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QuovadisMedizin
17.01.2021, 16:39
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich wende mich in einer zugegeben eher negativen Stimmung an euch.
Ich bin Fachärztin für Innere Medizin und Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie ( Das bedeutet, erst den Internisten gemacht, dann den Gastroenterologen, die zweite Bezeichnung nennt aber auch den Facharzt für Innere nochmal ). Zudem habe ich die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin und Ernährungsmedizin DGEM erworben. Aktuell habe ich mich für die Prüfung zum Geriater angemeldet, nachdem ich die letzten 18 Monate an einer Weiterbildungsstätte für Geriatrie als OÄ gearbeitet habe. Ich bin 37 Jahre alt.
Ich habe ersten 10 Jahre meines Berufslebens im Akutkrankenhaus in der Inneren Medizin verbracht und eben Innere, Gastro und den Notarzt gemacht, in Vollzeit. Der Grund warum ich schreibe ist, dass ich retrospektiv die Arbeit in internistischen Akutkrankenhäusern als zwar sehr befriedigend empfand und ja, Innere ist ein tolles Fach...aber die Arbeitsbedingungen katastrophal sind. Von 24 h Diensten bis zum Kampf um auf die Intensivstation zu kommen über nicht Einhaltung des Arbeitsschutzgesetzes ( Mittagspause was ist das? ) habe ich alles erlebt. Unbezahlte Überstunden bzw. Kappungen waren normal. Ich musste, wie viele von euch auch, darum kämpfen eine gute Weiterbildung zu bekommen und hatte das Glück anständig endoskopieren lernen zu können und auch sämtliche anderen Untersuchungen die man so können muss, aber es war immer ein Krampf. Mir ist bis heute nicht klar geworden, warum man für etwas kämpfen muss, was eigentlich selbstverständlich beigebracht werden sollte um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Ich habe mich immer gefragt ob es den entsprechenden Vorgesetzten nicht bewusst ist, dass Ärzte für die Bevölkerung ausgebildet werden sollen, unabhängig wo man irgendwann arbeitet, und nicht nur für das eigene Haus.
Irgendwann habe ich, vielleicht auch als ich gemerkt habe, dass mein Engagement nicht geschätzt wird ( als grundsätzliche Einstellung der Verwaltung Gegenüber der Ärzteschaft und natürlich auch mangelnder Wertschätzung und Respektlosigleit der Vorgsetzten trotz dem deutlich spürbaren Ärztemangel ) dem klassischen Weg des OA in einem Akutkrankenhaus, verlassen. Eine klassische OA Stelle mit meinen Qualifikationen zu erhalten wäre kein Problem gewesen. Aber ich war nicht mehr bereit unbezahlte Überstunden zu machen. Dies halte ich in der heutigen Zeit nicht mehr für adäquat. Somit habe ich eine Nische gefunden und eine Oberarztstelle angetreten mit dem Ziel den klinischen Geriater zu erwerben. Ich versuche den Stationsärzten mein Wissen zu vermitteln ohne dass sie darum betteln müssen. Ich würde niemals auf die Idee kommen unzählige Überstunden zu verlangen, sondern im Gegenteil, die jüngeren Kollegen pünktlich Heim zu schicken. Ich bin sehr glücklich diesen Schritt gewagt zu haben, wenn mir auch die Arbeit in einer klassischen Notaufnahme/ Akuthaus sehr fehlt. Ich habe keinen Hintergrunddienst. Überstunden können problemlos abgefeiert werden, Mittagspausen sind kein Problem. Zum ersten Mal in meinem beruflichen Leben fühle ich Wertschätzung von Seiten des Arbeitgebers.
Es stimmt mich traurig, dass ich als Vollblut-Internistin die Szenerie des Akutkrankenhauses nach so einem langen Weg verlassen musste, um den Respekt vor mir selber nicht komplett zu verlieren.
Ich wünsche allen Kollegen in der Szenerie des Akutkrankenhauses während der Corona Zeit nur das Beste und passt auf euch auf. Oft denke ich daran, dass alles begann, kurz nachdem ich das Akuthaus verlies. Und ja, ohne Wertschätzung und in solch einer Zeit..wäre es wohl unerträglich geworden.
kombinat100
17.01.2021, 17:56
Danke für deinen Text - du sprichst mir aus der Seele. Ich bin zwar (noch) nicht so weit in meiner Karriere wie du, werde aber auch dem Akutkrankenhaus den Rücken kehren, nicht weil mir das arbeiten dort keinen spass macht (ganz im Gegenteil, in einer großen interdisziplinären Notaufnahme kann man wahninnig vielfältig arbeiten und die Lernkurve endet quasi nie) aber die Arbeitsstruktur macht es nicht möglich dort als gewertschätzer ,glücklicher, angemessen bezahlter Arbeitnehmer zu bleiben...
