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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arroganz = Medizinstudent ?



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12.02.2002, 16:42
einige der marktbeobachter meine sogar, die beiträge könnten auf 35 % steigen.

aber was ich dir eigentlich sagen wollt - es geht nicht darum, daß du für jeden patienten immer und überall zeit haben mußt und schon garnich wirst du deinen patienten nur auf dem weg in die op begegnen. es kann doch trotzdem nicht so schwer sein, es so dem gegenüber mitzuteilen, daß er sich nicht gleich vor den kopf gestoßen fühlt. gut, dies kann der letzte ausweg sein, keine frage. doch zur regel sollte es nicht werden.

ich weiß, du wirst mir jetzt sagen, du machst sowas nicht. dann ist es ja auch i.o. es ging mir auch um die leute die solch eine weise an den tag legen. und bei denen plazt mir dann der kragen.

ich stehe immer noch auf dem standpunkt:
eine höfliche frage sollte eine höfliche antwort nach sich ziehen. und ein normales "sorry, ich muß in den op!" sollte doch da dann auch nicht zuviel verlangt sein.

solange der ton stimmt, meine erfahrung, ist der inhalt auf den ersten blick meist zweitrangig. und wenn dann wieder zeit vorhanden ist, kann man sich der frage in ruhe und in einem angemessenen umpfang annehmen.

fazit für mich: du mußt als arzt nicht für jeden deiner patienten immer und überall alle zeit der welt haben; sag es ihm nur. und das in einer normalen art und weise. denn das verlangst du auch von jedem anderen gegenüber. oder nicht?

und nur noch einen satz zu den überstunden: ich habe in meinem berufsleben mehr unbezahlte überstunden für ärzte gemacht, als für sonst eine berufsgruppe. keine vorwurf! ich habe verständnis dafür. aber das verständnis, was ich einem arzt entgegenbringe, wenn dieser mich 2 stunden nach meinem feierabend mit einer simplem unterschriftsbeglaubigung nervt, nur um noch ebend schiffsanteile zu kaufen, zwecks steuerabschreibung, daß sollte er mir dann bei meiner frage auch entgegen bringen, sofern die zeit dafür vorhanden ist. und denk nicht mal dran zu sagen, daß ich für diesen vorgang mehr als € 125 bekommen habe, welcher ein maiximalwert ist. ich erst recht nicht, wenn dann chefchen. aber das ist ein anderes thema. nur hier nimmt der arzt, der da vor mir sitz ,sich auch alle zeit der welt und läßt sich alles ganz genau erklären. und du kannst mir glauben; ihm zu sagen, er soll morgen wiederkommen oder anrufen, wenn er fragen hat, hat auch keinen zweck. es bleibt mir also nur die möglichkeit ihm auf seine fragen höflich zu antworten, auch wenn sie mir noch so schwachsinnig, abwegig oder unnötig erscheinen. ich muß mir die zeit ebend nehmen, wenn ich sie habe (in den op werde ich mit sicherheit nicht gerufen), leider.

sind nun doch ein paar sätze mehr geworden. aber aus der sicht solltest du es dann auch mal sehen.

bis die tage steffen

Schanni
22.02.2002, 23:39
Ich finde, man hat keine Zeit für Arroganz. Jobben und Lernen ist eher angesagt.

priv.doz.
21.03.2002, 10:44
genau..

29.08.2002, 00:08
Hey, denkt daran, daß der arrogante Kommilitone fürs Studium unerläßlich sind. Schließlich müssen wir Normalsterblichen ja ab und zu mal sehen, wie wir auf keinen Fall enden wollen und außerdem möchten die anderen Hoch-Nasis ja auch wen zum Spielen haben. Es ist also für alle gesorgt :-)

Froschkönig
29.08.2002, 06:00
ARGHHHHH!!!!!

