. Man paukt sich jahrelang Chemiewissen rein, das man später in der Apotheke nie anwenden wird. Ein engagierter PTA kann nach einem Jahr genauso gut beraten wie ein Apotheker mit einem Jahr Berufserfahrung. Zudem sind die Fälle, in denen es wirklcih um Beratung geht, die absolute Minderzahl. Die meisten Leute, die Medikamente nehmen, nehmen die nicht nur einmal, sondern sie nehmen über einen langen Zeitraum immer die selben. Die müssen nicht jedes mal beraten werden. Und die Tage, an denen man studierte Naturwissenschaftler im großen Rahmen für das Smalltalken mit alten Menschen bezahlt, sind irgendwann gezählt. Ganz egal wie nett es für Omi und Opi sein mag, mit dem Apotheker zweimal die Woche ein Schwätzchen zu halten, es ist nicht medizinisch notwendig und damit absolutes Einsparpotential.

Zudem sind irgendwann auch die alten Leute "Digital Natives" und können ihre Medikamente online bestellen und sich sogar online beraten lassen. Da kann eine Beratung dann gezielter in den Fällen stattfinden, in denen sie wirklich nötig ist und der Personalbedarf für die Beratung wird vermutlich höchstens 1/10 so hoch sein wie jetzt.

Schon jetzt werden Apotheken zunehmend filialisiert und von großen Ketten betrieben und teils in die Supermärkte verlagert. Das ist der erste Schritt weg von der klassischen Apotheke, hin zur Massenabfertigung. Weitere, drastischere Schritte in diese Richtung sind unvermeidbar, sprich Versandapotheke und Verkauf von rezeptfreien Medikamenten im Supermarkt. Schon jetzt kann ich mein Aspirin in der Online-Apotheke einfach so bestellen. Warum sollte ich es dann nicht im Edeka an der Ecke kaufen können? Eine Beratungsfunktion hat auch bei den rezeptfreien Medikamenten zwar einen gewissen Nutzen, dieser ist aber nicht dauerhaft groß genug, dem steigenden Kostendruck standzuhalten. Dass das auch der Gesetzgeber so sieht, erkannt man ja wie gesagt unschwer daran, dass diese Medikamente jetzt schon online beratungsfrei verkauft werden drüfen.

Bei den rezeptpflichtigen Medikamenten dagegen hat sowieso ein Arzt bereits beraten und das Medikament für den Patienten ausgewählt. Die Apothekermeinung ist zwar dann ein ganz netter "second look" aber nicht unverzichtbar und damit langfristig nicht finanzierbar. Wenn der demographische Wandel weiter einschlägt und das Geld für die medizinisch nötige Behandlung von Patienten in Krankenhäusern und Praxen knapper wird, dann wird man sinnvollerweise nicht die primäre Behandlungskapazität reduzieren, sondern erstmal den "Apothekenballast" über Board werfen.

Und das Pharmaziestudium zu beginnen mit dem wagen Ziel "in die Industrie" zu gehen, ohne überhaupt so wirklich zu wissen, was das bedeutet (und das tun die wenigsten Pharmazie-Studenten) halte ich auch für äußerst unklug. So super viele Stellen gibt es da im übrigen auch gar nicht.

Hanno04
01.06.2016, 07:16
ich halte deine prognose nicht für richtig. wo ich dir recht gebe, ist dass auch apotheke in Zukunft anders aussehen werden. so wie es in 10 jahren überall selbstfahrene Elektroautos geben wird, haben wir vielleicht deutlich mehr versandapotheken.
trotzdem kann ich mir die öffentliche apotheke nicht gänzlich wegdenken.
wir streben zwar in unsere Gesellschaft immer nur nach otimierung, Beschleunigung und effizienzsteigerung, doch sind wir trotzdem noch alle menschen mit gefühlen, schmerzen oder Unsicherheiten. in dem fall (und besonders, dann wenn man krank ist), hilft das persönliche Gespräch, ein Ansprechpartner oder einfach nur mal ein offenes ohr. das kann eine apotheke leisten, aber kein Versandhandeln

luckyluc
01.06.2016, 07:24
Man paukt sich jahrelang Chemiewissen rein, das man später in der Apotheke nie anwenden wird. Ein engagierter PTA kann nach einem Jahr genauso gut beraten wie ein Apotheker mit einem Jahr Berufserfahrung. Zudem sind die Fälle, in denen es wirklcih um Beratung geht, die absolute Minderzahl..

manchmal mache ich mir auch Sorgen, wie meine berufliche Zukunft wohl werden wird. Man hört oder ließt ja immer solche Nachrichten und Prognosen wie deine. Genauso ließt man aber von einer extrem niedrigen Arbeitslosenquote unter den Apothekern und guten Berufschancen.
Mein Fazit daraus ist: es weiß eigentlich keiner.

ein Apotheke kann schon besser beraten als eine PTA, oftmals wird das nur nicht nachgefragt. Der entscheidende Unterschied ist einfach die Verantwortung, die nur bei einem Apotheker liegen darf. PTA's können ohne Apotheker also gar nicht arbeiten.