DrSkywalker
17.01.2021, 18:12
Ging mir genauso, seit dem pj war mir klar, dass ich das nicht mitspielen werde. Daher schnell Facharzt gemacht und sofort nach 5 Jahren die eigene Praxis, in der ich gestalten kann und entscheide, wie ich arbeite etc.
Ich gebe zu, noch ein paar Jahre Klinik wären fachlich gut gewesen, aber ich denke ich mache solide Arbeit und habe sehr gute Arbeitszeiten und ein sehr gutes auskommen.
Mr. Pink online
17.01.2021, 18:21
@quovadismedizin
Warum nicht gastroenterologische Praxis mit ambulantem Endoskopieren?
QuovadisMedizin
17.01.2021, 18:29
Hallo kombinat100,
ich danke Dir für Deine Antwort. Ja, das ist leider so und leider stehen wir nicht alleine da mit unserem Empfinden. Die Fluktuation ist in den Akuthäusern enorm: zB ist die Hälfte der Abteilung in der ich zuvor gearbeitet habe in nun knapp 2 Jahren ausgewechselt. Eingestellt werden fast nur Berufsanfänger, berufserfahrene Fachärzte auf Assistenzarztposten finden sich quasi überhaupt nicht mehr, zumindest nicht in der Inneren. Der Mittelbau fehlt und das ist nicht gut.
Manchmal frage ich mich, ob diese hohe Fluktuation ggf. sogar gewünscht ist.
Dabei denke ich mir, gibt es so viele Schrauben an denen man drehen kann, damit die Kollegen mit denen man unmittelbar arbeitet ein einigermaßen gutes Gefühl haben, wenn sie auf die Arbeit kommen.
Ich erinnere mich so gerne an wohlwollende Oberärzte die uns nach dem Nachtdienst so schnell wie möglich Heim schickten. Oder Oberärzte die die Kurvenvisite nicht erst um 18 Uhr machten sondern eben schon um 14 Uhr - sie teilten sich den Tag eben so ein, dass das mit uns möglich war. Es klingt banal...aber es ist so wichtig und trägt dazu bei, diesen Beruf in dieser Konstellation ein paar Jahre machen zu können.
Viele Vorgesetzt wissen das...aber es interessiert sie einfach nicht und das ist bedauerlich.
Mr. Pink online
17.01.2021, 18:36
Ich denke jeder in der Akutklinik arbeitende Kollege/Kollegin hier kann deine Gefühle nachempfinden. Zu den Problemen Bezahlung, Wertschätzung und Arbeitsbedingungen kommen leider vielerorts auch noch Hierarchiesysteme aus dem vorletzten Jahrhundert hinzu, die grundsätzliche Veränderungen nahezu unmöglich machen. Wie mit so vielem in Deutschland wird das System wohl erst mal voll vor die Hunde gehen, bevor politisch was bewirkt wird. Wie lange die Zündschnur in unserer Führungsetage ist, sieht man bei dem Pflegemangel. Da ist es 10 nach 12 und politisch wird genau gar nichts nachgerüstet. Zudem ist es in nahezu jedem europäischen Ausland ähnlich bescheiden, sodass sich die Republikflucht nicht wirklich lohnt (Schweiz kommt auch zunehmend unter DRG-Druck, in Skandinavien gibts für Ausländer nur die Pampa). Es vergeht nicht ein Tag in meinem Leben, in dem ich mir nicht die Frage stelle was hätte sein können wenn ich nicht Medizin studiert hätte. Ich liebe meinen Beruf, aber die Kompromisse an das Privatleben sind nicht wegzudiskutieren. Mit dem Wissen von heute hätte ich vermutlich etwas anderes gemacht.
QuovadisMedizin
17.01.2021, 18:45
Hallo DerSkywalker,
danke für Deine Rückmeldung.
Da warst du tatsächlich sehr früh dran mit Deiner Erkenntnis! Diese Weisheit habe ich erst im Laufe der folgenden Jahre erlangt. Hattest Du keine Angst vor der Selbstständigkeit? Hattest Du das nötige Startkapital?
