Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hammerexamen F2019
pineapple
24.04.2019, 17:03
das was du sagst, stimmt!
ich habe mit endspurt gelernt und amboss gekreuzt. für mich waren die amboss lernkarten zu stichpunktemäßig (wäre aber im nachhinein vlt doch besser gewesen als endspurt). das was ich falsch hab, konnte ich mit endspurt auch nicht lösen (man könnte die fragen jedenfals zum damit nicht direkt beantworten)
weiss momentan noch nicht, wie ich auf das nächste mal lernen soll:( aber selbst kreuzen bringt fast nix, höchstens die letzten beiden examina, dass mans hakt mal gemacht hat.
Persönlich denke ich, es ist schwierig eine ideale Lernstrategie fürs 2. Staatsex abzugeben, da es sich in einer Willkürlichkeit in der Schwerpunktsetzung von Jahr zur Jahr verändert, dass eine Vorhersage dessen beinahe unmöglich ist.
Aber was mir aufgefallen ist, ist, dass zunehmend stumpf Leitlinien in ihrer Reihenfolge abgefragt werden. Das ist eine Art zu fragen, die man mit Amboss und vor allem auch Endspurt nur schwer überhaupt beantworten kann, da dort vielmehr die möglichen Diagnostiken abgebildet werden, aber nicht immer der exakte Algorithmus, der zunehmend vom IMPP verlangt zu werden scheint. Auch beliebt sind second line Therapien und Diagnostiken, wenn der Standard schon versagt hat.
Was ich denke was sinnvoller als die Top100 ist, ist tatsächlich nichts auszulassen, auch wenn das natürlich bei so viel Stoff schwer ist und sich parallel Leitlinien mit deren Algorithmen anzuschauen.
Als ich nachgelesen hatte, was ich falsch hatte, habe ich oft in der zugehörigen Passage im Endspurt Klinik hierzu entweder überhaupt keine Info dazu gefunden oder es wurden keine Wertigkeiten à la first-line, second-line etc angegeben und auch so gut wie nie der exakte Algorithmus.
Was auch fast gänzlich gefehlt hat, war ein klassischer dankbarer Innere Fall, wie es ihn immer die letzten Jahre gab, der einen auf einen Schlag 12 Punkte gesichtert hat (bspw Lungenembolie H18).
Darauf kann man sich also nicht mehr verlassen.
Auch die knapp 7000 Altfragen, die man durch Amboss Kreuzplan gekreuzt hat, haben sich nicht stark ausgezahlt. Man hat viel Zeit dabei verloren und schlussendlich kamen in unserem Examen F19 kaum 'klassische Altfragen' wie NW von Zytostatika, klassiche Antibiotika Fragen, Diabetes oÄ dran. Rückblickend würde ich nicht mehr so viel Zeit darauf verwenden. Zumal die klassischen langen Fälle fast komplett abgeschafft worden sind, wohingegen sie früher deutlich häufiger waren, weshalb sich eine intensivere Auseinandersetzung damit noch gelohnt hat.
pineapple
24.04.2019, 17:23
ja das stimmt, aber „was ist eine wissenschaftliche Frage“ oder multicenter mit fallzahlberechnung ist mir im skript leider auch nicht begegnet. hab dann zu kompliziert gedacht. ebenso die frage mit dem studiendesign. für mich war das keine randomisiert kontrollierte studie, weil ich keine der gruppen als kontrollgruppe aufgefasst habe. nach auschluss blieb noch eines über. das habe ich genommen. abab studie. wenn ich gewusst hätte, was es ist, hätte ich mich natürlich anders entschieden. aber hatte ich leider nicht parat :(
niQUOTE=davo;2095969]@Andromeda111:
Du hast IMHO den Amboss-Lernplan eben NICHT durchgezogen. Da du ja selbst sagst, dass du "überwiegend gekreuzt" hast, nur "punktuell nachgelesen" hast, mehrere kleine Fächer einfach übersprungen hast, dich auf die hervorgehobenen Altfragen-Stellen konzentriert hast, usw. Das ist für mich nicht dasselbe wie den Amboss-Lernplan durchzunehmen. Zieh den Lernplan das nächste Mal richtig durch, d.h. ohne Abkürzungen, lies ALLES, lass dir ALLES durch den Kopf gehen, dann wirst du es wahrscheinlich auch schaffen. Amboss ist halt schon das Destillat - wer da noch weiter kürzt, läuft Gefahr, dass es nicht mehr reicht. Natürlich ist der Sinn der Sache, dass man die im Lernplan vorgesehenen Lernkarten auch wirklich lernt.
