Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arroganz = Medizinstudent ?
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Hallo,
ich bin derjenige, der "Arroganz = Medizinstudent ?" gepostet hat.
Ich bin sehr überrascht, dass dieses Thema doch soviele Reaktionen hervorgerufen hat.
Im Übrigen handelt es sich bei dem Prof. der diese Aussage gemacht hat, um einen Anatomie-Prof an der Uni Giessen.
Wer dort ist, was jetzt ziemlich genau, wer gemeint ist.
Bis dann
Nicht zwingend. Mir fallen da zwei ein. Wovon einer wahrscheinlicher ist. Falls du es nicht hier sagen willst dann schreibs mir privat.
kurze anmerkung: wundert ihr euch über so ne äusserung von nem vorkliniker-prof? meiner erfahrung nach (2 unis) haben es die ganz besonders nötig, sich mit "qualifizierten" äußerungen zum arztsein (das die meisten eigentlich gar nicht kennen) hervorzutun. ist doch altbekannt.
gruesse
r
Mann , diese Seite ufert ja aus .......
Jeder muss wissen , warum er Medizin studiert .Nur so zum Spaß oder wegen des Ansehens später ist es viel zu aufwändig !
Das Thema wäre doch mal eine Umfrage hier bei medi-learn wert , oder ? ( Gab's das schon mal als Thema ? )
Moin auch.
Tja ist halt so, besonders das Vorschnelle aburteilen. Mir wird ja leider nicht eröffnet wer das nun gesagt hat. Je nachdem hat das nämlich ne ganz andere Bedeutung. Und das mit der Umfrage kannst du doch auch selber machen. Müßte über Thema erstellen irgenwie gehen.
Nico, als Mediziner solltest Du wissen : aufwändig wird mit e geschrieben. So brauchst Du noch viele Semester mehr.
Toller Beitrag. Wirklich Sinnvoll und konstruktiv. Und auch mit so viel Sachlichem Hintergrund.
Echt klasse !Erst unregistriert und dann noch zu feige , einen Namen unter deinen Beitrag zu setzen !!! :-???
Bevor du dich einmischt , solltest du die neuen Rechtschreibregeln kennen :
Zugelassen ist
aufwändig - kommt von "dem Aufwand "
aufwendig - kommt von " der Aufwendung " :-))
Alles klar ?
Vor Tippfehlern bin ich natürlich auch nicht gefeit ........
Danke Pascal , werden wir doch noch " Freunde" ? :-love
befürchte es auch bald. :-blush
Schade nur , dass du so weit weg wohnst ........
Huch ich werd ja ganz rot :-blush
Hmmmmmm.............. :-love ?
hallo alle zusammen!
da ich unregistriert bin wollte ich nur kurz meinen namen nennen. der ist steffen.
ich bin kein medizinstudent und werde es auch nie sein. un doch habe auch ich das dringende bedürfnis, etwas zu dem thema zu sagen.
1. es gibt mehr als genug arrogante mediziner, ob sie mit dem studium schon fertig sind oder nicht.
2. diese menschen gibt es wohl auch in anderen bereichen. nur sind diese leider in der medizin und der juristerei sehr häufig vertreten (oder mir nur dort extrem aufgefallen).
3. es gibt einen riesen unterschied zwischen arroganz und selbstsicherem auftreten. dies liegt zumeist nicht im auge des betrachters.
4. wenn hier jemand seine zukünftigen patienten als klugscheißer bezeichnet, sollte er sich überlegen, ob er nicht lieber den rest seines lebens mit bakterien spielt. die stellen ihm dann auch keine unliebsamen fragen über „IHRE“ gesundheit.
ich habe leider gottes auch nicht nur gute erfahrungen mit medizinern gemacht, sei es nun als student oder als patient. ich habe heute noch keine lust in ein krankenhaus zu gehen, weil ich leider zu oft in meinem vorurteil bestätig worden bin, dass dort die arroganz gegenüber den patienten und gegenüber den mitarbeitern eine einstellungsvoraussetzung sein muss.
es kann gut sein, dass ich, zu meinem leidwesen, immer nur an die „falschen“ geraten bin, aber irgendwie wird ich das gefühl nicht lo, dass man nicht so oft daneben greifen kann.
nun kenn ich auch genug angehende mediziner, bei denen sich die arroganz nicht zeigt, wobei ich glaube, dass sie in jedem von uns steckt. es gehört einfach ein portion dazu um sein studium und das spätere leben da draußen zu meistern. aber das verhältnis muss stimmen.
sollten mir, die mir bekannten medizinstudenten (wozu auch meine freundin zählt) zu arrogant werden, habe ich wohl keine probleme damit, sie wieder auf den teppich zu holen, oder sie aus meinem freundeskreis auszuschließen.
ich glaube, dass sich die meisten patienten (kunden im allgemeinen) dieser möglichkeit nicht bewusst sind. denn sonst könnte die arroganz in den berufständen gar nicht überleben.
