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Kandra
17.01.2021, 20:22
Kann man das so verstehen, dass die Assistentenschaft auf ihr tarifliches Recht verzichtet Entschädigungsgeld zu bekommen? Jede Verwaltung lacht sich da doch schlapp...

Ja, dies. Wobei ich nicht sicher bin, ob wir überhaupt Geld bekommen würden. Wir haben weder Bereitschafts- noch Rufbereitschaftsdienste.
Aber alleine die Tatsache, dass es bei uns immer noch Standard ist, erst 2 Wochen vor Beginn des neuen Monats Bescheid zu wissen, wann man wie arbeitet...

ehem-user-12-02-2021-1343
17.01.2021, 20:38
Naja, es sind ja liebe Kollegen. Kann man wohl nix machen....einige denke sich dadurch die Gunst von sonstwem anzueignen...


Ich habe noch eine Frage dazu, weil ich noch nicht in der Situation bin: Wusstest du oder deine Kollegen vor Vertragsunterzeichnung, dass ÜS quasi unter den Tisch fallen und Pausen nicht möglich sind? Und wenn ja, wie und von wem wird das kommuniziert?

QuovadisMedizin
17.01.2021, 20:50
Laurentius01,

mir wurde gesagt, dass mehr als 50 h nicht registriert werden, ja. Da es aber nicht meine erste Stelle in der Inneren war, konnte ich damit umgehen, ich wusste quasi, worauf ich mich einlasse. Somit konnte ich mich ganz gut darauf einstellen und habe keine hohe Anzahl an Überstunden gemacht.

Pausen sind formal immer möglich und sie erscheinen auch auf dem Papier als genommen. De facto kannst Du nicht einfach die Notaufnahme verlassen. Und eine Vertretung oder ggf. anderer Kollege hat auch zu tun und somit schiebt man sich im besten Fall ein Stück irgendwas in den Mund - im besten Fall- und arbeitet dann weiter. Ich möchte nochmal betonen: Die Mittagspause sind 30 Minuten die nicht bezahlt werden und die man gesetzlich nehmen muss. Auch die Entscheidung darüber was Du in dieser Zeit machst, ist Dir überlassen, der Arbeitgeber kann Dir nicht vorgeben wo Du diese unbezahlte Pause zu nehmen hast. De facto ist das in einem Akutkrankenhaus nicht möglich. Also nein, natürlich sagt keiner, dass es nicht immer möglich ist seine Pause zu nehmen.

QuovadisMedizin
17.01.2021, 20:51
Tja...wahrscheinlich denken alle: Augen zu und durch, in 1-3 Jahren bin ich weg.

QuovadisMedizin
17.01.2021, 20:53
Das wurde beim Vorstellungsgespräch vom Chefarzt im Beisein der Personalleiterin kommuniziert ( also das mit den ÜS ).

ehem-user-12-02-2021-1343
17.01.2021, 20:54
Laurentius01,

mir wurde gesagt, dass mehr als 50 h nicht registriert werden, ja. Da es aber nicht meine erste Stelle in der Inneren war, konnte ich damit umgehen, ich wusste quasi, worauf ich mich einlasse. Somit konnte ich mich ganz gut darauf einstellen und habe keine hohe Anzahl an Überstunden gemacht.

Pausen sind formal immer möglich und sie erscheinen auch auf dem Papier als genommen. De facto kannst Du nicht einfach die Notaufnahme verlassen. Und eine Vertretung oder ggf. anderer Kollege hat auch zu tun und somit schiebt man sich im besten Fall ein Stück irgendwas in den Mund - im besten Fall- und arbeitet dann weiter. Ich möchte nochmal betonen: Die Mittagspause sind 30 Minuten die nicht bezahlt werden und die man gesetzlich nehmen muss. Auch die Entscheidung darüber was Du in dieser Zeit machst, ist Dir überlassen, der Arbeitgeber kann Dir nicht vorgeben wo Du diese unbezahlte Pause zu nehmen hast. De facto ist das in einem Akutkrankenhaus nicht möglich. Also nein, natürlich sagt keiner, dass es nicht immer möglich ist seine Pause zu nehmen.

