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wendyrumpf
08.10.2021, 17:45
Ihr wisst das sicher: im OP bei Entfernung von Kondylomen mit Lasern, reicht FFP 2 oder braucht manFFP 3? Absaugen ist ja vorhanden

][truba][
08.10.2021, 18:40
FFP 2

Bille11
08.10.2021, 18:41
Und die hinterher, genauso wie die Kleidung - in den Abwurf. Die Maske Müll, die Kleidung Kochwäsche.

juke5489
08.10.2021, 18:41
Ihr wisst das sicher: im OP bei Entfernung von Kondylomen mit Lasern, reicht FFP 2 oder braucht manFFP 3? Absaugen ist ja vorhanden

allein die rauchabsaugung, die maximal 1cm von der ablationsstelle entfernt sein sollte reduziert zu 98,6% die menge an viruspartikeln. 2cm abstand und schon wird nur halb so viel abgesaugt. das ist also der wichtigste punkt! zudem muss die rauchgasabsaugung stark genug sein.

es gibt entsprechende schutzempfehlungen aus der BGR/GUV-R190 regelung, wonach HPV als risikoklasse 2 definiert wird, vor dem entsprechend eine FFP2 und FFP3 maske ausreichend schützt.
ABER: es gibt keine ausreichende literatur, die belegt, dass durch den einsatz spezieller masken das risiko für den operateur sich über die partikel anzustecken sinkt.

das wichtigste daher: rauchabsaugung direkt am entstehungsort (quasi direktkontakt). ansonsten empfehle ich diesbezüglich kontakt mit kollegen aufzunehmen, die solche behandlung in große menge durchführen und fragen wie die es handhaben (hier z.B. laserzentrum im evangelischen elisabeth krankenhaus berlin).

wendyrumpf
08.10.2021, 19:04
Vielen Dank für die Antworten! Standards zum Nachlesen gibt es dafür bei uns leider keine, und an ffp 3 Masken gelangt man auch nicht ohne weiteres, nur über die Pflege:/ wenn’s um Schutzmaßnahmen geht wird man als Anfänger eh vergessen

Loreleye
08.10.2021, 19:22
Bei der zu erwartenden Exposition kann man überlegen, HPV Impfung machen zu lassen, falls man sie es in der Kindheit nicht hatte. Es kostet zwar als Erwachsener ca 450 Euro, ich überlege sie mir wegen der sporadischen berufsbedingter Kontakte auch. So einen HPV bedingten HNO- Tumor will man eben nicht kriegen.

Lava
27.10.2021, 08:31
Kennt ihr eigetlich den Verein "Die Chirurginnen e.V."? Bin nach langem Zögern jetzt doch mal beigetreten, weil ich mir etwas Unterstützung bei der weiteren Karriereplanung mit 2 Kindern erhoffe. Der Verein richtet sich an alle operativ tätigen Fachrichtungen, also auch Gyn z.B., sowie auch an Studentinnen. Schaut mal rein.

*milkakuh*
27.10.2021, 09:12
Ich habe von dem Verein in einer Zeitschrift gelesen und fand es auch interessant. Berichte gerne Mal, wie sie konkret unterstützen.
Letztendlich hängt aber viel vom Chef, den Kollegen und natürlich auch von einem selber ab.
Denke als Fachärztin/Oberärztin ist man generell nochmal in einer schwierigeren Situation durch die Konkurrenz mit den männlichen Kollegen.
In meinem Fach habe ich als Assistenzärztin erstmal weniger Bedenken. Die Resonanz auf unsere letzten Stellenausschreibungen hat auch gezeigt, dass es kaum gut qualifizierte Bewerber:innen gibt, sodass man auch als Frau mit Kind in der Abteilung eine gute Position hat.

jijichu
27.10.2021, 10:33
Schaut mal auf MumDocs.de vorbei, die sind auch auf Siilo vertreten. Ist zum Networking und Austausch ganz gut 🤗

Pampelmuse
27.10.2021, 18:37
Kennt ihr eigetlich den Verein "Die Chirurginnen e.V."? Bin nach langem Zögern jetzt doch mal beigetreten, weil ich mir etwas Unterstützung bei der weiteren Karriereplanung mit 2 Kindern erhoffe. Der Verein richtet sich an alle operativ tätigen Fachrichtungen, also auch Gyn z.B., sowie auch an Studentinnen. Schaut mal rein.

