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Tja, das darfst du als Hausübung jetzt mal selbst herausfinden.
Schade. Der Sinn eines Diskussionsforums scheint sich deinem Verständnis auf mehreren Ebenen zu entziehen.
cartablanca
30.12.2020, 15:49
Zitat meines Ex-Chefs: "Das Beste, was einem AG passieren kann, ist, Mütter einzustellen. Die schaffen in Teilzeit mindestens das, was andere in Vollzeit schaffen, sind super organisiert und die Kinderkranktage kann man nun wirklich gut verschmerzen"
Das schaffen die überhaupt nicht. Meistens machen die Überstunden und kommen mit ihrer Teilzeit stelle dann raus wann eigentlich die normalen Assis raus sollten, die aber selbst drei Stunden später gehen.
Ich hatte aber mal so einen Chef der Teilzeitmuttis ausgenutzt hat.
][truba][
30.12.2020, 16:13
Ich denke beide Aussagen sollte man nicht verallgemeinern.
@ Trüffel: Es geht nur darum, dass man durchaus effizienter ist, wenn man allein für seinen Bereich zuständig ist. Wird dieser Bereich mit einem weiteren Assistenten besetzt, wird es in der Tat manchmal ineffizienter. Zumindest so meine eigene Erfahrung. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass dieser Bereich auch für einen Assi machbar ist und nicht z.B. aus 25 internistischen Patienten besteht. Aber 20-25 chirurgische z.B. sind mit einem Assistenten gut machbar.
Das schaffen die überhaupt nicht. Meistens machen die Überstunden und kommen mit ihrer Teilzeit stelle dann raus wann eigentlich die normalen Assis raus sollten, die aber selbst drei Stunden später gehen.
Ich hatte aber mal so einen Chef der Teilzeitmuttis ausgenutzt hat.
Nicht die, mit denen ich zusammen gearbeitet habe.
Zitat meines Ex-Chefs: "Das Beste, was einem AG passieren kann, ist, Mütter einzustellen. Die schaffen in Teilzeit mindestens das, was andere in Vollzeit schaffen, sind super organisiert und die Kinderkranktage kann man nun wirklich gut verschmerzen"
Ganz ehrlich, noch nie gehört. Vllt eher in ambulanten Fächern.
[truba][;2175173']Ich denke beide Aussagen sollte man nicht verallgemeinern.
@ Trüffel: Es geht nur darum, dass man durchaus effizienter ist, wenn man allein für seinen Bereich zuständig ist. Wird dieser Bereich mit einem weiteren Assistenten besetzt, wird es in der Tat manchmal ineffizienter. Zumindest so meine eigene Erfahrung. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass dieser Bereich auch für einen Assi machbar ist und nicht z.B. aus 25 internistischen Patienten besteht. Aber 20-25 chirurgische z.B. sind mit einem Assistenten gut machbar.
Naja einfach Patienten aufteilen, dieses Konzept alle machen alles funktioniert doch suboptimal. 12-15 internistische Patienten sind schon ordentlich zu tun je nach Krankheitsbildern.
Ach so. Mein Fehler. Ich hatte vergessen, dass man Arbeitsbedingungen dadurch verbessert, indem man Kollegen, die für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen wollen, erzählt, sie würden ineffizient arbeiten und müssten einfach dieselbe Arbeit in der Hälfte der Zeit schaffen, dann wäre doch alles tutti. Hast natürlich Recht. So wird ein Schuh draus.
Schade. Der Sinn eines Diskussionsforums scheint sich deinem Verständnis auf mehreren Ebenen zu entziehen.
Sorry das in dieser Härte formulieren zu müssen, aber Deine Äußerungen sind die eines elenden Maulhelden.
Du redest vom Kämpfen, dabei erschöpfen sich Deine Tiraden in Jammerei. Du erteilst gute Ratschläge, hast selber bei der Stellensuche und bei ärztlicher Tätigkeit noch nichts auf die Reihe bekommen. Aus einer Position der Überheblichkeit sprichst Du all denen, die nicht Deiner Meinung sind, jegliche Kompetenz ab.