Das hört sich alles nicht gut an. In meinen Famulaturen haben wir zwar immer Pause gemacht, dass war aber mit der Station. In der Notaufnahme war ich nicht, was ich im Nachhinein bzgl. Lerneffekt bereue. Wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute und dass du eine gute Stelle für längere Zeit findest

Mr. Pink online
17.01.2021, 21:13
Maßgeblicher Grund für meinen ersten Stellenwechsel war, dass die Kollegen aus der WBA-schaft nahezu geschlossen das Leisten von unbezahlten/unausgeglichenen Überstunden mitgetragen haben. Natürlich sind die nicht selbst auf diese Ideen gekommen. Natürlich gab es immer einen OA der entsprechend "positiv" darauf eingewirkt hat. Natürlich kommt kein Mensch mit klarem Verstand auf die Idee, von seinen guten Rechten Abstand zu nehmen. Aber in der Klinik herrschen in der Weiterbildung eben sensible Abhängigkeitsverhältnisse. Und je weniger Weiterbildung de facto stattfindet, desto maßgeblicher wird die Abhängigkeit. Um es mal am Beispiel des Internisten zu veranschaulichen: Es bringt eigentlich nichts nach 5 Jahren mit einem vollen Weiterbildungszeugnis entlassen zu werden, aber eigentlich nichts wirklich richtig kann, weil es nur unterschrieben und nicht beigebracht wurde. Ich behaupte mal, das ist aktuell eher Regel als Ausnahme.

QuovadisMedizin
17.01.2021, 21:14
Laurentius01,

lieben Dank Dir. Momentan sieht es ganz gut aus. Es sind fast 2 Jahre in denen ich das Leben und die Arbeit gleichermaßen genießen kann. Der angesammelte Frust und Zynismus der vorherigen 10 Jahre werden auch langsam wieder besser. Unter den gleichen Bedingungen wie zuvor würde ich nie wieder arbeiten wollen.

Ich wünsche Dir auch alles Gute bei der Auswahl Deines Faches. Das ist schon sehr gut wie Du das machst: Hör Dich um, rede mit den Assistenten und Oberärzten, aber sei skeptisch, nicht jeder wird Dir sagen was für ein Mist sich in den Abteilungen abspielt.

QuovadisMedizin
17.01.2021, 21:22
Mr. Pink online,

da magst Du leider Recht haben. Ich persönlich würde den Chefärzten die Untersuchungen nur unterzeichnen die Weiterbildungsermächtigung entziehen. Die Chefs wissen auch, dass das nicht legal. Die Ärztekammern ja auch...aber auch die interessiert es nicht. Hauptsache auf dem Papier stimmt es.

Den Grund für Deinen Stellenwechsel kann ich verstehen.

Ich bin nach meiner ersten Stelle in ein Haus gewechselt, in dem ich dem Chef beim Vorstellungsgespräch gesagt habe: Wenn Sie mich wollen, dann bringen Sie mir das endoskopieren bei, richtig sonogroahieren, sämtliche Punktionen, mind. die Anzahl der Echos die gefordert sind. Alles was im Logbuch steht, will ich können, und zwar nicht nur auf dem Papier. Darüber haben wir einen separaten Vertrag gemacht. Hat geklappt :-).

Thomas24
17.01.2021, 21:42
Leute, Leute, Leute...immer diese depressive Stimmung. Ich spiel mal den Party- Pooper hier und muss mal eine Lanze für die Perspektiven außerhalb der Akutkliniken brechen. Es gibt auch Arbeitsplätze jenseits der Akutversorgung. Jeder kann sich -zumal in Zeiten des Ärztemangels- seine ökologische Nische raussuchen. Verengt bitte euer Blickfeld nicht auf einen Klinikarbeitsplatz.

Denn seien wir mal ehrlich: es gibt keinen "generellen Ärztemangel". Aus Arbeitgebersicht gibt es einen Mangel an hinreichend qualifizierten approbierten Knechten, die klaglos zu Tarifgehalt ihre Arbeit machen. Oder etwas weniger politisch unkorrekt ausgedrückt: gibt regionale Unterschiede in der Verteilungsdichte und es gibt einen zunehmenden Mangel an (fachlich und zunehmend auch sprachlich) qualifizierten und suffizient aus- und weitergebildeten Kollegen. Aber es gibt doch keinen grundsätzlichen Mangel an approbierten Hanseln (die werden nämlich jährlich von den Fakultäten zu Tausenden produziert, und darüber hinaus aus dem EU und nicht EU Ausland importiert). Die Arbeitsbedingungen in den Kliniken werden sich auf absehbare Zeit so nicht verbessern lassen, wenn keine koordinierte Aktion der Krankenhausärzte wie 2006 stattfindet und nur jeder in die eigene Tasche schimpft.