Poxsellis
29.08.2002, 09:37
das der beruf arzt kein 9 stundenjob ist, dürfte nicht zur diskussion stehen. dennoch glaube ish, dass du von anfang an gewusst hast, worauf du dich einlässt.

cu steffen


Habe ich als Arzt kein Recht auf geregelte Arbeitszeiten?

Cuber
31.08.2013, 08:21
Würde das Thema gerne nochmals aufgreifen.... Gelten Medizinstudenten heute immer noch als arrogant?

Genet
31.08.2013, 12:45
Und du denkst tatsächlich, dass es klug ist, in einem Medizinstudenten-Forum zu fragen, ob sie selbst (!) von anderen als arrogant eingeschätzt werden?

Laelya
31.08.2013, 13:17
Würde das Thema gerne nochmals aufgreifen.... Gelten Medizinstudenten heute immer noch als arrogant?

wie lange hast du dich durch die seiten geklickt, um diesen beitrag zu finden?

Feuerblick
31.08.2013, 13:20
Medizinstudenten und Ärzte sind nicht arrogant, sie wissen nur, dass sie die Krone der Schöpfung sind :-))

McDübel
31.08.2013, 13:25
Könnt Ihr nicht mal ernsthaft auf diese Frage antworten?! :-(

@Cuber: Ja. Das tun sie. Ich habe mir extra diesen Studiengang ausgesucht, um mich nicht länger verstecken zu müssen. Endlich darf ich so sein, wie ich bin. :cool:

Double-Bubble
31.08.2013, 13:35
Warum interessiert das denn überhaupt? Ja, manche Menschen sind arrogant....und ja, einige davon findest du unter den Medizinstudenten....so what? Was fängst du jetzt mit dieser Info an?

Cuber
31.08.2013, 16:18
Warum interessiert das denn überhaupt? Ja, manche Menschen sind arrogant....und ja, einige davon findest du unter den Medizinstudenten....so what? Was fängst du jetzt mit dieser Info an?


Darf ich das etwa nicht fragen?! Es sollte ja wohl möglich sein, dass man hier eine normale Antwort bekommt.

Double-Bubble
31.08.2013, 16:37
Klar, für Fragen ist das Forum ja da! Daher meine Frage, wieso dich das interessiert.
Welche Schlüsse ziehst du aus einem "Ja" oder einem "Nein"?

Absolute Arrhythmie
31.08.2013, 16:49
Also ich möchte gerne auch arrogant werden, weshalb ich mich kürzlich entschlossen habe Medizin zu studieren, nach dem ich im Spiegel gelesen hab, dass das die schnellste und effektivste Methode sein soll, an eine ordentliche Portion Arroganz zu kommen.

Kajsa
31.08.2013, 17:38
Die Dicke Kohle bekommt man kaum noch.
Vielleicht bin ich in zu bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, aber wer einen Blick auf die Verdienstspanne im Krankenhaus wirft, die ca. zwischen 4000€ (Assi ohne Dienste) und 9000€ (ltd. OA) liegt und zudem überlegt, was bei einer Niederlassung oder in alternativen Berufszweigen möglich ist, sollte wirklich überlegen, ob das im Vergleich zum akademischen Durschnittsverdiener nicht schon relativ "dicke Kohle" ist. Das wird sich in Zukunft nicht zum Schlechteren wenden, wage ich zu behaupten. Auch zu dem zweifelsohne teils schwierigen und stressigen Arbeitsbedingungen (v.a. was die Arbeitszeit angeht) gehört gesagt, dass für solche Einkünfte überdurchschnittlich viel Leistung und Engagement einfach Voraussetzung sind.

Wer zudem über mangelndes Ansehen in der Gesellschaft klagt, soll mal ein bisschen herumprobieren und sich in Gesprächen als Medizinstudent, als angehender Lehrer, als Fachinformatiker oder sonstwas verkaufen. Ihr werdet sehen, mit welcher Identität ihr everybody's most interesting darling sein werdet und mit welcher ihr müde belächelt oder bemitleidet werden, obwohl ihr eine ähnlich wertvolle und anspruchsvolle Tätigkeit ausübt.