Dass Studiendesign und Epidemiologie wichtig sind ist klar. aber das weiß man ja schon durch F18, und durch H18 noch mehr. Diese Inhalte sind ja auch recht schnell gelernt/wiederholt - eigentlich also sehr dankbare Punkte.[/QUOTE]
AlexStudent
24.04.2019, 18:33
Hierzu der Link: https://www.impp.de/files/PDF/Presseartikel/12_MBZ_2018_Nicht%20mehr%20kreuzen.pdf
Das Examen befindet sich momentan kn stetigem Wandel. Es kann schon beim nächsten Mal anders aussehen.
Auf der Seite des impp gibt es ein pdf, das heißt ungefähr "Nicht mehr nur kreuzen: Wie Examensprüfungen zukünftig aussehen könnten".
Sehr lesenswert, wurde im letzten Herbst veröffentlicht.
Klar dauert es noch eine Weile bis die Digitalisierung der Prüfung vollzogen ist, aber einiges daraus passt zu dem, was in dieser Prüfung auffällig war, z.B. der Fokus auf Studiendesign/Epidemiologie etc.
Ich persönlich habe 98 Tage nur mit Amboss und sonst nichts gelernt und finde, dass mir das eine echt gute Grundlage für die aktuelle Prüfung gegeben hat.
Ilselotte
26.04.2019, 02:18
Persönlich denke ich, es ist schwierig eine ideale Lernstrategie fürs 2. Staatsex abzugeben, da es sich in einer Willkürlichkeit in der Schwerpunktsetzung von Jahr zur Jahr verändert, dass eine Vorhersage dessen beinahe unmöglich ist.
Aber was mir aufgefallen ist, ist, dass zunehmend stumpf Leitlinien in ihrer Reihenfolge abgefragt werden. Das ist eine Art zu fragen, die man mit Amboss und vor allem auch Endspurt nur schwer überhaupt beantworten kann, da dort vielmehr die möglichen Diagnostiken abgebildet werden, aber nicht immer der exakte Algorithmus, der zunehmend vom IMPP verlangt zu werden scheint. Auch beliebt sind second line Therapien und Diagnostiken, wenn der Standard schon versagt hat.
Was ich denke was sinnvoller als die Top100 ist, ist tatsächlich nichts auszulassen, auch wenn das natürlich bei so viel Stoff schwer ist und sich parallel Leitlinien mit deren Algorithmen anzuschauen.
Als ich nachgelesen hatte, was ich falsch hatte, habe ich oft in der zugehörigen Passage im Endspurt Klinik hierzu entweder überhaupt keine Info dazu gefunden oder es wurden keine Wertigkeiten à la first-line, second-line etc angegeben und auch so gut wie nie der exakte Algorithmus.
Was auch fast gänzlich gefehlt hat, war ein klassischer dankbarer Innere Fall, wie es ihn immer die letzten Jahre gab, der einen auf einen Schlag 12 Punkte gesichtert hat (bspw Lungenembolie H18).
Darauf kann man sich also nicht mehr verlassen.
Auch die knapp 7000 Altfragen, die man durch Amboss Kreuzplan gekreuzt hat, haben sich nicht stark ausgezahlt. Man hat viel Zeit dabei verloren und schlussendlich kamen in unserem Examen F19 kaum 'klassische Altfragen' wie NW von Zytostatika, klassiche Antibiotika Fragen, Diabetes oÄ dran. Rückblickend würde ich nicht mehr so viel Zeit darauf verwenden. Zumal die klassischen langen Fälle fast komplett abgeschafft worden sind, wohingegen sie früher deutlich häufiger waren, weshalb sich eine intensivere Auseinandersetzung damit noch gelohnt hat.
Damit hast du es meiner Meinung nach ziemlich gut getroffen.
Und im Nachhinein würde ich auch sagen, dass Altfragen aus Amboss maximal noch als Wiederholung und Festigung des Stoffes dienen, nicht jedoch als Vorbereitung auf das, was einem in der Prüfung auf den Tisch gelegt wird. Dafür müsste man wirklich Leitlinien Pauken und in Statistik/Wissenschaftlichem Arbeiten gut sein. Ich hatte kaum mal das Gefühl von „das weiß ich sicher“. Es war immer eher eine Abwägung zwischen Möglichkeiten und ich konnte eigentlich an keinem Tag aus der Prüfung gehen und sicher sagen: es hat gereicht. Und ich würde nicht von mir behaupten, dass ich zu einseitig oder zu wenig gelernt habe. Habe zwar offensichtlich den Fokus falsch gelegt, weil ich wert auf häufige Krankheitsbilder und deren grundsätzliche Diagnostik und Behandlung gelegt habe, aber das ist anscheinend nicht mehr en vogue. Schade, dass man sich neuerdings für dieses Examen ein Wissensspektrum aneignen muss, das dem Standpunkt der Ausbildung irgendwie nicht gerecht wird, da man dieses weite und spezielle Spektrum maximal oberflächlich oder mit Glück bedienen kann.