Dabei sind Deine Ansätze ja sogar zutreffend! Aber die Schlußfolgerungen oft so daneben, das regt mich noch nicht einmal mehr auf, und amüsant finde ich das schon gar nicht, sondern ziemlich traurig. Welch eine Potentialverschwendung...
][truba][
30.12.2020, 18:55
Naja einfach Patienten aufteilen, dieses Konzept alle machen alles funktioniert doch suboptimal.
Genau das wollte ich mit meinem Posting ja vermitteln.
Ganz ehrlich, noch nie gehört. Vllt eher in ambulanten Fächern
Nö, stationär. Gibt viele Beispiele dazu, dass es gehen kann. Aktuell macht meine Freundin in 75% die Stelle zweier ehemaliger VZ-OÄ inkl OP und eigener Sprechstunde/Unterabteilung.
Dass die Arbeitsbelastung teilweise abartig ist in Kliniken, ist unbestritten. Dennoch wäre vieles mit besserer Organisation nicht halb so wild. Dabei beziehe ich mich nicht ausschließlich auf die eigene, sondern eher auf die generelle Abteilungsorganisation. Der einzelne kann noch so gut organisiert sein, wenn die restliche Abteilung ein Organisationsmoloch ist, reißt derjenige auch nicht viel, klar.
escitalopram
30.12.2020, 19:34
Zitat meines Ex-Chefs: "Das Beste, was einem AG passieren kann, ist, Mütter einzustellen. Die schaffen in Teilzeit mindestens das, was andere in Vollzeit schaffen, sind super organisiert und die Kinderkranktage kann man nun wirklich gut verschmerzen"
Das war doch Ironie, oder?
Mein Chef würde das auch unterschreiben (zu Recht).
Das war doch Ironie, oder?
Absolut nicht. Und bei den mir bekannten Kolleginnen auch absolut zu Recht. Eine einzige passte da nicht hinein. Der Rest absolut.
....
Bei uns ist es auch so, dass man manchmal mehr weiterbekommt, wenn nur 1 OA und 1 AA auf der Station sind, als wenn 2 OÄ und 2 AÄ auf der Station sind. Koordinationsprobleme kosten unendlich viel Zeit. Außerdem werden, wenn mehr Leute da sind, oft viele völlig unsinnige Sachen gemacht, die man sonst nie machen würde. Wenn die Besetzung knapp ist, wird viel mehr auf Effizienz und Konsequenz geachtet...
Das habe ich so noch nie erlebt. Auf den Stationen auf denen ich gearbeitet habe hat es immer klare Verantwortlichkeiten gegeben. Und schon ein Zimmer/ 2 Patienten weniger zu betreuen hat man gemerkt.
Wenn die Besetzung gut ist, wird natürlich auch Arbeitszeit Nicht-Stationsarbeit verwendet - wie z.B. Trinken, Toilette ...
Ich habe schon oft 2 Bereiche auf einer Station geschmissen. Wenn ich um 19.00 Uhr raus bin, hatte ich seit 7.30 weder gegessen, noch getrunken und musste auch nicht zur Toilette.
Auch ist meine Erfahrung eher, dass Teilzeitkräfte Vollzeit arbeiten.
Für Essen, Trinken, Toilette, etc. habe ich immer Zeit, völlig egal wieviele Leute da sind. Anders formuliert: Es ist meines Erachtens völlig selbstverständlich, sich dafür Zeit zu nehmen, völlig egal, wieviele Leute da sind. Wer sich für grundlegende Bedürfnisse nicht die Zeit nimmt, nur weil viel zu tun ist, ist IMHO auch selbst mit schuld.
Und um 19 Uhr raus bin ich glaub ich überhaupt noch nie. Das wäre ja schrecklich. Ganz egal wieviele Leute da sind oder nicht da sind :-))
Ich finde auch, dass die 30 Sekunden für einen Schluck Wasser, einen Biss ins Brot oder den Toilettengang immer drin sein müssen. Klar, gemütlich Mittagspause in der Kantine ist leider oft nicht machbar aber gerade in der Inneren verbringt man ja auch sehr viel Zeit am Rechner und da habe ich es auch im schlimmsten Notaufnahmestress immer geschafft, ein Brot zu essen oder etwas Wasser zu trinken.
Ist sicher was anderes, wenn man stundenlang im OP festhängt aber aus Station segen ich jetzt keine Grund, sich nichtmal paar Minuten zum Essen und Trinken zu nehmen.