GelbeKlamotten
01.06.2016, 10:50
Der entscheidende Unterschied ist einfach die Verantwortung, die nur bei einem Apotheker liegen darf. PTA's können ohne Apotheker also gar nicht arbeiten.
Ja, genau das ist auch der Grund, warum man heute noch so viele Apotheker benötigt. Solange das so bleibt, sind auch die Berufsaussichten gut. Aber es ist imho nur eine Frage der Zeit bis zumindest ein großer Teil der Medikamente nicht mehr durch einen Apotheker vertrieben werden muss.


ein Apotheke kann schon besser beraten als eine PTA, oftmals wird das nur nicht nachgefragt.
Weil er jahrelang im Labor stand und sich Strukturformeln ins Hirn gekloppt hat? Die für die Beratung relevanten Dinge kann man auch locker in einem 3-6 monatigen Kurs lernen, dafür braucht kein Mensch ein Pharmaziestudium.


Mein Fazit daraus ist: es weiß eigentlich keiner.
Natürlich weiß es keiner, wir sind ja alle keine Hellseher. Momentan sind die kurzfristigen Aussichten gut. Dass das in 20 Jahren immer noch so ist, bezweifle ich.




trotzdem kann ich mir die öffentliche apotheke nicht gänzlich wegdenken.
wir streben zwar in unsere Gesellschaft immer nur nach otimierung, Beschleunigung und effizienzsteigerung, doch sind wir trotzdem noch alle menschen mit gefühlen, schmerzen oder Unsicherheiten. in dem fall (und besonders, dann wenn man krank ist), hilft das persönliche Gespräch, ein Ansprechpartner oder einfach nur mal ein offenes ohr. das kann eine apotheke leisten, aber kein Versandhandeln
Ja, es wird vermutlich noch lange weiterhin Apotheken geben. Aber deren Anzahl und die Anzahl apothekenpflichtiger Medikamente wird sich deutlich verringern und damit auch der Bedarf an Apothekern.
Und die Frage ist doch, warum man für dieses "Ansprechpartner sein", aus dem Apotheker immer ihre Existenzberechtigung ziehen, unbedingt 5 Jahre lang (bzw. die meisten noch länger) ein naturwissenschaftliches Studium absolviert haben muss? Damit man dem Kunden die Strukturformel seines Medikaments erklären kann? Wie viele Apothekenkunden wollen wohl wissen, ob ihr Medikament ein Alkohol oder ein Keton ist oder warum das Basisinsulin eigentlich länger wirkt als das Bolusinsulin?

Lissminder
02.06.2016, 07:43
Und die Frage ist doch, warum man für dieses "Ansprechpartner sein", aus dem Apotheker immer ihre Existenzberechtigung ziehen, unbedingt 5 Jahre lang (bzw. die meisten noch länger) ein naturwissenschaftliches Studium absolviert haben muss? Damit man dem Kunden die Strukturformel seines Medikaments erklären kann? Wie viele Apothekenkunden wollen wohl wissen, ob ihr Medikament ein Alkohol oder ein Keton ist oder warum das Basisinsulin eigentlich länger wirkt als das Bolusinsulin?

ich glaube du bist schlecht informiert über unser Studium und auch über den Apothekerberuf.
Wir lernen weitaus mehr als nur Strukturformeln. Wir sind Arzneimittelfachleute und kennen uns neben der Chemie, Pharmakologie vor allem auch mit der Galenik aus. Und auch wenn wir dazu im Studium wenig lernen, müssen wir später auch betriebswirtschaftliche Entscheidungen fällen ohne dabei gesetzliche Anforderungen zu verletzten. Integrität ist eben auch gefragt. Ich bin mir sicher, dass kann jmd. der studiert hat besser als eine PTA.

StuartProwerFaktor
02.06.2016, 15:20
Zum Thema Zukunft vielleicht ganz interessant: http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/politik/nachricht-detail-politik/eugh-schlussantraege-generalanwalt-im-rx-boni-verfahren/

Das kann alles schneller gehen als man gucken kann. Sollte sich der EuGH der Empfehlung anschließen (was er oft tut), dann ist im Apothekenland ganz schnell Feierabend - politisch vermutlich auch gewollt.