Ich dachte viele, viele Jahre tatsächlich es sei vollkommen normal so, man ist ja schließlich Arzt und das ist nun mal eben nicht einfach. Ich war tatsächlich etwas blind was das angeht...wahrscheinlich hätte ich es so lange sonst auch nicht durchgehalten.
Ich habe bereits während des Facharztes für Innere Medizin das Glück gehabt einen netten Chef zu haben der mir endoskopieren beigebracht hat. Da ich noch ziemlich jung bei der Facharztprüfung war habe ich mir gedacht es sei sicherlich nicht schlecht noch einen Schwerpunkt zu machen. Ich hatte keine Beziehung und Familienplanung stand nicht zur Debatte. Eine eigene Praxis kam mit knapp 31 Jahren nicht in Frage. Ich schätzte das nicht vorhandene wirtschaftliche und unternehmerische Risiko einer Festanstellung in der Klinik. Zur Schwerpunktbezeichnung, ebenfalls im Akuthaus, nochmal eine Nummer härter, habe ich dann aber gemerkt, dass man sich in einer absolut undankbaren Mühle befindet. Man wird frustriert und zynisch. Man fragt sich, warum man selbstständig in der Klinik die ganze Nacht durcharbeitet ( von wegen Bereitschaftsdienst...) und der Oberarzt zuhause in Ruhe schlafen kann und auch dafür bezahlt wird. Solche Gedanken kommen leider im Laufe der Jahre und tragen wenig zu einem positiven mindset bei. Wenn man dann nur noch genervt ist von den ganzen Berufsanfängern, die verständlicherweise lieber auf der gleichen Ebene nach Rat fragen als einen OA anzurufen ( worüber man sich ein paar Jahre zuvor noch geschmeichelt fühlte ) dann wird es doch Zeit sich zu fragen, ob man noch in der Lage ist sich in diesem Umfeld angemessen zu bewegen.
kombinat100
17.01.2021, 18:46
Ich denke auch ich würde nicht nochmal Medizin studieren... auch wenn ich ganz tief im Herzen meinen Job wirklich liebe, soviel Kompromisse würde ich nicht nochmal eingehen.
Ich denke ganz viel ist gewollte, politische Struktur - in großen Häusern finden sich immer neue Assistenten die den Job machen, für 1, 2 Jahre ... bei mir in der Abteilung sind ca. 18 Ärzte : 4 OÄ, 1 FA und der Rest Assistenten, teaching gibt es eigentlich nicht...von wem auch?!
QuovadisMedizin
17.01.2021, 18:52
Hallo Mr. Pink online,
danke für Deine beiden Antworten.
Warum nicht ambulantes endoskopieren in Praxis: Als Angestellter Arzt in einer solchen Praxis, eigentlich egal welche Praxis, besteht aus meiner Sicht immer das Risiko sich nicht mit seinem Chef zu verstehen. Dies halte ich in einer Praxis für sehr viel unangenehmer als in einem Krankenhaus.
Eine eigene Gastro Praxis kommt ebenfalls aufgrund des unternehmerischen Risikos nicht in Frage. Dies ist jedoch eine ganz persönliche Entscheidung. Ich wäre nicht bereit Kredite aufzunehmen um für sechsstellige Beträge eine Gastro-Praxis zu kaufen. Ich bin eine Frau. Vielleicht möchte ich in diesem Leben doch noch eine Familie gründen und mit so ein Kredit an der Backe...schwierig.
Weiterhin habe ich gemerkt, dass ich zwar im Rahmen der klinischen Tätigkeit gerne interventionell arbeite, aber doch die allgemeine Innere Medizin, die Basis bleibt. Den ganzen Tag nur Schläuche zu schieben...naja.
QuovadisMedizin
17.01.2021, 18:57
Kombinat100,
es ist traurig genug, nach einigen Jahren im Berufsleben zu denken, dass man vielleicht einen anderen Beruf hätte wählen sollen. Genau so ist es wie Du sagst: Die Kompromisse sind zu viele.
Das sind schreckliche Zustände und die Kliniklandschaft sieht eben so aus, wie Du sie beschreibst. Thema teaching: Ich habe Angst davor, wie es in einigen Jahren aussehen wird, wenn so wenig Lehre stattfindet. Es ist ja jetzt schon schlimm...ich befürchte es wird noch schlimmer werden.
