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Vorbeugen ist besser als heilen

Hufeland-Preis für herausragende Leistungen in der Präventivmedizin

Jens Plasger (MEDI-LEARN)

 

'Vorbeugen ist besser als heilen' so lautet ein Sprichwort des Arztes Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1836). Dieser Satz hebt die besondere Bedeutung der Prävention als Baustein für die Medizin hervor: Ärzte sollten nicht nur zur Heilung anleiten, sondern besonderes Augenmerk auch auf die Verhinderung und Vorbeugung von Krankheiten legen, um ein längeres Leben zu ermöglichen. Seit 1960 prämiert die Stiftung "Hufeland-Preis" hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Präventivmedizin. Der Preis wird jedes Jahr vergeben und ist mit 20.000 Euro dotiert. Unser Kooperationspartner, die Deutsche Ärzteversicherung, ist Stifter dieser Auszeichnung, die wir euch im folgenden näher vorstellen möchten.

Worum geht beim Hufeland-Preis? Wer war Hufeland?

Der Arzt, Staatsrat und Gesundheitserzieher Hufeland (1762-1836) war einer der Vorkämpfer der modernen Präventivmedizin. Zu seinem Patientenkreis gehörten mit Goethe, Schiller und Herder berühmte Größen seiner Zeit. Seine Gedanken zur vorbeugenden Gesundheitspflege erlangten Weltruhm. Sein Hauptwerk namens 'Makrobiotik oder Die Kunst, das menschliche Leben zu verlängern' zählt zu den Klassikern der medizinischen Literatur, begründete seinen Ruf als 'Vater der Naturheilkunde' und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Er betonte den Einfluss einer gesunden Lebensführung auf das menschliche Wohl: "Der Zweck der Medizin ist Gesundheit, der Makrobiotik hingegen langes Leben; die Mittel der Medizin sind nur auf den gegenwärtigen Zustand und dessen Veränderung berechnet, die der Makrobiotik aber aufs Ganze." Hufelands 'Kunst, das Leben zu verlängern' beruht auf der Beeinflussung der 4 von ihm betitelten Säulen namens Konstitution, Abnutzung der Organe ("Alterserscheinungen"), Ausmaß des Verbrauchs an Lebenskräften (das menschliche Leben als brennende Kerze) und der Regenerationsfähigkeiten.
An der Universität Berlin war Hufeland als Professor (Spezielle Pathologie und Therapie) und Dekan der medizinischen Fakultät tätig und trug den Titel des königlichen Leibarztes Friedrich Wilhelm III. und damit des Ersten Arztes der Charité. Er behandelte mittellose Patienten in seinen Polikliniken kostenlos und führte u.a. eine erfolgreiche Schutzimpfung bei einer Pockenepidemie durch.
Hufelands Engagement ging über aber über reine Gesundheitsfragen hinaus. Denn er engagierte sich auch für die sozialen Belange seiner Kollegen. 1829 gründete er eine Hilfskasse für notleidende Ärzte, die leider keinen anhaltenden Erfolg hatte. Seine Idee blieb erhalten und führte 1881 zur Gründung der Deutschen Ärzteversicherung. Zu den Gründungsmitgliedern des Unternehmens zählte auch der spätere Nobelpreisträger Robert Koch.

 

Die Preisträger des letzten Jahres

Die Preisträger des letzten Jahres waren Dr. med. Nicola Ihme, Prof. Dr. med. Fritz Uwe Niethard und Prof. Dr. med. Rüdiger von Kries. Sie wurden für eine Wirksamkeitsstudie geehrt, die nachwies, dass ein Sonographie-Screening-Programm bei Hüftdysplasie sinnvoll ist. Die von den Preisträgern vorgenommene Studie hatte zur Folge, daß das seit 1996 bestehende Screening-Programm nun allen Neugeborenen in Deutschland dauerhaft zur Verfügung steht und sich bei Eltern und durchführenden Ärzten einer sehr guten Akzeptanz erfreut.

Die diesjährige Auszeichnung und Teilnahme am Hufeland-Preis

Die Auszeichnung der Preisträger des Hufeland-Preises steht unmittelbar vor der Tür und wird im Rahmen des kurz bevorstehenden 125-jährigen Jubiläums der Deutschen Ärzteversicherung stattfinden. Wir werden euch in der Folgezeit die Preisträger wie auch ihre Arbeiten vorstellen. Am Ausschreibungsverfahren des Hufeland-Preises beteiligen können sich ausschließlich Ärzte und Zahnärzte mit deutscher Approbation. Die genauen Ausschreibungsunterlagen liegen im PDF-Format vor. Zum Lesen wird das Zusatzprogramm Adobe Acrobat Reader benötigt.

 

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