Was mich persönlich immer etwas skeptisch sein lässt, was die Zukunft der Offizin angeht, ist, dass der Berufsstand es leider verpasst hat eine Profession zu bleiben / sein. Eine Profession (wie Ärzte oder Anwälte es sind) definiert sich ja darüber, dass nur sie eine definierte Leistung anbieten kann. Das ist im Falle der Offizin halt nicht mehr so; Versand und Software sowie Telemedizin können die meisten unserer Leistungen problemlos ersetzen.

luckyluc
06.06.2016, 07:25
Was mich persönlich immer etwas skeptisch sein lässt, was die Zukunft der Offizin angeht, ist, dass der Berufsstand es leider verpasst hat eine Profession zu bleiben / sein. Eine Profession (wie Ärzte oder Anwälte es sind) definiert sich ja darüber, dass nur sie eine definierte Leistung anbieten kann. Das ist im Falle der Offizin halt nicht mehr so; Versand und Software sowie Telemedizin können die meisten unserer Leistungen problemlos ersetzen.

das sorgt mich auch. Es werden zwar laufend Bemühungen in die Richtung unternommen, aber anscheinend mit wenig Erfolg.
Alleine, dass uns die Rezeptur so schleicht bezahlt wird ist ein Unding. Pharmazeutische Betreuung wäre auf jeden Fall sinnvoll in der Apotheke, darüber ist man sich klar, nur keiner will es bezahlen und es scheint, damit geben sich die Apotheker zufrieden.
Fehlt uns das Selbstbewusstsein, die Lobby oder was???

Minoo
06.06.2016, 14:24
Zum Thema Zukunft vielleicht ganz interessant: http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/politik/nachricht-detail-politik/eugh-schlussantraege-generalanwalt-im-rx-boni-verfahren/

Das kann alles schneller gehen als man gucken kann. Sollte sich der EuGH der Empfehlung anschließen (was er oft tut), dann ist im Apothekenland ganz schnell Feierabend - politisch vermutlich auch gewollt.


Natürlich ist das Rx-Boni-Verbot ein reiner Schutz für den Apotheker, das ist m.M nach offensichtlich. Es sichert den Apotheken ihre Existenz und das ist auch gut so. Apotheken verkaufen eben keine normale Ware, sondern Medikamente, die den Menschen helfen, aber auch nur dann, wenn sie richtig angewendet werden.
Dazu gehört eine fachliche Beratung, die nur ein Apotheker geben kann. Wer sich also dieses hohe Gut an medizinischer Qualität bewahren möchte, sollte sich für diesen Schutz einsetzen!

Und noch ein Hinweis: Arzneimittelabgabe ohne Beratung ist laut Gesetz verboten.

Lissminder
07.06.2016, 07:37
Minoo, es ist genau richtig, was du sagst. Wenn die Preisbindung fallen sollte, fällt sie doch irgendwann und das bedroht viele Existenzen. Und es bedroht unseren hohen Standard in der Arzneimittelversorgung.

Doc Morris sollte in meinen Augen eh längs verboten werden. Ich bin gespannt, wie das Urteil ausfällt.

Hanno04
09.06.2016, 07:50
apotheker-debatte hin oder her.
Ich mache mir keine sorgen. hier macht man doch wieder nur junde Pferde scheu.:-oopss diese angst-Mentalität kotzt mich wirklich an. wo bleibt denn unser selbstbewusst. ist mir doch egal, ob ich mich späte rnoch Apotheker nenne.
schauen wir doch auf die Fakten. ich mache ein naturwissenschaftliches studiem. check! damit bin ich schon begehrt auf dem Arbeitsmarkt. hinzukommt eine recht umfangreiches medizinisches wissen- check! die leute sin und bleiben krank.
daneben ist mein Studium noch technisch orientiert und spezialisiert auf die arzneimittelherstellung- check! ich werde auch noch zum Fachmann in einem technischen Bereich.
Leudde, merkt ihr was:-???....wir werden nicht verhungern

janis02
12.06.2016, 08:32
Leudde, merkt ihr was:-???....wir werden nicht verhungern

zumindest wird es uns nicht ganz so schlecht gehen. ;-) was das immer soll frage ich mich. Man kann nur Prognosen oder Tendenzen liefern, aber es weiß doch kein Mensch, wie sich das in Zukunft entwickeln wird. Aber die Tatsache, dass wir gut vorbeireitet werden, wie Hanno bereits erwähnt hat, sollte uns doch beruhigen Mensch.