QuovadisMedizin
17.01.2021, 19:04
Mr. Pink online,
Richtig. In der Pflege ist es ebenfalls eine Katastrophe und ich habe großen Respekt vor dem Pflegepersonal in diesen Zeiten diesen Knochenjob zu machen. Allerdings gibt es doch einige Punkte, die meiner Ansicht nach hier deutlich besser laufen als im ärztlichen Kreis: das Arbeitszeitgesetz wird einigermaßen eingehalten, keine unbezahlten Überstunden ( Abfeiern geht doch meistens? ), und noch etwas was mir massiv aufgefallen ist: wenn zu viel Pflegepersonal krank wird auf einer Station, wird die Station auch mal halbiert was die Aufnahmen angeht. Alternativ komplett geschlossen. Wenn wir damals zu viele Krankheitsfälle unter den Assistenten hatten mussten die Kollegen die Patienten übernehmen...da wurde keine Station dicht gemacht. Hier hat wohl die Pflegedienstleitung ein größeres Machtwort sprechen können als unser Chefarzt...
wenn zu viel Pflegepersonal krank wird auf einer Station, wird die Station auch mal halbiert was die Aufnahmen angeht. Alternativ komplett geschlossen. Wenn wir damals zu viele Krankheitsfälle unter den Assistenten hatten mussten die Kollegen die Patienten übernehmen...da wurde keine Station dicht gemacht. Hier hat wohl die Pflegedienstleitung ein größeres Machtwort sprechen können als unser Chefarzt...
Das ist, was mich eigentlich am allermeisten stört. Fehlen viele Pflegekräfte, dann nehmen wir keine Patienten mehr auf. Aber ob ein Arzt eine halbe oder eine ganze Station betreuen muss (und vllt sogar noch die Notaufnahme mit dazu), dass interessiert keine Sau.
QuovadisMedizin
17.01.2021, 19:15
Liebe Kandra,
Danke für Deine Rückmeldung.
So ist es leider. Der wirtschaftliche Druck unter dem die Kliniken arbeiten müssen ist enorm, das ist der Grund für solche Situationen.
Leider ist es eben auch so, dass die Chefärzte ebenfalls unter massivem Druck stehen Ihre Abteilung zu füllen. Wenn dann auch noch Boni / Zielvereinbarungen auf dem Spiel stehen...Augen zu und durch, man ist ja nicht die arme Wurst die gleichzeitig in der Notaufnahme steht und eine halbe Station betreut. Aber die arme Wurst darf sich dann was anhören wenn‘s suboptimal gelaufen ist.
ehem-user-12-02-2021-1343
17.01.2021, 19:36
man ist ja nicht die arme Wurst die gleichzeitig in der Notaufnahme steht und eine halbe Station betreut. Aber die arme Wurst darf sich dann was anhören wenn‘s suboptimal gelaufen ist.
Kann man eigentlich Notaufnahme und Station gleichzeitig gut betreuen? In der Notaufnahme ist doch quasi immer Massenauflauf mit oft wirklich zeitkritischen Fällen und dann kann gleichzeitig ja auch auf Station mal ein Notfall sein oder reanimationspflichtig werden. Ich bin noch nicht soweit, deshalb frage ich. Und warum schreiben die Assistenten nicht geschlossen ihre ÜS auf? Da muss die Arbeitsmoral doch gegen 0 gehen, wenn man täglich unbezahlte Mehrarbeit leistet. Zumal es ja auch Kliniken gibt, wo ÜS bezahlt oder ausgeglichen werden. Wäre für mich Voraussetzung um da anzufangen
QuovadisMedizin
17.01.2021, 19:36
Ich danke euch für eure Antworten und auch das Gefühl damit nicht alleine zu stehen.
In den eigenen Abteilungen wird sich, so zumindest meine Erfahrung, selten laut beschwert, aus Angst vor Konsequenzen.
Ich wünschte wir könnten es ändern. Aber dazu ist der Zusammenhalt in der Ärzteschaft wohl doch nicht groß genug und jeder schaut nur auf sich selbst.
Alles Gute!
QuovadisMedizin
17.01.2021, 19:43
Lieber Laurentius01,
es ist leider tatsächlich so, dass man das manchmal tun muss - Station und Notaufnahme. Wie das funktionieren soll interessiert niemanden. Wenn tatsächlich zwei ganz zeitkritische Patienten kommen kannst Du Deinen OA anrufen und schauen was der organisiert. Was du auf Station nicht machen kannst, machst Du dann nach 16 oder 17 Uhr ( Briefe etc).