es fällt mir nur ein beispiel aus der jüngsten vergangenheit zu diesem thema ein. es handelte sich um einen betrüger, welcher sich um eine oberarztstelle beworben hat. er trat auf als dr. dr. irgend was und gab sein alter mit 30 an. auf die frage des chefarztes über welche themen er in seinen dr. – arbeiten behandelt hat, antwortete er mit der aneinanderreiung von willkürlich gewählten lateinischen begriffen, welche bei genauerer betrachtung keinen sinn ergaben. er wurde eingestellt. er hielt einen vortrag vor anderen oä und erfand während des vortrags eine krankheit. es kam keine rückfrage aus dem publikum. wie konnte nun dieser „arzt“ an diese stelle kommen? diese frage beantwortete er sinngemäß wie folgt:
man muss nur wissen, welche vorurteile gegenüber einer berufsgruppe bestehen und man muss die fähigkeit besitzen, diese zu bedienen.
als oä bespielsweise, schwebt man durch die gänge, sieht niemanden und weiß den patientenkontakt, so gut wie es ebend geht, zu vermeiden.
die sache ist natürlich rausgekommen und er wurde verurteilt. schlimm ist doch nur, dass er es überhaupt so weit geschafft hat.
das soll jetzt nicht heißen, dass ich nichts von dem arztberuf halte und nicht weiß, was für eine leistung dahinter steht. (ich sage nur vorbereitung auf physikum und staatsexamina – da sind doch die meisten medizinstudenten keine menschen mehr) ich bin jedes mal stolz, wenn es heißt: „ich habe bestanden!“.
aber auch jeder andere erbringt, für seine verhältnisse, große leistungen. und das sollte sich manche angehnde medizinstudenten mal wieder bewusst machen.
schade nur, dass ich diese diskussion erst so spät entdekt habe.
ein schönes studium wünsch ich euch noch!
Tja zum Thema in jedem steckt etwas Arroganz. Da legst du ganz gut was an den Tag. OÄ schweben also durch die gänge und versuchen den Patientenkontakt so weit wie möglich zu vermeiden. Nett. Hast du dir schon mal überlegt, weshalb die sich so wenig sehen lassen. Bestimmt im zu meist nicht weil sie keine Lust haben sich mit den Patienten direkt zu beschöftigen. Die haben verdammt viel zu tun. Wie die anderen leute auch. Sorg dafür das es mehr Personal gibt, und die Ärzte nicht so überarbeitet sind und es würde sich einiges verbessern.
Was den falschen Arzt angeht. Wenn das der Fall ist von dem ich weiß. Das ist schon erschreckend. Aber das ist nicht Medizin Spezifisch. Der Mann hatte sämtliche Papiere und Dokumente. Und alleine wie er sie bekommen hatte war schon dreist. Und ich wette das klappt in so ziemlich jedem Fach.
aber sobald ich mich auf dem flur sehen lasse, habe ich als arzt auch die pflicht für den patienten da zu sein, egal wie die aufgaben sonst verteilt sind.
wenn du beispielsweise in einer bank einen kredit beantragt hast und hast dabei zu einem mitarbeiter, weil du ihn für besonders qualifiziert hälst, ein vertrauensverhältnis aufgebaut und der sagt der nun, dass er nach vertragsunterzeichnung nicht mehr für dich zuständig ist, weil sein tätigkeitsbereich ein anderer ist, würde dich das doch auch stutzig machen.
zum andern kam das vorurteil des zu vermeidenden patientenkontakt und des "gangschwebens" nicht von mir. jedoch muss ich sagen, dass mir, in meiner langjährigen patientenlaufbahn erst ein normaler oberarzt untergekommen ist.
das find ich schon ziemlich traurig.
aber ich hoffe es kommt jetzt eine generation, die alles etwas besser macht. und damit meine ich nicht nur die angehenden mediziner!!
c.u. steffen
Also wenn ich das höre geht mir die hutkrämpe hoch.
Ja, ich muß versuchen für meine Patienten da zu sein.
Ja, wenn möglich auch in Persona.
Nein, ich bin nicht komme was wolle dazu verpflichtet sobald mich jemand sieht mich um ihn zu kümmeren. Das ist nämlich die tolle Einstellung der Gesellschaft. Ganz egal ob er eigentlich schon seit drei Stunden Feierabend hat und derzeit unbezahlte Übersunden mache, oder ob er sich um andere Patienten kümmern muß die derzeit dringlicher Hilfe brauchen, oder was auch immer. Er ist Arzt und ich bin Patient, also habe ich den Anspruch darauf sofort und als erster seine Aufmerksamkeit zu erhalten.
Bei der Bank würde es dich also Stutzig machen, wenn der Mitarbeiter bei dem du den Kredit beantragt hast dann nicht mehr für dich zuständig ist. Aber auch das kann passieren. Und bei einer Bank würde es mich Stutzig machen, wenn sich einer außerhalb der normal Geschäftzeiten überhaupt für mich Zuständig fühlt. Oder wenn ich verlangen würde das der Chef der Kreditabteilung persönlich um jeden meiner Wünsche kümmert. Das wärme nämlich zu vergleichen mit der Persönlichen Betreuung durch den OA. Aber bei Ärzten ist es ja weider selbstverständlich, das sie gleichzeitig im OP stehen, den Papierkram erledigen und persönlich bie jedem Patienten sind.
priv.doz.