Klar, das Examen ist nach wie vor machbar. Offensichtlich. Aber ich würde gerne mal ein Gespräch mit jemandem, der in F19 über 90% geschafft hat, führen und in Erfahrung bringen, wie er das gemacht hat und welche Wissensquellen er dafür benutzt hat.
Kenne leider keinen...
K?lnChaos
26.04.2019, 02:58
Kenne keinen der 90% gekreuzt hat. Maximal 84%. Würde mich auch interessieren!
escitalopram
26.04.2019, 08:40
Klar, das Examen ist nach wie vor machbar. Offensichtlich. Aber ich würde gerne mal ein Gespräch mit jemandem, der in F19 über 90% geschafft hat, führen und in Erfahrung bringen, wie er das gemacht hat und welche Wissensquellen er dafür benutzt hat.
Kenne leider keinen...
Zu F19 kann ich mich nicht äußern, ich habe F18 geschrieben. Ich denke, eine Geheimstrategie gibt es nicht. Ich habe einfach gründlich und konsequent gelernt, aber es war nie mein Ziel, unbedingt die 1 zu knacken. Ich wollte einfach sicherstellen, dass ich bestehe (im Nachhinein klingt das Bestehen selbstverständlich, aber bevor man das Examen geschrieben hat, hat man ganz schön viel Respekt davor). Ich glaube, viele setzen sich zu stark unter Druck, weil sie unbedingt eine 2 oder 1 schreiben wollen. So nach dem Motto "Ich habe in den Generalproben über 90 % gekreuzt und im Examen nicht einmal 80".
Ich habe Amboss benutzt und seltene Erkrankungen mit diesen Videos ergänzt, mit den Assoziationen. Der Name fehlt mir nicht ein, aber Amboss hat eine Kooperation mit ihnen, stehen am Ende der jew. Lernkarten. Ab und zu Pathomechanismen bei YouTube nachgeschlagen. Aber man darf seinen Fokus nicht zu stark auf Leitlinien oder ausführliche Bücher lenken. Habe ich nicht benutzt, wozu auch? Und ja, du sprichst einen wichtigen Punkt an. Um die 1er-Fragen richtig zu beantworten, braucht man ein breites Wissen. Sachen, die man nebenbei gehört hat oder sich einfach durch andere Kenntnisse halbwegs herleiten kann. Manchmal sind es scheinbar spezielle Fragen, die aber durchaus aus praktischer Sicht einfach herzuleiten sind, sei es die Frage zu UV-Strahlung und Elastose oder dass Zement basisch ist.
Wenn ihr konkrete Fragen habt, könnt ihr mir sie gerne stellen.
Kenne keinen der 90% gekreuzt hat. Maximal 84%. Würde mich auch interessieren!
Ich schon (nach Expertenwertung) und bei zweien bin ich mir auch ziemlich sicher, dass es trotz der Unwägbarkeiten mancher Fragen so bleiben wird.
Vermittel euch dann gerne den Kontakt. :D
Da hier gefragt wurde, wie man es schafft über 90% zu kreuzen. Ich habe nach Expertenmeinung an allen Tagen über 90%, gesamt etwa 92%. Habe mich ca. 110 Tage fast ausschließlich mit Amboss vorbereitet. Wenn mich ein Thema besonders interessiert hat, habe ich noch ein bisschen gegoogelt und z.B. auf Wikipedia nachgelesen. Ansonsten hatte ich während der Klinik die meisten Vorlesungen besucht. Dort habe ich beispielsweise gelernt, dass Zement basisch ist und das UV-A-Strahlung die Elastose auslöst. Während dem Examen war ich mir trotzdem bei etwa der Hälfte der Fragen sehr unsicher. Mein Gefühl war wesentlich schlechter, als letztendlich die Auswertung.
escitalopram
26.04.2019, 12:22
MissK - herzlichen Glückwunsch zum fantastischen Ergebnis! Freut mich immer zu sehen, dass es motivierte und erfolgreiche Menschen gibt. :knuddel:
Also ich habe laut Experten im Schnitt 90,7 oder so. Ich habe im Oktober angefangen, da ich ein paar Messungen für meine Dr Arbeit noch parallel machen musste. Habe dann aber doch ab Anfang März wiederholen können, da ich mit dem 100 Tage Plan durch war. Habe einfach alles nochmal gelesen. Das ging eigentlich gut. Teilweise musste man überfliegen aber so war alles relativ frisch. Habe diese Syndrome nochmal extra gelernt und die Antidepressiva weil ich mir die nicht merken konnte.