Ich wollte den Verein auch schon empfehlen. ;-)

Ich bin fast seit Vereinsgründung dabei, und das war definitiv eine sehr gute Entscheidung. Die Unterstützung und die tolle, positive Grundstimmung im Verein ist super und motiviert mich sehr oft. In letzter Zeit hätte ich oft "alles hingeschmissen" ohne das Backup aus vielen weiblichen "role models". Ich bin auch im Mentorinnenprogramm, das über zwei Jahre gehen wird.

Linn
30.10.2021, 19:08
Ich bin auch seit kurzem Mitglied bei den Chirurginnen. Ich war anfangs (als ich von dem Verein gehört habe) sehr skeptisch, aber das hat sich relativ schnell in Begeisterung umgeändert. Ich hoffe einfach, dass sich über den Verein Kontakte ergeben und gegenseitige Unterstützung, da zumindest in meinem Fachgebiet noch sehr sehr viele, nett ausgedrückt "altmodische" Männer unterwegs sind.

][truba][
30.10.2021, 19:52
Habt ihr denn das Gefühl, dass ihr als Frauen schlechter gefördert werdet von Chefs als eure Kollegen?
Oder geht es mehr um den Erfahrungsaustausch wie man das spätere Leben als FA/OA/CA mit Familie etc. organisiert.

Ich war ja in einer großen chirurgischen wie auch urologischen Abteilung mit mehr Frauen als Männern im Team aber fast nur männlichen OA/Chefs (in der Chirurgie gabs noch 2-3 OÄ).

Insgesamt waren die Frauen immer sehr viel engagierter und hatten auch diverse Zusatzaufgaben. Hatte nie den Eindruck, dass es einen Unterschied macht welches Geschlecht man hat.

VG Thomas

anignu
31.10.2021, 01:22
Mei, was heißt "schlechter gefördert". Meine persönliche Erfahrung (als Mann) ist dass es nicht um das Geschlecht geht sondern darum ob man 100% arbeitet oder nicht. Jeder der auch nur auf 80% reduziert stellt klar dass es noch andere Dinge im Leben gibt als die Chirurgie. Und diejenigen die die Entscheidungen treffen haben/hatten sich ja ganz klar anders entschieden. Also dass es nichts wichtigeres gibt als die Chirurgie. Und ich hab immer das Gefühl als könnten die mit anderen Lebensentwürfen nicht gut umgehen...
Für mich hab ich mich daher entschieden bei 100% zu bleiben bis ich in der Position bin die ich erreichen will.

Linn
31.10.2021, 09:11
[truba][;2215400']Habt ihr denn das Gefühl, dass ihr als Frauen schlechter gefördert werdet von Chefs als eure Kollegen?

Definitiv ja. Ich arbeite Vollzeit und meine Schwägerin auch. Beide keine Kinder. Und männliche Kollegen werden in Operationen vorgezogen (z.T. wegen angeblich Kraftunterschied (was in meiner Abteilung halt wirklich Quatsch ist) und z.T. weil die Station besser geführt sei, wenn Frau das mache) bishin zu halboffiziellen Aussagen, dass Frauen hier keine Oberärzte würden,weil Frau....

anignu
31.10.2021, 10:41
Das ist krass. Ich kenn es aber auch andersrum, war mal in einer Abteilung in der die männlichen Oberärzte immer den hübschen Assistenzärztinnen alles assistiert haben und die Assistenzärzte blöd aus der Wäsche guckten... hab gekündigt.
Station ist unterschiedlich und vor allem Typ-Sache. Wir haben einen Assistenzarzt bei dem man das Gefühl hat ihn interessiert ungefähr null und auf entsprechendem Niveau führt er seine Station. Gleichzeitig zieht er ständig eine Fresse dass die Motivation ihm irgendwas zu assistieren auf null sinkt. Wir haben aber auch eine Fachärztin die wegen solcher Kleinigkeiten regelmäßig anruft dass man echt deren Wissen/Qualifikation anzweifelt und sich auch im OP irgendwie nicht traut. Mit der Einstellung wird sie auch nicht Oberärztin werden...

Spannend übrigens: ich hab mal irgendwo gelesen, da gings um Politik und Firmen, dass man wenn man aufsteigen will die Aufgaben der höheren Stufe machen soll/muss um zu beweisen dass man dafür geeignet ist. Denn wenn man nur die Aufgaben der aktuellen Stufe macht dann ist das ja das Niveau das mindestens erwartet wird und man zeigt nicht dass man auch für mehr geeignet wäre.
In der Chirurgie ist es dass man zum Beispiel Hintergrunddienste macht, oder Zusatzaufgaben übernimmt. Hintergrunddienste sind eh super spannend, wenn man eine gute Abteilung hat dann wird man mindestens am Beginn noch fleißig unterstützt und kommt rein so zu denken wie man das als Hintergrund dann muss und lernt sehr viel selbständiger zu operieren...

