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Damit die beste Freundin nicht aus allen Wolken fällt

Nach dem Abi fällt es schwer, mit Freunden in Verbindung zu bleiben

MEDI-LEARN Redaktion

Kontakt via Handy

Wenn es ums Kommunizieren geht, leben wir in einer Welt der nahezu unbegrenzten Möglichkeiten. E-Mails kommen in Sekundenschnelle an, ICQ und Skype erlauben den Gedankenaustausch in Echtzeit. Das Telefon haben wir sowieso fast ständig dabei, und dank Handy-Flatrate stürzen uns endlose Anrufe heutzutage nicht mehr in den finanziellen Ruin. Trotz allem fällt es schwerer als je zuvor, miteinander in Verbindung zu bleiben – gerade während des Studiums.
Neuerdings traust du dich nach ein paar Stunden in der Bibliothek kaum, aufs Handy zu schauen. Das zeigt nämlich oft gleich mehrere „Anrufe in Abwesenheit“ von guten Freunde an, die du mal wieder allesamt verpasst hast. Eigentlich würdest du ja auch gerne sofort zurückrufen, aber gleich fängt das nächste Seminar an. Sofort anschließend bist du zum Unisport verabredet, bei dem du dich auch schon wieder zwei Wochen nicht hast blicken lassen. Also später am Abend vielleicht. Falls nichts dazwischen kommt.

Im Grunde ist es dein neues Leben, das dir ständig dazwischen kommt. Die Leute, die du früher in der Schule oder bei anderen Gelegenheiten ständig ohne lange Planung quasi automatisch getroffen hast, sind nun in alle Winde zerstreut. Leute, zu denen du den Kontakt nicht abreißen lassen möchtest, und umgekehrt ist das ganz offensichtlich genauso. Sonst würden sie dich nicht immer noch anrufen oder per E-Mail daran erinnern, dass du endlich mal zurückschreiben sollst. Würdest du ja, aber wann?

Da nützt es wenig, dass es praktisch allen Studenten so geht wie dir, vor allem im Grundstudium. Fast jeder muss es hinnehmen, dass früher intensive Kontakte sich erst auf den belanglosen Austausch von Pinnwand-Einträgen bei Facebook oder StudiVZ reduzieren und irgendwann komplett im Sande verlaufen. Dass man sich in den Semesterferien mal besucht, sagt sich leicht und klingt für den Moment tröstlich. Aber die vorlesungsfreie Zeit geht meist für Hausarbeiten drauf, für Famulaturen, die Doktorarbeit und und und... Bei deinen Freunden wird es kaum anders sein.

So schmerzlich es ist: Über kurz oder lang trennt sich nun die Spreu vom Weizen. Angesichts neuer Verpflichtungen und neuer Chancen im Studium wird anderes in deinem Leben an Bedeutung verlieren, egal wie wichtig es dir in der Schulzeit war. Doch es gibt auch ein paar Freundschaften, die diese schwierige Phase überdauern, und dazu kannst du selbst entscheidend beitragen: Eine SMS zwischen zwei Vorlesungen ist immer hinzukriegen, und zehn Minuten Telefonieren an der Bushaltestelle ebenfalls.

Mehr als ein Treffen pro Halbjahr ist bei größeren Entfernungen vermutlich wirklich nicht drin – aber darauf kommt es dann gar nicht mehr so sehr an. Vertrauensvolle Beziehungen sind belastbar, und ein Studium dauert schließlich nicht ewig. Durch einigermaßen regelmäßige, unaufwändige Kontakte zeigst du deinen guten Willen, rettest den Kontakt über die Zeit und sorgst immerhin dafür, dass die beste Freundin auf dem Laufenden bleibt. Sonst fällt sie irgendwann aus allen Wolken, weil du schon Heiratspläne schmiedest und sie dich immer noch für solo hielt.