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ehem-user-02-08-2021-1033
17.07.2021, 06:46
Ein Blick zurück in das Jahr 2007... Spannend wie ich finde, bzgl. Geruchsverlust:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17277621/
inkl Coronaviren, aber auch anderen "fiesen" Freunden.

DrSkywalker
17.07.2021, 08:00
Wie Kackbratze hier oder in einem anderen Thread geschrieben hat: Es gibt keinen Grund, an der Existenz von Corona zu zweifeln.

Alleine, dass man so etwas schreibt hat schon eine deutliche Aussagekraft.

Ich habe ja auch nichts gegen Ausländer, aber....
Den Klimawandel gibt es schon, aber....
Frauen sollen ja Karriere machen, aber...

Hier gibt es eben einfach ein paar Kandidaten, die es mal wieder besser wissen als die anderen. Diese Kandiaten gibt es immer. Man kann Dinge diskutieren, das ist legitim. Hier wird aber von einigen Long Covid quasi negiert oder völlig verharmlost. Aber wenn die eigene Meinung zu sehr von dem wissenschaftlichen Konsens abweicht und man kein Experte auf dem Gebiet ist, dann liegt man sehr wahrscheinlich fasch!

DrSkywalker
17.07.2021, 08:01
Ein Blick zurück in das Jahr 2007... Spannend wie ich finde, bzgl. Geruchsverlust:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17277621/
inkl Coronaviren, aber auch anderen "fiesen" Freunden.

Das kann ja sein, aber in meiner Laufbahn habe ich vor Covid erinnerlich keinen Patienten mit Geruchsverlust nach Infekt gehabt, seit Covid > 50. Was also willst du sagen? Dass das ja alles nichts neues ist etwa?

Feuerblick
17.07.2021, 08:18
Ich glaube, was Nefazodon sagen wollte, ist, dass man sehr genau hinschauen sollte, was man „Long Covid“ nennt und was nicht. Nicht jeder, der Corona positiv war und jetzt über Müdigkeit und Kopfschmerzen klagt, hat zwingend ein Long Covid. Unbestreitbar gibt es aber auch Fälle, die eben Geruchs-/Geschmacksverlust (hab ich in der Familie), schwere Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen (ebenfalls in der Familie), schwere Lungenschäden, Hörstörungen (Freund von mir, nachweislich Covid-bedingt bei asymptomatischer Infektion) etc. haben, die klar auf Corona zurückzuführen und eben nicht so unspezifisch sind. Da man derzeit noch nicht viel über Long Covid weiß, werden erstmal alle noch so unspezifischen Beschwerden gesammelt und als „möglicherweise zur Entität zählend“ aufgeführt. Man wird ganz sicherlich im weiteren Verlauf aussortieren, was wirklich dazu gehört und was möglicherweise eben wirklich der psychischen Belastung geschuldet ist.
Oder kurz: Ich glaube, es zweifelt keiner daran, dass es „Long Covid“ gibt. Nur ob es wirklich so oft vorkommt, wie man aktuell annimmt, das muss im Verlauf überprüft werden. Und dann kann man sich auch überlegen, wie besorgt man sein muss und ob und wie man wen mittels Impfung schützen muss (falls die Impfung davor tatsächlich schützt, denn infizieren kann man sich ja dennoch).

ehem-user-02-08-2021-1033
17.07.2021, 08:37
Das kann ja sein, aber in meiner Laufbahn habe ich vor Covid erinnerlich keinen Patienten mit Geruchsverlust nach Infekt gehabt, seit Covid > 50. Was also willst du sagen? Dass das ja alles nichts neues ist etwa?

Ich hatte als 17 jähriger nach einer schweren Erkältung 6 Monate keinen Geruchssinn.
Ich war deswegen nicht beim Arzt. Ich wäre bei entsprechender Berichterstattung aber zum Arzt gegangen.
Und wie du aus der Studie entnehmen kannst: viele Viren haben 2007 einen Verlust des Geruchssinn verursacht. Darunter auch Corona.
D.h. 2007 wurde ein Long COVID Symptom beschrieben.

Das habe ich mir jetzt nicht ausgedacht, sondern ist eine wissenschaftliche Beobachtung.