Endoplasmatisches Reticulum
31.10.2021, 11:00
Welchen Grund hat denn ein Arbeitgeber, jemanden zum Oberarzt zu befördern, der/die oberarztspezifische Tätigkeiten bereits freiwillig ohne entsprechende Stelle und Gehalt leistet? Wäre es nicht taktisch günstiger, eine OA-Stelle extern nachzubesetzen und den Facharzt solange weiter overperformen zu lassen, bis er gerade eben nicht mit Randalieren anfängt?

Ein Facharzt in meiner letzten Klinik hatte genau wegen so etwas gewechselt. Der hat irgendwann mit Hintergrunddiensten angefangen und war plötzlich der Dienstplangummibär für alle Oberärzte. Eine entsprechende Stelle hat er trotzdem nie bekommen. Auch kein Dankeschön, nicht verbal und schon gar nicht monetär.

Lava
31.10.2021, 20:30
[truba][;2215400']Habt ihr denn das Gefühl, dass ihr als Frauen schlechter gefördert werdet von Chefs als eure Kollegen?


Zum Teil ja. Bei meiner ersten Stelle fiel mir das extrem auf, dass einige der männlichen Kollegen zum ein oder anderen OA richtige Kumpelbeziehungen hatten und ohne Ende gefördert wurden. Wir Frauen hatten da alle das Nachsehen.

Dooly
01.11.2021, 12:13
Es läuft schon sehr lange von der Uniklinik Köln, initiiert von der dortigen VCH, eine Umfrage zum Thema Diskriminierung in der Medizin. Falls ihr das nicht sowieso über diverse andere Kanäle mitbekommen habt, hier mal der Link dazu: https://surgical-survey-cologne.de/survey/index.php/126858

Pampelmuse
03.11.2021, 11:46
Ich bin auch seit kurzem Mitglied bei den Chirurginnen. Ich war anfangs (als ich von dem Verein gehört habe) sehr skeptisch, aber das hat sich relativ schnell in Begeisterung umgeändert. Ich hoffe einfach, dass sich über den Verein Kontakte ergeben und gegenseitige Unterstützung, da zumindest in meinem Fachgebiet noch sehr sehr viele, nett ausgedrückt "altmodische" Männer unterwegs sind.

Geht mir genauso. In welchem Fachgebiet arbeitest Du denn? Ich hab' das gerade nicht auf dem Schirm.

Das Tolle an dem Verein finde ich, dass sich dort einfach so viele tolle Charaktere mit den unterschiedlichsten Lebensläufen zusammengefunden haben, die positive Stimmung, das Networking und die immer mehr werdenden Aktionen. Eine "Männerhasserin" habe ich dort bisher noch nicht angetroffen... :-)) Das ist ja immer so das Argument.
Was ich auch super fand- gerade während der letzten Monate, als noch kaum wieder Fortbildungen und andere Veranstaltungen vor Ort stattgefunden haben- waren und sind die monatlichen Online-Fortbildungen zu einem bestimmten Thema.

Pampelmuse
03.11.2021, 11:53
[truba][;2215400']Habt ihr denn das Gefühl, dass ihr als Frauen schlechter gefördert werdet von Chefs als eure Kollegen?

Insgesamt waren die Frauen immer sehr viel engagierter und hatten auch diverse Zusatzaufgaben. Hatte nie den Eindruck, dass es einen Unterschied macht welches Geschlecht man hat.


Zur ersten Frage: Das nicht unbedingt... Aber ab OA-Ebene wird's dann halt immer dünner, was die Besetzung mit Kolleginnen angeht. Da gibt's genügend Statistiken dazu.

Und zu zweitem Punkt: Engagement alleine reicht leider nicht immer. Bei meinem Chef ist es leider immer noch so, dass jede Assistenzärztin, die in der Ausbildung schwanger geworden ist, "zufällig" so lange nicht mehr in den OP gekommen ist, bis sie von selbst das Handtuch geworfen hat und die Fachrichtung gewechselt hat oder das Haus. Offen zugeben würde er das natürlich nicht.
(Das soll jetzt kein mimimi-Beitrag werden... Und ja: ich weiß, dass es an anderen Häusern anders läuft! Aber sowas gibt es auch 2021 noch!)