Ansonsten war ich in der Uni fast nie in Vorlesungen. Immer mit Skripten gelernt. Ich glaube ich habe viel 50/50 Entscheidungen richtig getroffen und dementsprechend fast keine Folgefehler. War mir aber vor allem an Tag 1 teilweise super unsicher, weil es oft so Abwägungssachen (wie bereits ausführlich diskutiert) gab.
Würde mich natürlich freuen, wenn es tatsächlich für die 1 langt.
ralfschmidt84
28.04.2019, 06:39
Wie wahrscheinlich es eigentlich, dass man durch Fragen die vom IMPP rausgenommen werden unter die Bestehensgrenze rutscht, wenn man laut Experten-Auswertung von Medi-Learn bei 71% Peozent liegt?? Das kann doch quasi nicht passieren oder?? Kennt sich da jemand aus?? Danke
Feuerblick
28.04.2019, 07:27
Unwahrscheinlich, da man durch herausgenommene Fragen keinen Nachteil haben darf. Wie soll das auch gehen?
ralfschmidt84
28.04.2019, 08:28
Unwahrscheinlich, da man durch herausgenommene Fragen keinen Nachteil haben darf. Wie soll das auch gehen?
Ich dachte, dass wenn theoretisch 30 richtige Fragen bei mir rausgenommen werden würden es schon möglich wäre oder sehe ich das falsch? Bei rausgenommen Fragen wird doch gar nicht festgelegt, ob ich sie richtig gehabt hätte oder nicht, oder???
Doch, wenn du rausgenommene Fragen richtig hast, werden sie für dich natürlich gezählt.
ralfschmidt84
28.04.2019, 08:32
Doch, wenn du rausgenommene Fragen richtig hast, werden sie für dich natürlich gezählt.
Aber wenn die Frage grundsätzlich falsch oder nicht beantwortbar bspw falscher Name vom Enzym kann man dann überhaupt ein richtig oder falsch festlegen, also dass IMPP???
Das wird doch ALLES in der IMPP-Broschüre erklärt: https://www.impp.de/files/PDF/Praktische%20Hinweise/Medizin_56Auflage.pdf
Liest die denn niemand?
Und wenn du 71% hast, selbst wenn nur durch runden, hast du doch eh mindestens zwei Fragen Puffer...
Feuerblick
28.04.2019, 09:41
Davo, es wäre die erste Generation von Examenskandidaten hier auf MediLearn seit vielen Jahren, die sich die Broschüre durchgelesen hätte... :-nix
Aber bei 71% nur zwei Fragen Puffer, um über 60% zu bleiben?
Ich bin fälschlicherweise davon ausgegangen, dass es ihm um die 70% geht... bis zur Bestehensgrenze sind es natürlich noch ein paar mehr, das stimmt :-))
Soviel zum Thema lesen :-p
ja so hab ich das leider jetzt auch verstanden, dass dann die frage komplett rausgenommen wird und niemand mehr einen Punkt kriegt.. von daher kann man sich meiner Meinung nach auch doch noch verschlechtern
Aber wenn die Frage grundsätzlich falsch oder nicht beantwortbar bspw falscher Name vom Enzym kann man dann überhaupt ein richtig oder falsch festlegen, also dass IMPP???
Feuerblick
28.04.2019, 15:14
*seufz* Ich darf mal zitieren:
“..darf sich die Eliminierung für einen Prüfling nicht zu seinem Nachteil, der in der Bewertung mit einer schlechteren Prüfungsnote liegen würde, auswirken.“
Steht auf Seite 4 der von davo verlinkten Broschüre. Eigentlich unmissverständlich formuliert.
Ja, eine Frage wird herausgenommen und niemand bekommt einen Punkt, wenn sie nicht zu beantworten ist. Aber damit verringert sich auch die Gesamtfragenzahl. So einfach ist das. Steht auch da.
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