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Witten-Herdecke: Humanmedizin mit Schwächen?

Wissenschaftsrat beurteilt private Universität

Redaktion(MEDI-LEARN)

 

Im Rahmen seines Akkreditierungsverfahrens hat der Wissenschaftsrat nicht nur die bislang erbrachten Leistungen der 1981 gegründeten privaten Universität Witten/Herdecke (UWH) in Forschung, Lehre und Weiterbildung, sondern auch die Konzepte für deren geplante weitere Entwicklung einer Prüfung unterzogen. Er ist dabei zu dem Ergebnis gelangt, dass die Leistungen der UWH den wissenschaftlichen Maßstäben, die an eine Universität anzulegen sind, zum überwiegenden Teil entsprechen. Zu den Aktivposten zählt der Wissenschaftsrat insbesondere die Biowissenschaften und die Wirtschaftswissenschaften. "Die UWH hat in der Vergangenheit durch curriculare und organisatorische Neuerungen wie die Einführung des Studium fundamentale anzuerkennende Beiträge zur Weiterentwicklung des deutschen Hochschulsystems geleistet", so der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Professor Karl Max Einhäupl.
Ausdrücklich ausgenommen von diesem positiven Urteil ist die Humanmedizin, die neben erheblichen inhaltlichen und strukturellen Schwächen in Lehre und Forschung nur unzureichend universitätsintern vernetzt ist. Einhäupl erläuterte: "Die von der UWH gewählte Organisation des Medizinstudiums hat zur Folge, dass Forschung und Lehre zum ganz überwiegenden Teil in die kooperierenden Kliniken ausgelagert sind, die fast vollständig die klinisch-praktische Ausbildung übernehmen." Kritisch sei auch, dass die UWH derzeit über keine überzeugenden Vorstellungen zur inhaltlichen wie personellen Bewältigung des deutlich erweiterten Lehr- und Lernspektrums nach der neuen Ärztlichen Approbationsordnung (ÄAppO) verfügt. Einhäupl zum Ergebnis des Wissenschaftsrats und den daraus abgeleiteten Auflagen: "Die Medizinerausbildung kann in ihrer derzeitigen Form nicht fortgeführt werden. Die UWH muss die Humanmedizin grundlegend neu konzipieren oder aber vollständig einstellen."