Es gibt Krankenhäuser in denen man sich einsticht. In der letzen Klinik wurde alles war über 19 Uhr ist jedoch nicht registriert. Und alle Überstunden die über 50 waren, wurden auch nicht zur Kenntnis genommen. Beliebtes Haus in Unistadt. Wenn man da arbeiten will, nimmt man das in Kauf. Oder macht halt keine Überstunden ;-). Es gab halt auch Kollegen die haben mehrere hundert ÜS gemacht, wohl wissend, dass sie es niemals abfeiern oder bezahlt kriegen. Sie sahen das Problem bei sich selber: Berufsanfänger, also langsam, also selber schuld. Sowas kriegt man nicht aus den Köpfen der Leute.
ehem-user-12-02-2021-1343
17.01.2021, 19:49
Es gab halt auch Kollegen die haben mehrere hundert ÜS gemacht, wohl wissend, dass sie es niemals abfeiern oder bezahlt kriegen. Sie sahen das Problem bei sich selber: Berufsanfänger, also langsam, also selber schuld. Sowas kriegt man nicht aus den Köpfen der Leute.
So Leute sind dann aber auch selbst schuld. Wenn man die als Kollegen hat, braucht man wohl keine Feinde. Für die Kliniken sind solche Leute ja perfekt. Da kann man am besten noch eine Arztstelle streichen, weil die ja eh weiterarbeiten. Bei beliebten Kliniken ist es natürlich ein Problem, da dort nicht kein Ärztemangel angekommen ist. Ich frage mich, ob die Internisten stärker betroffen sind als kleinere Fachrichtungen
So Leute sind dann aber auch selbst schuld. Wenn man die als Kollegen hat, braucht man wohl keine Feinde. Für die Kliniken sind solche Leute ja perfekt. Da kann man am besten noch eine Arztstelle streichen, weil die ja eh weiterarbeiten. Bei beliebten Kliniken ist es natürlich ein Problem, da dort nicht kein Ärztemangel angekommen ist. Ich frage mich, ob die Internisten stärker betroffen sind als kleinere Fachrichtungen
Ach dieses Spiel kann man unendlich weiter spinnen. Aktuellstes Beispiel: Laut Tarifvertrag MUSS der Dienstplan spätestens zum 1. des Vormonats veröffentlicht sein. Wir hatten am 14. Assistentenbesprechung, Dienstplan noch nicht veröffentlicht. Ich habe angesprochen, ob schon verlautbart wurde, ob und wie das Geld an uns ausbezahlt wird, welches uns bei Verspätung der Veröffentlichung nach dem Tarifvertrag zusteht. Schon kamen Stimmen auf, dass ja am 13. jemand seine Schwangerschaft verkündet hat und deswegen jetzt der Plan noch umgeschrieben werden muss und außerdem muss sich die Dienstplanerin ja noch dran gewöhnen und versucht außerdem ja immer so lieb alle Wünsche zu erfüllen. Deswegen dürfen wir da jetzt nicht so sein und sollen weiter brav abwarten. Wohlgemerkt kam das aus der Assistentenschaft und wurde von der Mehrheit so gesehen. Was soll man da noch sagen :-nix Naja, mir solls egal sein, ich habe dank Corona aktuell nur Tag- und keine Wochenend- oder Spätdienste. Sollen sie sich doch verarschen lassen, wenn sie das so geil finden.
QuovadisMedizin
17.01.2021, 20:09
Naja, es sind ja liebe Kollegen. Kann man wohl nix machen....einige denke sich dadurch die Gunst von sonstwem anzueignen...
Die Idee ist eigentlich auch eine andere: je mehr Überstunden, desto mehr wird man vor der Verwaltung für eine neue notwendige Stelle argumentieren können.
Von kleinen Fachrichtungen kann und möchte ich nicht so sprechen, das überlasse ich lieber den entsprechenden Kollegen :-). Habe bisher in keinem Haus gearbeitet mit kleinen Fächern.
QuovadisMedizin
17.01.2021, 20:12
Kann man das so verstehen, dass die Assistentenschaft auf ihr tarifliches Recht verzichtet Entschädigungsgeld zu bekommen? Jede Verwaltung lacht sich da doch schlapp...
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