Aus meiner weiteren Krankheitserfahrung kann ich während meiner Weiterbildungszeit noch eine Myokarditis beisteuern...und ein chronic Fatigue beisteuern (rückblickend serologisch EBV...dachte aber positiv, wie man als Mediziner ist...erst an Krebs)

GelbeKlamotten
17.07.2021, 09:47
Man wird ganz sicherlich im weiteren Verlauf aussortieren, was wirklich dazu gehört und was möglicherweise eben wirklich der psychischen Belastung geschuldet ist.
Oder kurz: Ich glaube, es zweifelt keiner daran, dass es „Long Covid“ gibt. Nur ob es wirklich so oft vorkommt, wie man aktuell annimmt, das muss im Verlauf überprüft werden.

Da habe ich sehr große Zweifel, ob hier eine kritische Überprüfung stattfinden wird. Die peer pressure, die in allen Lebensbereichen aufgebaut wird und jegliche Kritik nicht toleriert, wirkt auch in der Wissenschaft und Medizin ganz hervorragend. Kaum einer wird seinen Ruf als Wissenschaftler ruinieren wollen, indem er irgendetwas kritisches über Long Covid veröffentlicht. Ist ja hinlänglich bekannt, in welche Ecke man gestellt wird sobald man versucht irgendwas in vernünftige Relationen zu rücken.

Feuerblick
17.07.2021, 09:49
Das glaube ich nun wieder nicht.
Dieses „wenn man was gegen irgendwas sagt, wird man in Ecke XY gesteckt“ hat sich doch schon oft genug selbst widerlegt. Es zu wiederholen macht es nicht wahrer.

FirebirdUSA
17.07.2021, 10:10
Da habe ich sehr große Zweifel, ob hier eine kritische Überprüfung stattfinden wird. Die peer pressure, die in allen Lebensbereichen aufgebaut wird und jegliche Kritik nicht toleriert, wirkt auch in der Wissenschaft und Medizin ganz hervorragend. Kaum einer wird seinen Ruf als Wissenschaftler ruinieren wollen, indem er irgendetwas kritisches über Long Covid veröffentlicht. Ist ja hinlänglich bekannt, in welche Ecke man gestellt wird sobald man versucht irgendwas in vernünftige Relationen zu rücken.

Nachdem die BGen sehr große Long Covid Ambulanzen haben und dort der Druck aus einer ganz anderen Ecke kommt, glaube ich es nicht.

WiWi18
17.07.2021, 10:32
Ich habe alleine in meiner Praxis mindestens 20 Patienten, die nach 3 bis 6 Monaten noch deutlich eingeschränkt sind. Luftnot, persistierender geschmacksverlust, chronische Kopfschmerzen, starke dauerhafte Müdigkeit, etc.

Glücklicherweise sind einige so circa nach 6 Monaten doch besser geworden und waren dann auch meistens wieder Arbeitsfähig. Hauptsächlich junge Menschen unter 45 übrigens...

Würde ich in meiner Praxis mit Impfungen, Tests und extrabudgetärer Abrechnung aller Covid-Behandlungen den großen Reibach machen, würde ich vielleicht auch ordentlich ins Panikhorn blasen...

Und bei jedem, der nicht bei drei auf dem Baum ist, Long Covid diagnostizieren.

DrSkywalker
17.07.2021, 10:59
Würde ich in meiner Praxis mit Impfungen, Tests und extrabudgetärer Abrechnung aller Covid-Behandlungen den großen Reibach machen, würde ich vielleicht auch ordentlich ins Panikhorn blasen...

Und bei jedem, der nicht bei drei auf dem Baum ist, Long Covid diagnostizieren.

Dieser Post sagt wahrscheinlich alles über dich aus, was man wissen muss. ansonsten ist dein Beitrag ein Fall für die Moderatoren hier.

Feuerblick
17.07.2021, 11:03
In der Tat.
@WiWi18: Wie schon mehrfach gegenüber anderen Usern erwähnt sind persönliche Angriffe und Unterstellungen hier nicht erwünscht. Solltest du das wiederholen, bekommst du eine Forenpause.
Weitere Maßnahmen behalten wir uns vor.

Feuerblick
MediLearn-Moderatorin

Thomas24
17.07.2021, 11:09
Würde ich in meiner Praxis mit Impfungen, Tests und extrabudgetärer Abrechnung aller Covid-Behandlungen den großen Reibach machen, würde ich vielleicht auch ordentlich ins Panikhorn blasen...