Ich bin ebenfalls davon überzeugt, dass viel weniger Studienanfänger sich für Medizin entscheiden würden, wenn folgende Aspekte nicht gegeben wären: gutes Einkommen, verhältnismäßig sicherer Arbeitsplatz, hohes Ansehen/Prestige und somit die Möglichkeit, an der Spitze der Gesellschaft mitzumischen. Wer das alles haben will, muss die Schattenseiten in Kauf nehmen. Leider werden diese von der Ärzteschaft und schon von den Studierenden recht oft als Jammergrund missbraucht.

Wer heute ein sehr gutes Abitur ablegt, muss sich fast entschuldigen, wenn er kein Fach aus der Heiligen universitären Dreifaltigkeit studiert - mit Medizin an der Spitze. Das wird man aus den Leuten nie herauskriegen. Auffällig ist zudem, dass schon Studienanfänger in Fächern wie Jura, Medizin und BWL schon im ersten Semester fragen, wo sie nachher das meiste Geld verdienen, die besten Unternehmen finden und die tollen Möglichkeiten abgrasen können. Warum fragen die sich nicht vorher selbst, ob sie überhaupt dazu taugen?

Die Vorurteile funktionieren übrigens in beide Richtungen. Als ich parallel noch Lehramt studierte, lästerten die Studierenden dort über "reiche Arztkinder" und "arrogante Streber"; als ich mich zwei Stunden später mit den Medizinern aufs Biochemiepraktikum vorbereitete, klopften diese Sprüche über "parasitäre Geisteswissenschaftler" und "gammelige Langzeitphilosophen". Beide Seiten schienen ihre Sprüche ernst zu meinen.

Wie schon jemand hier schrieb: Wer nur aus Geld- und Prestigegründen Arzt werden will, muss kein schlechter Arzt werden; er kann seinen Job genauso gut ohne Helfersyndrom ausüben und tolle Ergebnisse erzielen. Warum muss man so jemanden verurteilen? Ist doch seine Sache. Andererseits sollten beide Seiten der Sprücheklopfer mal überlegen, ob Aussagen wie die oben angebracht sind.

Miyu
31.08.2013, 18:07
Ich bin nicht arrogant, ich weiss, dass ich besser bin.

Erdbeermond
31.08.2013, 18:30
Und ich hab bayerisches Abitur - damit bin ich automatisch cooler als ihr :grins:

Peter_1
31.08.2013, 19:20
Arroganz bekommt der Medizinstudent seit Jahrzehnten über die Klimaanlage im Hörsaal als ca. 2 µm große Partikel zugeführt (wegen der Lungengängigkeit). Eine etwas erhöhte Dosis wird später selektiv in den Arztzimmern der Krankenhäuser ebenfalls mittels der Lüftung zugeführt. Die allergrößte Dosis erhält natürlich der Chefarzt. Hinter all dem steckt eine Geheimoperation einer verschwiegenen Medizinerelitegemeinschaft die sich "Götter in Weiß (GiW)" nennt. Besagte Götter in Weiß möchten auf jeden Fall verhindern, dass der Pöbel denkt dass Mediziner auch nur Menschen mit individuell sehr unterschiedlichen Eigenschaften sind.
O-ton: Dr. Jekyll (Name geändert) Mitglied der der GiW: "Wollt ihr wirklich, dass zukünftig alte ausgelutschte Berufsklischees in Internetforen nicht mehr aufgewärmt werden können? Wollt ihr etwa wirklich behaupten Ärzte seien auch nur Menschen? Wo soll das bloß alles hinführen, nachher heisst es gar Arzt sei nur ein Beruf wie jeder andere auch? Ärzte seien evtl. fehlbar, oder es gäbe sogar Deppen unter uns"

Feuerblick
31.08.2013, 19:27
:-)) :-)) :-)) :-))