ABER: für diejenigen, die sprachlich, fachlich und menschlich qualifiziert sind- für die sind goldene Zeiten angebrochen. Jeder Arbeitgeber leckt sich doch mittlerweile 10 Finger nach einem fließend deutschsprachigen Facharzt, mit entsprechendem Arbeitsethos, der vielleicht auch noch in Vollzeit arbeiten möchte... wirklich jeder Arbeitgeber.

Das eröffnet für alle nach dem FA viele Perspektiven. Das ist euer Pfund, mit dem müsst ihr wuchern. Und was haben viele von uns im Forum gemacht? Richtig. Sich. Eine. Ökologische. Nische. Gesucht. Punkt.
Die Wertschätzung fehlt? Es gibt durchaus Arbeitgeber, da gibt es diese Wertschätzung. Pekuniär, als auch persönlich (siehe Beispiel Christoph). Die Arbeitsverdichtung ist zu hoch? Ach demjenigen kann geholfen werden. Das (Schmerzens-) Geld stimmt für die Belastung nicht? Auch für dieses Problem gibt es Lösungen (war mal bei mir so). Kein Bock mehr auf fordernde Patienten und Angehörige? Auch hier gibt es Exit Möglichkeiten (siehe Beispiel Funkel).

Haben genügend Kollegen hier im Forum für sich persönlich durchgezogen und sind zufrieden. Man muss aber ins Tun kommen.
Sucht euch eure Nische, dann kann man auch in Deutschland 2021 seinen Job zufrieden ausüben, ordentlich vergütet und zu sehr fairen Konditionen.

Relaxometrie
17.01.2021, 21:43
Alles was im Logbuch steht, will ich können, und zwar nicht nur auf dem Papier. Darüber haben wir einen separaten Vertrag gemacht. Hat geklappt :-).
Die von Dir beschriebenen Zustände in der Inneren kann ich voll bestätigen. Ich habe in verschiedenen Fachbereichen, aber auch etwas über 2 Jahre in der Inneren gearbeitet. Die Fachwechsel waren einerseits der Tatsache geschuldet, dass ich am Anfang noch dachte, dass nur das Krankenhaus, in dem ich gerade arbeite, miese Arbeitsbedingungen bietet. Der eine lernt schneller, der andere eben langsamer :-blush , dass miese Arbeits- und Weiterbildungsbedingungen leider der Normalfall sind :-kotz
Andererseits dachte ich auch, dass die Fachwechsel für mein Ziel, den FA für Allgemeinmedizin zu machen, gar nicht sooo doof sind.
Jetzt könnte ich -wenn man rein formal die Zeiten, die ich stationär gearbeitet habe, betrachtet- als Weiterbildungsassistentin in einer Praxis gehen und wäre den Klinikkrampf endlich los. Mit "rein formal" meine ich, dass ich mir 18 Monate nicht-internistische, stationäre Arbeit anrechnen lassen kann. In diesen anrechenbaren Zeiten habe ich aber keine internistischen Inhalte gelernt und eigentlich finde ich, dass ich noch deutlich besser sonographieren lernen sollte und auch noch mehr Basisinnere lernen möchte. Aber das mache ich nicht mehr zu jeden Preis. Sprich: wenn ich mir noch ein-zwei Jahre Innere stationär antue, möchte ich auch wirklich sicher gehen, die mir noch fehlenden Dinge zu lernen.
Daher interessiert es mich, wie Du es durch den zusätzlichen Vertrag geschafft hast, wirklich Weiterbildungsinhalte zu erkämpfen. Das Chaos und der Personalmangel verschwinden durch einen solchen Zusatzvertrag ja nicht.

QuovadisMedizin
17.01.2021, 22:05
Lieber Thomas24,

schöner Thread! Genau so ist es. Man braucht halt leider eine Weile bis man kapiert wie es läuft...

QuovadisMedizin
17.01.2021, 22:27
Hallo Relaxometrie,

ich verstehe Deine Situation und kann mir vorstellen in welcher schwierigen Situation Du Dich befindest.

