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Uni-Ranking: Anatomie

Wohin soll ich gehen?

MEDI-LEARN (Redaktion)

 

Anatomie ist das anschaulichste Fach der Vorklinik. Ihr Gegenstandsgebiet ist konkret und nachvollziehbar. Doch der Lernstoff ist enorm umfangreich. Da gilt es, für Histologie verschiedene Zell- und Gewebestrukturen sicher voneinander unterscheiden zu können, aber genauso Fein- und Besonderheiten der Färbungen zu kennen. In der makroskopischen Anatomie wollen die Professoren von dir Verläufe und Abgänge von Gefäßen und Nerven wissen. Genauso interessieren sie sich für Sehnen- und Muskelansätze und einiges mehr. Neben dem Aufbau des Gehirns erfragen die Neuroanatomen Wege auf- und absteigender Nervenfasern sowie Funktionen verschiedener Regionen und Bereiche des Nervensystems. Für den Bereich der Embryologie kommen die bisher genannten Aspekte zusammen, allerdings sind hier vor allem ihre Entstehung und Entwicklung von Interesse. Bei all dem jonglierst du mit lateinischen Bezeichnungen, in denen sich manchmal Wort an Wort reiht.
Zu Recht gilt die Anatomie damit als umfangreiches und arbeitsintensives Fach. Um zu erfahren, ob sie auch als „schwer“ gilt, hat MEDI-LEARN eine Umfrage unter Studierenden durchgeführt. Die Antwortmöglichkeiten erstreckten sich neben der Option „noch nicht absolviert“ von „sehr leicht“, „leicht“ und „mittelmäßig“ über „schon schwerer“ und „schwer“ bis „sehr schwer“.
Im bundesweiten Schnitt wurde die Anatomie als „mittelmäßig“ bis „schon schwerer“ beurteilt. Kaum ein Umfrageteilnehmer empfand sie als „sehr leicht“ und auch das Prädikat „leicht“ wurde nur von jedem 20. vergeben. Anders sieht es am entgegen gesetzten Ende der Skala aus: Jeder fünfte Teilnehmer gab an, dass Anatomie „schwer“ sei und immer noch jeder fünfundzwanzigste findet sie „sehr schwer“.
Interessant ist die Aufschlüsselung nach Universitäten. Zwar befinden sich die meisten Universitäten in eben jenem Mittelfeld, das oben erwähnt wurde, daneben finden sich allerdings einige Ausnahmen. Für die Universität Bonn wurde die Bewertung „schwer“ von jedem zweiten vergeben. Ähnliches gilt für die Unis Ulm und Greifswald, an denen bis zu 48 Prozent das Votum „schwer“ abgaben. Im Gegensatz dazu fanden sich an den Unis Hannover, Erlangen und Regensburg kaum Vertreter dieser Meinung. Die Bewertungen „leicht“ oder „sehr leicht“ wurden sehr selten verteilt. Lediglich an der Uni Magdeburg fand sich eine vergleichsweise hohe Zustimmung für die Aussage, Anatomie sei „leicht“.
Es sieht so aus, dass Anatomie auch für Medizinstudenten nicht zu den einfachsten vorklinischen Fächern gehört. Dank ihrer Gegenständlichkeit und dem eindeutigen Bezug zum praktischen Nutzen ist das Lernen machbar. Auf diese Gegebenheiten scheinen die Universitäten wenig Einfluss zu haben, sodass die insgesamt vorherrschende Bewertung als „mittelmäßig“ bis „schon schwerer“ an den einzelnen Hochschulen nur in Nuancen abweicht.