08.02.2002, 17:45
ich bin auch für eine Registrierung!!
dann beteilige dich doch an der Aktion. Einfach das Logo anklicken und der rest erklärt sich von selber.
ich glaube, du hast nicht begriffen, was ich dir sagen wollte. kann der patient irgend etwas dafür, dass du überstunden schieben mußt, die du nicht einmal bezahlt bekommst? kann der patient etwas dafür, dass einen chronischen mangel an medizinischem personal gibt? nein, kann er nicht, aber er fängt in diesem augenblick deinen ärger ab! und das nur, weil er wissen möchte was los ist.
ich habe auch nicht verlangt, dass du mit jedem patienten ein stundenlanges gespräch führen sollst.
es gibt doch nur die möglichkeit a) du kannst ihm kurzfristig helfen oder b) du kannst ihm nicht kurzfristig helfen.
und beide varianten kann in einer vernüpftigen form seinem gegenüber mitteilen - oder liege ich da falsch?
bei dem vergleich mit der bank, ging es mir nur um die sichtweise des fragenden.
was die überstunden angeht, kannst du die arbeitsbereiche wohl nur selten vergleichen. aber geht es um kurzfristige termin geschäfte machen die jungs und mädels bei der bank auch überstunden, je nach vertragslage auch ohne bezahlung.
das der beruf arzt kein 9 stundenjob ist, dürfte nicht zur diskussion stehen. dennoch glaube ish, dass du von anfang an gewusst hast, worauf du dich einlässt.
nur das ist es was ich gemeint habe; wenn du mit deiner oder der situation nicht zufrieden bist, lass es nicht am patienten aus, abgesehen von ein paar ausnahmen, bei denen ich es für mehr als gerechtfertigt halte.
du bist nun mal im dienstleistungsgewerbe. den vorteil den du hast, die kunden (patienten in der klinik) gehen dir nie aus. wenn das der fall wäre, würdest du dich ganz schön umsehen.
cu steffen
Ich habe nie gesagt, das ich meinen Frust an Patienten auslasse. Das ist inakzeptabel und tue ich auch nicht.
Du stellst die sache nur eben so da, als ob jeder Arzt jederzeit sich für alles zeit nehmen muß. Das ist nicht so. Wenn der Chirurg in den OP muß dann hatt das nunmal oft keine Zeit, weder 30 noch 5 min. Und ein Oberarzt hat verdammt viel zu tun wovon du als Patient niemal im Leben etwas mitbekommen wirst. So als kleine Richtline, mehr als 1/3 der Tätigkeit eines Assistenzarztes besteht heute aus Dokumentation und Papierkram, bei OA und CA steigt der Anteil noch stark an. Ich weiß worauf ich mich einlasse. Und nehme es in kauf. Das ist auch mein Problem. Aber die Ärzteschaft ist nicht der Prügelknabe der Nation.
Des weiteren, dein Beispiel mit der Bank hinkt immer noch. Klar mach Bänker für große Geschäfte Überstunden ohne Ende. Gleiches Vorgehen in der Medizin. Kein Problem. Das nennt man 2 Klassen Medizin. Die Großkunden sind am ehensten mit den Privatpatienten zu vergleichen. Der Rest (gleich dem Kleinanleger mit seinen Persönlichen Sorgen) muß halt bis nächsten Motag warten, weil jezt ist gerade Freitag 16 Uhr. Wenn du das willst, toller Vorschlag.
Und das mit dem Dienstleistungsystem. Das nennt man Angebot und Nachfrage. Das tolle ist ja das jeder vollen Service will. 24 Stunden am Tag und mit ganz persönlicher Betreuung. Wenn man das bei nem anderen Dienstleister will, dann sieht man natürlich ein, das das teurer ist. Aber das die Gesundheitsversorgung was kostet. Frechheit. Krankenkassenbeiträge erhöhen. Niemals. Sofort neue Regierung. Ich möchte auch nicht irgendwan 25% Krankenkassenbeiträge bezahlen. Aber jeder der Realistisch denkt kann nicht an den Tatsachen vorbei Entweder 2 Klassen und Selber draufzahlen. Oder höhere Beiträge. Das Geld muß irgendwoher kommen. Iß ja nett das die gesamte Bevölkerung hiner den Medizinern steht und versteht, daß sie entlastet werden müßen, aber erwähne ja nicht, daß das sie was kosten wird. Das ist ja fast Heresie. Aber das ist ja immer so. Jeder hat verständnis für Gewerkschaften und Streiks. Es sei denn er hat dadurch einschrenkungen. Dann wird über die streikenenden gemotzt. Einfach toll.
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