Die Situation war folgende: es war ein Krankenhaus der Grundversorgung mit massivem Ärztemangel. Es gab quasi von 10 Aissistenstenstellen nur noch 2 fest angestellte Ärzte in der Inneren - der Rest Honorarärzte. Dies wusste ich jedoch nicht, als ich mich zunächst dort telefonisch meldete auf die Stellenanzeige. Ich hatte mit dem Chefarzt telefoniert und ihm kurz über mich erzählt. Ich habe bereits am Telefon gesagt, dass ich den Internisten anstrebe und gerne sämtliche Untersuchungen lernen möchte. Damals war ich im 2/3 WBJ und sah meine Zeit davonrennen. Er sagte mir, wir kriegen das hin. Daraufhin bin ich hingefahren um mir das anzuschauen. Er war sehr freundlich und bemüht, schilderte die personelle Situation und sagte klar, dass der Laden brennt. Ich habe mich nie vor viel Arbeit gedrückt...im Gegenteil. Dadurch, dass es viele Honorarärzte gab, waren wir quasi nur 3 Assistenten die de facto in Weiterbildung waren. Wir haben den Vertrag gemacht, dass mir zugesichert wird, sämtliche Untersuchungen erlernen zu können. Es war mehr eine formale Sache.
Von Anfang an trafen der Chef und ich uns um 07:30 und er stand neben mir und zeigte mir wie man gastroskpiert. Das machte er ca. 1-2 Monate, dann war ich mit den Gastros so fit, dass es alleine ging. Das selbe mit Colos, wobei hier die Lernkurve flacher war. Nach einigen Monaten lief das auch und er konnte mich ganz regulär für die Endoskopie einteilen. Klar, bei schwierigen Colos/Polypen noch nicht, aber wenn ich was fand, holte ich ihn halt, war kein Thema. Also Win-Win Situation. Wie gesagt: Erlernen mit nur 1 endoskopischen Untersuchung am Tag, dauer 30-40 Minuten, über ca. 6 Monate, fertig.

Gleiches mit Punktionen. Die Schwestern aus der Funktionsabteilung hatten in Absprache mit dem Chef und uns den Auftrag uns anzurufen sobald eine Aszitespunktion, Pleura oder Knochenmark anstand. Keine dieser Untersuchungen wurde ohne einen von uns gemacht. Wir waren sehr konsequent und hatten einen wunderbaren Unterstützer. Aber: auch Überstunden ohne Ende und 24 h Dienste. Nach dem Dienst die obligatorische 1 x pro Tag Gastro. Es war eine sehr harte, aber fruchtbare Zeit. Man braucht einen Chef, der das unterstützt. Für Echos wurde ein Plan mit dem Kardiologen erstellt. Nach der Röntgenbesprechung wurde jeden Tag 1 Patient ins Echo bestellt. Den hat man mit OA an der Seite für 30 Minuten geschallt, fertig. In 6 Monaten hatte man die Basis drauf.
Keiner von uns wurde diskriminiert, der Chef hatte keine Lieblinge.

Dort war ich knapp 3 Jahre bis zur Facharztprüfung Innere Medizin. Für den Schwerpunkt habe ich dann gewechselt.

ehem-user-12-02-2021-1343
17.01.2021, 22:45
Es gab quasi von 10 Aissistenstenstellen nur noch 2 fest angestellte Ärzte in der Inneren - der Rest Honorarärzte.

Das ist doch für eine Klinik extrem teuer, vor allem wenn es Dauerzustand ist. Und der Chef scheint ja ein guter Lehrmeister zu sein. War das in der absoluten Pampa? Ich kenne einige aus höheren Semestern, die mittlerweile zum Großteil Innere machen und sich nach so einem Chef die Finger lecken. Den Chefs kann man ja oft auch keinen Vorwurf machen. Wenn die Abteilung zu wenig einbringt geht es nicht nur um Bonus, sondern da wird der Chef auch mal gegangen. In meiner Verwandtschaft selbst mitbekommen. Als Honorarärztin bist du mit deiner Qualifikation sicherlich deutschlandweit gefragt. Auch in Anstellung im MVZ dürftest du gut Geld verdienen können. Das du Sorge bzgl. Konflikten mit dem Chef hast, kann ich aber nachvollziehen. Schau einfach positiv nach vorne und lass die harten Jahre hinter dir.

QuovadisMedizin
17.01.2021, 23:03
Laurentius01,

klar war das teuer. Deswegen hat man ja verzweifelt fest angestellte Ärzte gesucht. Nein, keine Pampa, 30 Autominuten von der nächsten Universitätsstadt entfernt in BaWü.
Der Chef ist leider nicht mehr dort.