Mr. Pink online
31.12.2020, 02:15
Zitat meines Ex-Chefs: "Das Beste, was einem AG passieren kann, ist, Mütter einzustellen. Die schaffen in Teilzeit mindestens das, was andere in Vollzeit schaffen, sind super organisiert und die Kinderkranktage kann man nun wirklich gut verschmerzen"
Das ist in seiner Absolutheit genauso falsch, wie die Aussage, dass mehr Personal die Arbeit langsamer verrichtet.
Eine erfahrene Teilzeitkraft kann im Gegensatz zu den Anfängern, die meist auf Station landen vielleicht effizienter arbeiten, genau bei den Kinderkrankheitstagen geht dann aber das Geschrei los. Dann muss doch wieder ein armer Trottel aus irgendeiner Funktion abgezogen werden und Mehrarbeit verrichten. Das stört den Chef natürlich nicht, ist klar.
Mr. Pink online
31.12.2020, 02:26
Überstunden auf Station waren in sämtlichen Abteilungen in denen ich war (alles Innere) an der Tagesordnung. In den wenigsten Fällen war dies Organisationsverschulden der Stationsärzte. Teilzeitkräfte hätte man dort überhaupt nicht gebrauchen können, bestenfalls als zusätzliche Stelle. Das Problem war regelhaft, dass an Stationssekretärin und Blutentnahme-Schwester gespart wurde. Solche Defizite machen im Tagesbetrieb locker 1-2h Mehrarbeit aus. Ich habe irgendwann für mich durchgesetzt, meine Pause zu nehmen, ausreichend zu essen und zu trinken. Am Ende habe ich Arbeit liegen gelassen und dann einfach den Stress mit dem OA am nächsten Tag ertragen. Das muss man sich aber auch erst mal geben können.
cartablanca
31.12.2020, 03:33
Überstunden auf Station waren in sämtlichen Abteilungen in denen ich war (alles Innere) an der Tagesordnung. In den wenigsten Fällen war dies Organisationsverschulden der Stationsärzte. Teilzeitkräfte hätte man dort überhaupt nicht gebrauchen können, bestenfalls als zusätzliche Stelle. Das Problem war regelhaft, dass an Stationssekretärin und Blutentnahme-Schwester gespart wurde. Solche Defizite machen im Tagesbetrieb locker 1-2h Mehrarbeit aus. Ich habe irgendwann für mich durchgesetzt, meine Pause zu nehmen, ausreichend zu essen und zu trinken. Am Ende habe ich Arbeit liegen gelassen und dann einfach den Stress mit dem OA am nächsten Tag ertragen. Das muss man sich aber auch erst mal geben können.
Das Problem ist, wenn Menschen Schaden nehmen, wenn man "Arbeit liegen" lässt. Oder, wenn Patienten nach Quote einbestellt und entlassen werden, weil im Hintergrund ein wirtschaftlicher Plan abläuft. Völlig unabhängig davon wie es den Patienten geht. Dadurch kann man Angestellte auch zwingen. Die Patienten stehen dann morgens schon auf Station und die alten sind noch nicht entlassen. Man belastet die diensthabenden Kollegen durch liegen gelassene Arbeit. Dann steht man vor der Wahl: Behörden informieren oder kündigen.
Das Problem ist, wenn Menschen Schaden nehmen, wenn man "Arbeit liegen" lässt.
Ahh, die Ethikfalle mal wieder. Inwiefern nehmen Patienten Schaden, wenn man Briefe, Codierungen oder auch Angehörigengespräche verschiebt? Zumindest bei mir waren das genau die Sachen, die am Ende des Arbeitstages übrig blieben.
Falls tatsächlich Patienten durch Unterbesetzung Schaden nehmen sollten, bist Du nachgerade verpflichtet, eine Überlastungsanzeige zu schreiben- etwas, wovon die Pflege regelmäßig Gebrauch macht.
Wenn dem KH nennenswerte Erlöse verlorengehen durch liegengebliebene Arbeit (und sei es nur, daß der Pat. einen Tag später entlassen wird), wird auf einmal eine zusätzliche Stelle ganz schnell wieder interessant.
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