Und bei jedem, der nicht bei drei auf dem Baum ist, Long Covid diagnostizieren.

Möchtest du Skywalker etwas unterstellen?

Edit: Moderation war schneller ☺

WiWi18
17.07.2021, 11:12
In der Tat.
@WiWi18: Wie schon mehrfach gegenüber anderen Usern erwähnt sind persönliche Angriffe und Unterstellungen hier nicht erwünscht. Solltest du das wiederholen, bekommst du eine Forenpause.
Weitere Maßnahmen behalten wir uns vor.

Feuerblick
MediLearn-Moderatorin

Ok, muss dann Skywalker seine Angriffe gegenüber anderen Nutzern auch abstellen? So nach dem Motto "alles Verschwörungstheoretiker, die nicht meiner Meinung sind"?

Und werden die Ad-Hominem-Angriffe gegen GK dann irgendwann auch sanktioniert?

Oder ist das alles ok, weil es nach Forenleitung richtige und falsche Meinungen gibt?

Feuerblick
17.07.2021, 11:15
Zu deiner Information: Es haben sich schon andere Leute für derartige sinnlose Diskussionen über Moderationen und ähnliche Unterstellungen Forenpause eingehandelt. Auch das ist hier nicht erwünscht. Und deine Verschwörungstheorien kannst du auch gleich steckenlassen.
Ich kann dir versichern, dass hier auch moderiert wird, OHNE dass du es siehst. Also lass es oder es ist Schluss hier!

ehem-user-02-08-2021-1033
17.07.2021, 11:28
Würde ich in meiner Praxis mit Impfungen, Tests und extrabudgetärer Abrechnung aller Covid-Behandlungen den großen Reibach machen, würde ich vielleicht auch ordentlich ins Panikhorn blasen...

Und bei jedem, der nicht bei drei auf dem Baum ist, Long Covid diagnostizieren.

Diese Aussage ist sehr konfrontativ. Deswegen würde ich gerne auf die Sachebene zurück finden. Sind Behandlungsleistungen in dem Fall wirklich extrabudgetär?

DrSkywalker
17.07.2021, 11:50
Diese Aussage ist sehr konfrontativ. Deswegen würde ich gerne auf die Sachebene zurück finden. Sind Behandlungsleistungen in dem Fall wirklich extrabudgetär?

Gefährliches Halbwissen von jemand, der sich damit geoutet hat. Die Aussage ist konfontativ, aber vor allem ist sie eine extrem unfaire Unterstellung und wurde zu recht scharf gerügt.

Budgets spielen in der Allgemeinmedizin hier genau Null Rolle. Es ist irrelevat. Das ist ein Thema für Fachärzte. Es gibt da facto keine Budgetierung. Trotzdem gibt es Ausnahmeziffern für Covid Verdachtsfälle.

GelbeKlamotten
17.07.2021, 11:50
Es war sicherlich nicht ganz in Ordnung von Wiwi, das so persönlich zu formulieren.

Aber im Kern ist seine Aussage kaum abzustreiten. Es ist ja nun wirklich nichts neues, dass die Häufigkeit bestimmter Diagnosen und auch Therapien sehr stark von der Vergütung derselben abhängt.

Viel diskutiert wird und wurde das ja beispielsweise bei den Coronarangiographien.

Würde ich dem durchschnittlichen interventionell tätigen Kardiologen unterstellen, dass er primär aus finanziellen Interessen und nicht im Sinne der Patienten handelt? Nein.

Würde die Anzahl an Coros zurückgehen, wenn eine rein konservative Therapie besser vergütet würde als die Intervention? Selbstverständlich, undzwar massiv.

Es gibt definitiv für jeden unterbewusste intrinsische und extrinsische Anreize, eine Situation so zu interpretieren, dass sie einem auch selbst nutzt.

Wenn jemand gutes Geld mit der Behandlung von Covid-Patienten verdient oder z.B. eines der Goldgruben-Testcenter betreibt, dann liest er eine Studie zum Thema mit einer vollkommen anderen Brille als jemand, der gerade als Lockdownfolge seine gesamten Ersparnisse verloren hat. Beide werden das Gefühl haben, nur „wissenschaftliche Fakten“ wahrzunehmen. Aber die Bewertung wird sich sehr unterscheiden.