Ich habe noch nie als Honorarärztin gearbeitet, vielleicht hast Du das falsch verstanden? Die Möglichkeit bestünde sicherlich, aber ich steh mehr auf normale Arbeitsverhältnisse.

Das ist lieb, danke für Deinen netten Abschluss und nochmal ganz viel Erfolg!

Ein Radiologe hat mir mal bei einer Famulatur ( die ich nur in der Radio gemacht habe weil mein Arm damals gebrochen war und es in der Inneren sonst schwierig geworden wäre ) gesagt: Auch die richtige Facharztauswahl ist ein Beweis von Intelligenz.

ehem-user-12-02-2021-1343
17.01.2021, 23:39
Laurentius01,



Ein Radiologe hat mir mal bei einer Famulatur ( die ich nur in der Radio gemacht habe weil mein Arm damals gebrochen war und es in der Inneren sonst schwierig geworden wäre ) gesagt: Auch die richtige Facharztauswahl ist ein Beweis von Intelligenz.

Lass dir nicht einreden, dass du etwas falsch gemacht hast. Auch in der Radiologie ist nicht alles Gold was glänzt. Ich hätte nicht gedacht, dass in der Inneren noch dazu um schönen BaWü so großer Mangel besteht. Alles Gute für die Zukunft

QuovadisMedizin
18.01.2021, 06:10
Lieber Laurentius01,

nein, das sicher nicht. Aber es ist eine Modalität wie man die Sache sehen kann.

Der Mangel in der Inneren ist enorm. Die Situation im entsprechenden Haus von dem ich erzählte hat sich im Laufe der Jahre so verlagert, dass die Honorarärzte dann weniger wurden und fest angestellte Ärzte kamen, jedoch meistens aus arabischen oder osteuropäischen Ländern ( keine Wertung, nur eine Tatsache ). Deutsche Kollegen findet man dort quasi nur auf OA Ebene.

daCapo
18.01.2021, 07:43
Leute, Leute, Leute...immer diese depressive Stimmung.

Denn seien wir mal ehrlich: es gibt keinen "generellen Ärztemangel". Aus Arbeitgebersicht gibt es einen Mangel an hinreichend qualifizierten approbierten Knechten, die klaglos

Das eröffnet für alle nach dem FA viele Perspektiven. Das ist euer Pfund, mit dem müsst ihr wuchern. Und was haben viele von uns im Forum gemacht? Richtig. Sich. Eine. Ökologische. Nische. Gesucht. Punkt.



a) Du hast Recht, es gibt keinen Ärztemangel und falls doch, sucht man im Ausland noch aktiver nach neuen Bewerbern bevor man hier Weiterbildung oder Arbeitsbedingungen verbessert.
b) Das gilt nur für Fachärzte. Ohne die Bezeichnung ist es schwierig. Grundsätzlich spricht auch nix dagegen die Situation und die Weiterbildung in den halb-öffentlichen Krankenhäusern zu verbessern. Das haben wir hier schon sehr oft hier diskutiert.
c) Dem TE würde ich die Tätigkeit in einer Praxis empfehlen. Ob man sich mit dem Eigentümer versteht, kann man vor der Tätigkeit schlecht sagen. Als FA stehen wirklich viele Türen offen neben der Tätigkeit in einem Akut-Krankenhaus.

QuovadisMedizin
18.01.2021, 08:06
Lieber daCapo,

danke Dir auch für Deine Antwort.

Zu a ) kann ich Dir vollkommen zustimmen, so wird es wohl aussehen.

Zu c ) Danke für Deinen Rat. Wahrscheinlich hast Du überlesen, dass ich seit fast 2 Jahren eine Oberarztstelle in einem Krankenhaus habe, ohne Dienste und noch eine weitere Zusatzbezeichnung erwerbe. Ich bin ziemlich zufrieden mit dieser Stelle. Vielleicht liest Du Dir meinen Eingangsthread nochmal zum besseren Verständnis durch. Und tatsächlich gibt es viele Alternativen zum Akutkrankenhaus, aber schade ist es trotzdem, wenn man die Arbeit an sich dort sehr mag - nur eben die Umstände nicht.

daCapo
18.01.2021, 08:20
Willst du denn bei Geriatrie bleiben danach? Sicherlich auch ein Gebiet, wo viel gesucht wird.
Ja schade ist es.