Feuerblick
17.07.2021, 11:57
Und was bitte hat all das mit einer möglichen (oder eher nicht möglichen) Impfpflicht zu tun? Könntet ihr bitte wieder zum Thema zurückkommen?
Übrigens, DrSkywalker, auch deine Aussagen sind nicht selten nicht ganz stubenrein und oft genug hart an der Grenze. Dir täte Mäßigung auch gut. Wie vielen anderen hier.

Kurz: Schreibt zum Thema und hört auf, euch gegenseitig anzugehen, sonst ist hier ein Schloss dran!

Danke
Feuerblick
MediLearn-Moderatorin

Nefazodon
17.07.2021, 12:05
Alleine, dass man so etwas schreibt hat schon eine deutliche Aussagekraft.

Ich habe ja auch nichts gegen Ausländer, aber....
Den Klimawandel gibt es schon, aber....
Frauen sollen ja Karriere machen, aber...

Hier gibt es eben einfach ein paar Kandidaten, die es mal wieder besser wissen als die anderen. Diese Kandiaten gibt es immer. Man kann Dinge diskutieren, das ist legitim. Hier wird aber von einigen Long Covid quasi negiert oder völlig verharmlost. Aber wenn die eigene Meinung zu sehr von dem wissenschaftlichen Konsens abweicht und man kein Experte auf dem Gebiet ist, dann liegt man sehr wahrscheinlich fasch!

Weißt Du DrSkywalker...genau diese Reaktion habe ich befürchtet, als ich den Beitrag schrieb. Besonders der obige Teil deines Beitrags gefällt mir nicht, weil er mich in eine bestimmte Ecke stellt. Wie Du aber selbst schreibst, muss es doch legitim sein, argumentativ begründet über Dinge zu diskutieren.
Um das ganz klar zu stellen: Ich bin ganz sicher kein Coronaleugner! Auch kein Klimaleugner! Weder möchte ich Long Covid negieren, noch verharmlosen. Aber Tatsache ist meiner Meinung auch, dass die Meldungen in der Presse teilweise übertrieben sind und teils wenig Fakten enthalten. Und bezogen auf Long Covid muss man einfach konstatieren, dass das Syndrom im Moment noch nicht ausreichend untersucht ist. Weder ist es klar definiert noch verstanden. In diesem Kontext finde ich Prävalenzangaben von teils 40-50% schon sehr hochgegriffen. Und ich glaube, dass es möglich ist, dass diese Zahlen retrospektiv nach unten korrigiert werden.
Das ist alles was ich sagen wollte.





Ich glaube, was Nefazodon sagen wollte, ist, dass man sehr genau hinschauen sollte, was man „Long Covid“ nennt und was nicht. Nicht jeder, der Corona positiv war und jetzt über Müdigkeit und Kopfschmerzen klagt, hat zwingend ein Long Covid. Unbestreitbar gibt es aber auch Fälle, die eben Geruchs-/Geschmacksverlust (hab ich in der Familie), schwere Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen (ebenfalls in der Familie), schwere Lungenschäden, Hörstörungen (Freund von mir, nachweislich Covid-bedingt bei asymptomatischer Infektion) etc. haben, die klar auf Corona zurückzuführen und eben nicht so unspezifisch sind. Da man derzeit noch nicht viel über Long Covid weiß, werden erstmal alle noch so unspezifischen Beschwerden gesammelt und als „möglicherweise zur Entität zählend“ aufgeführt. Man wird ganz sicherlich im weiteren Verlauf aussortieren, was wirklich dazu gehört und was möglicherweise eben wirklich der psychischen Belastung geschuldet ist.
Oder kurz: Ich glaube, es zweifelt keiner daran, dass es „Long Covid“ gibt. Nur ob es wirklich so oft vorkommt, wie man aktuell annimmt, das muss im Verlauf überprüft werden. Und dann kann man sich auch überlegen, wie besorgt man sein muss und ob und wie man wen mittels Impfung schützen muss (falls die Impfung davor tatsächlich schützt, denn infizieren kann man sich ja dennoch).

:-meinung

Danke Feuerblick, das ist genau das, was ich sagen wollte.

GelbeKlamotten
17.07.2021, 12:20
Hörstörungen (Freund von mir, nachweislich Covid-bedingt bei asymptomatischer Infektion) etc.

Sorry, ist noch mal nicht ganz on topic. Aber mich würde noch interessieren: Wie ist dieser Nachweis erfolgt?